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Wer kennt sich mit Depressionen aus?

ZKwack|44


Naja, die Fortsetzung der Therapie wäre natürlich wieder eine zusätzliche Entscheidung. Weil ich selber nie eine gemacht habe, kann ich dazu nichts sagen. Ich gehe aber davon aus, dass Dein Vorschlag auch zu ALLEM gehört, was er überdenken will.

sDing=endxe


Er will über eine Wiederaufnahme seiner Therapie nachdenken.

Ich bin hin und her gerissen und weiß nicht, was seine Beweggründe sind. Das verwirrt mich alles und ich brauche leider Gewissheit, um selbst zu wissen, wie ich weitermachen soll.

Ich hab ihn gefragt, wie ich seine Smsen verstehen soll. Also, ob er im Moment nicht anders kann, seine Zeit braucht, um sein Chaos zu ordnen und sich an seinem Gefühl mir gegenüber aber nichts geändert hat. Oder ob es einfach nicht passt und er nicht mehr will.

Nun ruht wieder still der See, er scheint darüber nachzudenken...

Zwwackx44


Über allen Unzulänglichkeiten eines Depressivkranken steht die Überschrift ER WILL, KANN ABER NICHT. Schade, dass er in Richtung Psychotherapie denkt, denn eine schnelle Besserung ist davon ja nicht zu erwarten.

s|ing{enxde


Was, glaubst du, wäre besser? ":/

Er denkt immer noch über meine letzte Sms nach...

sBingIende


Es ist echt schwer für mich :-/ Mein witziger, umsorgender und liebevoller Partner verwandelt sich in ein stilles Häufchen Elend...

Z,wa\ck4x4


Psychiater > Antidepressivum. Die Psychotherapie muß deshalb nicht ausfallen, aber ADs bringen Patienten oft erst in eine therapierbare Situation.

s#ing6ende


Ja, ich glaube, du hast recht. Ich denke, er weiß, das schließt es ein. Ich werde es ihm noch mal so behutsam sagen...

sdinge6nd9e


Eine Freundin riet mir, einfach zu ihm zu fahren.

Er arbeitet und hat morgen eine öffentliche Veranstaltung..

Zow/aclk4x4


Vielleicht baut es ihn auf, wenn Du ihm danach sagst, er hätte sehr selbstsicher gewirkt (wenn es wirklich so ist), dass keiner der Zuhörer auf seine Selbstzweifel hätte schließen können.

n7ancxhen


Wenn ich das so lese, solltest du liebe TE aufpassen, dass du selbst an der Sache nicht zu Grunde gehst! :)_ Es ist eine Krankheit und es liegt an der entsprechenden Person, diese Krankheit zu besiegen. Das was er macht, bzw. was du mit dir gefallen lässt ist nicht unbedingt förderlich. Du bemitleidest ihn, das gefällt ihm. Er könnte sich so wieder mehr in die schlechte Phase reinziehen.

Bin selbst in einer schlechten Phase, nehme ADs und habe eine Psychotherapie angefangen. Meine engsten Vertrauten wissen davon, denen erkläre ich meine Probleme. Aber ich verlange keinen Mitleid von ihnen, sondern versuche denen meine Erkenntnisse zu erklären und auch den Weg den ich gehen möchte um wieder gesund zu werden. Ich verlange in keinster Weise von meinen Mitmenschen mir dabei zu helfen, mir sozusagen den Weg zu erleichtern. Denn diesen Weg möchte ich allein gehen. Die Menschen sollen sich nicht für mich verstellen.

s`inwgeMnxde


nanchen,danke für deinen Beitrag :)_ ..ich bemitleide ihn nicht. Im Gegenteil, ich versuche ihm die Augen zu öffnen. Ich nehme ihn in den Arm, wenn er weint. Aber das würde ich auch tun, wenn er gesund wäre. Helfen möchte ich ihm, wo er es zulässt. Aber er muss, genauso wie du es schreibst, selbst da durch.

Ich hatte ihn am Freitag angerufen, weil ich ihn fragen wollte, ob es okay ist, wenn ich zu seiner Veranstaltung komme. Ich wollte einer bösen Überraschung aus dem Wege gehen. Er ging nicht ans Telefon zu Hause.

Später schrieb er mir den ganzen Abend, es sprudelte nur so aus ihm heraus. Er hat alle Unterlagen zusammengetragen und war nicht da, weil er sie weggebracht hat.

Am Samstag Mittag rief er an und wir haben uns ganz normal unterhalten, er machte einen guten Eindruck auf mich. Also habe ich ihm vorgeschlagen zu ihm zu kommen und er hat sich total gefreut. Wir haben den Abend nach der Veranstaltung verbracht und er hat mir freudestrahlend gezeigt, was er in den letzten Tagen gemacht hat. Dann hat er mich in den Arm genommen und gesagt, er sei krank. Krank im Kopf. Ich sagte ihm, dass sich nur etwas in seinem Kopf ver-rückt hat. Das geht vorbei. Er war liebevoll wie immer, aber ich bin nun davon überzeugt, dass er einen Einbruch hatte. Es muss ihn unendlich viel Kraft gekostet haben, die Sachen zu erledigen.

Ich habe ihn einfach reden lassen...Gestern Abend sagte er, sein Leben ist scheiße. Heute morgen sagte er, er hat eigentlich ein schönes Leben. ":/ Auch heute morgen haben wir uns unterhalten, darüber wie es ihm geht...Er hat geweint. Er kann sein altes Leben nicht loslassen und möchte es so gern. Wir sind schon so fest zusammen, alles ist so vertraut und er hat Angst davor. Wir sind dann über uns in die Diskussion gegangen und ich habe ihm gesagt, dass ich bei ihm bleibe, auch wenn es ihm schlecht geht. Es sei denn, er möchte das nicht, weil sich seine Gefühle zu mir geändert haben. Wir haben beschlossen, einen Gang runter zu schalten.

