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Starke Verlustängste: Angst vor jedem weiteren Geburtstag

Alias 718676 hat die Diskussion gestartet


Wie geht ihr mit der Tatsache um, dass eure Eltern immer älter werden und ihr sie eines Tages voraussichtlich verlieren werdet?

Ich selbst habe keine Familie mehr, bin relativ früh verwaist. Vielleicht haben meine Verlustängste auch damit zu tun. Im Moment quälen sie mich jedenfalls sehr. Denn meine wichtigste Bezugsperson wird dieses Jahr 70 und ich kann nur schwer damit umgehen, dass die voraussichtliche gemeinsame Zeit, die uns noch bleibt, dadurch immer weniger wird. 60 war noch nicht so schlimm. Aber jetzt sind wir schon bei der 7 vorne und nach der 7 kommt die 8 und vor der habe ich echt Angst.

Klar, niemand weiß was nächste Woche passiert. Ich kann auch verunglücken oder krank werden. Aber aller Voraussicht nach werde ich zurück bleiben und sie irgendwann gehen lassen müssen. Die Vorstellung tut so weh. Ich frage mich, wie andere damit umgehen, die alte Eltern oder andere ältere Bezugspersonen haben.

Beschäftigt euch das?

Ich mache mir schon immer Sorgen, dass ich geliebte Personen durch Unfall oder Krankheit verlieren könnte. Aber das jetzt ist anders. Unfall oder Krankheit war immer nur eine Option, die nicht eintreten muss. Das Alter ist aber keine, das kommt erbarmungslos und steuert definitiv auf das Ende zu.

Egal wie gut es läuft, irgendwann ist Schluss.

Unerträglich für mich, im Moment, diese Vorstellung.

Kann mich nicht damit abfinden, muss es aber.

Sind Leidensgenossen anwesend?

Antworten
Miarie)Curie


Ja, ich.

Mein Opa wurde vor kurzem 84. Er ist super fit, dennoch habe ich Angst ihn zu verlieren.

Mir graut es vor seinen Geburtstagen. Eigentlich ist es nur eine dämliche Zahl - aber leider macht sie mir bewusst, dass die gemeinsame Zeit immer weniger wird. :°(

GYeja'gteHsTiexr


Jepp, ich reihe mich unbedingt mit ein. Auch was mich selbst betrifft. Ich habe mittlerweile auch vor jedem eigenen neuen Geburtstag Angst.

E$hemaliHger NuxtzTer (`#575f156x)


Den Gedanken, meine Eltern könnten irgendwann nicht mehr sein, ist für mich schier unerträglich.

Um ehrlich zu sein, verdränge ich ihn meistens. Ich bekomme dann oft Schuldgefühle, weil ich ihnen schon viele Sorgen bereitet habe und nicht mehr Kontakt suche (gemeinsame Zeit "nutzen" -schrecklicher Ausdruck).

Mit dem Tod kann ich allgemein schlecht umgehen. Aus meiner ehemaligen Abistufe sind schon 3 Leute tot (ich bin keine 30) und ich hätte bei jeder Beerdigung am Liebsten gekotzt. (Entschuldigung)

Der Tod ist ein allgegenwärtiges Phänomen, dennoch mag ich ihn nicht und bin, auch wenn meine Ausdrucksweise flapsig klingen mag, ganz bei Epikur: "Der Tod und ich begegnen uns nicht."

KhG19_80


Mir geht es da so ähnlich wie dir. Ich habe große Angst davor. Meine Mutter ist Mitte 60, mein Vater wird nächstes Jahr 70.

Im täglichen Leben versuche ich, den Gedanken daran so weit wie möglich zu verdrängen. Aber trotzdem denke ich immer wieder, vor allem nachts, darüber nach.

Ich habe auch keine weitere Familie, keine Geschwister, niemanden. Einen Partner auch nicht. Und Freunde in dem Sinn, dass ich sagen würde, auf die kann ich mich wirklich verlassen, habe ich auch nicht.

Meine größte Angst ist, eines Tages ganz alleine zu sein. Alle Probleme alleine lösen zu müssen, niemanden mehr um Rat fragen zu können. Auf mich alleine gestellt zu sein.

