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Perfektionisten, meckernde Ehefrau was tun?

MZusdtiixi81 hat die Diskussion gestartet


Hallo an alle bin neu hier im Forum.

Und zwar geht es wie erwähnt um meine Ehefrau(30).

Wir haben uns vor 5 Jahren kennengelernt, seit 2Jahren verheiratet.

10 Monate alte Tochter.

Zu mir (34): beruflich erfolgreich, gelassener (vielleicht zuviel =)) sympathischer Typ, bin beliebt, hatte noch nie eine Auseinandersetzung mit Freunden oder in der Familie. Manchmal bin ich sogar eine Vertrauensperson wo sich Kollegen ihr Problem mit mir teilen und um Rat bitten, was ich fast nie tue. Ich fresse mich in meine Probleme rein. Was nicht richtig ist.

Meine Frau war die ersten 3 Jahre eine Traumfrau immer was unternommen gelacht. Also alles ganz easy und relax. Paar Monate vor unserer Hochzeit zeigte sie mir ihr wahres Gesicht.

Zickerei weil etwas nicht nach Plan läuft.

Wenn Sie eine App ausversehen schließt (kein scherz) kommt ein maaaaaaa ey. Boah ey. Ich hasse das ey

15 Minuten zu spät? Meckert dann ständig Rum und hat kein Ende. Trotz Erklärung eines Staus

Mit ihren Geschwistern gibt es ständig Zopf. Keine Unterhaltung ohne rumgeschreie.

Alles muss perfekt sein.

Sagt mir wie ich die kleinsten einfachsten Dinge, die jeder Erwachsene schon kennt machen soll.

Jeder Schritt wird beobachtet und bewertet.

Dazu kommt noch das sie extrem auf jedes kleinstes Detail achtet. Wenn ich was falsch mache kommt sie von der Küche zum Wohnzimmer ca. 15 m um mir ein Teller aus der Geschirrspülmaschine zu zeigen, daß ich nicht richtig vorgespuhlt habe.

Einmal gingen wir mit dem Kind raus um meine elternzubesuchen und wir trafen draußen unsere Nachbarn. Kleiner Smalltalk während ich mit dem Ehemann am unterhalten war ging sie direkt da zwischen und fragte mich wo das Auto ist. Ich meine damit sie lässt mich nicht mal für 5 Sekunden mit den Nachbarn reden?

Warum? Dem Kind könnte es kalt werden obwohl für 11 Grad extrem fett gekleidet war. Und später bei den Eltern war meine Tochter extrem durchgeschwitzt.

Auch auf der Hochzeit gab es ständig befehle.

Sie möchte alles kontrollieren alles perfekt machen. Aber ihr perfektionismus macht unsere Beziehung kaputt.

Also wir haben uns 5-6 mal bis jetzt gestritten. Jedes mal wegen ihrem gemackere und des öfteren weil sie mich wie ein Kind behandelt. Abend 30 Minuten zu spät? Da geht's dann los mit einer fresse die Mann nicht beschreiben kann.

Ich kann Sowas nicht ausstehen, überhaupt nicht.

Ich bin wie gesagt ein lockerer Typ aber sie hat mich zum explodieren gebracht das einige Möbelstücke darunter leiden musste :( durch ihre Art bin ich aggressiv geworden und erkenne mich nicht mehr wieder.

Ich hab ihr das zigmal gesagt das sie nicht rumzicken soll wegen Kleinigkeiten. Es geht 1 Monat gut dann geht's wieder von vorne los. Wenn Ihr jüngerer Bruder oder ältere Schwester bei uns zu Besuch ist wird es lauter. Da gehe ich immer raus weil eine respektlose Diskussion dann herrscht.

Naja ich weiss selber nicht mehr weiter.

Bitte um Rat und Hilfe.

Ich danke euch

Antworten
NNotM*ich!aelcCa$ine


Ich hab ihr das zigmal gesagt das sie nicht rumzicken soll wegen Kleinigkeiten.

Das funktioniert meistens nicht, weil das nicht an den wahren Kern geht: Ihr zu sagen sie soll sich anders fühlen (unzickig), wenn sie sich auf bestimmte Art fühlt (zickig) nutzt nichts. Versuchs mal mit einem Grundsatz Gespräch a la" Was ist den eigentlich wirklich der Grund für deine Unzufriedenheit? Können wir das mal gemeinsam rausfinden?" Klingt als wäre sie ein Angstbeisser/Perfektionist. Ist sie mit dem Kind zu Hause und ist es seither schlimmer geworden?

