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Traurigkeit

p4rins>essaKlle hat die Diskussion gestartet


Jeder Tag fühlt sich so schwer an. Mein Rücken tut weh, mein Kopf schmerzt. Und manchmal werde ich zum Lachen gebracht, aber das ist egal. Wenn ich wieder alleine bin, dann kommen alle kreiselnden Gedanken. Aber ich möchte allein sein. Wenn ich weine, dann fühlt sich alles so sicher an. Die Decke kann mir nichts anhaben und niemand hört mich. Und niemand fragt, was los sei. Und niemand will mich aufmuntern.

Traurigkeit ist so schön, das versteht niemand. Sie ist ganz sanft und kalt, hält einem die Ohren und Augen zu.

Mein Kopf wird ganz schwer und ich denke an so viele Dinge, das kann ich gut. Ich bin gut im Denken. Aber handeln ist so anstrengend. Ich könnte immer schlafen und schlafen und schlafen.

Arbeiten ist ein Automatismus und ich fühle immer Druck, alles muss besser sein, schneller sein, gründlicher gemacht werden. Prokrastination schlägt mal volle Kanne in mein Gesicht und verschwindet dann wieder aus meinem Leben.

Mein Rücken blutet. Mein Kopf blutet. Meine Ohren bluten.

Ich weiß nicht mal, warum ich das hier geschrieben habe.

Antworten
P%lüsc*hbiesxt


Was hast du alles so schlechtes in deinem Leben mitgemacht? :)_

Klingt sehr depressiv das Ganze.b

pxrinsemssaWlxle


Ich hab nichts signifikant Schlechtes gemacht. Fehler macht jeder, aber ich mache auch gute Sachen.

Aber die Traurigkeit ist einfach da. Sie braucht keinen Grund, wozu auch?

Es geht mir nur alles zu schnell, ich vertrödle so viel Zeit, aber alle sagen, ich übernähme mich. Mein ganzer Tag besteht aus Freizeit, immer nur freie Zeit, immer nur Zeit totschlagen. Aber andere meinten, ich solle langsamer machen.

Das verstehe ich nicht.

PWlüs3chbxiest


Wie darf man das verstehen? Arbeitslos mit jeder Menge Hobbys?

Und andere meinen du solltest dich mehr auf die faule Haut legen.

Du schreibst in Rätseln.

p8rinssesQsalle


Ich bin 16, Schule und einige Hobbys. Die Tage sind trotzdem leer.

P"lüschbimest


Sind die Tage tatsächlich leer?

Oder hast du nur das Gefühl einer inneren Leere?

Smaldxo


Ich fand schön, was Du über die Traurigkeit geschrieben hast, das hat mich berührt. Kannst Du gut schreiben? Muß ja nicht gleich ein Gedicht sein, aber vielleicht könntest Du ein paar Deiner Gedanken mit uns teilen?

Ich habe viele Jahre überhaupt nicht lachen können. Als Kind habe ich irgendwann mal das Weinen eingestellt. Inzwischen habe ich es wieder. Schon allein, weil es eine direkte Verbindung zu meinem Herz und meinen Gefühlen ist, die ich erst noch wieder finden muss. Ich finde, wir sind in unserer Gesellschaft viel zu oft unehrlich mit uns. Wie oft reden wir von einer Sache, die uns stört und meinen doch eigentlich eine ganz andere. Und dieses Unehrliche führt dann zu ewigen Diskussionen, die dann im Nirvana enden oder mit Regelungen, bei denen jeder die Augen verdreht, weil wir nicht in der Lage sind, auf den (echten, ehrlichen) Punkt zu kommen.

Du kannst gut mit Sprache umgehen, das sieht man.

1e1Zhe'xe1x5


Ja, ich fand Deinen Beitrag auch sehr schön und ich verstehe Dich sehr gut. Habe momentan auch eine sehr schwierige Phase und gehe auch noch zur Schule.

Hört sich für mich aber auch nach ner Depression an. Wie sind denn sonst so Deine äußeren Umstände, bzw ist Dir irgendwas in letzter Zeit zugestoßen ? Wie sieht es mit Freunden, Familie aus ?

p^rins~es`salle


Nichts ist passiert, gar nichts.

Es gibt keinen Anlass.

Oder...wenn es das wäre, dann wär ich endgültig am Ende. Jemand hat mir über einen Zeitraum von ein paar Wochen immer wieder extrem wehgetan, bis ich gesagt habe, dass ich das nicht mehr aushalte und dann habe ich den Kontakt abgebrochen. Ich hatte in den letzten sechs Monaten dreimal Panikattacken, wenn mich irgendwas zu sehr an ihn erinnert hat.

Zumindest denke ich, dass das Panikattacken waren. Pochendes Herz, Schweißausbrüche, Atemnot, Krampfanfälle...

Zu der Leere:

Ja, die Tage sind leer. Ich schaue mir YouTube Videos an, spiele Online Karten, lese irgendwelche Artikel und mache einfach nichts Produktives.

Und jetzt habe ich mich noch in dem Forum angemeldet.

161hexle15


So eine Erfahrung ist natürlich sehr verletzend. Ja, das kannte ich auch, aber dann habe ich mich dazu entschieden, dass es nicht mehr so weitergehen kann und hab angefangen mehr Sport zu machen und ich muss ehrlich sagen, dass es mir gut tut. Vielleicht findest Du ja auch irgendwas, was Dich motiviert :) Wie sieht es bei Dir aus? Wie sind Deine schulischen Noten so? Gab/gibt es jemanden mit dem Du sonst noch über Deine Gefühlslage sprechen kannst ?

pNrin.sessaRlle


Mein bester Freund...eigentlich. Aber er hat im Moment so viele Probleme und wenn wir dann schreiben/telefonieren, frage ich dann nur nach ihm, weil es dringender ist.

Er befindet sich in einem sehr kritischen Stadium.

Meine beste Freundin hat momentan auch viel um die Ohren...

Meine Noten sind ganz gut, ich bin Jahrgangsbeste.

C}lWondykxe


Mein Rücken blutet. Mein Kopf blutet. Meine Ohren bluten.

heißt jetzt was genau ?

pxri.nsesmsxalle


Ich kratze mir das alles auf.

S%aldo


Du schreibst immer sehr präzise, intelligent und auch etwas distanziert. Das klingt fast schon reflektiert. Du weisst offenbar einiges über Behandlungsmethoden. Aber jemand, der sich aufkratzt, liebt sich selbst nicht. Diese Art der Reflexion fehlt Dir. Du hast in einem anderen Faden geschrieben, Du seist in Kontakt mit Dir.

Das glaube ich nicht.

Da wäre ein konsequenter Schritt angebracht, mit Hilfe eines Moderators wieder zu Dir selbst zu finden. @:)

pRrimnsessoal_le


Es war aber immer so, dass ich mich aufgekratzt habe. Seit dem Kindergarten schon.

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