» »

In was für einer kranken Welt leben wir?

N'o5r}d'i84


Ich sehe doch, was los ist, das viele Menschen aus Angst das Haus nicht mehr verlassen usw.

Ist das so ? Was sind "viele" Menschen ? Welche Belege gibt es dafür ? Das eigene Gefühl kann einen täuschen.

Das gab es vor 20 Jahren noch nicht.

Auch hier: Quellen ?

Wie gesagt, bitte nicht die subjektive Wahrnehmung und die eigene Erfahrung mit der kompletten Bevölkerung gleichsetzen, das funktioniert so nicht.

J\uli-So.nWnxe_


Ich habe Bekannte in ganz Deutschland verteilt und ich denke, was sie sagen, kann ich glauben. Und viele sagen eben, dass sie Angst haben, besonders wenn es dunkel ist, das Haus zu verlassen. Einige haben vor, sich Hunde, Schäferhunde, Dobbermänner usw. anzuschaffen, damit potenzielle Täter abgeschreckt werden. Und vieles mehr.

Dagegen habe ich die Gespräche meiner Eltern und Onkel und Tanten, die erzählten, dass sie abends im dunkeln gerne als Pärchen im Wald spazieren gingen, die Haustür oft nicht verschließen mussten und auch einiges mehr.

Auf jeden Fall ist es bei uns viel schlimmer geworden als früher. Das ist Fakt. Zudem gibt es bei uns in der Familie Polizisten, von Opa bis zu Cousins. Und auch hier das gleiche. (Was nicht heißt, dass früher nie etwas in unserer Gegend passiert ist, aber was ich zu hören bekomme, ist wirklich ein sehr starker Unterschied). Und meinen Bekannten und Verwandten glaube ich nun mal mehr als irgendwelchen Statistiken.

G6eja"gteesTixer


Da schildert die TE zwei so grausame Fälle und was kommt als Antworten? Das es nie so friedlich wie heute war.

"Ja, genau das hilft der TE ist. Welch "angemessene" einfühlsame Antworten."

Wie krank diese Welt ist, wird allein bei Euren Antworten schon wieder deutlich. *koppschüttel*

SichildFkröte0x07


Ich denke, man bekommt aktuell einfach auch alles mit, was so in den Nachbarorten passiert. Wenn man dann noch ein ängstliches Gemüt besitzt, kann schnell den Eindruck bekommen, in einer gefährlichen Zeit zu leben.

Straßenverkehr ist so ein typisches Beispiel. Die Todeszahlen sinken seit der Jahrtausendwende fast jährlich (mit einer Ausnahme), trotzdem bekommt man ständig etwas von tragischen Unfällen mit.

GIejag,tesT9ier


Ach und nochwas:

Es stimmt, dass alles viel schlimmer geworden ist, viel verrohter, verlogener und kälter. Es hilft keiner mehr keinem, selbst in Notlagen nicht. Man kann verletzt auf der Straßen liegen, alle gehen vorbei und denken, wird schon der nächste helfen. usw...die Beispiele sind endlos, viele auch am eig Leib erfahren.

Es ist definitiv schlechter geworden, da gibt es nichts dran zu rütteln. Aber ich leide nicht mehr darunter, ich habe homo sapiens halt als das abgebucht, was es ist.

h1eu5te_hkier


Gewalt ist gesellschaftsfähig geworden

Leider! Gezinkte Statistiken hin und her ... ich traue ihnen leider nicht mehr.

Das Erlebte im öffentlichen Raum spricht deutlich eine andere Sprache.

Berlin z.B. hat No-Go-Areas. Da ist keine Sicheheit mehr gewährleistet.

Man geht nicht mehr in solche Gegenden. Das ist meine Schlussfolgerung.

Was hinter den Türen der Familien passiert, spiegelt das allgemeine Auftreten in der Öffentlichkeit. Erschreckend. Zu meiner Schulzeit waren keine Schweigeminuten angesagt.

Es macht mich traurig. Die Gewaltzunahme zu leugnen, weil es nicht pc ist, bringt gar nichts.

Selbstverständlich kann man sich die Augen, Ohren und den Mund zu halten.

Man muss sich mehr schützen, als man es einmal gewohnt war.

Waffen jeglicher Art (Pfefferspray oder Elektroschocker zähle ich dazu) lehne ich ab.

Das möchte ich auch nicht ändern.

[[http://www.morgenpost.de/berlin/article207052537/Haftrichter-entscheidet-ueber-Kreuzberger-Messerstecher.html Den Oranienplatz]] und die Oranienstraße würde ich als in Berlin Geborene niemandem für einen schönen Abend empfehlen. Schon tagsüber bei Sonnenschein passieren diese Überfälle. Das ist schon krass.

JAulis-}Sonnxe_


Ich gehe nicht auf die Medien ein. Das hier fast täglich etwas neues passiert, und man früher nicht viel davon mitbekam, sollte jedem klar sein.

Die beiden Morde haben nichts mit Medienberichten, sondern mit dem Freundeskreis meiner Mutter bzw. Tochter zu tun und auch die Berichte der Polizisten in meinem Verwandtenkreis zeigen einen Unterschied.

Wer es nicht glauben möchte, dem ist es gegönnt und glaubt mir, ich wünschte, ich könnte auch so denken. Doch dazu habe ich zu viel mitbekommen.

Wenn man die Medienberichte dazu nehmen würde, dann gute Nacht. Da haben sich genug Leute zu Wort gemeldet, die Angst vor gewissen Nachbarn haben und ihr wisst ja, was da los ist.

