» »

Denkblockade - einfachste Dinge des Alltags nicht mehr möglich

Skh>oaguxn88 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich habe da ein Problem, bei dem ich eurer Input und eure Hilfe brauche. Vielleicht weiß ja jemand, wie ich mein Problem in den Griff bekommen kann.

Angefangen hat das Ganze im letzten Semester meines Studiums, als ich wohl so angespannt wie noch nie war, so nahe am Nervenzusammenbruch, so nahe am Alles-Hinschmeißen. Der Grund war, dass mein Abschlussprojekt viel zu ambitioniert war und ich hinten und vorne nicht mehr hinterher gekommen bin. Die letzten Wochen vor Abgabeschluss war ich davon überzeugt, dass ich es eh nicht mehr hinbekomme, auch wenn ich täglich nur noch 5 Stunden geschlafen und den Rest der Zeit quasi nonstop gearbeitet habe, mit durchgetakteten Zeitplänen und ellenlangen To-Do-Listen, die ich wie eine Maschine durchgeackert habe.

Da ich ein ziemlicher Perfektionist bin, war Perfektion der Anspruch - den ich natürlich nicht erreicht habe. Aber ich habs geschafft und sogar eine gute Note bekommen. Ich konnte das alles also zufrieden abschließen. Dann bin ich erstmal in den Urlaub gefahren.

.

So weit, so gut.

.

Seit ich wieder zu Hause bin, erkenne ich mich nicht mehr wieder:

Ich bekommen nicht mal mehr die einfachsten Dinge des Alltags auf die Reihe, was komplett untypisch für mich ist. Beispielsweise führt allein der Gedanke, einen Friseurbesuch "planen" zu müssen, bei mir schon zu seltsamen psychischen Reaktionen. Einen Friseur auszuwählen, die Telefonnummer rauszusuchen, anzurufen und einen Termin zu machen - allein die Aussicht, das alles tun zu müssen, führt in meinem Kopf dazu, dass ich die dazugehörigen Gedanken einfach nicht denken kann. Wie wenn ich in meinem Kopf eine fest angezogene Handbremse hätte, die nicht zulässt, dass ich die Gedanken ausführe. Wenn ich es erzwingen will, werde ich ganz nervös und fahrig, fange an zu schwitzen, bekomme Herzklopfen und ein beengtes Gefühl um die Brust und muss dann abbrechen.

Ich würde gerne so viele Dinge in Angriff nehmen - aber ich kann nicht! Wann immer es etwas zu planen oder zu organisieren gibt, schaffe ich das nicht mehr, weil ich nicht mal daran denken kann! Was ist bloß los mit mir?! Und wie komm ich da wieder raus?!

.

Help %:|

Antworten
LCexiS123x4


Ich kenn mich eigentlich nicht so gut damit aus aber deine syndome klingen nach Angst/Panikattacke %:|

Ich glaube du hast Angst davor wieder in den Strudel zu kommen dich wieder Überfordert zu fühlen ...

Ich habe damals gelesen das bei so einer Attacke ,,Körperdruck" ziemlich gut hilft (Mir persönlich hat es geholfen).

Zum Beispiel umarmen und festgehalten werden versteht man unter Körperdruck :)* Hat man niemanden zu drücken dann fest in eine Jacke oder Decke einwickeln (Aber bitte nicht so fest das du keine Luft mehr bekommst) :)z

Außerdem Radio aufdrehen oder mit jemanden Reden so wird man Abgelenkt :)_

Allerdings um es für immer zu stoppen würde ich dir vielleicht eine Therapie empfehlen ":/

Diese Methoden sind nicht für dein ganzes Leben bestimmt :|N

Die sind sozusagen nur eine Übergangslösung ;-)

Viel Glück @:)

sQGrmchxen


Für mich klingt das eher nach Burnout. Ich hatte mich mal eine zeitlang seeeehr übernommen auf der Arbeit. ich hielt bis zu meinem 4-wöchigen Urlaub durch. Im Urlaub war ich dann total platt. Ich war so schwach, dass ich die desamten Wochen nicht mehr aus dem Bett kam. Wenn ich einkaufen ging, bekam ich Durchfall und Schweißausbrüche und die Bewegungen der Menschen um mich herum machten mich schwindelig. Ich konnte nicht mal mehr fernsehen, weil mir das zu aufregend war. Ich konnte nur noch rumliegen und maximal ein bisschen lesen.

Bei mir war es nach meiner Urlaubszeit zum Glück ausgestanden und ich hatte mich auskuriert.

Ich denke, dein perfektionistischer Anspruch macht die Sache nicht einfacher. Aber ich denke ein paar Wochen absoluter Ruhe würden dir sehr guttun. Man kann z.B. auch Urlaub in einem Kloster buchen, womit ich auch schon eine Weile liebäugel. Mein Rat: mach dir keine Gedanken und das in jeder Beziehung :-) mach einfach gar nichts und zwar solange bis du wieder Lust hast etwas zu erleben.

Z&wackx44


Ich sehe das wie stürmchen: Erschöpfungsdepression.

GVejag:tesTixer


Deine Psyche hat so lange so gut funktioniert und den Streß mitgemacht, bis die Sache abgeschlossen war und die gute Note einkassiert war.

Dann wußtest du unbewußt: jetzt habe ich Zeit, um zusammenzubrechen (mal blöde ausgedrückt...).

Und genau das ist auch passiert. Jetzt hält dich dein Kopf mit Gewalt auf Sparflamme. Und das ist auch gut so.

Dein Körper weiß schon, was jetzt das Richtige für dich ist. *:)

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH