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Psychosomatisch - Traue mich nicht zum Arzt

JmulDi-S;onne_ hat die Diskussion gestartet


Hallo,

egal was ich habe, bei meinem Hausarzt ist alles psychosomatisch.

- Herzschmerzen

- Magenschmerzen

- Rückenschmerzen

- starke, hämmernde Kopfschmerzen

- Lähmungserscheinungen ab dem Hals abwärts für ca. 15 Minuten

usw.

Bei meinen Rückenschmerzen sagte ich ihm, dass es seit einer verpfuschten spinalen Anästhesie angefangen hat und wenn ich mich viel bücken muss, kaum zu ertragen ist. Nennt er Zufall.

Bei den Magenschmerzen musste/durfte ich zur Vertretung (der leider keine Patienten aufnimmt), es war eine starke Magenschleimhautentzündung.

Nun halte ich die Schmerzen aber nur noch mit Schmerzmittel aus. Es ist, als ob mir mit einem stumpfen Messer in die Brust gestochen wird und das Messer am Rücken wieder herauskommt. Oft ist der linke Arm mit betroffen. Die Kopfschmerzen sind auch sehr stark. Oft sehe ich verschwommen. All das angeblich psychosomatisch.

Ich halte es kaum mehr aus, kann mich kaum bewegen. Liege auf der Seite, damit ich überhaupt Luft bekomme. Fühle mich schwach, kraftlos, erschöpft.

Auch mit dem Po habe ich Probleme. Oft blutet es, wenn ich mal länger als eine Stunde sitze. Rechts neben dem Po spüre ich einen Knubbel, erklärt aber nicht die Blutungen.

Was denkt ihr? Ich weiß, ihr seid keine Ärzte, aber vielleicht kennt das jemand von euch.

Was neu bei mir ist, wenn ich mich überfordert fühle, vor Arbeit, Stress, Übermüdung usw. nicht mehr ein noch aus weiß, fängt mein Körper an zu zittern. Die Arme, die Beine, der Kopf. Es ist kein epileptischer Anfall, denn ich bin dabei bei vollem Bewusstsein. Ich möchte das unterdrücken, es geht aber nicht. Nach einigen Minuten hört es wieder auf. Es ist, als ob der Körper streikt.

Ich hatte meinen Hausarzt gewechselt, da kam ich wegen der ständigen Übelkeit. Hier war die Diagnose, na was wohl? Psychosomatisch. Einmal schrie er mich an, weshalb ich so oft zu ihm käme, es wäre doch eh immer das selbe. Tja, dann kam die Vertretung (Internist) mit der Diagnose: Magenschleimhautentzündung. Irgendwann ging er in Pension und ich ging zur Vertretung. Die meinte, die Rückenschmerzen kämen davon, weil ich zu fett sei. Weinend ging ich aus der Praxis. Seither bin ich wieder beim ersten Hausarzt.

Ich halte das alles kaum noch aus, bin aber sicher, dass die Diagnose "psychosomatisch" doch wieder kommt.

Auch das zittern?

Was denkt ihr? Ist das möglich? Wenn ich mich überwinde, zum Arzt zu gehen und erhalte die gleiche Diagnose, dann wird mich kein Arzt mehr sehen.

(Übrigens erzählte mir meine Mutter von einer Patientin von ihm, dass sie mit Herzschmerzen zu ihm ging. Diagnose: Psychosomatisch. Bei einer Darmspiegelung blieb ihr Herz stehen und sie musste reanimiert werden. Nun meinte meine Mutter, dass der Arzt mich jetzt wohl ernster nehmen wird, was ich nicht glaube)

Ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich möchte nicht zu ihm. Vielleicht bin ich wirklich nur überarbeitet und mit den Nerven am Ende. Aber was, wenn nicht?

Bitte nicht fertigmachen, bin schon durch viele Schicksalsschläge am Ende.

Antworten
JWu!li-Soznne_


Habe die Ohnmachtsanfälle vergessen. Mein Blutdruck macht, was er will. Mal normal, mal 183 zu 120, dann wieder 80 zu 53. Ich messe immer nur, wenn es mir schlecht geht. Also nicht täglich.

P)iMva0x509


Das Zittern kenne ich von mir. Das habe ich seit meiner Angststörung öfters gehabt. Ging immer nach kurzem wieder vorbei. Allerdings war ich deswegen auch nicht beim Arzt.

Ich weiß welche Situation du meinst. So ging es mir mit meinem Hausarzt auch. Meist bekam ich den Stempel Psyche und wollte dann nicht mehr hin. Jetzt bin ich bei seinem Kollegen, der nimmt mich ernster.

