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Wozu weitermachen, wenn alles scheiße ist

LKaurePn B.


Ach so. Das ist dann deine Entscheidung. Du spürst aber eigentlich schon, dass du jetzt irgendwo steckengeblieben bist, jedenfalls klingst du nun so.

S-aviiouxr


Ich habe Angst, dass ich auch Borderline haben könnte.

Nur eine Interessensfrage: würde es etwas mit deinem Selbstbild machen oder was ist es?

Aber das ist wohl die Stelle, an der der Therapeut weiter bohren sollte

Bohren eher nicht. Meistens wissen Therapeuten die Diagnose früher, als der Patient, warten jedoch ab bis sie meinen, der Patient könne mit der Diagnose umgehen. Es können starke Spannungszustände bis hin zum Suizid auftreten. Sich der Therapie zu verschließen, ist noch die mildeste Option.

Eine Teilverdrängung funktioniert nicht.

Die Abwehrmechanismen arbeiten sowieso.

pCola2rwin`ter


Mein Selbstbild wäre nicht das Problem,

aber die Angst, dass ich so "enden" könnte wie meine Mutter.

SMavCiour


die Angst, dass ich so "enden" könnte wie meine Mutter

Dadurch du einen Namen für die Sache (vorausgesetzt sie ist es überhaupt) bekommen könntest, hättest du im Vergleich zu jetzt mehr Angst, so zu werden, wie deine Mutter? Spielt Angst eine große Rolle? Was würde dir (deiner Meinung nach am meisten helfen) ? :/

L+auren 'B.


Dass man so enden könnte wie die Mutter (oder der Vater, Bruder Schwester, Großvater, Onkel etc) diese Angst haben wohl viele Menschen und spüren sie fast wie einen Drang in die Richtung.

Dies lässt sich aber, ungeachtet um was es geht, durchbrechen. :)^ Ich habe diese Erfahrung selbst gemacht! Es handelte sich nur um eine intensive Vorstellung, Man muss auch nicht an die Gene glauben, die das "erzwingen" könnten. Die Änderung beginnt im Kopf.

pqolAarw\int+er


Mir geht es gar nicht mal so sehr um das typische "die gleichen Fehler machen wie die Eltern".

Meine Angst beruht darauf, dass ich seit Jahren miterlebe, wie Leben mit BPD ist (oder sein kann).

Meiner Mutter hat keine ihrer unzähligen Therapien geholfen, und Medikamente auch nicht.

Wenn man das Leben eh schon sinnlos und ermüdend findet, ist so eine Aussicht nicht ermutigend.

Bevor ich das mein ganzes Leben lang mitmache, kann ich mich auch gleich umbringen.

Dass man sein Leben wertschätzen soll, und dass man etwas finden soll, das einen erfüllt und glücklich macht,

das klingt in der Theorie logisch, aber mir hat noch keiner erklären können, wie das in der Realität denn aussehen soll.

Bei den meisten Menschen ist es doch Karriere oder Liebe.

Und was, wenn man keinen Bock hat auf Karriere, und eigentlich lieber alleine ist?

Was bleibt denn dann übrig?

S@aviqour


wie Leben mit BPD ist (oder sein kann).

Es ist nicht schön, außer man hat gewisse Vorzüge, die es wettmachen - so wie immer. Benachteiligt ist man damit definitiv.

Bevor ich das mein ganzes Leben lang mitmache, kann ich mich auch gleich umbringen.

Das ist tatsächlich so. Am Ende ist es deine Entscheidung.

aber mir hat noch keiner erklären können, wie das in der Realität denn aussehen soll.

Da sind wir schon zwei.

Was bleibt denn dann übrig?

:)z

S0aivioxur


Du kannst dir sicher das Leben vorstellen, das du führen kannst, wenn du weder Karriere noch Beziehung willst/hast.

Lpaur;en xB.


Was übrig bleibt? Wie wärs mit: Das Leben so wie es ist, bestmöglichst zu leben? Ja, das Leben kann angst machen, es kann brutal sein - aber auch unglaublich schön, wenn wir es stufenweise bwältigen und darin - selbst! - Sinn finden. Den Unterschied macht aus, dass wir feige geworden sind und heutzutage lieber bereit sind, es wegzuwerfen, als es wie eine Aufgabe, die es zu lösen gilt, anzunehmen.

Empfehlung: Lies das Buch von Viktor Frankel über seinen KZ-Aufenthalt und die weiteren Bücher über die Logotherapie (nicht Logopädie!); das gehts um Sinnfindung.

CPytexx


Meiner Erfahrung nach ist Verhaltenstherapie nicht geeignet, Traumas aufzuarbeiten. Ich habe es versucht, und es war nichts. Mir konnte eine Therapeutin helfen, die mit Imagination und mit dem Körper arbeitet.

C2ytex


Du schreibst ja, dass Du Dich nicht fühlst.

Das war bei mir auch oft so. Und ich habe es nicht einmal gemerkt! All die Jahre.

Also ist es ein wichtiger Schritt, das zu lernen, die Gefühle im Körper wahrzunehmen.

p*oladrwintxer


Mein Therapeut will mich immer dazu animieren, dass ich meine Wahrnehmung "stimuliere".

Indem ich bewusst Gerüche wahrnehme z. B., oder in die Natur gehe.

Ich soll auch immer Gegenstände bei mir tragen, die ich befühlen kann.

Etwas Weiches, etwas Glattes, etwas Hartes usw.

Mir fällt es sehr schwer, einzelne Gefühle "herauszufiltern".

Ich kann zwar zwischen guten und schlechten Gefühlen unterscheiden,

aber ich kann das, was ich empfinde, nicht genau benennen.

Positive Empfindungen habe ich nicht oft und negative Gefühle

versuche ich meist zu unterdrücken oder wegzuschieben.

Ich kann man intensiven Gefühlen oder Einflüssen sehr schwer umgehen.

L:auar0en xB.


negative Gefühle

versuche ich meist zu unterdrücken oder wegzuschieben.

Damit sind sie aber nicht weg, sondern "arbeiten weiter im Untergrund". Eine Möglichkeit, wieso es dir so schlecht geht!

pdolarwXintxer


Ich weiß, dass sie dann auch nicht verschwinden,

aber ertragen kann ich sie nicht

SxunfQlo-wer_x73


Du kannst sie ertragen. Wenn Du vorher die richtigen Strategien lernst, sie zu bewältigen...

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