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Wozu weitermachen, wenn alles scheiße ist

L%auren3 Bx.


Ganz simpel: Anfangen, anders zu denken, und damit werden sich auch die Gefühle verändern. Wer das nicht alleine hinbekommt: Dafür gibts Therapeuten.

pXolarwiintIexr


Was soll ich denn anders denken?

Ich habe eine realistische, positive Lebenseinstellung.

Das bringt einem trotzdem nichts, wenn man depressiv ist.

Die Depressionen gehen nicht davon weg weil ich mir sage, dass derzeit alles in Ordnung ist.

Stimmungsschwankungen lassen sich auch nicht mal so eben weg denken.

L#ichtQAm=HorIizonxt


Und dann kommt immer wieder der Gedanke, warum ich mir den Scheiß jeden Tag aufs Neue antue.

Das ist der Überlebensinstinkt, den die meisten Menschen haben. Und die Hoffnung auf bessere Zeiten. Nicht unbedingt logisch zu erklären. Aber ich sehe es wie Lauren B. - zu verlieren hast Du ja nichts, eher zu gewinnen, und schlimmstenfalls bleibt alles, wie es ist.

Unrlau5berixn15


Stimmungsschwankungen lassen sich auch nicht mal so eben weg denken.

Nein, aber du könntest lernen sie zu akzeptieren und einfach jeden Tag so nehmen wie er kommt.

Jeder Mensch hat gute und schlechte Phasen, manchmal sogar mehr schlechte als gute.

Mit Hilfe einer Therapie könntest du auch in den depressiven Phasen lernen, damit umzugehen. Und evt. mit einem Medikament könntest du einfach stabiler sein.

Ich glaube, es gibt nie ein Patentrezept wie man es richtig macht, jeder hat muss seinen eigenen Weg finden, manchmal dauert das ein bisschen. Manch einer schafft es alleine, manche brauchen Medikamente und eine Klinik, andere bringt eine ambulante Therapie etwas.

Ich hab seit einigen Monaten auch psychische Probleme, die sich entwickelt haben, durch einige Ereignisse in meinem Leben musste ich auch einsehen, dass ich nicht mehr alleine damit fertig werde (was mir vorher gut gelungen wäre).

Ich denke für mich hab ich einen Weg gefunden, ich hab mir neue Ziele gesetzt und werde im Herbst einen Therapieplatz haben. Medis hab ich ausprobiert, aber die bringen mir nix.

Ich freue mich über diesen Verlauf, auch wenn es mir oft immer noch nicht gut geht. So macht es mir Hoffnung, dass es wieder besser wird und das gibt mir aktuell auch Kraft weiter zu machen.

Vielleicht gehst du mal in dich, vielleicht gibt es irgendwas auf dem du aufbauen könntest, wenn es auch noch so klein erscheint.

Ich wünsche dir was :)*

L,aurTen xB.


Stimmungsschwankungen lassen sich auch nicht mal so eben weg denken.

Sie lassen sich aber verändern. Wodurch denn sonst, wenn nicht durch Gedanken? Worauf beruhen denn Therapien? Letztlich auf Gedankenveränderung, selbst die verhaltenstherapeutischen Ansätze tun das.

C3iynnaxmon4


Ich habe mich falsch entwickelt, bin beschädigt.

Ich weiß nicht, ob Therapie und Tabletten das reparieren können.

Die Hoffnung habe ich noch.

Diese Hoffnung darfst du auch haben. Den Weg bis hierhin kannst du nicht mehr verändern, aber du kannst für die Zukunft einen anderen Weg einschlagen. Und da ist Hoffnung sehr berechtigt und willkommen :-) .

Es ist schwer, ein Ziel oder eine Berufung zu finden, wenn man ist wie ich.

Karriere -> keine Ambitionen

Habe ich auch nicht. Das hat aber auch Vorteile. So muss man sich nicht ständig unter Druck gesetzt sehen, seine hohen Ziele zu erreichen. Wenn es dich aber stört, kannst du - vielleicht auch in der Therapie oder bei einer anderen Beratungsstelle - herausfinden, was deine Berufung sein könnte.

