» »

Meine Selbstbeherrschung ist nur noch ein Sieb – wie stopfen?

w6iWnterDsonnex 01


Wäre es denn vorstellbar, dass du dich um ein Altersheim für beide kümmerst?

Auf Dauer wirst du das ev. nicht leisten können ":/ , zwei Eltern die dement sind (hat der Vater auch Demenz? zumindest kann er ja aber seine Frau auch nicht betreuen, wenn er selbst Hilfe braucht) zu versorgen. Es wird dann auch irgendwann gefährlich für die alten Leutschen.

Ewhemaligezr Nuhtzeru (#57301N2)


Wintersonne 01

den beiden geht es gut Zuhause, sie bekommen alles was sie brauchen, ich wäre schon froh , wenn mein Vater eine Urlaubsvertretung bzw. Hilfe von außerhalb akzeptieren würde - er lehnt sogar die Rufhilfe ab.

Demenz ist bei ihm nicht diagnostiziert , ich hab nur manchmal in der letzten Zeit das Gefühl, dass es auch in die Richtung gehen könnte. Allerdings funktioniert sein Gedächtnis , wenn es um Dinge geht , die ihm wichtig sind- sehr gut . 8-) .

Das macht ja auch ein Stück von meiner Wut aus, dieses Gefühl des "Manipuliertwerdens", er hat mich damit in der Hand. Vielleicht kann ich es auch nicht mehr richtig einschätzen, keine Ahnung.

Er ist mündig, ich brauche seine Unterschrift, die gibt er nicht-also keine Rufhilfe - bin ja Tag und Nacht erreichbar. Ihm ist nicht bewußt, bzw. will er es nicht wahrhaben, dass ich einfach so langsam kräftemäßig ausrinne.

Mir geht es in diesem Thread einfach darum, wie ich mit meinen Emotionen umgehen kann und lernen kann mit der ganzen Situation so umzugehen , dass es uns allen gut geht damit. Kann ich auch nicht mehr- dann ist ein Heimplatz sowieso unumgänglich.

KSleDio


Porzellanseele

Aktuell brauche ich jetzt wirklich diese schnell zur Verfügung stehenden Maßnahmen.

Ja, ja, Du brauchst die ultimative Waffe.

Ich komme gar nicht mehr richtig runter , deshalb braucht es nicht mehr viel, um überzulaufen.

Wie stellst Du Dir das vor, wenn Du eigentlich ständig geladen bist?

Ich fahre fast täglich zu ihnen , mit Fahrt sind es so 8-9 Stunden , dazu kommt noch das Einkaufen, Arzt, Apotheke etca. was halt noch so zu erledigen ist. Er hat immer Wünsche . 8-)

Du bist also 8-9 Stunden von zu Hause weg und bei Deinen Eltern? Was tust du außer den erwähnten Sachen?

wginterEsondne x01


bin ja Tag und Nacht erreichbar.

wenn du gerne zur Entlastung eine Rufhilfe hättest, warum kannst du ihm nicht sagen, dass du eben nicht mehr Tag und Nacht erreichbar ist.

Das die Gefahr besteht, dass du ausbrennst und deswegen dringend Entlastung brauchst.

Kann es sein, dass das sich manipuliert fühlen sowas ist, wie eine Majionette? Er zieht an einem Faden und du musst springen?

Wenn ja ist glaube ich vielleicht nicht das Problem deine Emotionen "im Griff" zu haben, sondern Grenzen setzen und selbstbestimmt handeln. ":/

Dann würden sich deine Emotionen auch ev. wieder ändern. :)_

EWhe0malQigerY N`utzer (N#573x012)


Kleio

Ja, ja, Du brauchst die ultimative Waffe.

ja, naja vorübergehend, bis ich meine Auszeit bekomme. Ich kann die nicht herzaubern.

Ständig geladen ist jetzt vielleicht auch überspitzt, aber es beruhigt sich nicht mehr so völlig, solange ich bei ihnen bin, wenn ich bei mir zuhause die Tür zu mache , den Schlüssel umdrehe, dann kann ich ausatmen.