Der Knubbel am Po kann übrigens wirklich der Auslöser des Blutes sein. Da wäre es sinnvoll mal einen Proktologen drauf schauen zu lassen. Eine Stunde Sitzung ist natürlich auch nicht so toll (da hätte ich gar keine Geduld dazu) und machst du das dann, weil der Stuhlgang so fest ist und du so pressen musst? Damit presst du natürlich auch das Blut in die Analvenen und der Knubbel kann dann eben bluten wenn Stuhlgang vorbei geht.

Rückenschmerzen kenne ich auch zu genüge und unser Gewicht macht es uns da sicher nicht leichter. Und so wie es klingt ist deine Psyche schon auch gestresst, oder? Das kann sich dann zusätzlich noch in Rückenschmerzen äußern. Auch die Magenschmerzen können eine Folge sein.

Mir ging es bei Schmerzen auf Höhe des Brustkorbes ab und an so, daß ich dachte ich bekomme keine Luft mehr. Musste dann Dehnübungen machen, daß es wieder besser ging. Das stach dann auch richtig rein.

Machst du Sport?

JOuli-LS^onne_


Mit der einstündigen Sitzung hast du mich falsch verstanden. Ich sitze eine Stunde auf dem Stuhl oder auf der Couch und ich weiß, wenn ich jetzt aufstehe, fühlt sich der Po wie eingeschlafen an und dann kommt auch das Blut. Muss also die meiste Zeit entweder stehen oder liegen. Einem Arzt traue ich mich das nicht zu zeigen, obwohl mir klar ist, dass er das kennt und sich nichts dabei denkt, ist mir zu peinlich.

So wie du es beschreibst, könnten es dann wirklich die Nerven sein. Hm, ich weiß nicht weiter, möchte nur, dass es endlich aufhört.

EWhemaligehr6 Nutzer (x#565345)


Hallo Juli_Sonne,

es kann sein, dass alles psychosomatisch ist, es muss aber nicht psychosomatisch sein.

Zumindest hierzu wüsste ich -aus eigener Erfahrung- eine mögliche Therapie:

Habe die Ohnmachtsanfälle vergessen. Mein Blutdruck macht, was er will. Mal normal, mal 183 zu 120, dann wieder 80 zu 53. Ich messe immer nur, wenn es mir schlecht geht. Also nicht täglich.

Ich habe damit auch eine Zeitlang Probleme gehabt. Ich habe dann aufgrund des labilen Blutdrucks ca. 9 Monate lang Betablocker genommen dociton 5 mg eine täglich Davon ist das besser geworden.

Mir ging es zudem im Allgemeinen eine Weile gesundheitlich schlecht, hatte starke Kopfschmerzen, ständig irgendwelche Infekte, ich hab schon gedacht ich spinne.

Es stellte sich heraus, dass ich einen chronisch entzündeten Zahn hatte der mir alles aus dem Gleichgewicht gebracht hat. Der hat nicht mal weh getan;es ist nur aufgefallen dass was ist, als beim Blutspenden die Entzündungswerte arg hoch waren. Die Ärzte da geben mir den Tip, mal die Zähne gründlich untersuchen zu lassen und siehe da beim Röntgen ist das dann aufgefallen.

Naja dann waren da noch so ein paar andere Schwierigkeiten dadurch geschädigte Darmflora von den Antibiotika die ich wegen des Zahns nehmen musste, dadurch Darmentzündung und dann hab ich mir noch einen Campylobacter eingefangen,, aber als das endlich behandelt und ausgestanden war ging es mir besser, hat zwar noch ein Weilchen gedauert, aber mittlerweile geht es mir wieder richtig gut und ich war seit letzten April überhaupt nicht mehr krank, nicht mal ne Erkältung.

Also, was bei Dir für deine gesamten Beschwerden verantwortlich ist, weiß ich natürlich nicht, aber! es muss nicht unbedingt psychosomatisch sein, das wollte ich Dir mit meinem Beispiel deutlich machen. Es kann irgendwas komplett anderes sein, was das alles auslöst.

Zu deinen Rückenschmerzen, warst du da nur beim Hausarzt oder auch mal beim Orthopäden? Oder vllt geh doch mal zur Osteopathie. Es gibt Menschen, die schwören darauf. Muss man wohl allerdings selber bezahlen. Aber wenns hilft !