Beziehung -> war noch nie verliebt

Das kann noch kommen. Und wenn nicht, gibt es auch noch andere soziale Kontaktmöglichkeiten.

Soziales -> ich bin Einzelgänger und bin von zu viel Kontakt überfordert

Willst du denn sozialen Kontakt? Leidest du unter deiner Isolation? Wenn ja, kann man auch innerhalb einer Therapie erarbeiten, nicht mehr (so stark) überfordert zu sein.

Habt ihr denn Therapieziele vereinbart?

Talente/Hobbies/Fähigkeiten -> nichts Herausragendes vorhanden

Was hast du denn schon versucht?

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und viel wichtiger als Talent ist außerdem der Spaß an der Sache!

Ich weiß nicht, ob es etwas gibt, das mich glücklich machen würde.

Glück ist auch nicht mein Ziel.

Stabilität und Ruhe würde mir reichen.

Glück muss ja auch (erstmal) nicht das Ziel sein. Stabilität und Ruhe sind aber sehr sicher Ziele, die erreicht werden können!

Stimmungsschwankungen lassen sich auch nicht mal so eben weg denken.

Das stimmt. Wenn es was Genetisches oder Hirnorganisches ist, können aber Medikamente sehr gut helfen. Da würde ich an deiner Stelle im März nochmal beim Psychiater nachhalen und bis dahin der Psychotherapie noch eine Chance geben!

p_o>larwi~ntxer


Ich würde mich nicht direkt als isoliert bezeichnen.

Definitiv introvertiert.

Ich habe keine Lust auf Parties, Clubs, Menschenmengen.

Mein Bedürfnis nach sozialen Kontakten ist schnell gedeckt.

Falls mein Therapeut sich für meine Therapie ein Ziel überlegt hat,

dann hat er mir das bisher nicht mitgeteilt.

Ich hab an kaum was viel Spaß.

Ich weiß mich zu beschäftigen.

Das reicht mir eigentlich.

Mnilair Kaxter


Medikamente könne auch alles kaputtmachen und jeden Lebensmut nehmen.

CFinnaVmon4


Ich würde mich nicht direkt als isoliert bezeichnen.

Definitiv introvertiert.

Ich habe keine Lust auf Parties, Clubs, Menschenmengen.

Mein Bedürfnis nach sozialen Kontakten ist schnell gedeckt.

Das ist doch Alles nicht problematisch - oder siehst du es als Problem? Entstehen dir dadurch Schwierigkeiten?

Falls mein Therapeut sich für meine Therapie ein Ziel überlegt hat,

dann hat er mir das bisher nicht mitgeteilt.

Eigentlich überlegen sich Therapeut und Patient gemeinsam ein Therapieziel. Was für eine Therapie machst du denn? VT oder TP?

Ich hab an kaum was viel Spaß.

Ich weiß mich zu beschäftigen.

Das reicht mir eigentlich.

Das kann auch an der Depression liegen. Reicht es dir denn wirklich oder nur eigentlich?

pZolarRwintxer


Ich sehe es nicht als Problem.

Ich mache eine Verhaltenstherapie,

und mein Therapeut hat nichts von einem Therapieziel gesagt.

Es ist wie es ist.

Mein Leben ist von außen betrachtet sicher langweilig.

Für mich aber ok.

MkXoPne


@ polarwinter

Karriere -> keine Ambitionen

Beziehung -> war noch nie verliebt

Soziales -> ich bin Einzelgänger und bin von zu viel Kontakt überfordert

Talente/Hobbies/Fähigkeiten -> nichts Herausragendes vorhanden

Karriere -> Kann man sich schaffen ..

Beziehung -> Kann noch kommen

Soziales -> Kann man ändern

Talente -> Muss auch nichts herausragendes vorhanden sein.

Man kann sich natürlich hinter Depressionen verstecken und hinter dieser "Keine Lust auf gar nix" Haltung .. Ändern tut sich dann aber nichts.

Und so krass es klingt: Wenn sich bei dir nichts ändert Interessiert das keinen .. Mein Leben geht weiter, das von den anderen auch .. Nur deins geht nicht weiter ..

Und solange du dir nicht selbst in den Arsch trittst um dich darauß zu ziehen nützt auch keine Diskussion denn DU musst etwas verändern ..

Du hast geschrieben:

Falls mein Therapeut sich für meine Therapie ein Ziel überlegt hat, dann hat er mir das bisher nicht mitgeteilt.

Man kann seine Arme nicht hinter den Kopf verschränken und sagen "Joa, bin beim Therapeuten, der Macht das schon für mich" .. So kommt das auf mich rüber.

Man liest nur ich hab kein Bock auf Parties, Clubs, ich hab keine Lust dazu und hierzu .. Andere betrachten mein Leben als Langweilig ich sehs nicht so ..

DU musst dir selbst Helfen,

Wichtig ist das man sich jeden Tag Motiviert .. Du hast nichts zu Motivieren? Dann schaff dir Ziele .. Läuft was falsch? Drauf geschissen, morgen ist ein neuer Tag .. Und darauf folgen weitere Tage .. Aber verlass dich nicht auf andere Menschen sondern schaff dir selber Ziele, schaff dir selber Aktivitäten und red nicht so nen Zeugs alá "Ich weiß mich zu beschäftigen, das reicht mir eigentlich" .. Warum bist du denn dann hier mit dem Thread?

Scheinbar sind die Dinge die laufen nicht so erfüllend, warum redest du dann also von "reicht mir eigentlich"?

Ich will nicht zu Hart mit dir ins Gericht gehen und ich meins auch garantiert nicht böse.

Ich hab auch eine schlechte Kindheit gehabt mit Gewalt und mit distanzierten Eltern. Ich hab auch Karrieretechnisch ne Achterbahn der Gefühle gemacht und bin in Depressionen versunken .. Aber ich bin da raus gekommen weil Vergangenheit Vergangen ist .. Das tolle am Leben ist dass egal wie dein Leben bis dato verlaufen ist, du es um 180 Grad drehen kannst .. Es ist NIE zu spät dafür.

Weil ich selbst Erlebt habe das man sehr wohl aus Depressionen rauskommt finde ich, ist das oft auch ne bequeme Ausrede .. Man wartet lieber bis Messiah's kommt und einem hilft .. Ist ja auch einfacher als sich selbst zu Motivieren und sich selbst durchzubeißen .. Realität ist: Die meisten Therapeuten und Helfer haben durch das marode Gesundheitswesen zuviele Patienten und zuwenig Zeit und sind selber stark gestresst .. Hilf dir selbst!

Und Suizid ist definitiv keine Lösung oder Überlegenssache denn wie gesagt: Du hast jederzeit egal welche schlechte Karten du bekommen hast die Möglichkeit dein Leben um 180 Grad zudrehen .. Das kannst aber nur DU ..

Sieh dich als Gewinner, du bist nen Mensch .. Du gehörst zu der entwickelsten Spezies. Die, die hier auf der Welt das sagen hat .. Ich würd das mit nem Sechser im Lotto vergleichen, willst du das Geschenk in die Tonne treten? Lern das Leben zu würdigen.

C7innaGmonx4


Ich sehe es nicht als Problem.

Ich mache eine Verhaltenstherapie,

und mein Therapeut hat nichts von einem Therapieziel gesagt.

Es ist wie es ist.

Mein Leben ist von außen betrachtet sicher langweilig.

Für mich aber ok.

Warum machst du dann eine Therapie, wenn es dir eigentlich gut geht? Deine eigenen Maßstäbe sind ja wichtig. Wenn du findest, dir geht es schlecht, dann ändere etwas und mache eine Therapie. Wozu aber dich ändern, wenn du findest, es geht dir gut?

