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Lustlos, ausgelaugt und müde...

z}wer1gi2x5 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen. *:)

Erstmal zu mir.

Ich bin 30 Jahre alt, seit 7,5 Jahren verheiratet und habe zwei Kinder ( Sohn 6, Tochter 1). Beide Kinder waren langersehnte Wunschkinder.

Ich habe ein paar gute Freunde, stehe mitten im Leben und arbeite seit November wieder in meinem Beruf.

Eigentlich müsste ich glücklich sein, aber ich bin es gerade absolut nicht.

Ich liebe meinen Mann und meine Kinder, sehne mich aber einfach nach mehr Freizeit für mich. Ich komme einfach zu kurz... Mein Leben besteht nur noch aus Haushalt, Kinder und Arbeit.

Bin einfach nur noch unzufrieden mit mir und meinem Leben.

Fühle mich oft unverstanden, auch von meinem Mann, und allein obwohl ich gar nicht alleine bin.

Der Große ist sehr temperamentvoll und provoziert oft wo er kann, die kleine schmeißt sich nun nach hinten und schreit sich fest, wenn es nicht nach ihrem Willen geht. Und ich merke das ich nun gerade an meine Grenzen komme und einfach keine Lust mehr habe...

Die Arbeit ist zwar toll, habe eine sehr liebe Kollegin und eine sehr kinderliebe Chefin, aber seit meine Chefin vor ein paar Wochen ziemlich schlechte Laune hatte und mich den ganzen Nachmittag wegen Nichtigkeiten angemeckert hat, habe ich mittlerweile angst, dass ich irgendwas falsch mache und dann wieder so fertig gemacht werde...

Zudem habe ich mich vor vier Wochen mit einer Freundin total zerstritten. Die Fronten sind nach wie vor verhärtet. Wir grüßen uns wenn wir uns sehen, aber das wars auch.

Meine Eltern sind seit 1998 geschieden, jedoch seit 2006 wieder ein Paar, zumindest mehr oder weniger.

Meine Mutter leidet unter zwängen und somit ist das Zusammenleben mit ihr nicht leicht. Der Alltag meiner Eltern besteht aus gegenseitigem Schikanieren, fertig machen und betrügen/belügen.

Und auch das muss ich mir ständig anhören...

Ich hinterfrage momentan oft mein Leben, wünschte mir nochmal im Jahre 2004/2005 zu sein und frage mich wie mein Leben verlaufen wäre, wenn ich alles anders gemacht hätte... Dabei bereue ich nichts... Trotzdem hinterfrage ich momentan einfach alles...

Kann mir jemand helfen? Kennt das jemand? Wie komm ich da wieder raus?

Antworten
P[atrYickxBo


Hallo zwergi25,

Aus einer solchen Situation kann dir niemand raushelfen. Das kannst nur du schaffen. Deine Angehörigen können dich bei solchen Schritten im Leben jedoch immer unterstzützen. Als Mensch neigt man häufig dazu sein Leben zu hinterfragen, hast du schonmal mit deinem/ Ehe-man/frau drüber gesprochen?

Durch die allgemeine Winterdepression werden solche Gedanken auch nur noch schlimmer. Rauskommen aus sowas kannst du nur, wenn du dir darüber im klaren wirst wie gut es dir im Leben geht oder wenn du mit Menschen redest, die einen anderen Lebensweg eingeschlagen haben und es nicht so gut haben.

Klar wennn du aus diesem Loch nicht mehr rauskommst gibt es auch andere Hilfestellen.

[Link entfernt]

Da kannst du dich über die Depressionshilfe in Foren informieren. Also da sind auch Leute, die ganu das gleiche durchmachen wie du. Wäre eine Überlegung wert.

Ansonsten was auch helfen könnte: Professionelle Hilfe beim Psychiater. Aber sprich erstmal mit deinen Liebsten drüber. Kommunikation ist der Schlüssel für alles.

Wünsche dir noch viel Erfolg !