Was ich dann mache? Ich koche mir etwas, damit ich einmal am Tag warm esse, das hab ich eine zeitlang auch nicht mehr gemacht , aber das ziehe ich jetzt wirklich durch, dann aufräumen, mich um meinen Kater kümmern, duschen und endlich liegen ;-D . Etwas lesen, Musik hören und manchmal hier im Forum herumschmöckern. Mehr schaffe ich nicht mehr . Eigentlich , wenn ich mich gerade selber so lese, merke ich- dass ich einsam geworden bin - aber nicht unfreiwillig. Ich bin froh nicht mehr sprechen zu müssen , ich bin froh darüber, eine "Höhle" zu haben . Die brauche ich .

EphemealigeXr Nutze]r4 (#573012x)


Wenn ja ist glaube ich vielleicht nicht das Problem deine Emotionen "im Griff" zu haben, sondern Grenzen setzen und selbstbestimmt handeln. ":/

Dann würden sich deine Emotionen auch ev. wieder ändern. :)_

wintersonne 01

Ja, stimmt - ich komme da nur irgendwie nicht raus , strampel schon länger rum und eigentlich bin ich mittlerweile zu müde dafür.

Nlurar&ihyon


Ich bin froh nicht mehr sprechen zu müssen , ich bin froh darüber, eine "Höhle" zu haben . Die brauche ich .

Funtioniert aber auch nur begrenzt, wenn du deine negativen Gefühle mit in die Höhle schleppst. "Und morgen geht die ganze Scheiße von vorne los" Ich habe das auch sehr, sehr lange so gemacht. Irgendwann fühlte ich mich selbst in meiner Höhle auch nicht mehr sicher. Heute versuche ich, diese Höhle in mir selbst zu schaffen, was meistens (noch) nicht gut funktioniert. Aber die äußere Höhle ist eben auch mal einsturzgefährdet, und mitnehmen lässt sich diese auch nicht.

Außer den Skills, wie oben angesprochen, fällt mir nichts ein, was spontan helfen könnte. Andere Konzepte müssen eher erarbeitet werden und benötigen ihre Zeit, bis sie wirklich greifen.

Was ich dann mache? Ich koche mir etwas, damit ich einmal am Tag warm esse, das hab ich eine zeitlang auch nicht mehr gemacht , aber das ziehe ich jetzt wirklich durch, dann aufräumen, mich um meinen Kater kümmern, duschen und endlich liegen ;-D . Etwas lesen, Musik hören und manchmal hier im Forum herumschmöckern.

Reicht dir das denn wirklich?

EVhe=maliger `NutFzer (#x573012)


Nurarihyon

ja, die Höhle in sich selbst erschaffen, ich weiß wie du das meinst - die hat man ja dann auch immer mit und fühlt sich in sich geborgen .

Dafür muß ich zuerst die Sturmschäden beseitigen ;-)

Danke , mir tut es gerade gut , verstanden zu werden .

Heute versuche ich, diese Höhle in mir selbst zu schaffen, was meistens (noch) nicht gut funktioniert.

Aber du bist drann -fühlst du dich darin hin und wieder wohl ?

Reicht dir das denn wirklich?

Ehrlich gesagt nein, ich bin wirklich froh um die Ruhe, auf der anderen Seite möchte ich schon das Leben spüren, Kontakte haben, fotografieren, malen und auch noch so viel lernen. Das ist noch da- aber sehr brüchig. Die Müdigkeit ist stärker. Ich könnte mir schon noch ein wenig Zeit dafür nehmen, aber ich kann einfach nicht mehr, so unglaubwürdig es klingt.

N^u rarhihyon


Aber du bist drann -fühlst du dich darin hin und wieder wohl ?

Najaaaaa... (noch) nicht oft genug, aber immer öfter. Ich stehe da auch noch am Anfang meines Weges und suche nach gesünderen Ventilen und Skills, die mir helfen, wenn ich mal wieder eine mentale Kernschmelze durchmache. ;-D

Ehrlich gesagt nein, ich bin wirklich froh um die Ruhe, auf der anderen Seite möchte ich schon das Leben spüren, Kontakte haben, fotografieren, malen und auch noch so viel lernen. Das ist noch da- aber sehr brüchig. Die Müdigkeit ist stärker. Ich könnte mir schon noch ein wenig Zeit dafür nehmen, aber ich kann einfach nicht mehr, so unglaubwürdig es klingt.

Wieso glaubst du, dass es unglaubwürdig klingt? Es klingt halt nach einer Depression, oder zumindest einer depressiven Phase. In Anbetracht der Umstände schaffst du noch sehr viel, aber eben mehr für andere als für dich selber. Das Gleichgewicht ist einfach weg, und das gilt es wieder zu finden. Du hast faktisch kaum Ventile.

Kileio


Porzellanseele

ja, naja vorübergehend, bis ich meine Auszeit bekomme. Ich kann die nicht herzaubern.

Nein, kannst Du nicht. Das ist z. B. das, was ich meinem Coach letztes Jahr gesagt habe. ]:D Was ich alarmierend in Deinen Zeilen finde ist, dass Du eigentlich schon längst an Deinem Limit bist und Du Dir sagst – bis dann und dann noch muss ich funktionieren. Das kann so in die Hose gehen, dass es sich gewaschen hat. Es kann nämlich so schlimm werden, dass es ein Urlaub nicht mehr tut und wenn Du Dir Deinen Tagesablauf etwas genauer anschauen würdest, bin ich mir sicher, dass Du so schon ohne größeren Aufwand mehr Zeit verschaffen könntest, damit zumindest mal Deine Zeit für dich etwas ausbalancierter ist. Ich denke auch, dass es nicht so ein großer Aufwand wäre, die Einstellung zu Deinem Vater zu ändern, denn damit würdest Du Dir Dein Leben erleichtern und zu Dir stehen. Das braucht gar nicht so viel Zeit. Das kannst Du nicht wollen, dass Du in diese Abwärstspirale kommst, oder?

Was ich dann mache? Ich koche mir etwas, damit ich einmal am Tag warm esse, das hab ich eine zeitlang auch nicht mehr gemacht , aber das ziehe ich jetzt wirklich durch, dann aufräumen, mich um meinen Kater kümmern, duschen und endlich liegen ;-D . Etwas lesen, Musik hören und manchmal hier im Forum herumschmöckern. Mehr schaffe ich nicht mehr . Eigentlich , wenn ich mich gerade selber so lese, merke ich- dass ich einsam geworden bin - aber nicht unfreiwillig. Ich bin froh nicht mehr sprechen zu müssen , ich bin froh darüber, eine "Höhle" zu haben . Die brauche ich .

Ja, kann ich ganz gut verstehen. Du bist sehr wenig bei Dir und hälst gerade noch das notwendigste Aufrecht, damit Du am nächsten Tag aus dem Haus kommst und den Tag überstehst.

E/hema8liger{ Nutze1r (#5X730(12)


Nurarihyon

mentale Kernschmelze ;-D :)^

also heute ging es recht gut , hab mich einmal gezwickt auf die Schnelle und bin dann kurz geflüchtet .

Ich glaube auch, dass da jeder seinen Weg finden muß, aber es hilft wenn man das Gefühl hat, verstanden zu werden und ich merke, dass es gut für mich ist, darüber zu schreiben . Mir fehlen oft schlicht und einfach die Worte , es verkapselt sich dann in mir.

Wieso glaubst du, dass es unglaubwürdig klingt? Es klingt halt nach einer Depression, oder zumindest einer depressiven Phase.

Hm, naja schon möglich, dass es in diese Richtung geht , ich darf dem einfach noch nicht nachgeben. Irgendwie hab ich auch immer das Gefühl , mich entschuldigen zu müssen für diesen Emotionskrautsalat in mir.

Kleio

Das ist z. B. das, was ich meinem Coach letztes Jahr gesagt habe. ]:D

und hast du für dich einen Weg gefunden? :-)

Was ich alarmierend in Deinen Zeilen finde ist, dass Du eigentlich schon längst an Deinem Limit bist und Du Dir sagst – bis dann und dann noch muss ich funktionieren.

Ich weiß nicht , also schon sehr nahe am Limit aber es ist noch ein wenig Kraft da . Vielleicht auch, weil ich einfach muß, ich kann nicht meine Flügel hängen lassen. Auf der anderen Seite fehlt mir die Kraft für die Auseinandersetzung und das Organisieren -aber ich weiß , dass es sein muß. Ich bin auch feige- es macht mir Angst .