NTorudiK84


Irgendwo muss ja ne Unzufriedenheit / Angst her kommen die sie so am Rad drehen lässt. Darüber muss sie reden, egal ob jetzt mit dir oder auch mit einem Therapeuten, wenn da wirklich mehr hinter steckt.

Und ich denke genau in diese Richtung solltest du "drängen". Sie muss damit rausrücken was genau das Problem ist das sie sich so aufführen lässt und wenn sie das nicht kann oder will musst du ggf. auch den Druck erhöhen. Mach ihr deutlich das sie sich öffnen muss da sie ansonsten eure Beziehung gefährdet. Ich kann mir nicht vorstellen das du mit so nem Hausdrachen noch 10 oder 20 Jahre verbringen willst.

C ara.mala x2


Ich habe festgestellt, dass man da, wo man selbst eine Schwäche hat, auch empfindlich auf die Schwäche anderer reagiert. Man hat dem selbst nichts entgegenzusetzen.

Ob man wirklich ein ruhiger gelassener Typ ist, dass zeigt sich dann, wenn man mit dem Gegenteil konfrontiert wird. Da habt ihr beide wohl etwas im anderen gefunden, was sich am Anfang gut ergänzt hat und jetzt stellt sich heraus, dass ihr doch unterschiedlicher seid, als gedacht. Aber das ist nicht so schlimm, wenn man lernt damit umzugehen. Eure Beziehung ist noch relativ frisch und so wie ich das lese, besteht da Potential, dass man das zusammen hinbekommen kann. Wie meine Vorredner bereits sagten, hinter jedem Verhalten steckt ein Grund. Dem kann man nachgehen.

Auf der anderen Seite kann man in sich einmal schauen, wo man sich selbst etwas nicht gönnt. Das mag kurios klingen, aber wenn man sich selbst seine Rechte klar eingesteht: Auch mal später kommen dürfen, man ist schließlich ein freier Mensch, auch mal am Gartenzaun ein kurzes Gespräch führen usw. Man hat trotz Ehe ein eigenes Leben. Hat man sich über solche Dinge noch keine "Gedanken" gemacht, dann strahlt man auch eine gewisses "lassen wir es doch einfach mal auf uns zukommen, die anderen werden schon wissen, was zu tun ist und dem passe ich mich an" aus. Diese Ausstrahlung wird vom Partner dann gerne aufgegriffen und aus der eigenen Unendschlossenheit und Anpassungsfähigkeit, wird dann auch gerne eine Bevormundung. Du sagst es selbst. Sie behandelt dich wie ein Kind. Einem Kind muss man am Anfang des Lebens sagen, was richtig für es ist und was nicht. Später als Erwachsener ist es wichtig sich über die eigenen "Bedürfnisse" "Gedanken" zu machen und sie auch "leben" zu wollen.

Hat man im Innern hier für Klarheit gesorgt, dann muss man äußerlich interessanterweise nicht mehr viel sagen. Menschen reagieren mehr auf die Gefühle des anderen, als auf Worte. Und wenn man dann etwas sagt, dann kann man es auch klar begründen. Du bist trotz der Ehe, die du eingegangen bist, ein eigenständiger Mensch. Aber ich glaube, du musst mehr über dich selbst nachdenken und nach dir selbst schauen und damit erleichterst du auch das Leben deiner Partnerin. ;-) Mir scheint sie hat das Gefühl für dich mitsorgen zu müssen.

S@ilkPe9arxl


Paar Monate vor unserer Hochzeit zeigte sie mir ihr wahres Gesicht.

Sorry, aber hier liegt mit Sicherheit Dein Anteil: Warum hast Du sie geheiratet, wenn Du das schon so früh gemerkt hast?

So naiv, dass Du glaubtest, sie lässt das nachher, bist Du doch sicher nicht. Und bei aller Liebe: Extremeigenschaften werden stärker, nicht schwächer in einer langen Beziehung.

Jetzt bleiben Dir im Prinzip nur zwei Möglichkeiten, denn Du wirst ihren Charakter nicht ändern können: Akzeptanz oder Gehen, leider. Die dritte Alternative ist der ewige Kampf, aber den willst Du sicher nicht.

STtuhlbBeixn


Ich kann mir nicht vorstellen das du mit so nem Hausdrachen noch 10 oder 20 Jahre verbringen willst.

