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Mein Leben

pbolar:winter hat die Diskussion gestartet


Ich möchte, da ich in diesem Forum bereits viele nützliche Rückmeldungen erhalten habe, versuchen, meine "Lebensgeschichte" aufzuschreiben. Versucht habe ich das schon mehrere Male und habe jedes Mal abgebrochen.

Dennoch denke ich, dass ich es "brauche", mal alles niederzuschreiben. Auch damit ich selbst die verschiedenen Stationen meines Lebens mal vor Augen sehe und besser verstehen kann, warum ich heute so fühle, wie ich eben fühle.

Begonnen hat mein Leben [1995]. Ich war ein "ungeplantes Wunschkind", d. h. meine Eltern haben nicht verhütet, waren dann aber auch nicht völlig entsetzt, als ich enstand. Die ersten Jahre meines Lebens waren normal. Ich bin relativ isoliert aufgewachsen, da meine Eltern mich nicht in den Kindergarten gesteckt haben. Ich war immer zuhause bei meiner Mutter und hatte außer mit den Nachbarskindern hin und wieder eher wenig Kontakt mit Gleichaltrigen. 1998 wurde meine Schwester geboren. Wir hatten schon als Kinder ein super Verhältnis, aber außer mit ihr hatte ich bis zu meiner Einschulung wie gesagt kaum soziale Kontakte.

Grundschule war in Ordnung. Ich hatte gute Noten, habe nie Ärger gemacht. War aber immer still und introvertiert und konnte mich nicht wehren, wenn ich von anderen geärgert wurde. Trotz meiner Introvertiertheit war ich dennoch relativ gut in den Klassenverband integriert.

Als ich in der dritten Klasse war, änderte sich in meinem Leben dann einiges. Meine Mutter verließ meinen Vater, nachdem sie sich in einen Mann verliebt hatte, den sie online kennen gelernt hatte. Meine Mutter ist dann mit mir (damals 8) und meiner Schwester (4) ein ganzes Stück weit weg gezogen.

Anfangs stand ich dieser massiven Veränderung sehr locker gegenüber. Zum einen hatte ich nie eine so enge Beziehung zu meinem Vater, weshalb mich die Entfernung wenig interessierte. Zum anderen fühlte ich mich in der neuen Stadt, in der neuen Wohnung wohl. Wahrscheinlich ist es irgendwo auch seltsam, dass ich mich dort wohl gefühlt habe, da ich in der neuen Schule eher schlecht zurechtkam. Die neue Klassenlehrerin war strenger als meine frühere, der Unterricht war anders, und meine Introvertiertheit wurde scheinbar fehlinterpretiert, denn innerhalb einiger Wochen wurde ich vom "interessanten neuen Mitschüler" zum Mobbingopfer degradiert.

Ich wurde von den anderen ausgeschlossen, kaum einer wollte mit mir in einer Gruppe sein, einmal musste ich eine Strafarbeit schreiben weil jemand behauptet hatte, ich hätte auf sein Pausenbrot gespuckt, und einmal wurde ich "aus Versehen" in der Toilette eingesperrt und musste eine Stunde warten bis mich jemand befreite.

Meine Beliebtheit stieg nicht gerade an durch die Tatsache, dass wir kaum Geld hatten und ich mir keine neuen Sachen leisten konnte und es mir oft auch an Unterrichtsmaterial fehlte und so oft in Situationen kam, wo ich meine Mitschüler bitten musste, mir ihre Stifte/Schere/wasauchimmer zu leihen und keiner an meinem Tisch bereit war, mich ihre Sachen benutzen zu lassen. Rückblickend denke ich, dass ich zum Teil selbst schuld war an dieser Situation, wenn man in dem Alter von "Schuld" sprechen kann. Meine Schüchternheit und Zurückgezogenheit, gepaart mit meiner leicht besserwisserischen Art muss auf meine Mitschüler damals arrogant gewirkt haben, auch wenn es nie so gemeint war.