LBiebex8


Auf jeden Fall ist es bei uns viel schlimmer geworden als früher. Das ist Fakt.

Die Angst hat zugenommen, das erlebe ich auch. Aber "passiert" ist früher mehr. So meine Erfahrung.

Nfordix84


Da schildert die TE zwei so grausame Fälle und was kommt als Antworten? Das es nie so friedlich wie heute war.

Die Frage war in was für einer Welt wir leben und darauf wurde geantwortet: In einer Welt in der weniger Menschen sterben als es je zuvor in unserer Geschichte der Fall war, in einer Welt die sicherer ist als je zuvor. Und das lässt sich am Ende auch mit Fakten und Daten (und nicht nur mit der Meinung "das ist Fakt !") untermauern.

Sicher gbit es einzelne Gebiete in denen mehr passiert (wie eben Einbrüche in den letzten Jahren), in Summe passiert aber einfach immer weniger.

R#enDnf)loxh


Ich bin schon lange in diesem Forum, wenn auch kaum noch aktiv.

Aber es wird immer ein Pro und Kontra geben.

Das liegt in der Natur der Sache.

Manchmal betrachtet man durch verschiedenste Argumentationen die Dinge auch anders.

Trotzdem stimme ich Juli-Sonne voll zu.

Normales Leben fühlt sich für mich anders an.

Jxuli'-Sonnxe_


GejagtesTier, da kann ich auch ein eigenes Beispiel nennen. Ich lag auf dem Boden eines großen Einkaufszentrums. Schwer gestürzt, blutend. Als ich zu mir kam, standen Leute um mich herum. Als ich um Hilfe bat, liefen sie weiter. ABER es gab eine Frau, die sich erbarmte und den Krankenwagen rief. Ihr verdanke ich wohl mein Leben. Durch den Sturz und den starken Aufprall hatte ich eine Plazenta Ablösung. Meinem Kind konnte nicht geholfen werden, ich hatte noch Glück. Deshalb bestätige ich deine Aussage komplett.

NzurarUihyxon


Ich habe Bekannte in ganz Deutschland verteilt und ich denke, was sie sagen, kann ich glauben. Und viele sagen eben, dass sie Angst haben, besonders wenn es dunkel ist, das Haus zu verlassen. Einige haben vor, sich Hunde, Schäferhunde, Dobbermänner usw. anzuschaffen, damit potenzielle Täter abgeschreckt werden. Und vieles mehr.

Vor [Menschen], die sich große, schwer erziehbare Hunde zum "Schutz" anschaffen, habe ich definitiv mehr Angst als vor einem nächtlichen Übergriff. Das sind doch dann die ersten, die rumschreien, wenn "mal wieder" von einem Tierangriff in "den Medien" gesprochen wird.

Nö, so geht's nicht. Und das die meisten(!) deiner "Bekannten" die gleichen Ängste durchstehen spricht wohl eher gegen dein Umfeld als dafür, dass deine Sicht auf die Welt objektiv ist. *:)

Juuli-ESon/nex_


Danke zurück Rennfloh. Jeder sieht es anders, das ist normal und das kann diskutiert werden, dafür ist es ein Forum.

Dennoch spürt man, jedenfalls in unserer Gegend, was hier los ist. Als Kind bin ich zur Schule gelaufen, mehrere Kilometer, war ganz normal. Heute bringen die Eltern die Kinder zur Schule und holen sie wieder ab. Ach, ich könnte so viele Beispiele bringen, wie es früher war und wie heute. Die, die schlechte Erfahrungen machen mussten, werden zustimmen. Denen, denen nichts passiert ist und auch Bekannten nicht (zum Glück) fühlen sich wohl und sicher. Und diesen Personen gönne ich es aus tiefstem Herzen, dass sie sich frei und sicher fühlen können.

N>ordix84


Als ich zu mir kam, standen Leute um mich herum. Als ich um Hilfe bat, liefen sie weiter.

Das ist jetzt ganz direkt ein Beispiel für die Probleme und Schattenseiten der Urbanisierung, ebenso wie die "No-Go Areas" z.B. in Berlin. Davon aber gleich wieder darauf zu schließen das alle Menschen in Deutschland oder auf der ganzen Welt so sind funktioniert nicht. Überall da wo viele Menschen auf einem Haufen sind verwandeln sie sich in hirnlose (aber meistens harmlose) Affen, wenn dort nur drei Menschen gewesen wären hätte die Situation am Ende wohl anders ausgesehen.

L`ordx xHong


@ Juli-Sonne_

Ich glaube du bist da Opfer der Wahrscheinlichkeit geworden. Man kann es vergleichen mit den Zügen der Bahn. Da können auch 95% aller Züge pünktlich sein, wenn ich selbst immer nur mit den 5% fahren muss die es nicht sind, dann sind für mich 100% der Züge unpünktlich obwohl insgesamt eben 95% pünktlich sind.

Ich denke auch, dass die Kriminalität rückläufig ist. Was du erlebst ist einfach eine statistische Häufung der Fälle in deinem Umfeld. Deswegen erlebst du aus deiner Sicht eine sprunghaft steigende Kriminalität.

Genau so kann es sein, dass lokal die Kriminalität zunimmt. Da kann es dann auch sein dass die Deutschlandweit weniger wird aber lokal in seinem Stadtteil stark zunimmt. So erlebe ich es zum Beispiel.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH