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Alternativen zur ambulanten Therapie und zur Klinik

gUummKibärxli hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich bin zur Zeit etwas überfordert. Und zwar habe ich schon länger psychische Probleme, die immer stärker wurden und meine Lebensfreude einschränkten. Deswegen habe ich nach langer Wartezeit eine ambulante Psychotherapie begonnen. Insgesamt nicht schlecht, doch ich brauche mehr. Alle 14 Tage ein Termin ist zu wenig, ich bin rund 45 Minuten nur mit dem Berichten meiner letzten 14 Tage beschäftigt, will mein Therapeut so. Da kann man sich ausrechnen, es bleibt nicht mehr viel Zeit, um an den eigentlichen Problemen zu arbeiten oder nur mal drüber zu reden. Jede Woche einen Termin will der Therapeut nicht.

Ich habe das Problem angesprochen und gesagt, dass mir diese Art der Hilfe zu wenig ist. Mein Therapeut meinte, wenn ich mehr will, müsste ich in eine Klinik. Okay, ich möchte ja was ändern, also habe ich mich informiert und sogar schon ein Vorgespräch gehabt. Das gefiel mir aber gar nicht, denn auch da machte die direkte psychotherapeutische Arbeit nur einen geringen Teil aus. Da stand dann wirklich das Überleben im Vordergrund, ebenso Ablenkung und etwas, das ich, böse gesagt, Beschäftigungstherapie nenne. Kochen und Backen kann ich auch zu Hause, das hilft mir leider nicht. Das sah die nette Dame genau so und gab mir die Adresse einer Tagesklinik.

Fand ich super. Doch auch da, die therapeutische Arbeit ist das geringste. Ergotherapie, sozialdienstliche Betreuung, Entspannung, Sportgruppen, Stresstoleranz, Förderung der sozialen Fähigkeiten, begleitetes Busfahren, Kochgruppen, das brauche ich alles nicht. Das macht mir keine Probleme. Ich gehe jeden Tag außer Haus, habe Hobbys, pflege Freundschaften, fahre mit Öffis und habe dabei keine Probleme. Und doch HABE ich Probleme, die aber durch sowas nicht gelöst werden, sondern nur durch intensive therapeutische Arbeit. Einzeltherapie hätte ich dort einmal die Woche, Gruppentherapie zweimal die Woche.

Was bleibt mir da noch übrig?

Antworten
e,staz1


Eigentlich sollte es ja bei einem Therapeuten so sein, das man selber bestimmt was man erzählen möchte. Ich würde an Deiner Stelle das nächste Mal einfach über Deine Probleme reden und nicht darüber was Du so die letzten 2 Wochen gemacht hast. Das mit der Beschäftigungstherapie kann ich gut verstehen, also das dass nicht immer hilfreich ist.

aWugx233


Starte bei der nächsten Stunde folgenden Versuch: reduzier die vergangenen 14 Tage auf zwei wichtige Themen, mehr nicht! Und dann das Gespräch eröffnen mit .."ich habe zwei Themen: a)... und b...; und darüber möchte ich heute ausführlich reden und mir Klarheit verschaffen.." Wenn das durch ist, dann erzähl hier mal, was sich in der Stunde ereignet hat.

E3he%malig4er Nu$tzer (#57b8069x)


Wenn du "mehr" brauchst und es mit deinem Therapeuten nicht klappt, würde ich dir raten, zu wechseln. Vielleicht ist es auch nicht die richtige Therapieform für dich bzw. die Art deines Therapeuten passt nicht zu deinen Bedürfnissen.

Ich würde das Thema unbedingt ganz konkret ansprechen und mir auch seine Sicht der Dinge anhören. Im Normalfall sollte er Verständnis dafür haben und dich bei einer Lösung unterstützen. Also ggf. seine Beweggründe erklären, sich etwas an dich "anpassen" oder an einen anderen Therapeuten verweisen bzw. eine andere Therapieform empfehlen.

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