Er ist gerade mal Mitte 30, d.h. er hat noch schätzungsweise 40 - in Worten vierzig - Jahre vor sich. Der Gedanke sollte eigentlich Ansporn genug sein, eine Änderung herbeizuführen.

C}ho[up(ette_oFinnian


Zu mir (34): beruflich erfolgreich, gelassener (vielleicht zuviel =)) sympathischer Typ, bin beliebt, hatte noch nie eine Auseinandersetzung mit Freunden oder in der Familie. Manchmal bin ich sogar eine Vertrauensperson wo sich Kollegen ihr Problem mit mir teilen und um Rat bitten, was ich fast nie tue. Ich fresse mich in meine Probleme rein. Was nicht richtig ist.

Mein Partner ist auch so ein ruhiger. Das ist meistens sehr angenehm - wenn man aber richtig bratzig ist (und ich fürchte, ich bin in einigen Punkten wie deine Frau, nur behandle ich ihn nicht wie ein Kind und dreckige Teller halte ich ihm auch nicht unter die Nase), dann treibt einen das zur Weißglut. Ich bin auch ziemlich mitteilungsbedürftig, wenn es mir gerade bis Oberkante Oberlippe steht, das ist aber nichts persönliches. Kann man auch nicht immer ändern. Das ist wie Niesen. Das kann man mal ne Weile unterdrücken, aber irgendwann will es raus.

Wenn man dann da einen Kerl sitzen hat, der das krasse Gegenteil ist, dann ist das oft gut und deeskalierend. In seltenen Fällen aber, kann einen (mich ;-) ) das rasend machen. Mein Freund schluckt auch immer, streitet sich nie. Dem könnte man ne Ohrfeige hauen, der würde vermutlich noch die andere Wange hinhalten und das geht mir manchmal nicht in den Schädel. Für mich ist das in diesen seltenen Ausnahmefällen völlig unverständlich, wie man einige Frechheiten (vor allem durch Dritte) hinnehmen kann. Bei mir hätte es da ne Ansage gegeben, die sich gewaschen hat. Er ist immer noch völlig ruhig und nimmt alles gelassen hin, egal wie sehr jemand auf seinen Gefühlen oder Werten rumtrampelt. Das macht mich wahnsinnig. Da würde ich mich am liebsten vor ihn stellen - was ich nicht tue, weil total peinlich und ich bin nicht seine Mutti und erst ist keine 3 mehr - wenn er es schon nicht selber für sich tut.

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Hierzu kurz:

Warum? Dem Kind könnte es kalt werden obwohl für 11 Grad extrem fett gekleidet war. Und später bei den Eltern war meine Tochter extrem durchgeschwitzt.

Sie ist doch selber erst seit kurzem Mutter, sie wird den Fehler sicher bemerkt haben. Dennoch möchte sie mit dem Kind vermutlich alles richtig machen.

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So, BTT: Mal ernsthaft, es gibt keine Leute, die immer alles gelassen hinnehmen. Die nie streiten und denen etwas nicht gegen den Strich geht. Aber es gibt Leute, die dann nicht für sich aufstehen, aus welchen abstrusen Gründen auch immer. Vielleicht ist deiner Frau aufgefallen, dass du so einer bist und dass das nicht das ist, was sie ihr Leben lang will? Was sie auch nicht für ihr Kind will, denn mit dem Kind werden viiiele Konflikte auf euch zukommen? Und daraus resultiert die Unzufriedenheit?

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Mein Partner hat selten solche Anwandlungen. Neulich hatten wir aber auch so eine Situation mit unseren Nachbarn... Da war ich natürlich die Dumme aufgrund meiner großen Klappe und er der Nette, weil er immer ruhig ist und auch noch Smalltalk hält, obwohl er da eigentlich gar keine Lust zu hat. Das ist nun kein Drama und löste keine Krise bei uns aus, aber ich hätte mir gewünscht, dass er mal mehr zu mir steht. Denn ich habe ausgesprochen, was definitiv wir beide denken, während er gekuscht hat. Somit stand ich als die Dumme da, er als der Arme, der sicher viiiel unter mir Hausdrachen zu leiden hat, und ich war ziemlich pissig von der Gesamtsituation. Seinen Mann stehen, hätte in der Situation deutlich mehr bewegt und die Nachbarn hätten mal eine Grenze gesetzt bekommen. So stehen wir wieder wie am Anfang. %-|

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Übrigens könnte ich mir auch noch vorstellen, dass sie dich damit unbewusst provozieren will. Schrei sie doch mal so zusammen, wie sie es macht. Sei angefressen, wenn sie zu spät ist. Oder zu früh vor Ort. Oder schmeiß den dreckigen Teller einfach in den Müll, wenn sie wieder damit ankommt. Ich würd mich über so eine Reaktion bei meinem "nie streitenden" Partner durchaus mal freuen, denn manchmal ist es sinnvoll dem anderen ein Spiegel vorzuhalten.

c*lai8ret


Du schreibst überhaupt nichts über ihre Situation.