MHilc|hmanxn76


Ich denke die Summe macht's. Zu viele und andauernde Lasten drücken auch starke Schultern irgendwann nach unten. Ich denke über's durchhalten muss man dir nicht viel sagen, du hast ja schon einen 6-Jährigen. Kinder kosten phasenweise viel Kraft, und dass man sich gelegentlich ausmalt wie einfach das Leben ohne sie wäre halte ich für normal.

Aber wenn noch berufliche und private Probleme dazu kommen, dann kann's passieren dass man irgendwann nur noch auf dem Zahnfleisch daherkriecht. Irgendwann ein psychischer oder körperlicher Erschöpfungszustand welcher Art auch immer eintritt. Und selbst wenn unendlich Kraftreserven da wären (was sie nicht sind) hat es nicht viel Sinn ein Viertel des eigenen Lebens unter dem Motto "nur durchgehalten, mehr nicht" abzulegen.

Hast du deinen Zustand am dauernden Rande der Belastbarkeit deutlich kommuniziert? V.a. deinem Mann gegenüber? Evt. auch gegenüber der Familie? Wenn man an seine Grenzen stößt muss man irgendwann Prioritäten setzen, egal wie schwer das sein mag. Wenn dir z.B. gerade die Kraft zum Familienkummerkasten fehlt dann ist das eben so. Von empathischen Menschen im nahen Umfeld kann man auch in schwierigen Situationen ein wenig Rücksicht als mehrfachbelastete Mutter erwarten. Notfalls muss man diese Rücksicht vielleicht auf den eigenen Hinterbeinen und mit etwas zusammengekratztem Kampfeswillen einfordern.

Dass man als Mann die Situation der Frau nicht richtig verstehen kann ist nicht ungewöhnlich. Klassisches Paradebeispiel: Die Frau die von Termin zu Termin hetzt und der zu Hause den Großteil des Tages die Decke auf den Kopf fällt beneidet ihren Mann dafür dass er rauskommt, unter Kollegen ist und die Kinder nicht so lange hat. Der Mann hingegen beneidet die Frau dafür dass sie mehr daheim ist, nicht unter der Belastung des Hauptverdieners steht und die Kinder nicht nur zum ins Bett bringen sieht. Es ist nicht leicht sich in die Gegenseite reinzudenken. Aber man kann dran arbeiten. Und man kann gegenseitig versuchen Ausgleich zu schaffen. Aber dafür ist wichtig dass man die eigenen Befindlichkeiten klar und deutlich kommuniziert, nicht auf den vermeintlichen Vorteilen der Situation des Anderen rumhackt sondern verstehen lernt und zusammenarbeitet.

zjwe:rgix25


Danke für eure Antworten.

Ich hatte mit meinem Mann schon vorher gesprochen. Ich bin wegen der emetophobie und um meine verkorkste Kindheit aufzuarbeiten in psychologischer Behandlung.

Habe mich aufgerafft und nun zumindest das Thema mit der Freundin gestern endgültig geklärt.

Die Freundschaft besteht nicht mehr und das ist auch gut so. Diese Freundschaft

hat mir zu viel Kraft und Energie geraubt. Ewiges diskutieren, ständiges Vorschreiben wie ich was zu machen habe, und seit 6 Wochen, also seit unserem Streit, immer wieder Vorwürfe... Dem habe ich nun ein Ende gesetzt.

Vielleicht geht es nun wieder bergauf.

Morgen bin ich das erste mal alleine mit meiner Chefin am arbeiten. Hoffe, das ich ruhe bewahre, da ich ja leider schnell zur Hektik neige und das alles glatt läuft.

XUiraKixn


Lass dich einmal kurz virtuell drücken ok? :)_

Das klingt wirklich verdammt hart.

Bitte rede mit deinem Mann, dass er dir einen Teil der Arbeit abnimmt.

Er kann ja mal mit den Beiden kindern auf den Spielplatz.

Du wirfst die Waschmaschine an und gehst eine halbe Stunde in die Badewanne.

Du brauchst auch Zeit für dich.

Klar Mama sein ist wichtig, aber deine Kinder werden in 10 Jahren auch froh sein eine ausgeglichene nicht ausgebrannte Mama zu haben :)

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