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In was für einer kranken Welt leben wir?

J{uli-6Sonrne_


Nu... muss ich mich und meine Bekannten beleidigen lassen? Kannst du nicht normal kritisieren?

RWennfeloh


Leute es gibt auch Grenzen!

Bei allem Verständnis für die Meinung des Anderen.

J uli-Slonhnex_


Lord Hong, das kann natürlich auch sein. Kann auch sein, dass ich noch zu sehr unter dem stehen, was ich vor wenigen Stunden erfahren habe. Muss das wohl erst sacken lassen und verarbeiten.

R)e2nnfxloh


Nein Juli-Sonne, mußt Du nicht!!!

J*uli-Soxnne_


Naja, Rennfloh, es ist nicht leicht, innerhalb von einer Stunden von zwei Ermordeten zu hören, die man gekannt hat.

Vielleicht ist die Welt doch eine rosarote Zuckerwattewelt und nur meine Bekannten und ich sehen das anders. (Bitte nicht ernst nehmen, ist jetzt sehr übertrieben ausgedrückt).

Nturargih)yxon


Paranoia ist keine Beleidigung, sondern eine Erkrankung. Und ja, es ist nicht gesund, wenn man sich Tiere als Waffe anschaffen möchte, weil man draußen Angst hat. Solche Menschen sind für mich gefährlich. Warum sollte deine Gefühle und Ängste berechtigter und richtiger sein als meines?

Was da helfen kann, ist die eigene Wahrnehmung mit der objektiven Realität abzugleichen. Jupp, es gibt No-Go-Areas. Da würde ich abends und tagsüber auch für kein Geld rumlaufen. Und ja, wenn man zufällig dort lebt, mag man ein Problem haben. Aber das ist nicht "die eine" Wahrheit. %-|

N5urariQhyoxn


Vielleicht ist die Welt doch eine rosarote Zuckerwattewelt und nur meine Bekannten und ich sehen das anders. (Bitte nicht ernst nehmen, ist jetzt sehr übertrieben ausgedrückt).

Achso, weil man nicht deiner Meinung ist, lebt man in einer rosaroten Zuckerwatte Welt? Stimmt, du und deine Bekannten seid die Einzigen, die es schwer haben, die schlimme Dinge erlebt haben, die irgendwie klar kommen müssen. Oh man, bist du egozentrisch. Ich dachte einen Moment lang, du wolltest ernsthaft reden. Mein Fehler.

Ich bin raus. Bringt nichts. :-)

m?usic!us_6x5


Hier in meinem direkten Wohn-Umfeld fühle ich mich eigentlich nicht unsicherer als früher. Eine südwestdeutsche "kleinere Großstadt" (unter 200 000 EW), wo ich schon seit über 20 Jahren im gleichen Haus lebe; innenstadtnahes Viertel mit relativ dichter Bebauung... Ich kann hier ohne weiteres am späten Abend bzw. gegen Mitternacht einen kleinen Spaziergang machen, wurde noch nie irgendwie "angequatscht" oder schlimmeres.

(O.k., mit dem Viertel habe ich wohl eher Glück - es gibt auch in dieser Stadt "Ecken", wo ich spät abends lieber in der Wohnung bleiben würde.)

STeruapIhiena 1


[[http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/statistik-der-polizei-stadt-der-diebe-kriminalitaet-in-berlin-drastisch-gestiegen/11409420.html]]

LDog$ Ladxy


Als Kind bin ich zur Schule gelaufen, mehrere Kilometer, war ganz normal. Heute bringen die Eltern die Kinder zur Schule und holen sie wieder ab.

Inwiefern die zugrunde liegenden Ängste (der Eltern) aber begründet sind, ist doch die Frage.

Auch ich gehöre zu denen, die als Kind allein zur Schule (sogar schon zum Kindergarten) liefen, die stundenlang mit Freunden auf Rollschuhen oder Fahrrädern im Ort, teilweise an sehr verlassenen Ecken, unterwegs waren. Sehr oft ist nichts passiert. Einmal eben doch: Eine gute Freundin von mir wurde von einem Mann entführt und in einem Waldstück wieder ausgesetzt nachdem er sich vor ihr entblößt und vor ihr onaniert hatte.. Das hatte bei unseren Eltern aber, obwohl sie allen Grund gehabt hätten, kein paranoides Helikopterelternverhalten zur Folge, sondern nur, dass sie uns eingeschärft haben, wobei wir achtsam sein sollen - und dann haben sie uns weiter Kind sein lassen.

Ich habe heute den Eindruck, viele Menschen haben nie eine persönliche Beziehung zu Straftaten gehabt, beziehen aber alles in den Medien auf sich. Eine junge Türkin wird Opfer eines familiären Ehrenmordes? 68jährige deutschstämmige Frauen erzählen RTL, dass sie jetzt Angst haben, auf die Straße zu gehen, weil das Viertel ja so verroht, merken dabei aber nicht, dass sie selbst nicht real in Gefahr sind, ob sie jetzt auf dem Sofa sitzen oder draußen spazieren gehen.

