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Sport gegen Depressionen: Erfahrungen???

pwebbxy


Kann hier jemand vielleicht berichten, dass ihm der Sport wirklich gegen Depressionen hilft ???

ja, ich. Muss allerdings dazu sagen, dass ich momentan "aufgabenlos" bin und das meine Depressionen sehr verschlechtert hat.

Ich war 6 Wochen in der Klinik, danach gings mir gut nie wie. Doch leider ging es wieder bergab, weil ich danach einfach nichts zu tun hatte. Da ich eh abnehmen will, hab ich mir ein Ergometer bestellt. Fahre täglich 1-2 Stunden - so gehts mit der Stimmung rauf und mit dem Gewicht runter.

Ich kann nun echt nicht behaupten, dass mir der Sport Spaß macht, aber ich bin total stolz, wenn ich abends meine (mind.) 30 km weggefahren habe.

Ob dabei Endorphine ausgeschüttet werden, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass ICH dadurch, dass ich täglich wieder ein Ziel habe, aus meinen schlimmsten Depressionen rauskomme.

Für andere mag das eine andere Beschäftigung sein. Für mich ist es so ideal, weil ich in sehr schwierigen Zeiten keinen Antrieb habe, aus dem Haus zu gehen und mich so nur zum Radl "schleppen" muss.

Lange Rede, kurzer Sinn: mir hilfts. :-)

C4innMamonx4


Also mir hilft es definitiv. Vor allem Joggen finde ich sogar sehr hilfreich, weil es mir sehr hilft, den Kopf frei zu kriegen, und man schnell Fortschritte sieht, seine Ausdauer steigern kann, vor allem, wenn man keine hat ;-D . Das wirkt dann eher anregend und der Müdigkeit entgegen, finde ich. Will ich mich entspannen, finde ich leichtes Kraft-Training besser, das kann man ja auch gut zu Hause machen.

Das Wichtigste ist, glaube ich, dass man etwas findet, was man wirklich mag und wo das Durchhalten dann leicht fällt.

Klar gibt es auch immer mal wieder Rückschläge, das Letzte mal Joggen war ich bestimmt auch vor nem Monat oder so :=o , aber man darf sich einfach nicht entmutigen lassen.

Neue Gewohnheiten etablieren sich über Nacht, aber solange man öfter wieder aufs Pferd drauf findet, als man runter gefallen ist, ist Alles gut :)^ !

CIinna.moxn4


* nicht über Nacht

NoaJnni(77


Mir hilft Sport auch Null. Es ist nur eine Quälerei für mich, Endorphine schütte ich da nie aus. Dieses Hochgefühl kenne ich nicht.

Ich habs mit verschiedensten Dingen probiert, es bringt einfach nix. Eher fühle ich mich hinterher noch schlechter, weil es bei mir eben nicht so toll wirkt wie bei anderen. Also für mich ein reiner Stressfaktor.

C+alif4orniexrin


Hoppla, das ist aber ein sehr gewagter Argumentations-Bogen. Was du hier formulierst ist die These, dass Sportlosigkeit als Folgeschluss zu einer unheilbaren Depression führt (pathologische Sicht) und gleichzeitig zur dauerhaften Jammerigkeit (personale Sicht). Dazu möchte ich doch gerne einen Beweis sehen. Nicht, für die These von der (potenziellen) Wichtigkeit von Sport, sondern zur Schlussfolgerung, dass eine Depressionsbehandlung ohne sportliche Aktion zu keinerlei Verbesserung bei keinem Patienten sowie zur Haltung einer jammerigen Abhängigkeit führt.

die Meisten, die ich kenne (mit Depression), haben ohne eigenen Antrieb zu mehr Aktivität oder sonstigen Veränderungen in ihrem Leben NICHT aus der Depression gefunden (das meine ich im übrigen auch mit Eigenverantwortung). Dabei kann ich natürlich hier nicht für den Rest der Menschheit sprechen.

Es geht beim Sport auch darum, ein besseres Körpergefühl zu entwickeln, das gerade dem Depressiven oft abhanden gekommen ist, sei es durch Unter- oder Übergewicht, irreversible Schmerzen ect.

Mag ja sein , dass das auch mit Kunstherapie geht ;-)

Das Sport ein Allheilmittel ist, werde auch ich nicht behaupten.... aber ich denke, man könnte sich mehr Leid ersparen.

Wenn Sport für jemanden nur Belastung ist, würde ich sicherlich auch nicht dazu raten :|N

TxheBlaZckWi[doxw


So sehe ich es auch. Vorher hatte ich kein Körpergefühl und es war mir ziemlich egal, wie ich aussah, was ich anhatte. Aber durch den Sport ändert sich auch der Körper und man fängt wieder an, sich selber positiv wahrzunehmen.

Natürlich kann nicht jeder Mensch jede Sportart ausführen. Aber man kann verschiedene Dinge ausprobieren und sich langsam steigern.

sRunseLt_2x015


Ich wollte mich nochmal für all Eure Antworten bedanken!! @:)

Bis jetzt ist noch nichts passiert in Richtung Sport... aber der Plan steht. Klamotten zum Joggen sind schon zusammengesucht und ich hoffe, wenn das Wetter wieder besser wird... mal den Schweinehund überwinden zu können... falls ich Erfolge verzeichnen kann, sage ich Bescheid. ;-D

T-estrbale


ich empfinde Sport als zusätzlichen Stressfaktor. Es setzt mich unter Druck, ich empfinde keine Freude dabei. weder davor, noch danach geht es mir besser.

Sport soll ja eigentlich helfen, sein Gleichgewicht zu finden, aber ich empfinde es nur als Wettbewerb.

LtacPerBt/es8


Sport soll ja eigentlich helfen, sein Gleichgewicht zu finden

der Sport ist ja heutzutage geprägt von TV-Sportübertragungen, die Zeitungen sind voll von Profi+Regional- Sport. Das sind "Wettbewerbe". Die Sportbekleidung ist ein Milliardengeschäft. Sport hat die Neigung zum zwanghaften "Tun"

Es ist aber auch möglich, mit wenig Kosten, abgesehen von guten Schuhen und Kleidung, die Haustüre zu öffnen und einfach zügig

l o s z u g e h e n... wer das Glück hat findet in der Nähe die Natur. Das hat nichts mit Sport zu tun, sondern mit Bewegen.

In dieser Zeit ist es denkbar die Sinne zu öffnen um die Gegenwart wahrzunehmen.

Oder auch quälende Probleme durchzukauen. Durch die ausdauernde Bewegung schaffe ich einen seelischen Ausgleich. Zumindest im Ansatz gelingen manche hilfreiche Einfälle. Ein Bleistift und ein Heft dabei, könnten diese festhalten.

Ich mache das schon seit Jahren und denke daß mich dies vor der Verzweiflung gerettet hat.

Jeder muß es für sich selbst herausfinden. Überlasst den Begriff "Sport" den anderen...den "Gesunden" (Wobei durch den "Sport" schon viele Frühinvalide wurden)

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