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Motive von Menschen

d(ehsapyarecOida


Und ja, meiner Meinung nach hast Du es, wie jeder andere Mensch auch, dieses innere Wissen um Deine Talente, Deine Berufung, Deine Identität

So eine Aussage ist natürlich sehr kritisch weil das implizieren würde wir kämen schon mit einer gewissen Präferenz für bestimmte Dinge auf die Welt. Dennoch denke ich dass Talente und Interessen Hand in Hand, was auch irgendwie logisch ist und Sinn macht. Ein handwerklich unbegabter Mensch wird wohl kaum eine Schreinerlehre absolvieren. Menschen suchen sich in der Regel die Nische in der sie Ihre Fähigkeiten am Besten zum Ausdruck bringen können. In diesem Sinne kann man nur das werden was man schon ist.

Nachteilig an dieser Betrachtungsweise ist natürlich die fehlende Dynamik. Würdest du auch behaupten die Berufung eines Arbeiterkindes liegt darin Gebäudereiniger zu werden, weil er von den Eltern ein besonderes Talent darin hat den Boden zu wienern?

Deine Logik stimmt hier nicht. Im ersten Absatz ziehst du den Schluss "Begabung -> Beruf" und im zweiten Absatz den Schluss "Herkunft -> Beruf". Das hinkt.

Ein "Arbeiterkind" hat nicht zwangsläufig die Begabung/Präferenz zu "niederen Arbeiten", das kannst du so nicht sagen und das hat mit Dynamik nichts zu tun.

Ja aber warum wollen sie es? In der Regel muss der Zielzustand mit irgendetwas positiven verknüpft sein (es sei denn du bist masochist ;-)) Und dieses Ziel muss einem lohnenswert erscheinen , Kosten und Mühen übertreffen ansonsten wird man dieses Ziel nicht in Angriff nehmen.

Der Weg ist das Ziel? Manch einer malt Bilder weil er leidenschaftlich gern Bilder malt. Weshalb malst du bilder?

Ja da gebe ich dir vollkommen recht , aber ich bezweifle eben ob es eben wirklich nur um die Tätigkeit an sich geht welche man ausführt sondern eben auch um Prestige, Status, Macht, Geld, Reputation usw. Das mag je nach inneres Motivationssystem eben unterschiedlich sein.

Meinst du nicht dass da jeder seine eigene Motivation hat? Auch die macht vieleicht die Identität des einzelnen aus? Manch einer wird vom schnöden Mammon getrieben, ein anderer liebt was er tut.

mFond+sxterne


Nachteilig an dieser Betrachtungsweise ist natürlich die fehlende Dynamik. Würdest du auch behaupten die Berufung eines Arbeiterkindes liegt darin Gebäudereiniger zu werden, weil er von den Eltern ein besonderes Talent darin hat den Boden zu wienern?

Nein. (desaparecida hat dazu auch schon etwas geschrieben, dem ich mich nur anschließen kann. Ich schreibe deshalb lediglich etwas zu der Dynamik.)

Ich sehe da durchaus eine Dynamik, nur eine andere als Du. In Deiner Vorstellung, wie ich Dich verstanden habe, entsteht die Dynamik durch die Einflüsse von außen.

Ich sehe die Dynamik zwischen der eigenen Persönlichkeit, die sich entwickelt und die man auch entwickeln kann, auf der einen Seite und der Außenwelt auf der anderen Seite.

Deine Aufgabe, bzw. die Aufgabe von Menschen ganz allgemein, sehe ich jetzt darin, zwischen der eigenen Persönlichkeit, den eigenen Wünschen und Bedürfnissen und dem eigenen inneren Empfinden auf der einen Seite und der Außenwelt auf der anderen Seite zu vermitteln.

Meine Aufgabe ist das selbstverständlich auch. und ich kenn mich damit so gut aus, weil es mir in meinem bisherigen Leben nicht wirklich gut gelungen ist, diese Aufgabe zu erfüllen. Das hat mich dazu gezwungen, mich ausführlich mit diesem Thema auseinanderzusetzen.

Kelmeixo


El Pintor

So eine Aussage ist natürlich sehr kritisch weil das implizieren würde wir kämen schon mit einer gewissen Präferenz für bestimmte Dinge auf die Welt. Dennoch denke ich dass Talente und Interessen Hand in Hand, was auch irgendwie logisch ist und Sinn macht. Ein handwerklich unbegabter Mensch wird wohl kaum eine Schreinerlehre absolvieren. Menschen suchen sich in der Regel die Nische in der sie Ihre Fähigkeiten am Besten zum Ausdruck bringen können. In diesem Sinne kann man nur das werden was man schon ist.

Ich stimme dem zu, dass wir unterschiedliche ausgeprägte Talente haben und dadurch eine Präferenz. Im Umkehrschluss bedeutet es meiner Ansicht nach aber nicht, dass ich dort, wo ich weniger Talent besitze oder gar keins, es nicht bis zu einem gewissen Grad entwickeln kann.

Nachteilig an dieser Betrachtungsweise ist natürlich die fehlende Dynamik. Würdest du auch behaupten die Berufung eines Arbeiterkindes liegt darin Gebäudereiniger zu werden, weil er von den Eltern ein besonderes Talent darin hat den Boden zu wienern?

Ja und nein. Arbeiterkinder haben mittlerweile zwar mehr Ausbildungsmöglichkeiten, aber sicher beschränkter als Kinder aus besser situierten Häusern, wobei die Umgebung schon auch noch einiges machen kann. Natürlich kann es passieren, dass unter gewissen Umständen Talent gar nicht zu Tage gefördert werden und immer brach liegen. Umgekehrt kann es ja passieren, dass viele gewisse ihrer Talente erst später entdecken.

Ich arbeite z. B. im Office Management und wichtige Skills, die besonders gefordert werden sind Ordnungssinn, Struktur und Planung. Wenn ich einen Talenttest mache, so ist mein Talent in dieser Richtung mittelmäßig (ich selbst hätte es nicht einmal so "hoch" geschätzt). Da habe ich weitaus größere Talente. Im Büro aber bin ich die strukturierte, die sofort eine Übersicht erstellt, wenn es droht unübersichtlich zu werden, die aufruft zu planen. Wenn Du bei mir zu Hause hereinkommst, herrscht das Chaos.

Ich habe gerade in den letzten Tagen einen sehr interessanten Beitrag zum Thema lernen aus Sicht der Gehirnforschung. Da behauptet der Vortragende Professor, dass es natürlich das Gehirn zum denken und lernen braucht und natürlich lässt die Fähigkeit nach. Das warum fand ich sehr interessant. Er meinte, dass unmotiviertes Lernen mit zunehmendem Alter schwerer fällt, weil es Begeisterung, Leidenschaft, Neugier und Interesse braucht. Der 75 Mann könne also unter entsprechenden Umständen, genauso gut noch Chinesisch lernen, wie der 25jährige. Wenn er sich z. B. in eine hübsche Chinesin kennen lernt, in sie verliebt und sich beide entscheiden in China leben zu wollen. Bezüglich Arbeitsleben und Vorurteilen gegenüber 50jährigen Mitarbeitern sagt er dasselbe. Wenn man diese Mitarbeiter einlädt zu lernen, dann motivieren sich die Mitarbeiter und lernen mit Begeisterung und dann funktioniert es auch. Das alles kann ich an mir beobachten. Wenn mich etwas interessiert, dann bin ich mit Begeisterung und Hingabe dabei. Niemand kann mich zu etwas motivieren, außer ich selbst.

Ja aber warum wollen sie es?

Ich tue etwas, weil es mein Bedürfnis ist. Grundbedürfnisse, die wir mehr oder minder alle haben.

In der Regel muss der Zielzustand mit irgendetwas positiven verknüpft sein (es sei denn du bist masochist ) Und dieses Ziel muss einem lohnenswert erscheinen , Kosten und Mühen übertreffen ansonsten wird man dieses Ziel nicht in Angriff nehmen.

Irgendwie empfinde ich diese Aussage, als würde es Kosten und Mühe bedeuten und mit Anstrengungen behaftet, ein Ziel zu haben. Verstehe ich das falsch?

Zumindest ist ein Ziel, das ich mir setze für mich positiv verknüpft. Ja, für andere natürlich weniger oder gar nicht. Ich setzte mir dieses Ziel natürlich dann, wenn es mir erstrebenswert erscheint. Überfordern wird es mich nicht. Ich werde so ein Ziel so aufsetzen, dass es für mich auch realistisch ist es zu erreichen. Es darf ruhig schwer sein, das macht mir nichts, aber es muss erreichbar sein. Ich würde meine Motivation sofort zerstören, wenn ich mir ein unrealistisches Ziel setzen würde. Das würde mich nicht besonders zufrieden machen und dadurch auch nicht mehr erstrebenswert. Es würde die Leidenschaft und der Spaß fehlen. Ich kann mit schweren Aufgaben Spaß haben, aber nicht bei unrealistischen.

Ja da gebe ich dir vollkommen recht , aber ich bezweifle eben ob es eben wirklich nur um die Tätigkeit an sich geht welche man ausführt sondern eben auch um Prestige, Status, Macht, Geld, Reputation usw. Das mag je nach inneres Motivationssystem eben unterschiedlich sein.

Sicher, die einen schreiben, weil sie einen Beststeller schreiben wollen, ein Publikum wollen und auch von einer bestimmten Gruppe Anerkennung wollen, andere, weil es ihnen Spaß macht und sie sie es deswegen tun, unabhängig davon ob sie Talent haben oder nicht. Eines der schönsten Situationen für mich ist, wenn jemand mit absoluter Hingabe singt und so falsch, dass es mir die Fußnägel hochrollt.

Prestige, Status, Macht, Geld, Reputation hängen ja oft zusammen und Überleben würde ich zu einem Grundbedürfnis zählen.

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