Zu den Darmproblemen denke ich, das könnten Hämorrhoiden sein oder sowas, ich würde da auch mal bei einem Protologen vorstellig werden.

Zu der Magenschleimhautentzündung, lass Dich bitte mal auf den Heliobacter testen meine Mutter hatte auch sehr häufig Magenschleimhautentzündung, sie hatte einen Heliobacter

J~u\li-Sonxne_


Lieben Dank Lost_Places. Ich glaube, wenn ich einen Arzt Termin mache, komme ich so schnell nicht wieder raus. Vom Kopf bis zum Fuß Schmerzen oder sonstige Beschwerden.

Am schlimmsten sind momentan diese stechenden Schmerzen, die vom Brustbereich durch den Rücken und den linken Arm gehen. Das macht mir schon Sorgen, aber ich habe wirklich Angst, dass er alles abtut und auf die Psyche schiebt. Aber ich halte die Schmerzen kaum mehr aus und muss nachher wieder Schmerzmittel nehmen.

An den Zähnen liegt es nicht, da habe ich erst eine Kontrolle hinter mich gebracht.

Aber den Tipp zwecks dem labilen Blutdruck, das werde ich mir merken und wenn ich den Mut zu einer Terminvereinbarung habe, auf jeden Fall mal ansprechen.

Edhemal$iger Nuttzer >(#565345x)


Am schlimmsten sind momentan diese stechenden Schmerzen, die vom Brustbereich durch den Rücken und den linken Arm gehen. Das macht mir schon Sorgen, aber ich habe wirklich Angst, dass er alles abtut und auf die Psyche schiebt. Aber ich halte die Schmerzen kaum mehr aus und muss nachher wieder Schmerzmittel nehmen.

Du das könnten auch Brustwirbel sein, die sich irgendwie verrenkt haben. Das hängt ja alles irgendwie zusammen. Meine Schwester hatte fast dieselben Beschwerden wie Du, nur dass sie dachte, es sei was am Herzen. Aber es waren verrenkte Brustwirbel

J0u)li-dSon{ne_


Das könnte natürlich auch sein. Weshalb nur habe ich den Vertrag mit meinem Hausarzt unterschrieben? Sonst könnte ich jetzt gleich zu einem Facharzt gehen.

ELhemalig<er Nu+tzer }(#565-345F)


Was passiert denn, wenn Du einfach zum Facharzt gehst? Gibt's da ne Vertragsstrafe oder sowas?

Herrje, der soll Dir einfach ne Überweisung schreiben und fertig ist das. Ist doch auch in seinem Sinne, wenn Du die Ursachen deiner Beschwerden findest.

J&uli-iSonnLex_


Ob es eine Strafe gibt, weiß ich nicht, ich weiß nur, dass ich nicht zu einem anderen Arzt ohne seine Überweisung darf. Und naiv wie ich damals war, habe ich das unterschrieben. Ich dachte, dass MUSS unterschrieben werden.

Ich bat schon um eine Überweisung zu einem Osteopathen, bekam ich nicht, weil alles eh psychosomatisch ist. Gut, dass ich zu meiner Therapeutin gehen kann.

E(hemalPigerY NutzerZ (#56x5345)


Dann geh halt ohne Überweisung... bzw schildere das mal bei deiner Krankenkasse. Und hol Dir notfalls da das Okay dass Du zur Not auch ohne Überweisung gehen kannst.

S9i?xxxi


Hallo,

rufe bei deiner Krankenkasse an, erzähl ihnen das Du sehr unzufrieden mit deinem Arzt bist und gerne wechseln möchtest.

Arzt wechsel sollte eigentlich kein Problem sein, wenn es doch probleme gibt schau mal in den Vertrag wie lange Du gebunden bist, meist ein bis drei Jahre je nach Kasse.

Ich kenne solche Probleme leider auch, am Anfang wurde alles auf die Psyche geschoben, OK ich war/bin ein wenig "anders" und bin immer froh wenn ich gesicherte Diagnosen bekomme.

Wegen den Schmerzen vor allem wenn sie schon sehr lange anhalten solltest Du dich evtl. mal an einen Schmerztherapeuten wenden.

Alles Gute

P1iMam0x509


Ich denk auch, daß der Vertrag das kleinste Problem ist.

Aber bevor eben die Beschwerden auf die Psyche geschoben werden können/werden, sollte zumindest ein Arzt wirklich abklären, daß nichts körperliches die Ursache ist.

Okay, das mit dem Sitzen hab ich falsch verstanden. Aber ich weiß, was du mit peinlich meinst ;-)

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