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Wie starke emotionale Abhängigkeit überwinden? (Borderline)

tkraumctaeNn0ze5rin12x3 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Ich bin 32 Jahre alt und habe die Diagnose Borderline Persönlichkeitsstörung. Was bei mir an Symptomen immer sehr ausgeprägt war, ist das Gefühl innerer Leere und das gestörte Beziehungsempfinden/-verhalten. Mein letzter Freund hat mich nach 5 Jahren schlimmster Demütigungen dann verlassen, und ich hab das nur überlebt, indem ich ungeplant von einer kurzen Affäre schwanger wurde (bitte urteilt nicht über meine Moral). Ich war so erfüllt von Liebe zu diesem Kind, dass ich mein Leben ganz gut in den Griff bekommen habe. Für es wollte ich alles richtig machen. Nun ist mein Sohn 4 und natürlich liebe ich ihn immer noch wahnsinnig, aber er fordert einfach nicht mehr diese totale 24h Aufmerksamkeit ein wie ein Baby, er geht in den Kindergarten, wird immer selbstständiger...und ich finde mich wieder in einer ähnlichen Situation wie in meiner letzten Beziehung. Seit mein Sohn 1 ist, habe ich eine mehr oder weniger lose Affäre mit einem ehemaligen Studienkollegen. Ich war überhaupt nicht auf der Suche nach jemandem, aber er ist mir über ein Jahr lang nachgerannt und hat nicht locker gelassen, bis ich mich dann halt doch auf ihn eingelassen habe. Anfangs war es sehr schön, liebevoll, respektvoll. Er hat allerdings dann, als ich mich schon auf ihn eingelassen hatte, festgestellt, dass er keine Beziehung mit mir will sondern nur eine Affäre. In unserem Zusammensein geht es aber weder nur rein ums Körperliche, noch kann man das Ganze als eine Freundschaft bezeichnen...ich glaube, es geht ihm darum, dass er so keine Verantwortung übernehmen muss und sich außerdem noch mit anderen Frauen treffen kann. Eigentlich hätte ich an dem Punkt schon aussteigen müssen, denn ich hatte einen anderen Eindruck von ihm, wie er mich umgarnt hat und schließlich mein Vertrauen gewonnen. Seit ca. einem Jahr laufe ich ihm nun nach, ertrage eine Demütigung nach der anderen (andere Frauen kommen und gehen...), er behandelt mich gleichgültig und herablassend und kritisiert alles, was ich sage und tue. Ich hasse diejenige, in die ich mich wieder verwandelt habe. Und doch komme ich einfach nicht von ihm los. Und von ihm kommt immer gerade so viel, dass ich wieder Hoffnung habe. Ich schaffe es nicht, den Kontakt abzubrechen. Ich bin auch in Therapie, aber meine Therapeutin sagt mir nichts Sinnvolles dazu, ich soll meinen Selbstwert stärken. Ja toll, aber wie? Wenn ich mir selber vorsagen soll, was ich gut kann und was an mir gut ist, dann ist es eben so, als wenn ich mir selbst Lügen erzählte. Mittlerweile kreisen meine Gedanken 24h um ihn, ich kann mich nicht ablenken, mit nichts. Ich mache mir Sorgen, wie das weitergehen soll. Hat jemand vielleicht Ähnliches erlebt, in der speziellen Borderliner-Problematik? "Normale" Beziehungstipps helfen herzlich wenig...hat jemand für mich vielleicht irgendeinen Hinweis, einen Ratschlag, wie ich es schaffen könnte, aus der emotionalen Abhängigkeit zu kommen?

Danke!

P.S.: Mein Sohn kriegt von dem Ganzen nichts mit, er kennt ihn nur als guten Freund, ich wollte nicht, dass er was von einer Partnerschaft mitkriegt, solang es nicht sicher ist, dass derjenige länger in unseren Leben bleibt...also ihm gehts soweit gut.

Antworten
P3lüscChobies8t


Hm, weit weg ziehen ist keine Lösung? ":/

Such dir einen neuen Freund., dann kannst du den alten im die Wüste schicken.

tlraum:t8aenzeyrinx123


Wir wohnen eh schon in unterschiedlichen Städten, dazu ist er berufsbedingt immer viel unterwegs. Das macht mich ja noch dazu wahnsinnig, weil Treffen vereinbaren immer so schwierig ist und ich in meiner Verzweiflung dann das Gefühl habe, ich müsste mehr tun, mehr da sein oder in seine Stadt umziehen (was aber aus mehreren Gründen schwierig ist)...wenn ich daran denke, wie ich vor dem Kind war - da wäre ich schon längst umgezogen und wäre ihm überall hin nachgefahren, hätte ihn angebettelt, ihn mit Anrufen bombardiert...so geht das jetzt halt sowieso nicht. Naja und das mit dem neuen Freund, ich hab das auch schon überlegt, aber so leicht ist das wieder nicht, wenn man ein Kind hat, ich kann nicht abends rausgehen und mir einfach den nächstbesten nehmen. Ich habe schon überlegt, ob mir jemand einfallen würde, aber ich bin ja noch viel zu viel auf ihn fixiert, als dass ich mich auf jemanden einlassen könnte.

LDichtAm&Horizoxnt


Da hilft nur: Kontakt beenden und "Entzugserscheinungen" ertragen.

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