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Dauerhafte, starke Erschöpfung aber keine Diagnose?

S_quaNr`eMatrxice hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich habe gerade das Forum nach dem Stichwort "Erschöpfung" durchsucht aber nichts gefunden was bei mir ähnlich wäre. Das größte Problem ist, dass ich seit meinem Umzug von Hamburg nach Berlin bisher nur von Arzt zu Arzt laufe aber noch keinen hilfsbereiten Allgemeinmediziner und auch keinen Psychiater auffinden konnte der sich dem hohen Aufwand einer genauen Diagnostik stellt. So langsam ist meine Geduld am Ende, da ich schon seit ca. 14 Jahren auf Besserung durch Therapien, Medikamente warte.

Laut dem letzten Befund vom Januar 2016 bin ich körperlich gesund, d.h.: keine Borreliose-AK, Leberwerte gut, Nierenwerte gut, keine Diabetes, Schilddrüse ok, EKG regelmäßig, EEG unauffällig, MRT (Kopf) unauffällig, keine (Eisen-)anämie, Blutdruck ok, großes Blutbild -> alles im Normbereich, kaum infektanfällig. (Bitte entschuldigt, wenn ich "ok" oder "gut" schreibe, damit meine ich, dass die Werte nicht von der Norm abweichend waren.)

Allerdings treten urplötzlich folgende Symptome auf:

- recht starke, allergische Reaktionen(Lunge, Haut betroffen)-mit 100mg Cortison schnell behebbar.

- es gab eine Thrombose, wobei diese nicht vererbt wurde und auch kein genetischer Defekt vorliegt.

Kann man somit eine körperliche Ursache komplett ausschließen oder bleibt da noch etwas offen?

Naja bei psychischen Symptomen sieht es da schon schlechter aus - da ich nicht alles von mir offenlegen möchte, beschreibe ich nur grob, was der Psychiater feststellen konnte:

- psychotische, dissoziative und unipolar-depressive Symptome mit jahrelanger, chronischer Erschöpfung, welche sich im Hochsommer etwas bessert.

- Es wurden schon mehrere Medikamente erfolglos eingesetzt, darunter Antidepressiva(SSRI,SNRI,trizyklisch), Neuroleptika(hochpotent, niedrigpotent, atypisch), Benzodiazepine.

Etwas Erfolg gegen die Tagesmüdigkeit brachte Zopiclon 7,5mg, durch den sehr erholsamen Schlaf. Leider ist dies keine Dauerlösung - warum ist jedem bekannt.

Hat jemand eine Idee, wie ich weiter vorgehen kann? Kann ein Allgemeinmediziner in dem Fall etwas tun? Wie finde ich einen Arzt, welcher mich nach meinen Vorstellungen behandelt (da ich keine Zeit für Experimente habe, lasse ich mich nur auf Behandlungsmethoden ein, die klinisch geprüft wurden und hohe Erfolgschancen lieferten)?

Antworten
ZKwacFk44


Was wurde in Bezug auf die SD alles geprüft mit welchem Ergebnis? Gibt es ein Sonogramm? Wurde Hashimoto ausgeschlossen? Vitamin D und B12? Lebst Du vegan? Haben die ADs einfach nicht gewirkt oder hast Du sie wegen unerträglicher NW abgesetzt? Das ist natürlich ein weites Feld. Wenn ein SSRI nicht hilft, heißt das noch nicht, dass alle SSRIs unwirksam sind. Hast Du AD-Kombis ausprobiert? Hast Du schon an CFS gedacht?

S8qIuar6eMat"rxice


Hallo Zwack44,

danke für deine interessante Antwort! Also ein Problem mit der SD ist ausgeschlossen, das wurde untersucht - jedoch ohne Sonogramm,sondern es wurde nur anhand der Blutwerte gesagt, dass nichts auffällig ist. Hashimoto ist auch unwahrscheinlich, da hierfür viele Hauptsymptome nicht zutreffen. Ich ernähre mich "durchschnittlich" würde ich behaupten, evtl. esse ich etwas zu viel Fleisch aber damit möchte ich dem alle paar Jahre auftretenden Eisenmangel (Ferritinwert < 10 ) entgegenwirken. NW habe ich so gut wie nie bei jeglichen Medikamenten - die AD wurden mind. 3-6 Monate getestet, von Venlafaxin 225mg habe ich mir eigentlich sehr viel versprochen aber es hat leider gar nichts bewirkt. AD-Kombis hatte ich noch nicht aber dafür NL-AD Kombis. Wegen dem Vitamin D und Cortisol war ich heute beim Internisten/Allgemeinmediziner, dieser sagte mir, dass es in der MEZ so gut wie unmöglich ist NICHT an einem Vitamin D-Mangel zu leiden, zudem sei dieser sehr schwer behebbar. In bracht käme noch der Cortisol-Spiegel im Blut - auch hier meinte der Arzt, dass man das den Personen ansehen würde, wenn in der Richtung etwas nicht stimmt und da mein BMI(22) noch ok ist, wäre das auch ausgeschlossen, jedoch meinte er, dass ich zum Endokrinologen gehen könnte, wenn ich Sicherheit haben möchte.

Tja und CFS wäre mein Todesurteil - wenn eine akademische Karriere ausgeschlossen ist, wende ich mich definitiv an die Schweiz, zwecks Strebehilfe.

LG

AVnka1g01


Hallo SquareMatrice,

wurde bezüglich der Schilddrüse nur der TSH bestimmt oder auch die Hormone FT3 und FT4 ?

Manchmal ist der TSH unauffällig , aber FT3 und FT4 zu nieder. Oder der TSH ist im oberen Bereich

(noch im Normbereich) , aber für Dich ist er bereits zu hoch. Menschen reagieren oft ganz

unterschiedlich.

Vitamin-D-Mangel kann man sehr gut mit Vitamin-D3-Tabletten beheben. Ich selbst habe vom

Kardiologe ein hochdosiertes Medi verschrieben bekommen und mein Vitamin-D-Spiegel hat sich

relativ bald normalisiert.

Kann es sein, dass Du nachts schnarchst und Atemaussetzer hast ? Das führt auch zu einer

chronischen Tagesmüdigkeit.

Allergien machen auch müde. Und Depressionen natürlich auch.

Also, es gibt durchaus noch mögliche Ursachen für Deine Erschöpfung.

Die Antidepressiva wirken manchmal erst nach Monaten richtig. Da muss man Geduld haben und darf

nicht frühzeitig die Flinte ins Korn werfen.

Kämpfe weiter. Ich bin mir sicher, dass Du es schaffst.

Gruss

Anka

AJuryoxra


esse ich etwas zu viel Fleisch aber damit möchte ich dem alle paar Jahre auftretenden Eisenmangel (Ferritinwert < 10 ) entgegenwirken.

Wieviel Ferritrin hast du denn normalerweise? Selbst wenn er nur knapp über 10 liegt, ist das für manche Menschen immer noch viel zuwenig, obwohl das noch als Normal bewertet wird. Der Wert sollte eigentlich so bei 100 liegen. Dafür gibt es auch bestimmte Tabletten aus der Apotheke. Ein chronischer Eisenmangel kann so müde machen, weil der Körper ständig von seinen letzten Reserven leben muss.

recht starke, allergische Reaktionen(Lunge, Haut betroffen)-mit 100mg Cortison schnell behebbar.

Worauf reagierst du allergisch?

Poaul_*Revxere


Wird nach den Informationen höchswahscheinlich an den psychologischen Beschwerden liegen. Chronische Erschöpfung ist da ganz normal.

Schon im Schlaflabor gewesen? Das würde mir noch einfallen.

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