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Sind Borderliner wirklich so schlechte Menschen?

W3ick


Und ich stimme allen hier zu, es geht nicht darum was die Person hat, es kommt darauf an ob man damit umgehen kann, ob es einem gut tut, gewinnbringend für einen selbst ist. Es nützt ja nichts sich dauerhaft mit Menschen zu umgeben, nur aus Mitleid, wenn man nicht glücklich mit der Verbindung ist. Das kann mit komplett gesunden genauso der Fall sein. Nur denken die Menschen die erkrankt sind, es hinge alles immer mit ihrer Krankheit zusammen und das stimmt eben nicht.

Jtulexy


Ich sage nur so viel dazu:

Als ich Freunden, die ich schon vor meiner Diagnose hatte, davon erzählte, meinten die nur: "Was? Du? Das hätten wir jetzt aber nicht gedacht!" Ergo: das Bild, das in den meisten Köpfen vom "typischen" Borderliner existiert, trifft bei weitem nicht auf alle zu.

Klar, auch ich hatte (später, nach einem erneuten Trauma) meine extremen Phasen. Aber ich habe niemals meine Freunde mit hinein gezogen. Meine Freunde wussten auch jahrelang nichts von meinen Selbstverletzungen und Suizidversuchen. Irgendwann konnte ich das ganze natürlich nicht mehr verheimlichen, da ich irgendwann deshalb aufhören musste zu arbeiten und oft in der Klinik war.

Und ich muss noch sagen: ich kenne durch meine Klinikaufenthalte sehr viele andere Borderliner und bin sehr froh, diese kennengelernt zu haben. Natürlich nicht alle, aber die meisten sind ganz tolle und liebenswerte Menschen.

Slchowa>rz666


Borderliner sind keine schlechten Menschen, denn sie können nichts für ihre Störung, wissen oftmals garnichts davon, für sie ist es bis Zeitpunkt X ganz normal, wie sie sich verhalten. Allerdings möchte ich nie wieder etwas mit Borderlinerinnen zu tun haben, zumindest beziehungstechnisch, die Erfahrung hat mich gelehrt, die Störung heute schon vorab an gewissen Anzeichen ganz gut zu erkennen und dann gleich "Finger weg!". Leider haben Borderlinerinnen aber schon immer eine ungeheure Anziehungskraft auf mich ausgeübt, als ob ich "Psychomagnet" auf der Stirn stehen hätte. Eine gute Freundin von mir ist meines Erachtens auch Borderlinerin, eigentlich wäre sie genau mein Beuteschema, aber mir ist die Freundschaft wesentlich wichtiger, da ich ja weiß, wozu es in einer Beziehung kommen würde und dem bin ich charakterlich nicht gewachsen.

C*ocnut-<Str?awberxry


Ich denke, dass Borderliner keine schlechten Menschen sind. Sie haben doch auch gute Eigenschaften. Nur das mit Leben mit ihnen ist schwierig. Bei Beziehungen kann es eher sein, dass man auf Dauer nicht glücklich wird mit einem BPS, weil es wie Hölle auf Erden ist.

Ich habe mich zeitweise auch wie ein Monster gefühlt, weil ich nicht ständig meine Gefühle unter Kontrolle halten kann (ich spüre sie halt nur viel mehr intensiver).

jPupit_er32x1


Meine erfahrungen mit Borderlinern sind nicht gut.2 von ihnen waren sehr gewalttätig(bei jeder Gelegenheit),aber es mag auch welche geben die okay sind.Ich gehe weil ich die zwei erlebt habe,lieber auf Abstand............

Aber leider gibt es viele Falschdiagnosen bei den Ärzten..........

Aber noch mehr Angst habe ich vor den narzisstischen Persönlichkeitsstörungen oder den antisozialen.......

SLunflouwer_n7x3


es kommt darauf an ob man damit umgehen kann, ob es einem gut tut, gewinnbringend für einen selbst ist

Hmm... ist halt de Frage, wie man DAS interpretiert. Fokus nur auf "Spaßfreundschaft" im Sinne von "Verschone mit mich deinen Problemen" - oder einfach nur Selbstschutz? Zu schnelles Hängenlassen ist nämlich für so ziemlich alle Menschen mit längerfristigen Erkrankungen ein Problem...

Aber noch mehr Angst habe ich vor den narzisstischen Persönlichkeitsstörungen oder den antisozialen.......

Und warum muss man ANGST haben vor Narzissten? Die sind auch anstrengend und manipulieren gerne mal, aber m Kern sind es ziemlich arme Würmchen. Salopp formuliert. Mit der höchsten Selbstmordgefährdung aller Persönlichkeitsstörungen.

Bestenfalls ein gewisses Unbehagen ggü. den skrupellosen Antisozialen kann ich nachvollziehen... Aber ANGST? :(v

L~aRyucolxa


kommt drauf an wie verwundbar man selber ist. wenn die eigenen schwächen genau die punkte sind, die narzissten sich zunutze machen, so dass gegenwehr und abgrenzung schwer fällt, kann ich verstehen, dass man angst hat.

wer schlecht "nein" sagen kann, der versucht natürlich möglichst, Kontakt zu Leuten, die dies ausnutzen, zu vermeiden.