War das Kind ein Wunschkind? Hat sie vielleicht Schwierigkeiten mit der neuen Situation als Mutter? Arbeitet sie, ist sie den ganzen Tag zuhause beim Kind?

Meine Frau war die ersten 3 Jahre eine Traumfrau immer was unternommen gelacht. Also alles ganz easy und relax. Paar Monate vor unserer Hochzeit zeigte sie mir ihr wahres Gesicht.

Ist damals irgendetwas vorgefallen, was ihr Verhaltensänderung erklären könnte? Warum trotzdem die Hochzeit?

Insgesamt scheint sie sehr unzufrieden im Leben zu sein und lässt das an lauter Kleinigkeiten aus. Ihr beide müsst euch zusammen setzen und darüber reden. Sie einfach nur auffordern die Zickerei einzustellen bringt euch nicht weiter und es wirkt auch irgendwie so als ob ihr Gefühlsleben dich gar nicht interessiert.

PDlacebo07906


Was man auch nicht vergessen soll: zu gewissen Verhaltensweisen die sich in gewissen Situationen zeigen gehören oft auch mal 2 Personen..

Man kann nicht immer nur den schwarzen Peter ausspielen ohne sich selbst mal wirklich kritisch zu beurteilen..

ich kenn deine beschriebene Situation in gewisser Form aus meiner Beziehung..

Auch mein Freund ist manchmal zu spät.. gibt Tage das ists mir egal, absolut kein Thema.. aber dann auch wieder Tage da könnt ich im Kreis springen.. liegt dann aber daran das ich vl. was besonderes Gekocht hatte, und das jetzt verkocht ist.. das wir was geplant haben/Besuch bekommen/usw.. ich selbst komm ungern zu spät.. hab schon als Kind gelernt, man kommt nicht zu spät und ich bekomm einen wahnsinnigen inneren Druck in gewissen Situationen wenn wir dann zu spät dran sind und kann mich nicht mehr entspannen.. dann reagier ich auch gereizt..

Mein Freund sieht das auch gelassen, und das macht mich dann in solchen Situationen noch wütender weil ich mich nicht verstanden fühle..

Auch das mit dem "Bevormunden" ist bei uns zeitweise ein Problem.. liegt aber auch nicht ausschließlich an mir, sondern an uns..

Wenn beide Partner erkennen wo die Probleme liegen, und was dem jeweils anderen Probleme bereitet und ihn vl. zu eben solchem Verhalten bringt kann man auch was ändern..

Dazu muss man sich halt mal zusammensetzen und drüber reden..

Wie eh schon gesagt wurde, den Grund finden.. und vorallem dann in diesem Gespräch den anderen mit seinem "Problem" so akzeptieren wie er ist und nicht dann gleich wieder losschießen mit "ist doch egal wenn wir mal 5 Minuten zu spät kommen, geht ja nicht die Welt unter…"

Vl. für deine Frau in diesem Moment in dieser Situation schon.. auch wenns wirklich übertrieben klingt und übertrieben ist.. im Gegenzug gilt aber auch für sie, dass sie dich ernst nehmen muss und versuchen soll nicht alles so ernst zu nehmen und sich zu entspannen..

Deine Frau kann lernen entspannter zu sein, aber dabei musst du sie auch unterstützen.. es wird nicht von heute auf morgen gehen, dass es ihr egal ist wenn du 30 Minuten zu spät kommst.. sie muss einfach lernen wieder 5 Gerade stehen zu lassen ;-)

Ist durchaus machbar.. aber dafür brauchts Verständnis von deiner sowie von ihrer Seite..

ErhemalEig$er Nuhtzer c(#x580649)


Ich bin wie gesagt ein lockerer Typ aber sie hat mich zum explodieren gebracht das einige Möbelstücke darunter leiden musste :( durch ihre Art bin ich aggressiv geworden und erkenne mich nicht mehr wieder.

Man ist ein lockerer Typ, wenn man in schwierigen Situationen locker bleiben kann. Aggressiv ist man selbst und nicht durch andere.