Das war auch die Zeit, als die Dinge anfingen, ernst zu werden. Ich vermute, dass es damit anfing, dass meine Mutter und ihr neuer Freund sich trennten, was dazu führte, dass meine Mutter in schwere Depressionen verfiel und anfing zu trinken. Von da an war ich ziemlich auf mich allein gestellt.

Tagsüber hat meine Mutter "funktioniert", aber nachts saß sie in der Küche und hat getrunken und ich habe sie oft stundenlang telefonieren hören. Manchmal habe ich etwas von dem aufgeschnappt, was sie gesagt hat, und diese Dinge haben mich verunsichert und mir Angst gemacht.

Ich habe mich damals schon sehr um meine jüngere Schwester gekümmert um meine Mutter etwas zu entlasten. Im Nachhinein weiß ich nicht ob ich den Gedanken gut finde, dass ein Achtjähriger alleine mit seiner vierjährigen Schwester in der Stadt unterwegs ist. Damals fand ich das normal und hielt mich für "erwachsen" genug um die Verantwortung für meine Schwester zu tragen.

Meine Schwester und ich waren auch nachts oft alleine, weil meine Mutter anfing, in einer Bar zu arbeiten. Später dann auch, weil sie sich in ihrer Einsamkeit mit irgendwelchen Männern traf, die sie über Kontaktbörsen kennen gelernt hatte. Es gab damals einen Mann, einen Bekannten meiner Mutter, der manchmal nachts auf meine Schwester und mich aufpasste. Dieser Mann hat mich sexuell missbraucht. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass er mich wirklich angefasst hätte, aber er hat in meinem Beisein masturbiert und auch meine Hand geführt, damit ich ihn anfasse, und in meine Hand ejakuliert. Meiner Mutter habe ich davon nichts gesagt.

Als ich knapp zehn war, wachte ich nachts auf, weil in der Wohnung Schritte und Stimmen zu hören waren. Ich fand meine Mutter im Beisein von Sanitätern und einer Freundin in der Küche sitzen, mit verbundenen Handgelenken. Ich habe damals schon genug verstanden um zu wissen, was sie getan hatte.

Die Freundin meiner Mutter nahm meine Schwester und mich mit zu sich nach Hause, während meine Mutter ins Krankenhaus gebracht wurde. Wir lebten dann einige Wochen bei der Familie dieser Freundin, während meine Mutter in der Klinik war. In den Sommerferien holte mein Vater und meine Schwester und mich gegen den Willen unserer Mutter wieder zurück in unser altes Zuhause.

Über die nächsten Jahre kann ich schwer etwas sagen, weil ich mich da nicht an viel erinnere. Meine Mutter habe ich in dieser Zeit nur in den Ferien gesehen, worunter ich sehr litt, weil sie trotz allem immer meine Hauptbezugsperson gewesen war und mein Vater und ich nicht gut miteinander zurechtkamen.

Ich hatte niemanden, mit dem ich über das sprechen konnte, was mit meiner Mutter passiert war. Mein Vater sah sich dazu verpflichtet, mich darüber aufzuklären, was für ein "Stück Scheiße" meine Mutter sei, und mir immer wieder vor Augen zu halten, was für eine schlechte Mutter sie war.

In der Schule war ich wieder ein Außenseiter. Ich erinnere mich aus dieser Zeit hauptsächlich daran, dass ich einsam war und mich unverstanden gefühlt habe, dass mein Vater für mich unberechenbar war und ich nie wusste, wie ich es ihm recht machen sollte. Viel Positives aus dieser Zeit weiß ich nicht. Ich habe mich in meine Bücher geflüchtet, das half gegen die Einsamkeit.


(Beitrag auf Wunsch des FS editiert.]

Antworten
pkolarawin>texr


Meinen Vater habe ich als rationalen und verantwortungsbewussten, aber nicht sehr empathischen und dafür cholerischen Menschen in Erinnerung. In seinen Augen habe ich vieles falsch gemacht, was mir in dem Alter einfach noch nicht bewusst war oder hätte bewusst sein können. Deshalb war er für mich oft unberechenbar und ich wusste oft nicht, was ich falsch gemacht hatte. Er war sicher auch damit überfordert, Arbeit, Beziehung und zwei Kinder unter einen Hut zu bringen. Ich habe mir öfters eine Ohrfeige eingehandelt. Oft ohne zu verstehen, womit ich ihn diesmal gereizt hatte. Einmal ist er mir gegenüber komplett ausgerastet und hat mit einer Haarbürste auf mich eingeschlagen. Klingt vielleicht lächerlich, aber das Ding war aus sehr massivem Hartplastik und es hat mehr wehgetan als man erwarten würde.