MXongatxa


Ich bin da einerseits vorbelastet, weil meine Mutter eine nicht-therapierte BPS hat und ich von dieser ambivalenten Bindung sehr geprägt worden bin. Es gab eine Zeit, in der ich mich sehr mit dem Krankheitsbild befasst habe, weil ich damals kurzfristig einen weiteren Menschen mit BPS in meinem Umfeld hatte und auch, weil ich irgendwann selbst Sorge hatte, diese Persönlichkeitsstörung zu besitzen. Aber ich habe sie, laut Psychologen, ganz sicher nicht. Stattdessen habe ich sehr, sehr mühevoll gelernt, mit meiner Mutter umzugehen und die emotionale Stabilität und Autonomie zu erlangen, mit ihr umzugehen. Das hat mir auch den Weg eröffnet, mit einer gleichaltrigen Frau mit BPS, die aber in Therapie ist und sehr reflektiert und intelligent dazu, eine beste Freundschaft einzugehen. Ich habe sie sehr gerne und sie hat mich noch nie in ihr Leid mitreingezogen. Sie ist ein wunderbarer Mensch, auch wenn sie mit anderen Menschen doch gelegentlich die "üblichen" Probleme hat (schwarz/weiß-Denken, Dissoziationen, starkes Misstrauen, starkes Negativdenken, Abwertung, Idealisierung...).

eGstax1


kommt drauf an wie verwundbar man selber ist. wenn die eigenen schwächen genau die punkte sind, die Narzissten sich zunutze machen, so dass gegenwehr und Abgrenzung schwer fällt, kann ich verstehen, dass man angst hat.

Also ich gehe auch eher Narzissten aus dem Weg. Weil es bei Narzissten immer nur um ihr eigenes Wohlergehen geht (Borderliner denken ja auch mal an andere). Und dieses ständige drüber stellen über andere Menschen, das nervt. Ich habe bisher persönlich auch noch keinen Narzissten kennengelernt der selbst reflektiert war und sich ändern wollte. Bei Borderline habe ich schon mehrmals erlebt das sie sich entschuldigen können für unangebrachtes Verhalten. Ich will das jetzt auch nicht verallgemeinern, das ist nur meine Sicht auf diese Störungen.

ERhAemzaliger/ oNutz{er (#)5286x11)


Problematisch sehe ich die Diagnose nur, wenn vieles sehr demonstrativ stattfindet und auch geeignete Therapieansätze abgelehnt werden (oder man oberflächlich mitmacht, aber nicht wirklich aktiv ansich arbeitet). Wenn ein echter Krankheitsgewinn da ist und bspw. Selbstverletzung "zelebriert" wird.

Jo. Da haben die Emo-Kiddies die sich aus Spaß ritzen (gibt es ja echt!) wirklich viel "Gutes" getan.

Plötzlich wollten alle BLer sein und ritzten sich.

Haben mal iwo gelesen, dass das hilft und auf ein mal war das Netz und die Welt voll mit Ritzern. Was man da zu lesen bekam, da hab ich mich damals schon verarscht gefühlt.

Als ob jeder nur ritzt.

EXhem.aliger Nmutzer (N#5A28611)


Allerdings gibt es in der Tat auch die Uneinsichtigen, Manipulativen mit Krankheitsgewinn, was teilweise schwierig auszuhalten ist.

Dass sind die, die nebenbei noch hitrionisch sind.

Wurde mir auch schon angedichtet, obwohl mir jegliche Gabe zur Manipulation fehlt, da ich zB nicht lügen kann.

Jdule6y


Also die meisten Borderliner die ich kenne (und ich auch) sind eher so, dass sie sich für alles die Schuld geben und mehr an das Wohlergehen der anderen denken als an ihr eigenes.

Stichwort Selbstzweifel, Selbstabwertung, mangelnde Selbstfürsorge usw.

J%ul?ey


Ich muss allerdings dazusagen, dass alle Borderliner die ich kenne in Behandlung sind und sich helfen lassen. Kenne die alle aus der Klinik wo wir alle freiwillig waren. (Offene Kriseninterventionsstation)

eista#1


Also die meisten Borderliner die ich kenne (und ich auch) sind eher so, dass sie sich für alles die Schuld geben und mehr an das Wohlergehen der anderen denken als an ihr eigenes.

Stichwort Selbstzweifel, Selbstabwertung, mangelnde Selbstfürsorge usw.

Ja genau, ich kenne es auch eher so, daher auch oft anzutreffen im sozialen Bereich ;-) . Narzissten trifft man eher in der Chef-Etage. Und andere Menschen werden auch nicht bewusst verletzt, sondern eher aus dem Impuls heraus.

dIana\ex87


Die Frage ist doch: Was ist ein böser Mensch? Was zeichnet das genuin Böse denn aus? Ich glaube die wenigsten Menschen sind wirklich böse. Die meisten Menschen tun was sie tun aus ihrer Wahrnehmung heraus, weil sie glauben so das Richtige zu tun oder Gutes zu erreichen. Echt böse Menschen sind für mich Menschen die gerne andere quälen um der Qual willen. Menschen die sich der negativen Folgen für andere Menschen bewusst sind, ja sie sogar direkt vor Augen haben und sie nicht nur billigend in Kauf nehmen (das wäre einfach egoistisch) sondern sich daran erfreuen.

Das trifft auf Borerliner nicht zu, genauso wenig wie auf Narzissten, Shizophrene, Depressive, Neurotiker. Und die sind in ihren akuten Phasen alle irgendwie anstrengend und zum Teil sehr sehr unangenehm.

Es gibt solche Menschen, ja, aber sie sind zum Glück sehr sehr selten.

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