Vielleicht ist die Welt doch eine rosarote Zuckerwattewelt und nur meine Bekannten und ich sehen das anders.

Das ist sie ganz bestimmt nicht, und das ist keine Aussage darüber, ob "früher alles besser war" oder eben nicht.

Aber solche Straftaten, wie sie in Deinem Bekanntenkreis vorgekommen sind, Juli-Sonne, sind Einzeltaten von kranken Menschen. Die hat es immer gegeben, die wird es auch immer geben. Wie hier schon mehrfach geschrieben wurde: Die Häufung in Deinem Umfeld ist ein statistischer Zufall.

JFuli-S?onnex_


Log Lady, habe doch geschrieben, dass der Satz nicht ernst genommen werden soll und sehr übertrieben ist. ;-)

Ich glaube, ich muss das alles von heute wirklich erst mal verarbeiten. Vielleicht bin ich zu voreingenommen dadurch.

S(il/ber


@ Juli-Sonne:

Und jeden Tag gibt es weitere ähnlich schlimme Schicksale.

Was ist los in dieser Welt, dass es sich so häuft mit der Kriminalität? Weshalb wird so etwas seinen eigenen Kindern oder Stiefkindern angetan, fremden Kindern, der Frau, der Freundin?

Das sind Fragen, die ich mir auch oft stelle, wobei es mir nicht nur um Kriminalität/Verbrechen geht, sondern generell um Menschen, die anderen Leid zufügen, welcher Art auch immer, oder sich z. B. über psychische Erkrankungen lustig machen. Ich bin vermutlich auch zu viel im Internet unterwegs.

Irgendwelche Vergleiche mit früher bringen mir nichts (ich bin nicht davon ausgegangen, dass heute alles schlimmer ist als früher, im Gegenteil), das ändert nichts an meinem Gefühl. Und es ist eben genau das: Ein Gefühl. Ich habe da schon ausführlich mit meiner Therapeutin besprochen, da sie beide Seiten kennt - sie war früher auch sehr in diesem "die Menschheit ist überwiegend schlecht" drin, ist es heute aber nicht mehr. Das macht mir Mut, dass sich das ändern kann. Und es heisst auch nicht, dass man nachher wegschauen soll oder so tun, als ob keine Verbrechen mehr geschehen.

Ich sehe aktuell für mich keinen Weg, dauerhaft von diesem Gefühl wegzukommen. Wenn es zu schlimm wird, versuche ich, mir die guten Menschen vor Augen zu halten. Diejenigen, die für andere da sind, beruflich und/oder privat. Die keine Gewalt (welcher Art auch immer) ausüben. Diese gibt es nämlich auch. Das macht das Gefühl etwas erträglicher. Eine andere Lösung sehe ich nicht, da es immer irgendwo Gewalt geben wird. Leider. Damit muss man irgendwie klarkommen, ansonsten hat man vermutlich nicht viel Freude am Leben.

R=ennflxoh


Nun ich denke, ich verstehe recht gut, was Dich zu Deinem Beitrag bewogen hat.

Du wolltest wohl kaum ausdrücken, daß sich keiner mehr auf die Straße trauen kann und nur noch Mord und Todschlag herrscht.

Deine Gefühle und Empfindungen hier akriebisch zu zerpflücken und zu widerlegen, empfinde ich als unangemessen.

Diese Diskussion ufert aus und ist sicher nicht im Sinne des Erfinders.

R,enUnflxoh


Es tut mir übrigens sehr leid, was Dir und Deinem Kind zugestoßen ist. :°_

H]udi:pfupfx1


Solche Dinge sind sehr schlimm, vor allem wenn sie in unmittelbarer Nähe, bei Bekannten, in der eigenen Familie passieren.

Das bringt einen zum Grübeln, kann ich gut verstehen.

Es ist aber schon so, dass es das schon immer gegeben hat.

Im Mittelalter war die Wahrscheinlichkeit eines gewaltsamen Todes zu sterben um ein Vielfaches höher als Heute.

Wir leben Heute, im Vergleich zum Mittelalter in einer sicheren Welt, oder besser in einer sichereren Welt.

Klar, wenn man betroffen ist hilft diese Erkenntnis nicht viel, sie ist auf den Titel des Threads:

In was für einer kranken Welt leben wir?

bezogen.

Wie krank müssen die Juden die Welt während der Nazizeit gefunden haben? 6 Millionen wurden vernichtet.

Wie viele unschuldige Frauen und Männer wurden vor 500 Jahren auf dem Scheiterhaufen verbrannt? Ganze Völker wurden schon ausgerottet, Sklaverei, Hinrichtungen, Kriege, also ich finde wir leben in einer guten Welt.

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