Mit 13 fing ich an, mich zu ritzen. Ich kann nicht sagen ob etwas bestimmtes mich dazu bewegt hat, glaube aber, dass mit meiner beginnenden Unfähigkeit zusammenhing, Gefühle adäquat wahrzunehmen.

In mir machte sich in dem Alter eine Leere breit, mit der ich nicht umzugehen wusste. Mir selbst Schmerzen zuzufügen war ein Weg um überhaupt etwas zu fühlen.

Etwa zu dieser Zeit ist meine Mutter auch wieder zu uns in die Nähe gezogen. Das brachte sowohl Gutes als auch Schlechtes mit sich. In guten Phasen war meine Mutter fürsorglich, lustig und verständnisvoll - even so, wie ich sie aus meiner frühen Kindheit kannte. In schlechten Phasen war sie permanent betrunken, ließ mich und meine Schwester nachts allein, erzählte mir Details aus ihrer traumatischen Kindheit und von ihren Selbstmordgedanken.

Fast alles, woran ich mich aus dieser Zeit erinnere, ist einfach nur kalt und leer. Bestimmt gab es auch Positives, aber daran erinnere ich mich nicht.

Ich war so gesehen immer alleine und hatte niemandem, dem ich mich anvertrauen konnte. Meine damalige Klassenlehrerin hat gemerkt, dass etwas nicht stimmte und für mich einen Termin beim Jugendamt vereinbart. Mein Vater bekam das heraus und überzeugte mich, nicht hinzugehen.

Als ich 14 war und meine Schwester zehn, einigten meine Eltern sich darauf, dass meine Schwester und ich wieder zu unserer Mutter zogen, so dass unser Vater einen besseren Job annehmen konnte ohne dass wir wir Wohnort und Schule wechseln mussten. Das war in manchen Aspekten für mich besser, weil ich mit meiner Mutter besser zurechtkam, was das Charakterliche anging, und von ihr nicht diesen Druck bekam, den mein Vater auf mich ausübte. Gleichzeitig musste ich immer wieder die Abstürze meiner Mutter miterleben, während ich versuchte, meine Schwester weitesgehend vor diesen Dingen zu beschützen, so dass sie unbeschwerter aufwachsen konnte.

Zu dieser Zeit fing ich zum einen an, meine ersten Erfahrungen mit Alkohol und Drogen zu machen, und zum anderen fing ich an, meine Sexualität zu entdecken. Mit 15 hatte ich mein erstes Mal mit einem Kumpel von mir. Die anfänglichen positiven Erfahrungen wurden davon überschattet, dass ich noch im selben Jahr unter Alkoholeinfluss von drei Bekannten zum Sex genötigt, als sozusagen vergewaltigt wurde.

Danach habe ich mich noch mehr zurückgezogen als vorher schon und auch körperlich niemanden an mich heran gelassen.

Erst mit 18/19 fing ich an, wieder unter Leute zu gehen und meine Sexualität auszuleben. Sex war für mich eine Möglichkeit, ewas Intensives wahrzunehmen, was ich sonst auf keiner Ebene konnte. Trotz einiger positiven Erfahrungen wurde ich in der Zeit erneut Opfer sexueller Übergriffe. Erst Jahre später wurde mir bewusst, dass das so war. Trotzdem fing ich an, regelmäßig und mit wechselnden Partnern Sex zu haben. Mir ging es nie um etwas Romantisches, eine Beziehung wollte ich auch nie. Ich will einfach etwas fühlen, auch wenn es etwas Negatives ist.