Willst du überhaupt etwas verändern? Wenn ja, was? Und warum?

pDola#r#wint.exr


Ich habe nicht gesagt, dass ich nichts mache.

Das, was ich mache, hat nur nicht damit zu tun, wie ich mich fühle.

Meine Gedanken oder Einstellungen haben nichts damit zu tun.

Das Negative, Kaputte, kommt nicht aus dem Gegenwärtigem,

sondern von dem ganzen Scheiß von früher.

Ich habe das immer alles weggedrängt, weil ich es nicht ändern kann,

und ständiges Nachgrübeln über Vergangenes mich sicher nicht glücklicher macht.

Vielleicht muss ich aber gerade darüber reden,

und das aufarbeiten.

Ich habe in der Therapie am Anfang lange gebraucht,

bevor ich überhaupt über mich reden konnte.

Das musste mein Therapeut mir erst "beibringen".

Ich brauche Hilfe, aber ich weiß selbst nicht,

wie die aussehen soll oder wie ich die bekommen kann.

pKola<rwiinter


Es geht mir nicht gut.

Das hat aber nichts mit irgendwelchen Hobbies,

oder sozialen Kontakten oder sonst was zu tun.

Seavioxur


Warum nur regt mich dieses Thema so auf?

Und da ist Hoffnung sehr berechtigt und willkommen

Ja, ABER diese Hoffnung kann auch unberechtigt sein. Ich kenne in meinem privaten Umfeld so viele Patienten inkl. Borderliner, die eigentlich ihr gesamtes Leben gelitten haben und teilweise von der Rente leben, weil sie mit der Krankheit so sehr bedient sind.

Und wenn nicht, gibt es auch noch andere soziale Kontaktmöglichkeiten.

Ja, Prostituierte z.B. :)=

Medikamente könne auch alles kaputtmachen und jeden Lebensmut nehmen.

Therapeuten ebenso.

mir von den scheiß Psychiatern einreden zu lassen, dass es an "mir" liegt

Ich würde dich argumentativ zwar gegen Psychiater unterstützen, weil das für mich teilweise Verbrecher sind, aber wo sie (meiner Meinung) nach Recht haben, ist, dass sich psychisch Kranke nun mal von anderen unterscheiden. Die anderen sind (und das ist die Betonung wert) menschlich nicht wirklich besser, aber sie haben in dieser Gesellschaft nun mal die Macht, also dreht es die Gesellschaft so, dass du selbst schuld hast, wenn du nicht so bist, wie es verlangt ist. Oder wollen wir es doch anders beschreiben: es ist ihr scheißegal, wenn du nicht funktionierst, aber sie (der Staat) würde alles tun, um das nicht öffentlich zu machen, denn vielleicht gibt es ja noch den einen oder anderen Gestörten, den man retten kann und vielleicht leistet dieser Jemand auch noch etwas, anstatt der Society auf der Tasche zu liegen.

ihr hat mit durch eure tollen Medikamente zu einem Eunuchen gemacht

Danke, dass du das öffentlich schreibst. Es muss endlich etwas gegen den Missbrauch unternommen werden, der in den Psychiatrien stattfindet. Ich möchte auch nicht mehr, dass man Nichtsahnenden ständig falsche Hoffnungen macht. Manche wissen nicht, in welche Hölle sie sich freiwillig begeben, nur weil man ihnen falsche Hoffnungen gemacht hat. Der TE hat gute Antworten erhalten...ich würde sie mir genau durchlesen. Die Leere bei Borderline hat man sein ganzes Leben lang. Der durchschnittliche Mensch versteht Borderline nicht und will es auch nicht verstehen. Krisen sind nicht ausgeschlossen und können bis ans Lebensende auftreten. Ein wirklich hilfreicher Notfallkoffer muss in guten Zeiten gepackt werden.

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