RKalphx_HH


Dass Deine Frau Dir diese Attitüden erst kurz vor der Hochzeit offenbart, ist Mist, es nimmt Dir die Gelegenheit, Dich einfach mal so zu trennen... Und nun noch ein Kind.... Also: Vorwärts gucken. Was kann man ändern?

Zunächst mal scheint es mir so, als sein Deine Frau damit grundsätzlich überfordert, Verantwortung zu teilen oder abzugeben. Das äussert sich dann darin, dass sie Dir Vorschriften macht. Warum ist das so? Ist die Küche beispielsweise ihr Reich, wo Du drin "rumpfuscht"? Sieht sie Dich als Gehilfen dort an, der nicht richtig spurt? Irgendwo wirst Du Dich mit ihr mal grundsätzlich auseinandersetzen müssen, dass das Dein Haushalt ist genauso wie ihrer, und Du da die selben Rechte und Pflichten hast wie sie und Du Dir das nicht bieten lässt, dass sie Dir da Vorhaltungen macht. Mal ganz abgesehen davon, dass ein Teller der schmutzig aus der Spülmaschine kommt davon zeugt, dass man das Ding nicht richtig gefüllt hat, ist das kein Drama, woraus man einen Streit vom Zaun brechen muss. Also warum kommt sie auf die Idee, sie wäre die Chefin in der Küche?

Selbiges beim Kind... Diskutiert ihr das nicht miteinander? Wie dick man das Kind anzieht? Bei dem Gespräch mit den Nachbarn, wenn es Dich ärgert, sprichst Du das an? Wenn nein: selber schuld. Deine Interessen vertritt genau einer, das bist Du selbst. Sich selber ärgern bringt Dich nicht weiter.

>Auch auf der Hochzeit gab es ständig befehle<.... Ja und? Lässt Du Dir Befehle geben? Wenn der Ton nicht passt, frag ich in der Regel nach: Wie heisst das Zauberwort?? Oder im Extremfällen deutlich werden: Nicht in diesem Ton! Beziehung bedeutet Gemeinsamkeit, Gleichwertigkeit, nicht herrschen und beherrscht werden.

Ich denke, die Unterschiede in Eurer Vorstellung von Haushalt und Kindererziehung werden bleiben. Ihr müsst lernen, darüber zu reden und einen Konsens zu finden. Auch streiten will gelernt sein! Zur Zeit beherrscht ihr das beide nicht!

MMi9l:chma}nnx76


Zunächst einmal kann ich dich sehr gut verstehen. Das klingt nach absolut nutzloser Aufregung wo überhaupt keine Aufregung nötig ist. Aber.... das sieht jeder anders.

Eine Beziehung ist nach fünf Jahren im Normalfall längst nicht mehr nur eitel Wonne Sonnenschein. Gelegentlich darf es durchaus mal nerven oder anstrengend sein. Immerhin bekommt man im Normalfall auch viel Angenehmes. Aber natürlich sollten angenehme Phasen und genervt sein in einem Verhältnis stehen mit dem beide gut leben können.

Und da fangen die Unterschiede schon an. Wer kann womit gut leben? Wie viel Streit ist normal? Da bringt jeder seine eigene Geschichte mit. Du bist vielleicht ein Extrem in punkto Streitvermeidung oder -schlichtung, sie überdurchschnittlich streitprovozierend. Auch wenn es sich einfach und gut anfühlt, es bringt hier nichts den Fehler automatisch beim Anderen zu suchen. Deine relaxte Haltung ist deine Haltung, und ihre Haltung ist eine andere und nicht weniger richtig. Es sind persönliche Wesenszüge, die in eurem Fall eben kollidieren. Für dich mag sie anstrengend perfekt sein, für sie magst du anstrengend nachlässig sein. Eine Diskussion wer richtig liegt kann und wird Keiner gewinnen. Sie wird sich nur immer wieder und zunehmend verhärtet ohne Ergebnis wiederholen.

Du schätzt vermutlich deine streitlose Komfortzone, aber die wirst du in deiner Ehe vielleicht auf Dauer immer mal wieder verlassen müssen. Allerdings auf eine Art die deine Aggressivität nicht zu sehr steigen lässt, und auch nicht gegen Inventar oder gar Menschen richtet. Hier seh ich dich in der Pflicht, eine Strategie zu finden dass es nicht mehr auf eine Art eskaliert in der du dich selbst nicht wiedererkennst. Bevor ihr über Inhalte redet ("Du tust dies", "Ja aber du tust das", "Ja aber du...") seh ich bei euch Arbeit in der Streitkultur nötig. Vermutlich wird das richtig anstrengend, nervenzehrend, unangenehm. Denn natürlich kann man sich auch beim Unterhalten über die Streitkultur streiten, reinsteigern, annerven. Aber wenn man da mal durch ist profitiert man auf Dauer davon.

