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Fluoxetin oder Amitriptylin?

m\sK92 hat die Diskussion gestartet


Hallo

Ich nehme seit einigen Jahren 20mg Fluoxetin, was ich gut vertrage. Ich schlafe allerdings extrem schlecht.

Nun ist es so, dass ich durch meine MS immer mehr Muskelschmerzen beim Laufen in den Oberschenkeln und Waden habe. Wenn ich länger stehe, brennen die Fußsohlen sehr.

Nun habe ich gelesen, dass diese Symptome unabhängig, ob man eine Depression hat oder nicht, gerne mit

Amitriptylin behandelt wird. Könnte ich bei einem Medikamentenwechsel 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen?

Ich nehme noch Blutdruckmedikamente und bin mein Leben lang schon übergewichtig. Fluoxetin wirkt ja eben nicht appettitsteigernd, das fand ich ganz gut.

Kann jemand mal einen Vergleich zwischen dem modernen Fluoxetin und dem schon recht altem

Amitriptylin ziehen? Würdet ihr einen Umstieg empfehlen?

Antworten
m+s392


Mmhh, vielleicht ist der Faden besser bei Depressionen aufgehoben als in der Neurologie, da es um Antidepressiva geht? Oder kennt wirklich keiner von euch beide medis?

IcsEabexll


Faden verschoben.

mDs92


Danke Isabell

Z"wac_k4x4


Es muß ja vielleicht nicht unbedingt ein Medikamentenwechsel sein. Frag doch den behandelnden Arzt ob Du abends zusätzlich Amitriptylin nehmen kannst.

mcsY92


Aber dann hätte ich ja 2 Antdepressiva. Fluoxetin reicht eigentlich aus.

Weiß jemand, welche andere Nebenwirkungen Amitriptylin hat?

m/s92


Ah jetzt habe ichs verstanden. Du meinst morgens Fluoxetin zweck Antriebssteigerung und abends das andere zur Sclafförderung und gehen Schmerzen.

Stimmts?

Die Schmerzen sind allerdings tagsüber wenn ich mehr als 300m laufe.

Z7wacko4%4


Kombitherapien sind heute nichts Außergewöhnliches mehr. Du erzählst Deinem Arzt, was Dir fehlt (z.b. Antrieb) und was Du gerne loswerden möchtest (z.b. Schlaflosigkeit), und der Arzt überlegt, wie er Dir helfen kann. Hinter AD-Kombinationen steht die Idee, dass der Patient besser dran sein könnte, wenn er zwei oder mehr ADs mit ähnlicher Wirkung (die sich addieren), aber unterschiedlichen NW (die sich beim Addieren nicht gegenseitig verstärken), verabreicht bekäme.

Z*wac_k44


Amitriptylin: ausgeprägte sedierende Eigenschaften, aber starke antichlinergen Eigenschaften. Sehr häufig Gewichtszunahme und passageres Ansteigen der Leberenzymaktivität. Verträglichkeit und therapeutische Breite geringer als bei den neueren ADs. Zugelassen auch zur Schmerzbehandlung.

Unter Kombination mit Fluoxetin ist über schwere Intoxikationen berichtet worden. Diese Idee ist also gerade gestorben.

Du übersiehst übrigens, dass sich die psychiatrische Medikation nicht errechnen läßt. Jeder Patient reagiert verschieden. Wenn Du nach dem Wirkstoff googlest und bei sanego.de unter "Nebenwirkungen" nachliest, wirst Du verstehen, dass nur Ausprobieren hilft.

Ich selbst nehme Duloxetin ohne jede NW, aber das kann bei Dir ganz anders sein.

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