Ich denke auch, dass es nicht so ein großer Aufwand wäre, die Einstellung zu Deinem Vater zu ändern, denn damit würdest Du Dir Dein Leben erleichtern und zu Dir stehen.

Da stehe ich vor einer dicken Mauer , wie kann ich die einfach so ändern und in welche Richtung?

KUlexio


Porzellanseele

also heute ging es recht gut , hab mich einmal gezwickt auf die Schnelle und bin dann kurz geflüchtet .

Das klingt super! :)^

Ich glaube auch, dass da jeder seinen Weg finden muß, aber es hilft wenn man das Gefühl hat, verstanden zu werden und ich merke, dass es gut für mich ist, darüber zu schreiben . Mir fehlen oft schlicht und einfach die Worte , es verkapselt sich dann in mir.

Hast Du Dich bisher auch damit beschäftigt oder formulierst Du es jetzt das erste Mal für Dich?

Seit wann bist Du in dieser Situation?

und hast du für dich einen Weg gefunden? :-)

Ja, sicher, nur eben nicht wie der Satz klingt, also jetzt und dann geht schon wieder alles. ]:D

Bei Dir hört es sich so an, als hättest Du dieses Thema schon einmal durch und würdest jetzt eine "Ehrenrunde" machen. Ist das so?

Den Weg habe ich gefunden bzw. ich wusste auch von früher, welchen Weg ich hätte gehen müssen, nur habe ich es nicht getan, weil ich angefangen habe mich hinten an zu stellen und mir immer wieder sagte: Du funktionierst noch, das geht noch und einige Monate geht das noch. Ich weiß nicht, wie viele Tage ich letztes Jahr bis Oktober ohne Ärger und Wut war, aber es waren nicht viele. Was für eine vergeudete Zeit. Ich wusste genau, dass das nicht gut war und trotzdem habe ich es getan. Ich habe damit vor ca. 8 Jahren angefangen und es hat viel passieren müssen, damit ich letztes Jahr gesagt habe: nein, bis da hin und nicht weiter und ein Punkt ist bei mir auch Familie. Seit einigen Monaten habe ich den Eindruck, als hätte ich eine andere Brille auf und das ist ja auch so, denn ich wollte mir gewisse Dinge nicht mehr antun. Diese Entscheidung war notwendig und dann sind gewisse Optionen auch nicht mehr realistisch und umgekehrt andere wieder völlig innerhalb meines Bewegungsrahmens.

Da stehe ich vor einer dicken Mauer , wie kann ich die einfach so ändern und in welche Richtung?

So war das nicht gemeint, denn wenn Du selbst schreibst, dass da schon einiges im Argen liegt, so wird es auch nicht einfach mal wieder gut. Was ich meine ist, dass ich mir vorstellen kann, dass Du diese Zeit, die Du noch durchhalten willst (das akzeptiere ich), Dir einfacher gestalten könntest, sowohl in der Organisation als auch im Umgang mit Deinem Vater. Die Frage ist nur, ob Du das willst bzw. was da aus Deiner Sicht möglich wäre. Eines wäre, die Einstellung zu Deinem Vater und ich kann mir vorstellen, dass das kein einfaches Thema ist (war auch bei mir so), also auch der Vorschlag kommt nicht mal aus der Luft gegriffen. Letztlich ist es wirklich nicht so schwer, wenn man es will. Man muss es natürlich wollen. Vor allem, wenn man weiß, dass man mit diesem Stress und der Wut und dem Ärger nur einer Person schadet - sich selbst. Man schränkt seine Denkfähigkeit ein und ist die Marionette seines eigenen Ärgers, den man selbst erzeugt.

gxaulxoise


Porzellanseele, ich bin soeben in deinen Faden geraten. Du hast schon einige gute Ratschläge bekommen, was deine eigene Seelenpflege anbelangt. Und ich denke, was das betrifft, bist du hier in ziemlich guten Händen.

Ich möchte aber bitte ganz nachdrücklich sagen, dass du, wenn ich deine Beiträge richtig gelesen habe, nicht, nicht! noch lange so weitermachen kannst. Wenn deine Eltern, wie du sagst, bereits über 80 sind, bist du wahrscheinlich auch keine 20 mehr. Und du bist einen sehr großen Teil deiner Zeit mit ihnen beschäftigt, das frisst dich nicht nur seelisch, das frisst dich auch körperlich auf.