Ich habe mit 18 angefangen zu studieren. Bin mit 19 von zuhause ausgezogen. Meine Schwester wohnt offiziell noch zuhause, ist aber fast immer bei ihrem Freund, worüber ich froh bin. Sie hat wie ich mit Depressionen zu kämpfen.

Ich mache seit letztem Sommer eine ambulante Therapie. Nehme Antidepressiva. Und hoffe, dass irgendwann einmal irgendetwas besser wird.

In meinem Leben ist das Problem nicht, dass ich viel Schlechtes erfahren hätte, sondern viel mehr, dass wenig Positives da war, und dass ich zu früh erwachsen werden musste und zu viel Verantwortung tragen musste, und dass nie jemand für mich da war und mir etwas von dieser Last abgenommen hat.

Ich weiß nicht wofür ich lebe und mir fehlt oft die Kraft um halbwegs positiv in die Zukunft zu schauen.

Ich will dankbar sein, dafür dass ich lebe und dass ich gesund bin, denn das ist nicht selbstverständlich.

Aber Dankbarkeit zu empfinden ist ein schwieriges Unterfangen, wenn man kaum imstande ist, etwas zu fühlen, und wenn man auf sein Leben zurückblickt und nur einen Haufen Scheiße sieht, und in der Zukunft nur Leere sieht, weil man keine Vorstellung davon hat, was sein kann.

C1omrxan


Wow ... :-X

Alles, was ich dazu sagen kann, ist: dein Leben hat gerade erst angefangen und du hast noch geschätzte 60 Jahre Zeit, ein besseres zu führen als die ersten 20.

Sagt sich leicht, wenn man nicht mitfühlen kann, was so eine Kindheit für Spuren hinterlässt.

Ich hoffe nur, dass du das lange Leben vor dir als Chance begreifst und du eines Tages sagen kannst: mir geht's gut. :)*

K@lxeio


polarwinter

Da hast Du ja schon einiges durchgemacht.

Ich mache seit letztem Sommer eine ambulante Therapie. Nehme Antidepressiva. Und hoffe, dass irgendwann einmal irgendetwas besser wird.

Was soll denn besser werden?

In meinem Leben ist das Problem nicht, dass ich viel Schlechtes erfahren hätte, sondern viel mehr, dass wenig Positives da war, und dass ich zu früh erwachsen werden musste und zu viel Verantwortung tragen musste, und dass nie jemand für mich da war und mir etwas von dieser Last abgenommen hat.

Ja, daran lässt sich leider nichts mehr ändern. Dafür hast Du jetzt die Chance ergriffen, in der Therapie zu lernen, für Dich selbst da zu sein, oder?

Ich weiß nicht wofür ich lebe und mir fehlt oft die Kraft um halbwegs positiv in die Zukunft zu schauen.

Wofür möchtest Du denn leben? Was glaubst Du wäre für Dich positiv in der nahen und fernen Zukunft?

Aber Dankbarkeit zu empfinden ist ein schwieriges Unterfangen, wenn man kaum imstande ist, etwas zu fühlen, und wenn man auf sein Leben zurückblickt und nur einen Haufen Scheiße sieht, und in der Zukunft nur Leere sieht, weil man keine Vorstellung davon hat, was sein kann.

Wenn ich Dich richtig verstehe, dann ist Dein Leben jetzt gar nicht so Scheiße und dass die Depression von den Umständen in Deiner Kindheit kommt. Das hieße ja, dass Du jetzt zumindest neutrale Erlebnisse hast oder auch positive sammeln könntest, um sie in die Waagschale zu werfen, oder?

p&olaFrwinUtexr


Danke, dass ihr das alles durchgelesen habt.

Meine derzeitigen Lebensumstände sind nicht direkt bemängelbar.

Ich habe es inzwischen ganz gut gelernt, mich von äußeren

Einflüssen, die mir schaden (= meine Eltern) abzuschirmen.

Ich bin niemand, der ständig an Vergangenes denkt und sich in

Selbstmitleid suhlt wegen Dingen, die vor x Jahren passiert sind.