Vielleicht seid ihr gefühlt noch nicht so weit (das kommt noch wenn ihr euch weiter so angeht), aber ich schlage eine Arbeit an eurer Gesprächs- und Streitkultur unter Mediation vor. Sprich Paartherapie, Beziehungscoaching - etwas in der Art. Denn wenn du deiner Frau erklären willst wie man vielleicht besser streitet kann es sein dass sie sich beschulmeistert fühlt und komplett dicht macht. Ein neutraler kompetenter Dritter kann euch Hilfestellungen geben und eure Fortschritte kontrollieren, und so kommt ihr wesentlich eher zum Ziel.

Ich sehe es in einer normalen längeren Beziehung als ziemlich unrealistisch an, dass man in keinem einzigen wichtigen Punkt verschiedener Meinung ist. Es ist auch gar nicht sinnvoll dass deine Frau so relaxt wird wie du oder du so perfekt wie sie. Ihr sollt in den Zügen ihr selbst bleiben. Aber ihr könnt und müsst lernen mit diesen Unterschieden besser umzugehen. Das heißt sie besser verstehen (warum der jeweils Andere so ist und handelt) und besser darüber kommunizieren. Dann wird der Alltag wesentlich angenehmer.

T/urbul4entia


Lieber TE,

ich gebe meinen Vorrednern Recht, zu einem Streit gehören zwei. Wie geht es deiner Frau? Ist sie zufrieden mit ihrer Rolle als Hausfrau und Mutter? Ist die finanzielle Lage für sie zufriedenstellend? Internen!t ihr noch genauso wie früher etwas zusammen? Könnt ihr noch gemeinsam lachen?

Ich möchte deine Beispiele aus etwaiger Sicht deiner Frau aufgreifen, zumal ich selber gerade wegen einer falsch eingeräumten Spülmaschine ausgeflippt bin ]:D . Ob deine Frau es auch so empfindet wie ich, kann ich ja nicht wissen, du schreibst zu wenig über sie, aber vielleicht denkst du mal darüber nach, dass ihr ausflippen andere Gründe als pure Streitsucht haben.

"APP versehentlich mich geschlossen, ach kacke, da hab ich mal Zeit und dann so ein Mist.."

"Schon wieder zu spät, Stau, klar. Ich muss mich den ganzen Tag ums Kind kümmern, warte hier mit dem Essen, habe auch Hunger, Kind hat Hunger, soll noch baden, und auch irgendwann ins Bett damit ich die Füße hochleben kann. Der feine Herr hat damit ja nix zu tun." Tatsächlich lese ich nirgends wie du in die Betreuung als Vater eingebunden bist.

"Wieder den Teller nicht vorgespült. Klar, ich muss ja morgen nachspülen, ich muss ja das Sieb reinigen oder das Wasser abschöpfen weil sie verstopft ist. Das mag dir ja egal sein, du bist auf der Arbeit, hast Spaß, hast Abwechslung, während ich hier den ganzenTag dir hinterherrräume." Gilt übrigens auch für knittrig aufgehängte Wäsche, nicht weggeräumte Schuhe usw.

"Elternbesuch, grandios. Anstatt das du mit dem Kind alleine fährst damit ich mal ein paar Stunden für mich habe, stehst du nu hier und quatschst. Ich hab das Kind angezogen, mich fertig gemacht, eigentlich gar keine Lust, das Kind zerrt an mir und ich will ins Auto."

"Hochzeit, der schönste Tag meines Lebens, mach ihn mir nicht kaputt!"

"Immer sagt er, ich soll nicht zicken, aber ich bin unzufrieden derzeit, und sehe kein Ende."

K&l,eFio


Mustiii81

Bitte um Rat und Hilfe.

Du möchtest also etwas ändern? Sie kannst Du ja nicht ändern oder welche Art Rat möchtest Du denn haben?

EZhemal1iger NutGzer (_#5780>69)


Lieber TE,

wie gut kannst du anderen Grenzen setzen? Gibst du schnell nach? Wie verhältst du dich, wenn sie so rummeckert und du dich genervt fühlst?

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