Du sagst, och, ich kann schon noch, bis dann und dann muss ich, wird schon. Das lese ich nicht. Ich lese, dass du längst am Ende bist. Hol dir Hilfe, die Situation kann so nicht bleiben, es kann nicht sein, dass du ganz alleine für deine demenzkranken Eltern sorgen musst.

Hat dein Vater sich jemals dazu geäußert, wie er sich das Alter vorstellt, hat er Vorsorge getroffen dafür? Habt ihr je darüber gesprochen, wie das mal werden soll, wenn die beiden nicht mehr für sich alleine sorgen können? Oder gehen deine Eltern schon immer stillschweigend davon aus, wir haben ja eine Tochter, die wird sich schon kümmern?

Du reibst dich da völlig auf, hast praktisch kein eigenes Leben mehr. Glaubst du, dass deine Eltern das wirklich wollen bzw. gewollt haben, als sie noch gut beisammen waren?

Meine Mutter ist gerade erst 70 und topfit, aber wir hatten schon einige Gespräche über das Thema. Sie hat sowohl ihre eigene Mutter als auch ihre Schwiegermutter gepflegt. Sehr kurz zwar, jeweils nur wenige Monate, aber was sie über diese Zeit sagt, ist schlimm. Und daran dachte ich bei deinem Eingangspost.

Ich weiß nicht, wie dein Verhältnis zu deinen Eltern früher war, aber du solltest wirklich ganz dringend und ganz schnell was ändern, bevor du Hassgefühle entwickelst.

E<hemalPigebr Nutze6r =(#57%3012)


Kleio

Hast Du Dich bisher auch damit beschäftigt oder formulierst Du es jetzt das erste Mal für Dich?

Seit wann bist Du in dieser Situation?

Meinst du das Thema Wut?

Also in der Form , wie ich sie in letzter Zeit spüre ist es mir neu und das Formulieren fällt mir sowieso schwer. Nein, stimmt nicht ganz, die Wut hatte ich als junges Mädchen auch, damals war sie ähnlich.

Ich bin ziemlich früh, so mit 16Jahren weg von Zuhause und die Wut war auch weg.

In der Betreuungssituation bin ich schon mehr als 10 Jahre- steigernd , lange Zeit neben der Arbeit und seit -hm ca 3 Jahren voll.

Seit einigen Monaten habe ich den Eindruck, als hätte ich eine andere Brille auf und das ist ja auch so, denn ich wollte mir gewisse Dinge nicht mehr antun.

Her mit der Brille ]:D

Was ich meine ist, dass ich mir vorstellen kann, dass Du diese Zeit, die Du noch durchhalten willst (das akzeptiere ich), Dir einfacher gestalten könntest, sowohl in der Organisation als auch im Umgang mit Deinem Vater

Bei Dir hört es sich so an, als hättest Du dieses Thema schon einmal durch und würdest jetzt eine "Ehrenrunde" machen. Ist das so?

Irgendwie stehe ich auf der Leitung , meinst du das Vaterthema?

Da dachte ich wirklich, ich hätte es durch, hab auch Therapie gemacht wegen Beziehungsangst/problemen .

Ja- das Thema war abgeschlossen , deshalb kam ich auch nicht auf den Gedanken, dass es mich so tief wieder reinzieht. Es ist, als hätte ich nie daran gearbeitet , als wäre ich 10 Jahre alt. Ein Tiefschlag für mich, den ich nicht gerne akzeptiere. Aber nu.

Den Weg habe ich gefunden

Das freut mich :-) und deine Geschichte macht Mut .

Ich weiß nicht, wie viele Tage ich letztes Jahr bis Oktober ohne Ärger und Wut war, aber es waren nicht viele. Was für eine vergeudete Zeit. Ich wusste genau, dass das nicht gut war und trotzdem habe ich es getan.

Ja, aber ich denke das braucht einfach auch seine Zeit um aus dieser Spirale rauszukommen. Es ist ja nicht so, dass man sich bewußt dafür entscheidet , man macht es einfach und es geht so dahin bis zum Aufwachen .