Im Grunde habe ich erst in der Therapie angefangen, mich mit

dem Gedanken auseinanderzusetzen, dass ich nicht mit der

Einstellung leben kann, dass "jetzt" alles ok ist und die Vergangen-

heit keine Bedeutung mehr hat.

Die negativen Erfahrungen von früher haben mich emotional

kaputt gemacht.

Akut belastet mich nichts, aber es geht mir trotzdem nicht gut.

Ich kann nicht einmal sagen, wann es mir das letzte Mal gut ging.

Die Therapie hilft mir zwar gerade so, dass ich Alltägliches besser

meistern kann, aber ansonsten hat sie mich nicht groß weiter

gebracht. Eine Verlängerung, meinte mein Therapeut, könne ich

vergessen. Er hat mir nahegegt, über eine stationäre Therapie

nachzudenken.

Ich fühle mich, als würde mein Gehirn permanent auf Sparflamme

laufen. Der Großteil der Programme ist runtergefahren um einen

Zusammenbruch des Systems zu vermeiden. In regelmäißgen

Abständen kommt es zu Systemfehlern und ab und zu brennt

eine Sicherung durch.

In der Therapie wird nichts anderes gemacht als zu versuchen,

die Maschine trotz der hohen Fehlerzahl und beschädigten

Datein am Laufen zu halten.

Es fragt sich, wie viel Sinn dieser Ansatz hat und ob es nicht

besser wäre, dass Ding in den Müll zu werfen.

KJleixo


polarwinter

Die Therapie hilft mir zwar gerade so, dass ich Alltägliches besser

meistern kann, aber ansonsten hat sie mich nicht groß weiter

gebracht.

Seit wann machst Du denn die Therapie?

Eine Verlängerung, meinte mein Therapeut, könne ich

vergessen. Er hat mir nahegegt, über eine stationäre Therapie

nachzudenken.

Was heißt das konkret? Warum sollst Du eine stationäre Therapie machen?

Es fragt sich, wie viel Sinn dieser Ansatz hat und ob es nicht

besser wäre, dass Ding in den Müll zu werfen.

Warum? Du kannst Du ein neues System aufsetzen? Deswegen muss doch nicht die Maschine weggeschmissen werden.

p8olarXwintexr


Seit fünf Monaten ca.

Wenn die Stunden vorbei sind, stehe ich wieder alleine da.

Dann muss ich entweder alleine klarkommen oder ich

lasse mich stationär behandeln.

Ich weiß nicht, wie ein "neues System" funktionieren

könnte. Und meinem Therapeuten ist dazu auch

nichts eingefallen.

Ich vermute, dass Verhaltenstherapie für mich nicht der

richtige Ansatz ist. Mich bringt das alles nicht weiter.

KPleixo


polarwinter

Seit fünf Monaten ca.

Das ist alles?

Ich weiß nicht, wie ein "neues System" funktionieren könnte.

Aber eine Therapie ist doch genau dafür da, dass Du ein neues Verhalten lernst oder wenn nötig auch Traumata in der Vergangenheit aufzuarbeiten.

Und meinem Therapeuten ist dazu auch nichts eingefallen.

Das verstehe ich noch immer nicht. Hat der Therapeut gesagt, dass Du eine andere Art der Therapie machen sollst oder warum sollst Du in stationäre Behandlung gehen?

p(olar`wi}nter


Es geht darum, dass die Krankenkasse nur eine bestimmte

Anzahl an Stunden bezahlt. Es ging darum, was ich machen

soll, wenn diese Therapie vorbei ist.

Außer stationär bleiben mir da nicht viele Möglichkeiten.

Ich habe hier im Forum die Info bekommen, dass ich eine

weitere Therapie in Anspruch nehmen könnte, wenn es sich

um eine andere Therapieform handelt. Das stellt sich erst

aber als kompliziert dar, da ich zum Herbst hin wahrscheinlich

in eine andere Stadt ziehen werde, aber noch nicht weiß, wohin.

K&l*eio


polarwinter

Was sind also die Alternativen? Wie wirst Du vorgehen?

p6olarwLin:tePr


Viel machen kann ich diesbezüglich ja nicht.

Die Therapie zuende machen, und wenn ich merke,

dass ich überhaupt nicht zurechtkomme, dann

stationär.

K9leiyo


polarwinter

Was hat Dir denn in der Therapie bisher geholfen? Kannst Du etwas weiterhin anwenden bzw. auch selbst weiter daran arbeiten?

C4ofmrxan


Akut belastet mich nichts, aber es geht mir trotzdem nicht gut.

Ich kann nicht einmal sagen, wann es mir das letzte Mal gut ging.

Ich fühle mich, als würde mein Gehirn permanent auf Sparflamme

laufen. Der Großteil der Programme ist runtergefahren um einen

Eine Therapie soll ja auch ergründen und Türen öffnen. Es ist keine organische Korrektur wie eine Halsentzündung, die mit der richtigen Behandlung einfach weggehen.

Bei den oben genannten Zitaten gefällt mir, dass du für dich selbst erkennen kannst, dass du keine konkreten Mängel hast, die du abstellen musst. Objektiv ist dein Leben in Ordnung. Aber es bleibt dieses diffuse Gefühl, dass es nicht in Ordnung ist.

Meine persönliche Laienmeinung ist ja, dass so lange Scheiße, die du erlebt hast, zu einer Wahrnehmungsänderung führt. Dass deine Psyche in einer Art Abwehrhaltung bleibt - du weißt zwar, dass eigentlich alles in Ordnung ist, aber aus deiner schlechten Erfahrung heraus kannst du dieses Gefühl nicht zulassen, weil du diese Sicherheit nicht gewöhnt bist.

Ist nur eine Laienmeinung und die Therapeuten sind für so etwas viel besser ausgebildet. Aber überlasse dein Schicksal nicht allein den Therapeuten. Versuche auch selbst, den Zugang zu deinen Gefühlen zu finden. :)*

p/olarwIintxer


Die Therapie hat mir dahingehend geholfen, dass ich

zum einen überhaupt angefangen habe, einmal über

mich selbst zu sprechen. In den ersten Stunden war

es so, dass ich fast ausschließlich über die Probleme

anderer gesprochen habe oder aber einfach da saß

und nicht wusste, worüber ich überhaupt reden sollte.

Inzwischen fällt es mir leichter, über mich selbst als

Person zu reden. Wobei ich dabei immer noch meist

eher über Fakten als über Gefühle spreche.

Mein Gefühlsspektrum ist nach wie vor sehr begrenzt.

Ich kann sagen, dass mich etwas stresst oder dass

mich etwas nervt, aber abgesehen davon kann ich

kaum klare Gefühle benennen oder wahrnehmen.

Des Weiteren hilft mir die Therapie dabei, meinen Alltag

besser zu meistern und Dinge nicht mehr aufzuschieben

bis sich ein nicht mehr zu bewältgender Berg angehäuft

hat.

Mein Leben ist nun besser als es seit 13 Jahren war und

trotzdem habe ich Selbstmordgedanken und weiß nichts

mit mir anzufangen. Ich bin mir selbst fremd und die

Dinge, die mir helfen, mich selbst zu spüren, schaden mir

gleichzeitig.

Es ist Jahre her, dass ich "mich" das letzte Mal gespürt

habe.

K leixo


Des Weiteren hilft mir die Therapie dabei, meinen Alltag

besser zu meistern und Dinge nicht mehr aufzuschieben

bis sich ein nicht mehr zu bewältgender Berg angehäuft

hat.

Was sind das für Dinge?

Hast Du auch Bewältigungshilfen bekommen?

Mein Leben ist nun besser als es seit 13 Jahren war und

trotzdem habe ich Selbstmordgedanken und weiß nichts

mit mir anzufangen.

Wie meinst du das? In welchem Sinne weißt Du nicht mit Dir anzufangen?

Ich bin mir selbst fremd und die

Dinge, die mir helfen, mich selbst zu spüren, schaden mir

gleichzeitig.

Welche sind das, die Dir helfen und gleichzeitig schaden?

Es ist Jahre her, dass ich "mich" das letzte Mal gespürt

habe.

Wann war das? Woran kannst Du Dich da erinnern?

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