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totales Gefühlschaos (Borderline?)

nhottran7quixlized


ok, wieviele therapien sollte man denn machen, um fortschritte zu sehen? ich sah jetzt eigentlich wenig, manchmal war es gut zu reden, aber meistens ging ich eher mit einem schlechten Gefühl, konnte auch wenig reden.

Also gezwungen werde ich nicht, aber ich kriege die doch nicht einfach so verschrieben, das einzige wovon ich nicht viel merke ist Vortioxetin, aber ich denke besser als nichts. Abilify nehme ich ja zur Zeit nicht, das mekr eich auch, ich hänge nur herum, also würde ich es schon lieber in anderer Dosierung wieder nehmen.

E6hemaOliger* Nut#ze8r (#578x069)


Für mich gab es aufgrund der Formulierung eigentlich keinen Zweifel, dass 3 Termine bei einem (oder verschiedenen) Psychologen gemeint sind. Was jetzt wirklich der Fall ist, ist mir unklar.

Im besten Fall reicht eine Therapie, um eine signifikante Entwicklung (und ev. Genesung) zu erreichen. Fortschritte sollte man schon innerhalb der Therapie merken, sonst stimmt etwas nicht. Da muss man sich aber auch wirklich einlassen können und mitarbeiten, sonst nützt selbst ein idealer Therapeut nichts.

Psychiater verschreiben nun mal Medikamente, dass ist ihr Job. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass Medikamente die einzige und beste Möglichkeit sind.

Wenn du keine Wirkung bemerkst, bist du falsch eingestellt. Wundert mich aber auch alles nicht, wenn du selbst an deiner Dosierung rumpfuschst.

Ich bin jetzt ganz direkt: Viel an deiner aktuellen Situation ist selbstverschuldet. Ja, du hast psychische Probleme - aber du hinderst mit deinem Verhalten andere Menschen selbst daran, dir irgendwie zu helfen. Wie soll eine Therapie auch klappen, wenn du dich nicht wohlfühlst und nicht sagst. Such die Verantwortung nicht bei anderen, sondern bei dir selbst. Du bist für deinen Therapieerfolg selbst verantwortlich. Dazu zählt, dass du auch ehrlich zu Psychiater und Therapeut bist, wenn irgendetwas nicht passt.

ncottranpquizlixzed


Achso, nee, das waren schon Therapien über längere Zeit, aber eben nur Gespräche. Verhaltenstherapie wäre wahrscheinlich besser gewesen.

Ich merke vom Lyrica dass ich mich gut fühle, vom Seroquel werde ich müde und Abilify gibt mir Antrieb. Vom Vortioxetin gegen Depression merke ich nichts, aber ich merkte nie eine Stimmungsaufhellung von Antidepressiva. Also eigentlich bin ich zufrieden nur mit Abilify kam ich nicht klar. Aber alles sind Medikamente nicht, wohl wahr.

Wie soll eine Therapie auch klappen, wenn du dich nicht wohlfühlst und nicht sagst.

ich konnte ja fast gar nichts sagen, weil ich zu schüchtern war, ich konnte einfach nicht aus mir raus, ich wäre es ja gerne, aber es ging nicht.

Ich probiere es ja nochmal mit einer Therapie, es ist halt so mühsam, überall anzurufen, bis man überhaupt mal jemand ans Telefon kriegt. Und wenn man dann endlich mal die Wartezeit überstanden hat, dann fragt sich noch, ob man mit dem Therapeut überhaupt klar kommt. Jammermodus off ;-D

s]chneceke19x85


Das ist doch genau der Denkfehler, den ich in meinem vorherigen Beitrag erläutert habe!!!

ok, wieviele therapien sollte man denn machen, um fortschritte zu sehen?

Bis es dir besser geht!

manchmal war es gut zu reden, aber meistens ging ich eher mit einem schlechten Gefühl, konnte auch wenig reden.

Und wenn du das - bei einem neuen Therapieversuch - genau so in der ersten Stunde sagst? Du musst den Therapeuten schon auch Feedback geben. Und ja, ich war viel zu lange in einer Therapie, wo ich mit Suizidgedanken rausgegangen bin bzw. es mir nachher mitunter noch schlechter ging. Meiner Verhaltenstherapeutin (ein Glücksgriff!) war es z.B. immer wichtig, dass ich stabilisiert / ohne schlechte Gedanken aus der Sitzung gegangen bin. Das heißt, die letzten 5-10 Minuten ging es immer darum, wie sie mich jetzt unsuizidal und mit besserem Gefühl aus der Sitzung gehen lassen kann. Das kann durch Umlenkung auf positive Gefühle / Themen funktionieren, durch einen Scherz oder der klaren Ansage: "Das Schlimme ist jetzt vorbei. Du bist hier und jetzt, es kann dir nichts passieren." :-x x:)

Also gezwungen werde ich nicht, aber ich kriege die doch nicht einfach so verschrieben, das einzige wovon ich nicht viel merke ist Vortioxetin, aber ich denke besser als nichts. Abilify nehme ich ja zur Zeit nicht, das mekr eich auch, ich hänge nur herum, also würde ich es schon lieber in anderer Dosierung wieder nehmen.

Du musst halt auch immer bedenken: Du hast eine Benzo-Suchtgeschichte im Rücken. In Bezug auf die psychischen Auswirkungen ist kaum etwas so gut und so schnell wirksam wie Benzos. Da muss man als Patient halt auch einen Mittelweg finden, und dauerhafte Sediertheit kann es sicher nicht sein! Ich merke z.B. keine rauschähnliche Wirkung, kein Anfluten, höchstens erhöhte Müdigkeit. Bei mir gibt es also keine High-Zustände, ich bin einfach prinzipiell ausgeglichener. Deshalb schrieb ich das auch mit den Benzos: Die Amplitude sollte in der Mitte liegen, Highs nach oben oder nach unten sind nicht erwünscht.

E:hemali gerU N/utDzer (#57X80x69)


Wenn die Anti Depressiva keine merkliche Wirkung haben, wieso nimmst du sie dann weiterhin?

Es ist letztlich egal, aus welchem Grund du nichts gesagt hast. Das Ergebnis bleibt das selbe.

Warum lässt du dich nicht auf mehrere Wartelisten gleichzeitig setzen?

Jlulexy


ok, wieviele therapien sollte man denn machen, um fortschritte zu sehen?

Kleines Beispiel:

Ich bin nun seit 9 Jahren in Behandlung, hab über 50 Klinikaufenthalte hinter mir... Und ja, langsam geht es voran ;-)

n{omttr|anAqui[lized


Schnecke1985:

Meiner Meinung nach sitzt du ein paar grundlegenden Irrtümern (zumindest ich sehe sie als Irrtümer, die in die Sackgasse führen) auf.

a) Es gibt psychische Erkrankungen, die sind relativ "leicht" und auch gut behandelbar und es gibt schwere Ausprägungen.

Um mal eine Analogie zu bedienen: Mit einem verstauchten Bein sind 3 Arzttermine schon eher viel medizinische Unterstützung, bei Krebs sind 3 Arzttermine einfach nicht machbar, sofern man überleben will. Ich denke, du hängst zu sehr in deiner Selbsteinschätzung deiner Probleme fest. Ich kenne das ja selber, ich habe entweder dramatisiert oder alles heruntergespielt. Die Wahrheit kann dir nur ein Außenstehender (am besten ein Arzt) mitteilen / mit dir erarbeiten.

b) Folgernd aus a kann das Ziel also nicht sein: "Ich suche 3 Therapeuten auf und nehme Medis und dann muss es gut sein!" sondern: "Ich muss so lange gegen die Krankheit anfeuern, bis ich sie auf ein erträgliches Maß zurückschrauben kann!"

Ich war z.B. nie in einer psychosomatischen Klinik (dafür zweimal Psychiatrie).

Angefangen habe ich mit Medikamenten und Psychoanalyse. Dazwischen versuchte ich Gruppentherapie (war bei mir eher kontraproduktiv), dann zurück zur Psychoanalyse (diese Eingangsphase ging 1,5 - 2 Jahre) und schließlich Verhaltenstherapie (für 6 Monate). Dann kam ich in die Psychiatrie, dort hat mir Ergotherapie und Kunsttherapie wahnsinnig geholfen. Das war 2011, in ärztliche Behandlung habe ich mich 2008 (!) begeben. Dann Wechsel zu einem anderen Psychiater. Nebenbei immer mit Medis herumprobiert. Bis zur optimalen Einstellung war es Sept. 2012 (also vier Jahre später).

Und auch gerade weiß ich, dass ich mir in bestimmten Situationen sicher wieder Hilfe holen muss. Das können plötzliche Ereignisse sein, aber auch ungute schleichende Prozesse.

c) Du hängst viel zu viel an der Arbeit auf. "Solange ich arbeite, geht es mir gut" ist einfach auch eine verzerrte Wahrnehmung. Ich habe z.B. wirklich wunderbar studiert, als ich nur noch Suizidgedanken, Zwangsgedanken hatte, die Panikattacken kamen und ich täglich ein paar Stunden geheult habe. Aber es war ja alles in Ordnung, die Uni lief ja %-|

d) Vielleicht hast du auch eine verzerrte Wahrnehmung von Besserung / Gesund-sein. Ich habe wirklich lange geglaubt, die Therapie hilft mir genau dann, wenn ich alles super finde, nur noch lächle und Probleme mit dem kleinen Finger wuppe. Auch hier liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen, es wird immer Alltagsproblemchen geben, einschneidende Erlebnisse.

Fazit: Du musst auf den Feind schießen, bis er tot ist. Und der Feind hat - wie im Computerspiel - mitunter seeeehr viele Leben.

Hat dir die Verhaltenstherapie geholfen? Ich würde auch gerne Verhaltenstherapie machen, Gesprächstherapie haben mir nie viel geholfen. Aber auf der Therapeutenliste steht gar nicht welche Therapieform die verschiedenen Therapeuten anwenden.

Naja, solange ich arbeite, verdiene ich Geld und habe Beschäftigung, muss aus dem Haus, muss mit anderen Menschen in Kontakt sein, also ich denke wirklich dass ich ohne Arbent schlechter dran wäre, dann würde ich nur noch schlafen und SPort machen. Das hat auch mal eine gute Psychologin bestätigt, bei der ich allerdings nur ein Gespräch hatte, weil die Krankenkasse die Therapie nicht übernommen hätte.

Das dachte ich früher auch, mittlerweile aber nicht mehr, klar wird es immer Probleme geben.

Als Feind sehe ich die Probleme mittlerweile nicht mehr an, eher zu mir zugehörig, zumindest die Persönlichkeitsstörung, wäre natürlich schon schön, wenn die Depression aus ein erträgliches Maß heruntergeschraubt wäre.

Und wenn du das - bei einem neuen Therapieversuch - genau so in der ersten Stunde sagst? Du musst den Therapeuten schon auch Feedback geben. Und ja, ich war viel zu lange in einer Therapie, wo ich mit Suizidgedanken rausgegangen bin bzw. es mir nachher mitunter noch schlechter ging. Meiner Verhaltenstherapeutin (ein Glücksgriff!) war es z.B. immer wichtig, dass ich stabilisiert / ohne schlechte Gedanken aus der Sitzung gegangen bin. Das heißt, die letzten 5-10 Minuten ging es immer darum, wie sie mich jetzt unsuizidal und mit besserem Gefühl aus der Sitzung gehen lassen kann. Das kann durch Umlenkung auf positive Gefühle / Themen funktionieren, durch einen Scherz oder der klaren Ansage: "Das Schlimme ist jetzt vorbei. Du bist hier und jetzt, es kann dir nichts passieren." :-x x:)

Meine bisherigen Therapeuten waren nicht sonderlich gut. Und als der Jugendpsychologe mich angeschrien hat, hätte ich einfach zurückschreien sollen, habe ich mich aber damals noch nicht getraut. Und der Arzt in meiner ersten Klinik hatte auch so eine provokante Art, den hätte ich einfach genauso provozieren sollen. ABer mit einem schüchternen Kind kann man ja alles machen >:(

Du musst halt auch immer bedenken: Du hast eine Benzo-Suchtgeschichte im Rücken. In Bezug auf die psychischen Auswirkungen ist kaum etwas so gut und so schnell wirksam wie Benzos. Da muss man als Patient halt auch einen Mittelweg finden, und dauerhafte Sediertheit kann es sicher nicht sein! Ich merke z.B. keine rauschähnliche Wirkung, kein Anfluten, höchstens erhöhte Müdigkeit. Bei mir gibt es also keine High-Zustände, ich bin einfach prinzipiell ausgeglichener. Deshalb schrieb ich das auch mit den Benzos: Die Amplitude sollte in der Mitte liegen, Highs nach oben oder nach unten sind nicht erwünscht.