Was ich meine ist, dass ich mir vorstellen kann, dass Du diese Zeit, die Du noch durchhalten willst (das akzeptiere ich), Dir einfacher gestalten könntest, sowohl in der Organisation als auch im Umgang mit Deinem Vater. Die Frage ist nur, ob Du das willst bzw. was da aus Deiner Sicht möglich wäre

Ich -hm, da beginnt bei mir leider die Mauer, ich muß das noch ein bisschen in mir wirken lassen, nachdenken - ich weiß was du meinst, nur ich weiß nicht wie ich meine Einstellung ändern kann, vielleicht will mein Wille doch nicht so richtig. Muß ich einfach noch etwas setzen lassen .

Letztlich ist es wirklich nicht so schwer, wenn man es will.

Ich sehe da einen rießen Stein vor mir, magst ein wenig erzählen wie du die Einstellung ändern konntest - nur wenn du magst .

gauloise

Du sagst, och, ich kann schon noch, bis dann und dann muss ich, wird schon. Das lese ich nicht. Ich lese, dass du längst am Ende bist. Hol dir Hilfe, die Situation kann so nicht bleiben, es kann nicht sein, dass du ganz alleine für deine demenzkranken Eltern sorgen musst.

Ich mag es aber nicht so dramatisieren , ich brauche noch ein wenig Leichtigkeit zwischendurch. Wenn ich sage, dass ich am Ende bin, dann breche ich wirklich zusammen. Das will ich nicht.

Außerdem muß ich meinen Körper da sehr loben :-) der spielt sehr gut mit, ich bin äußerst selten krank , abgesehen von einer blöden Diagnose letztes Jahr, aber die schränkt mich jetzt nicht ein und ist nur unangenehm aber nicht gefährlich. Das haben mein Körper und ich ganz gut weggesteckt mittlerweile.

Ob mein Vater Demenz hat, ist ja nur ein Verdacht von mir, es hilft mir manchmal es als Begründung für sein Verhalten zu sehen, damit die Wut nicht noch mehr wächst.

Hat dein Vater sich jemals dazu geäußert, wie er sich das Alter vorstellt, hat er Vorsorge getroffen dafür? Habt ihr je darüber gesprochen, wie das mal werden soll, wenn die beiden nicht mehr für sich alleine sorgen können?

Er nicht so wirklich.

Es war aber klar , das hab ich auch versprochen als meine Mutter erkrankt ist, dass ich für sie da sein werde , sie so lange es geht in ihrem Zuhause bleiben kann.

Meiner Mutter hat zuhause noch eine relativ gute Orientierung, sobald sie aus dieser vertrauten Umgebung raus muß, wird sie ängstlich und total orientierungslos. Sie hat so viel geleistet in ihrem Leben, so vieles durchgemacht- ich kann sie nicht im Stich lassen.

Du reibst dich da völlig auf, hast praktisch kein eigenes Leben mehr. Glaubst du, dass deine Eltern das wirklich wollen bzw. gewollt haben, als sie noch gut beisammen waren?

Meiner Mutter wäres es nicht recht , meinem Vater ist es schlicht und einfach unwichtig wie es mir geht- naja- solange ich funktioniere. Glaub mir, ich hatte in den letzten Jahren des öfteren Diskussionen mit ihm. Ihn darum gebeten , Hilfe zuzulassen damit es mir wieder besser geht, damit ich ein wenig eigenes Leben habe- er versteht mich nicht, will es nicht verstehen, keine Ahnung.

Ich weiß nicht, wie dein Verhältnis zu deinen Eltern früher war, aber du solltest wirklich ganz dringend und ganz schnell was ändern, bevor du Hassgefühle entwickelst.

Ich verstehe schon, was du meinst - ich würde das auch jedem raten der in so einer Situation ist und es ist auch richtig. Aber da gibt es nicht nur einen Knopf zu öffnen und die Jacke geht auf , da ist irgendwie alles fest zugenäht und ich finde die verdammte Schere nicht.

EVhemalige]r` Nutz9er (#5x73012)


Heute 1h Sonne auf mich scheinen lassen und gestern Vitamin B - Trinkampullen gekauft - soll gut für die Nerven sein ;-D

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH