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Skin Picking

p0ri6nTsessalxle hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Seit ich denken kann, pule ich mir die Haut auf. Ob Schorf, Schuppen, Pickel oder auch gesunde Haut, es gibt mir eine gewisse Befriedigung.

Neulich habe ich meinen Eltern gebeichtet, dass ich nichts dagegen tun kann. Es zu kontrollieren ist unmöglich, es geht einfach nicht. Jetzt soll ich Protokoll darüber führen. Deswegen bin ich beschämt, ich mag es nur allein in meinem Zimmer führen, weil es mir peinlich ist.

Alle Therapiemöglichkeiten hören sich so an, als würden sie nichts bringen.

Meine Haut ist an einigen Stellen stark vernarbt, ich habe oft Entzündungen und die Wunden tun weh, aufhören geht trotzdem nicht.

Und meine Mutter sagt ständig, dass sie es kaum erträgt, dass sich ihr "hübsches Mädchen" so verunstaltet. Vielleicht liegt es auch daran, aber mein Aussehen ist mir größtenteils egal.

Wo kann ich mir Mut und Motivation holen, mich endlich therapieren zu lassen?

Meine Haut sieht eh schon so schlimm aus, selbst wenn ich jetzt aufhöre, werde ich nie eine reine Pfirsichhaut haben.

LG

Antworten
Scofromaxn


Deswegen bin ich beschämt, ich mag es nur allein in meinem Zimmer führen, weil es mir peinlich ist.

Schonmal Handschuhe versucht? So Latex-Handschuhe oder Fingerlinge? Damit geht das Picking zumindest deutlich schwerer. Dann könntest du in deinem Zimmer diese tragen, und draußen, wo du ja soweit überwacht bist, dass du dich selbst schämst, gibt's ja eine gewisse Fremdkontrolle.

Mit den Handschuhen erlebst du bei den Picking-Versuchen immer wieder Enttäuschungen. Und das könnte dich motivieren, dass 1) deine Haut etwas gesundet anstatt sich immer wieder zu entzünden und damit auch ein gewisser Juckreiz an den Stellen abnimmt. Die Erfolge an den entzündeten Stellen, wie schön die wieder werden, könnten dich 2) ermutigen, gesunde Stellen in Ruhe zu lassen. Zusammen mit einer gewissen Wundversorgung (Salben vom Hautarzt, ggf. Shampoo gegen Schuppen) sehe ich da gute Chancen. Es läge dann in deiner Willenskraft, die dünnen Handschuhe auch wirklich anzulassen. Für die Zeit, die es braucht.

Wo kann ich mir Mut und Motivation holen, mich endlich therapieren zu lassen?

Letzlich nur aus dir selbst heraus. Die Motivation muss also von dir kommen (wie auch schon dabei, als du dein Posting geschrieben hast), die Therapie ist dann "nur" eine Unterstützung. Es ist also kein "therapieren lassen" im Sinne einer externen Reparatur, es ist eher Hilfe auf deinem Weg die richige Richtung beizubehalten.

MWari-eCurixe


Ich mache das auch total gerne. Sobald ich eine Unebenheit an meiner Haut feststelle, wird gekratzt.

Bekomm ichs damit weg, ist es ein total angenehmes, befriedigendes Gefühl.

Knabbere auch immer meine Fingernägel ab, da ich 1. den leichten Schmerz als sehr angenehm und erleichternd empfinde und 2. ich Nägel die nur minimal zu lang sind, weg müssen.

Bin jedoch schon in Therapie und merke, dass es hilft. Wenn es mir psychisch besser geht, lasse ich schon meine Fingernägel in Ruhe. Geht es mir schlechter, werden sie sofort wieder abgeknabbert. Ähnlich bei der Haut.

p\rinPses3salle


Das mit den Handschuhen klingt super, vielen Dank!

Ich war heute beim Arzt. Neben dem Bluttest, den ich gemacht habe, habe ich mit dem Arzt kurz darüber besprochen. Da die Psychotherapeuten in unserer Nähe nur Hilfe bei Panikattacken, Angststörungen, usw geben, wurde ich zum Psychiater überwiesen. Mal sehen, wie es jetzt weitergeht.

Es fühlt sich allerdings schon merkwürdig an, dahin überwiesen zu werden. Das ist so komisch...und obwohl ich sonst kein Problem damit habe, anders zu sein, ist das so krankhaft unnormal, dass es mir unangenehm ist.

S[orosmaxn


Das mit den Handschuhen klingt super, vielen Dank!

Gern! So Latex-Handschuhe gibt's ja in großen Packungen sehr günstig in der Apotheke.

Da die Psychotherapeuten in unserer Nähe nur Hilfe bei Panikattacken, Angststörungen, usw geben,

Beim Psychotherapeuten wäre ggf. mal die Verdachtsdiagnose Zwangsstörung in Erwägung zu ziehen.

wurde ich zum Psychiater überwiesen. Mal sehen, wie es jetzt weitergeht.

Die Überweisung zum Psychiater ist aber auch eine Chance für dich. Psychiater und Psychotherapeuten arbeiten ja oft zusammen und haben auch ein gutes Verständnis von der Arbeit des anderen und erstmal sind beide als erste Anlaufstelle ganz gut geeignet. Psychiater als Erstkontakt sind halt deutlich einfacher, was die Terminsituation angeht. Man bekommt also schneller und kurzfristiger einen Termin.

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