Klingt eigentlich traurig, dass man als erwachsener Mensch (Mitte 30) Angst davor hat, das Leben alleine zu meistern. :-/

T#exa|s7x9


Ja, hier, ich!

Mein Vater wurde im Januar 70. Er arbeitet zwar noch 100% im Aussendienst und ist auch noch fit, aber eben, er ist 70. Und ja, das Ende ist näher als auch schon und es kommt immer noch näher.

Meine Mutter hat zwar noch eine 6 vorne, aber auch da, keiner wird jünger, nur älter.

Ende 2013 ist mein Bruder mit 31 verstorben und wenn dann noch meine beiden Eltern mal nicht mehr sind, bin ich noch übrig.

Habe sogar bei meinem letzten Geburtstag gerechnet, das ich etwa schon die Hälfte hinter mir habe und das Ende unausweichlich auf mich zu kommt.

Ja, diese Gedanken machen mir unheimlich angst und ich versuche es zu verdrängen.

D7ie \Kelxtin


Meine Eltern sind jetzt auch 70 oder stehen kurz davor und manchmal versetzt es mir einen kleinen Stich in's Herz. Aber insgesamt gesehen habe ich noch keine allzu großen Verlustängste, weil beide noch recht gesund sind, bis auf einige alterstypische Zipperlein und weil sie beide noch mitten im Leben stehen. Mein Vater ist sogar noch berufstätig und kann ohne seine Arbeit nicht leben. Außerdem werde ich ja gleichzeitig auch älter und mit dem Alter nimmt die Autonomität zu (mein Leben unterscheidet sich inzwischen sehr von dem meiner Eltern) und die emotionale Abhängigkeit von den Eltern ab. Jedenfalls bei mir.

Außerdem ist noch sehr unklar, ob ich meine Eltern überhaupt überleben werde, da ich trotz meines noch recht jungen Alters gesundheitlich in wesentlich schlechterer Verfassung bin (und immer war) als meine Eltern. Und meine Großeltern sind alle vier bis weit in die Neunziger gekommen! Ergo - könnten meine Eltern auch alt werden, während ich große Zweifel habe, ob ich überhaupt 70 oder 80 werde. Ich nehme die Zeit einfach so wie sie kommt und habe daher auch keine Angst vor dem Älterwerden - weder vor meinem eigenen Altern noch vor dem meiner Eltern. Vorerst habe ich immer nur die kommenden 5 Jahre vor dem geistigen Auge, weil in diesem Zeitraum schon viel passieren kann. Was danach kommt, steht erstmal in den Sternen. Und wenn es mir eines Tages so schlecht gehen sollte, dass ich sowieso nur noch liegen könnte und überhaupt keine Lebensqualität mehr hätte, hätte ich nichts dagegen, einfach ganz ruhig einzuschlafen.

Was mir mehr Sorge bereitet, ist der Gedanke, dass meine Eltern mal pflegebedürftig werden könnten (und wahrscheinlich auch irgendwann sein werden) und ich nicht weiß, ob und wie ich das aufgrund meiner eigenen gesundheitlichen Probleme bewältigen soll. Aber auch da wird sich sicher eine Lösung finden, darüber denken wir aber erst nach, wenn es soweit ist.

EQhemalidg!er Nut_zer A(#5751z56)


Eine Therapeutin sagte mir mal diesbezüglich ((plötzlicher) Tod), ich solle dankbar sein, für die Zeit, die ich mit bestimmten Menschen verbringe und das Positive stets vor Augen haben. Sie meinte, es sei ein Prozess, der gut abgeschlossen werden kann. Naja, ich weiß ja nicht. Ich war kein einziges Mal mehr auf einem der Gräber, auch wenn ich die 3 recht gut kannte. Selbst bei meiner verehrten Großmutter (sie starb vor einem Jahr) war ich nur zwei Mal auf dem Grab.

Gräber haben für mich so etwas "Endültiges", dabei glaube ich daran, dass liebe Menschen in einem Selbst weiterleben. Deshalb meide ich Friedhöfe, es hat für mich nichts Friedliches.

Hm KG1980, ich hab mal aufgeschnappt, es gibt einen immensen Unterschied zwischen allein vs. einsam sein.

Allein ist prinzipiell niemand von uns, man kann in den Park, ins Kino, überall sind Menschen.

Einsam kommt, denke ich, tief aus einem selbst heraus. Hast Du Dir evtl. mal überlegt, eine Therapie zu machen und Dir professionellen Rat zu diesen (Existenz-)Ängsten zu suchen?

Vielleicht gelingt es Dir ja, aus den vagen Freundschaften Festere zu gestalten! Viel Glück @:)

Es ist ja eine zweiseitige Sache, die Freundschaft.

So, jetzt hab ich genug klug dahergeredet, im Ratschläge geben, bin ich immer gut gewesen... ;-)

JBuli'-Sxonne_


Kenne ich auch gut.

Als meine über alles geliebte Oma ihren 90. Geburtstag feierte, dachte ich mir zum ca. 20. mal, dies könnte ihr letzter sein. 4 Monate später verstarb sie.

Bei meinen Eltern ist es ähnlich. Mein Vater war, als ich kleine war, der beste Vater der Welt für mich, er hatte wirklich alles für mich getan. Dann kamen Jahrzehnte, in denen wir keinen guten Draht hatte und mir ihr Leben egal war, so hart sich das anhört.

Seit einiger Zeit ist meine Mutter mir wieder eine richtige Mutter. Das habe ich zuvor nie erleben dürfen und damit kommt auch die Angst. Die Angst, dass ihr etwas passieren könnte. Sie ist Anfang 60 und hatte schon Krebs einschließlich Chemos und Stammzellen Übertragung. Es kann jederzeit wieder ausbrechen.

Meinen Vater hasste ich, er hatte sich so verändert und ich ertrug seine Gegenwart nicht mehr. Nun ist es anders geworden. Plötzlich mache ich mir Sorgen, ob er dieses Jahr überleben wird. Er hat ein sehr schwaches Herz, ist oft im Krankenhaus. Heute Abend kommt er mit dem Krankenwagen nach Hause, da er nicht mehr im Auto sitzen kann. Es kann besser werden, aber auch schlimmer. Und diese jetzige Sache hat nichts mit dem Herzen zu tun. Er würde gegen Ende des Jahres 70 Jahre werden und keiner weiß, ob wir den noch feiern werden.

Auch habe ich schon zwei jüngere Menschen verloren, dessen Tod ich bis heute nicht verarbeiten konnte. Mein Bruder ging freiwillig mit 29 Jahren und mein bester Freund starb mit 32 Jahren durch einen unverschuldeten Verkehrsunfall. Dazu meine Sternenkinder.

Ich selbst habe keine Angst vor meinem eigenen Tod. Ich freue mich darauf, alle Verstorbenen wieder zu sehen und sollte das nicht geschehen, ist es auch egal, da man dann sowieso nichts mehr mitbekommt.

Versuche, die verbleibende Zeit zu genießen. Sie kann noch 20 Jahre oder auch länger leben und es wäre schade, wenn du diese Zeit mit Sorgen und Ängsten verschwenden würdest.

KlG41(980


Hm KG1980, ich hab mal aufgeschnappt, es gibt einen immensen Unterschied zwischen allein vs. einsam sein.

Allein ist prinzipiell niemand von uns, man kann in den Park, ins Kino, überall sind Menschen.

Einsam kommt, denke ich, tief aus einem selbst heraus. Hast Du Dir evtl. mal überlegt, eine Therapie zu machen und Dir professionellen Rat zu diesen (Existenz-)Ängsten zu suchen?

Vielleicht gelingt es Dir ja, aus den vagen Freundschaften Festere zu gestalten! Viel Glück @:)

Es ist ja eine zweiseitige Sache, die Freundschaft.

So, jetzt hab ich genug klug dahergeredet, im Ratschläge geben, bin ich immer gut gewesen... ;-)

Ja, da hast du recht. Alleine ist wohl das falsche Wort, einsam trifft es eher.

Über eine Therapie nachgedacht habe ich bereits. Allerdings bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ich keine machen möchte. Denn egal, ob ich Angst davor habe oder nicht, eines Tages kommt ohnehin der Tag X. Und vielleicht bin ich dann stärker als gedacht, wer weiß. Und wenn nicht, so ist dann immer noch Zeit, sich professionelle Hilfe zu suchen.

Ja, vielleicht gelingt mir die Sache mit den Freundschaften. Danke. :-)

Kluge Ratschläge an andere verteilen kann ich übrigens auch prima. ;-D @:)

S;teph^-B/ountxy


Hallo liebe KG, liebe Texas,.....

Ich kann euch noch "toppen" - ich bin (fast) 45, mein Vater wird dieses Jahr 67, meine Mutter 64. Meine Mutter hat Krebs. Mein Vater arbeitet auch noch (soviel zum Lebensabend genießen! Ich bin richtig erschrocken wieviele Väter mich mit 70 arbeiten!!). Ich selbst bin alleinerziehend und habe einen acht jährigen Sohn. Wenn meine Eltern nicht mehr wären und ich auch nicht - er wäre ganz alleine!! Ich habe keine Geschwister, er auch nicht. Der Erzeuger ist ein Idiot und mein Kind will keinen Kontakt (kann ich so gut verstehen!!!).... Klar habe ich Freundinnen - aber sie haben alle ihr eigenes Leben und einem weiter weg...

Alias 718676


Bin also wenigstens nicht alleine mit diesen Gedanken und Ängsten.

Danke für eure Beiträge @:)

Bin froh, wenn ich mich hier mal darüber austauschen kann, denn mit denen, die es indirekt betrifft, mag ich darüber eher nicht reden. Schließlich geht es ja um deren mögliches Ableben und ich habe schon manchmal ein schlechtes Gewissen, dass ich mit jedem Jahr mehr damit rechne.

Wie furchtbar.

Interessanterweise konnte ich den Tod meiner Eltern und Großeltern übrigens relativ gut akzeptieren. Es tat natürlich weh und ich vermisse sie heute noch, aber auch wenn ich sie alle relativ früh verloren habe (alle noch vor Erreichen der eigenen Volljährigkeit), war es irgendwie ok. So vom Ablauf. Kinder überleben ihre Großeltern und Eltern in der Regel nun mal.

Aber was meine wichtigste Bezugsperson jetzt angeht, da komme ich mit der Vorstellung überhaupt nicht klar. Vielleicht weil sie kein Eltern- oder Großelternteil ist, sondern jemand den ich erst später kennengelernt habe und mir der Aspekt, dass ich auch sie irgendwann los lassen muss, nicht von Anfang an so bewusst war. Selbst die Vorstellung, dass uns noch 20 Jahre bleiben können, tröstet mich nicht wirklich, weil ich mich selbst dann erst in der Mitte meines eigenen Lebens befinden werde.

Mich macht die Vorstellung traurig, wie viel Leben für mich noch übrig sein wird, wenn sie mal nicht mehr ist.

So viel Leben.

So viel Leben, dass ich nicht mehr mit ihr teilen können werde.

So viel Leben ohne sie.

Unerträglich, der Gedanke.

:°(

GooldenGOldixe


Mir geht's ganz genau so. Ich werde bald 35, mein Vater wird dieses Jahr 61, meine Mutter 60. Beide haben Wehwehchen, stehen aber voll im Leben. Aber ich habe seit 2-3 Jahren starke Verlustangst, Angst vor dem Tod der Eltern. Ich habe auch keine Geschwister, keinen Freund...Fühle mich auch einsam und allein.

Ich kann allerdings sagen, dass ich die Zeit mit meinen Eltern sehr nutze. Wir telefonieren täglich und unternehmen auch am Wochenende oft was gemeinsam (Sportveranstaltungen, Konzerte, Städtetrips, etc). Ich hänge jetzt nicht an ihrem Rockzipfel, aber wenn ich ganz allein wäre hab ich schon Angst wie mein Leben aussehen wird und wie ich ohne ihre Ratschläge zurecht komme.

Meistens macht man sich ja vorher immer viel zu viele Gedanken, es kommt dann sowieso ganz anders und man ist auch stärker als man glaubt. Trotzdem habe ich riesen Angst vor ihrem Tod.

E2h;emaliger INutze1r (#5x75156)


Mich macht die Vorstellung traurig, wie viel Leben für mich noch übrig sein wird, wenn sie mal nicht mehr ist.

Alias

Mir ist da gerade unvermittelt "Geboren um zu Leben" von Unheilig eingefallen.

Glaubst Du an Gott oder irgendetwas? Viele beruhigt die Vorstellung, dass in einem höheren metaphysischen Leben die wahre Erfüllung liegt. (Natürlich nicht zu verwechseln mit Todessehnsucht..)

Vielleicht ist es aber auch so, dass alle darauf hinfiebern und einfach gar nix danach ist. Wer weiß es schon? Alias818676, kannst Du denn noch den Moment (mit von Dir besagter Person) genießen, oder schwingt der Sterbe-Todesgedanke jedes Mal mit? Du hast schon viel Verlust erleiden müssen, dieser Endzeitgedanke ist aber doch zermürbend..Jedes schöne Erlebnis hat das Damoklesschwert über sich, das kann es doch nicht sein..

Vielleicht hast Du Deine geliebte Person zu DER Person erklärt, die Dir alles ist...ganz schön viel Verantwortung für eine Person, oder? Bitte, ich möchte Dir in keinster Weise zu nahe treten, Alias818676. @:)

Meistens macht man sich ja vorher immer viel zu viele Gedanken, es kommt dann sowieso ganz anders und man ist auch stärker als man glaubt.

GoldenOldie

:)= :)^

Alias 718676


Glaubst Du an Gott oder irgendetwas?

Nein, leider nicht. Das würde es sicher etwas leichter machen. Aber ich habe keinerlei Hoffnung auf ein wie auch immer geartetes Leben nach dem Tod oder gar ein "Wiedersehen".

kannst Du denn noch den Moment (mit von Dir besagter Person) genießen, oder schwingt der Sterbe-Todesgedanke jedes Mal mit?

Nein, der schwingt zum Glück (noch) nicht jedes Mal mit. Noch ist sie ja auch "erst" 69. Und zwischen 70 und 80 bleibt uns auch noch viel Zeit. Noch kann ich mir das sagen (einreden). Aber wenn sie mal 80 ist?

Dann wird die Luft dünn...

Ich kann die Zeit aktuell zum Glück schon noch genießen. Vor allem den Moment. Aber ich ertappe mich immer öfter dabei, im Anschluss an schöne Unternehmungen zu denken: Könnte das letzte Mal gewesen sein :-(

Gerade nach Anlässen, die nur einmal im Jahr stattfinden (Weihnachten, Geburtstag usw.) Und ich fange eben an zu zählen :(v Das ist so makaber. Wie oft werden wir wohl noch Weihnachten feiern. Wie viele Geburtstage. Wie viele Sommer gemeinsam erleben... Ich zähle immer bis 100 und das ist ja schon sehr optimistisch, um es mal vorsichtig auszudrücken.

Es geht ja auch nicht nur darum, dass sie irgendwie noch am Leben ist. Sie kann ja 99 werden. Nur, wie? In ihrer Familie gibt es z.B. viele Fälle von Demenz und wenn sie inzwischen mal etwas vergisst, dann ist da sofort die Angst. Und eben der Gedanke, dass uns nicht mehr viele Jahre wie die letzten bleiben werden.

Egoistische Gedanken, ich weiß. Ich schäme mich auch dafür.

Vielleicht hast Du Deine geliebte Person zu DER Person erklärt, die Dir alles ist...ganz schön viel Verantwortung für eine Person, oder?

Ja, vermutlich vereint sie alle und alles in sich, was ich bereits verloren habe.

Nicht gut, ich weiß.

Alleine oder einsam wäre ich ohne sie übrigens nicht. Ich lebe in einer Beziehung und habe auch andere Freunde. Aber ein Leben ohne sie, das erscheint mir unvorstellbar. Mit ihr teile ich einfach alles, sie frage ich um Rat und sie weiß alles über mich. Niemand kennt mich so lange und so gut wie sie.

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