Ja, Benzos haben sämtliche negativen Gefühle immer schnell und zuverlässig beseitigt, ich konnte ganz gut Leben, das war nach der Pubertät meine beste Zeit, bis ich dann abhängig wurde. Also vom Lyrica merke ich schon eine stark entspannende und euphorisierende WIrkung, kann mir schon vorstellen, dass das abhängig macht und man einfach mal die doppelte DOsis oder häufiger etwas nimmt, weil es so schön wirkt, aber im akuten Notfall ist es nicht so gut, es braucht eine ganze Weile bis die Wirkung einsetzt und es macht auch ziemlich dumm und vergesslich im Kopf^^

Antfortas:

Wenn die Anti Depressiva keine merkliche Wirkung haben, wieso nimmst du sie dann weiterhin?

Es ist letztlich egal, aus welchem Grund du nichts gesagt hast. Das Ergebnis bleibt das selbe.

Warum lässt du dich nicht auf mehrere Wartelisten gleichzeitig setzen?

Also in der Vergangenheit habe ich die Medikamente einfach abgesetzt oder mehr genommen, wenn ich mit der Wirkung nicht zufrieden war, aber ich denke ich muss jetzt einfach auch mal ein SSRI durchgängig nehmen, irgendetwas wird an der Serotoninhypothese schon dran sein, ich kann ja keine massive Stimmungsaufhellung erwarten, sie sollen ja mehr stimmungsausgleichend wirken und gerade, wenn ich Abilify wieder nehme erwarte ich mir eine Wirkung, in USA hat ABilify als Augmentation in Verbund mit SSRI eine Zulassunggegen Depression.

Die Therapeuten waren einfach nicht gut, oder die falsche Therapieform, in der letzten Klinin z.B. habe ich schon viel gesagt, oder einfach aufgeschrieben und meinem Psychiater schreibe ich auch Sachen au, wenn ich es nicht sagen kann.

Ich bin dermaßen letthargisch, dass es mir mühe macht das Handy in die Hand zu nehmen und bei einem Therapeut anzurien, als ich das letzte mal anrief kam eine Durchsage, man können nur DOnnerstags zwischen 17 und 18 Uhr anrufen wegen Terminen und dann war mir das so blöd, dass ich es gelassen habe, ich meine da müsste ich mir ja den Wecker stellen, dass ich das nicht vergesse.

Aber gestern in der SHG gab mir jemand eine Adresse wo man wohl schnell Termine kriegt, in einem Universitätsklinikum, das Problem ist halt, dass das 60km entfernt ist.

Juley:

Kleines Beispiel:

Ich bin nun seit 9 Jahren in Behandlung, hab über 50 Klinikaufenthalte hinter mir... Und ja, langsam geht es voran ;-)

Das ist wirklich viel. Aber gut, wenn es voran geht :)

Zum Thema: Ich muss jetzt meiner Freundin schreiben, dass es mir schwer fällt ihr zu schreiben, normalerweise schreiben wir jeden Tag, aber gestern habe ich es nicht geschafft ihr zu schreiben, die Gedanken quälen mich jetzt immer, wenn ich an sie denke, das kann doch nicht sein, was stimmt nur nicht mit mir? mir tut das so leid, ich habe ihre Freundschaft gar nicht verdient, sie ist so ein netter Mensch, aber ich bin kein guter Freund. Ich habe ja nur 2-3 Freundinnen, aber vielleicht sollte ich gar niemand haben, ich bin einfach kein guter Mensch, bei Kritik bin ich beleidigt, oder ich verstehe und interpretiere etwas falsch

n.ott!ranquizlizeed


ich habe ihr jettz gescrieben , das es mir schwer fällt und ich immer solche Gedanken habe, wenn ich an sie denke. Die scheint mir nicht mehr böse zu sein das Problem ist also wieder mal nur in meinem Kopf :( ich liebe diesen Mensch, ich weiß gar nicht warum Sie mit mir befreundet ist.

ich werde jetzt erstmal etwas auf Abstand gehen, wenn ich Menschen sehr mag, bin ich zu verwundbar

n@o}ttranpquilixzed


Vamp28:

Und noch einmal das was du beschreibst, hat nichts mit Borderline zu tun. Immer diese Klischees...Borderliner jammern nur, möchten aber ja keine Hilfe, sondern nur Aufmerksamkeit. Die meisten Borderliner sind übrigens in Therapie und wollen sich Helfen lassen. Sich nicht helfen lassen ist kein Symptom von Borderline. Und Gefühlsschwankungen/Stimmungsschwankungen treten bei fast allen psychischen Erkrankungen auf. Nur so als Info.

Ich wolltw gar keine Klischees bedienen, das war gar nicht meine Absicht und ich habe gar nicht behauptet dass alle Borderliner nur jammern und sich nicht helfen lassen. Habe es kapiert, nur so als Info

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