Als ich fahren musste, war er wütend auf sich selbst. Er wollte mich nicht fahren lassen, hatte aber seinen Sohn zum Mittagessen eingeladen. Er sagte, er würde ständig Dinge tun, die er nicht möchte. Er möchte nicht, dass ich jetzt fahre. Der Abschied war ziemlich lang und ich hatte ständig Angst, dass sein Sohn jeden Moment auf der Matte steht %:| Das wäre jetzt noch der Supergau gewesen...Er weiß noch nichts von mir und das soll auch vorerst so bleiben.

Er wird die Psychotherapie wieder aufnehmen.

Wir haben das erste Mal nicht vereinbart, wann wir uns wiedersehen. Ich habe ihm vorgeschlagen, das Wochenende wegzufahren. Einfach mal raus, etwas anderes sehen. Nun warte ich ab...

Für die Veranstaltung habe ich ihn gelobt, er hat das wirklich toll gemacht @:)

Ich passe auf mich auf :)* . Ich versuche, das zu geben, was ich kann. Er gibt mir auch so viel, mehr als ich ihm. Das habe ich ihm auch gesagt.

Da die Depression reaktiv ist, bin ich zuversichtlich, dass die Zeit für uns spielt. Ich weiß, es kommen noch Einbrüche und wenn ich nicht mehr kann, werde ich mich erholen und ich weiß, dass seine Familie und Freunde da sind...Wenn er mich einbezieht, ist es nicht so schlimm für mich. Ich bin nur traurig, wenn er mich außen vor lässt...

lnuomaVrexn


@ singende:

Ich habe mir das schon mehrfach durchgelesen und bin immer noch etwas skeptisch. Unter Managern hört sich "Burnout" halt schöner als "Depression" an. Ich bin mir nicht so ganz sicher, ob die Depression nach dem Burnout nicht schon vorher da war. Außerdem kann eine Beziehung so etwas durchaus nicht überleben.

Ich finde es schwierig, jemanden mit Depressionen helfen zu wollen. Abgesehen von möglicherweise ausgeschütteten körpereigenen Endorphinen, die die Symptome lindern können, wäre eine Überwachung der Einnahme von Antidepressiva das einzige, was mir sinnig erscheint.

Falls eine Verhaltensänderung notwendig wird, weil gewisse Verhaltensweisen an der Arbeit das Ganze ausgelöst haben, kann es sein, dass du plötzlich noch mal jemand anderen vor dir findest. Ich finde, Therapien krempeln das Leben doch ganz schön um. Zum Teil erfordert der Schritt, etwas zu ändern, sehr viel Mut. Es kann auch bedeuten, dass man von dem, was vor der Depression noch möglich war, auch Abschied nehmen muss.

Zumindest in diesem Faden kommst du in der Beziehung mit einem Fokus als Helfende rüber. Für mich stellt sich die Frage, wie die Beziehung aussehen soll, wenn dein Partner wieder gesund ist. Ich brauche darauf keine Antwort.

sVingAendxe


Luomaren, aus dem Burnout und seiner gescheiterten Lebenssituation resultiert die Depression. Ich kenne ihn als Jugendlichen und er hatte nie Depressionen, auch in den Folgejahren nicht.

Du hast recht, eine Beziehung wird dadurch auf eine harte Probe gestellt. Es gibt nur zwei Möglichkeiten: entweder man schafft es, oder eben nicht. Was die Zukunft bringt, weiß ich nicht.

Da es eine Depressionsart ist, die reaktiv ist, bestehen gute Chancen, dass man da heraus findet. Das dauert, erfordert Mut und Ausdauer...In der Fachwelt vertritt man die Ansicht, dass AD nicht lebenslang genommen werden muss, sondern nur zu Beginn der Therapie.

Ich passe wirklich gut auf mich auf. Natürlich möchte ich, dass es ihm gut geht, ich möchte aber auch, dass es mir gut geht. Und natürlich möchte ich ihm helfen, wie ich auch Freunden oder einem Familienmitglied helfen würde. Soweit ich das kann. Ich bin kein Experte und ich mache bestimmt auch Fehler dabei. Ich tue, was ich kann und bereit bin zu tun. Dass es nicht so verkehrt sein kann, zeigt mir sein Verhalten.

Wie die Beziehung mal aussehen wird, weiß ich nicht. Das weiß aber auch keiner, der mit einem gesunden Menschen zusammen ist.

nHabnchZen


Ich gebe luomaren vollkommen Recht!

Liebe TE du schreibst so viel, so viel was ist wenn er gesund ist, dass er gesund wird vor allem. Du schreibst so viel und man denkt aus vollem Bewusstsein herraus. Aber dass du so viel schreibst, lässt ahnen, dass es dich schon sehr trifft, du aber die Starke spielen willst. Das aber wird auf Dauer nicht funktionieren.

Was mir aber auffällt, du sagst, er will wieder ADs nehmen und seine Psychiotherapie wieder weiter führen. Aber ganz ehrlich?!..... wozu denn jetzt. Jemand mit Depression wird dazu sehr sehr lange brauchen, allein diesen Weg zu gehen. UND vor allem wozu?! Er hat doch dich jetzt, wenn es ihm schlecht geht kommt er zu dir, bekommt den Mitleid den er meint zu brauchen. Ein Depressiver braucht kein Mitleid.... eher einen gewaltigen Tritt in den Hintern.

Soilbe*rmo:ndxauge


"Wozu denn jetzt ?"

Weil er einen Versuch machen will, gesund zu werden ?

Und einen Tritt in den Hintern braucht man als depressiver ebenso wenig wie als erkaelteter

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