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Suizidgedanken = suizidgefährdet?

h]appyfe'atxback hat die Diskussion gestartet


Guten Abend alle miteinander.

Ich versuche mal meine Situation kurz zu schildern

Wenn man darüber nachdenkt ist das gar nicht so einfach sich selbst zu analysieren.

Ich hab seit einigen Jaheren (so 5 - 6) immer mal wieder extreme Tiefs in meinem Leben. Ich lasse mich hängen und weine jeden Tag. In den letzten 2-3 Jahren ist es schlimmer geworden, ich fühle mich einsam und weiß dass ich in dem Leben der Menschen die ich liebe lediglich eine Nebenrolle spiele. (Bevor jetzt was zum Thema Familie kommt - ich hab keine. Und meine Mutter gibt mir die Schuld daran dass es ihr nicht gut geht, das hat sie immer).

Seit über einem dreiviertel Jahr kapsel ich mich auch immer wieder von meinem Umfeld ab, was mir schnell zeigte wie nebensächlich ich den meisten bin. Auch dort kamen mir oft Gedanken, wie viel besser das wäre, wenn ich einfach nie da gewesen wäre. Alle hätten ein glücklicheres Leben geführt. Ich weine oft, fast jeden Tag und schon die kleine Art von Zurückweisung spiegelt sich bei mir daurch wieder, dass ich meine Existenz komplett anzweifel. Seitdem hab ich auch Schlafprobleme, meine Gedanken hören nicht auf und ich schlafe nicht mehr durch. Deshalb nehme ich seit einer Woche Mirtazapin, nur 15 mg abends. Seit knapp 2 worden denke ich wieder ernsthaft darüber nach, allem ein Ende zu setzen. Ich google bereits meine "pläne" um zu schauen wie realistisch da ganze ist. Zur Therapie gehe ich derzeit nicht. Was soll ich denn sagen?

"Hey, verhältnismäßig ist mein Leben eigentlich in Ordnung, ich hab ne gute Ausbildung eine nur in Teilen verkorkste Mutter und eigentlich auch Menschen die mich 'mögen' (bewusst in ' gesetzt). Trotzdem fühle ich mich einsam, will auf keinen Fall am nächsten Arbeitstag erscheinen und obwohl ich mir wirklich, wirklich wirklich und von Herzen Mühe gebe, glaube ich dass ich nicht schaffen kann ein guter Mensch zu sein."

Die würden mir doch den Vogel zeigen. Ich weiß grade nicht wie ernst ich mich selbst nehmen kann, wenn ich sage das ich dem ganzen ein Ende setzen will. Zu oft bin ich zu traurig und kurz da vor, bislang hab ich es nie gemacht. Alle denken ja auch es geht mir gut. Aber wenn ich ehrlich bin, weiß ich nicht, ob bei der nächsten "Welle" dieser Emotionen ich wieder einen Rückzieher machen werde.

Ich halte dieses hin und her meiner Gedanken und Gefühle nicht mehr aus, ehrlich, jeder Tag ist eine Qual. Ich habe keinen blassen Schimmer, was ich tun soll.

Ich danke euch jetzt schon, dass ihr euch die Zeit genommen habt den ganzen Scheiß hier zu lesen

Antworten
E2hemalige,r Nutze^r (#458871x)


(Bevor jetzt was zum Thema Familie kommt - ich hab keine. Und meine Mutter gibt mir die Schuld daran dass es ihr nicht gut geht, das hat sie immer).

Ich kenne keinen Menschen, der ein schlechtes Verhältnis zu mindestens einem Elternteil hat und in erwachsenem Alter NICHT extrem darunter leidet. Eltern können einem jegliches Selbstwertgefühl nehmen, leider.

Habe auch keine Familie. Klar macht das einsam, egal, ob man Freunde und/oder Partner hat. Es fehlt einfach ein Puzzlestück, es fehlt dieses Gefühl des bedingungslosen Rückhalts.

P8lüscQhbiesGt


Du scheinst immer wieder depressive Phasen zu haben.

Du solltest dir Hilfe suchen.

Ein Termin beim Psychiater und dem psychosozialen Dienst deiner Stadt ist das was ich dir ans Herz legen möchte.

Da gibt es kompetente Leute bei denen du dein Herz ausschütten kannst und die mit dir eine Strategie ausarbeiten, wie du in Zukunft nicht mehr diese seelischen Durchhänger hast. Du musst aktiv werden, damit sich was ändert.

h*app'yfBeatbaxck


Ja, vermutlich hätte ich das schon deutlich früher machen sollen. Ich dachte immer, ich arbeite alles schon so auf, das legt sich mit der Zeit.

Aber was mache ich genau jetzt? Jetzt, in diesem Augenblick wo ich so hin und her gerissen bin es versuchen zu beenden oder mich für diese Gedanken auszulachen?

E!hemal$iger N|utzMer (#T45887x1)


Aber was mache ich genau jetzt? Jetzt, in diesem Augenblick wo ich so hin und her gerissen bin es versuchen zu beenden oder mich für diese Gedanken auszulachen?

Wichtige Entscheidungen NIEMALS im Affekt treffen. Das kann man sich selbst versprechen und auch einhalten.

Aus eigener Erfahrung kann ich noch hinzufügen: Wichtige Entscheidungen NIEMALS nach einer schlechten Nacht treffen. Ich bin nicht ich selbst, wenn ich mies geschlafen habe.

mkcfu6ndaxe


Hey happyfeatback *:)

es tut mir wahnsinnig Leid, so etwas zu lesen und ich muss dir leider sagen, dass ich mich wirklich ähnlich fühle. Ich habe regelmäßig im Januar/Februar rum eine so akkut depressive Phase, dass ich auch so ziemlich jeden Tag dran denk, den nächsten Baum mitzunehmen.

Ich muss mir Hilfe holen, habe ich heute bemerkt. Ich weiß, dass es mir im Frühjahr/Sommer wieder gut gehen wird, aber ich habe seit einigen Jahren wirklich regelmäßig Angst vor der Nachweihnachtszeit. Dieses Jahr war das leider schon vorher der Fall.

Was machen wir? Lass uns Psychologen aufsuchen oder?

Liebe Grüße

PQlüschb2iexst


Wer hat dir das Mirtazapin verschrieben?

h{a,ppyfeaEtback


Mein Hausarzt. Aber ich glaube er denkt nicht dass ich despressiv bin, er sagte nur wegen der Schlafstörungen.

Pglüschb^iexst


Dein Hausarzt ist kein Hellseher.

Wenn er hier lesen würde, würde er vermutlich auch auf eine Depression tippen.

Z<wack]4x4


Mirtazapin hat für Schlafinduktion ohne Depression keine Zulassung. Für den off-Label-use werden 7.5-15 mg abends empfohlen. Mirtazapin wirkt allerdings auch als Antidepressivum: Initialdosis 15-30 mg/Tag, Erhaltungsdosis 30-40 mg/Tag. Wenn Dein HA die 15 mg nur als Initialdosis sieht und im Sinne von Plüschbiest die Behandlung einer Depression im Auge hat, müßte er demnächst die Dosis erhöhen. Wenn man andauernd Suizidgedanken hat und den Suizid auch schon angeplant hat, klingt das nach einer mindestens mittelschweren Depression. Vielleicht solltest Du mit Deinem HA ein korrigierendes Gespräch führen.

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