» »

Sind Borderliner wirklich so schlechte Menschen?

WFiwck


Hmm... ist halt de Frage, wie man DAS interpretiert. Fokus nur auf "Spaßfreundschaft" im Sinne von "Verschone mit mich deinen Problemen" - oder einfach nur Selbstschutz? Zu schnelles Hängenlassen ist nämlich für so ziemlich alle Menschen mit längerfristigen Erkrankungen ein Problem...

Wenn man z.B. neue Freunde kennenlernt und merkt das es eine belastende Freundschaft ist, dann ist es eher kein Gewinn für einen selbst. Freundschaft soll auch Spass machen und nicht krank. Darum geht es. Und nicht weil man Probleme bekommen kann und der andere sich nicht belasten will und deswegen dem ganzen ein Ende setzt. Das sind zwei paar Schuhe, obwohl ich auch Verständnis für Menschen habe die eine Freundschaft verlassen, weil sie nicht mehr mit der Situation des anderen klarkommen-sowas gibt es doch auch und ist auch keine Schwäche.

C_in<dereldla6x8


@ Wick

Ein Bekannter von mir hatte eine Beziehung zu einer Frau mit BPS und er landete innerhalb kurzer Zeit wegen einem Suizidversuch in der Psychiatrie. Diese Frau hat ihn fertig gemacht, es kam heraus das sie sehr oft fremdging-Videos drehte mit 3 Typen usw. das riss ihm den Boden weg.

Vielleicht wäre er auch mit einer depressiven / angstgestörten / zwangskranken Freundin in der Psychiatrie gelandet. Auch solche Frauen gehen mal fremd, davon abgesehen.

Schuldzuweisung aufgrund einer psychiatrischen Diagnose ... ich weiß ja nicht ...

e1stxa1


Die Frage ist doch: Was ist ein böser Mensch? Was zeichnet das genuin Böse denn aus? Ich glaube die wenigsten Menschen sind wirklich böse. Die meisten Menschen tun was sie tun aus ihrer Wahrnehmung heraus, weil sie glauben so das Richtige zu tun oder Gutes zu erreichen. Echt böse Menschen sind für mich Menschen die gerne andere quälen um der Qual willen.

Vielleicht führt das hier am Thema vorbei...aber...

Also ich sehe es auch so wie Du. Trotzdem ist meine Erfahrung das Narzissten einfach nur ihren eigenen Vorteil sehen wollen, egal welche Konsequenz sich dafür für andere ergeben. Z.B. diese ganzen Chef-Banker (Deutsche Bank), die das Geld einfach nur hin und herschieben um noch reicher zu werden, also das sind doch die meisten narzisstisch veranlagt.

Menschen die sich der negativen Folgen für andere Menschen bewusst sind, ja sie sogar direkt vor Augen haben und sie nicht nur billigend in Kauf nehmen (das wäre einfach egoistisch) sondern sich daran erfreuen.

Ich glaube nicht das sich Narzissten daran erfreuen, aber sie nehmen das in Kauf. Meine Erfahrung ist so.

EWhemal*igerZ Nut*zer (B#528611x)


Ein Bekannter von mir hatte eine Beziehung zu einer Frau mit BPS und er landete innerhalb kurzer Zeit wegen einem Suizidversuch in der Psychiatrie.

Spricht jetzt nucht gerade für SEINEN Geisteszustand bzw nicht für einen normalen seelischen Zustand.

Eqhemali&ger Nu5tzer (#528861 1x)


Was ich gut finde bei BLer ist, dass die Störung sich ab dem 30. Lebensjahr verwächst bzw stabilisiert.

Wer mit über 30 ein verträglicher Borderline ist, bleibt in der Regel auch so (eventuelle depressive Phasen mal ausgenommen). Es schwankt dann nicht mehr so stark.

Wobei es natürlich auch Leute gibt, die das kultiviert haben.

Ich wage sogar zu behaupten, dass es Borderliner gibt, die absichtlich sich schlimmer benehmen als es ist. Weil sie damit Erfolg haben. Emotionale Erpressung halt.

E*lizabeTtxha


Also ich bin generell kein Fan von diesen ganzen Modekrankheiten zu denen auch Borderline zählt. Ich finde den Begriff Persönlichkeitsstörung auch sehr fragwürdig. Wer entscheidet wann eine Persönlichkeit gestört ist und wann man als normal gilt? Doch nur irgendwelche Mediziner, welche sich selbst zu der Kategorie normal zählen.

Nimm es mir nicht übel, aber wenn mir jemand sagen würde er hätte eine Persönlichkeitsstörung würde ich denken derjenige sucht einfach nach einer Ausrede für seinen schlechten Charakter, damit er sich einreden kann, dass er ja nichts dafür kann, weil er ja "krank" ist.

SQuUnflow er_7x3


Es gibt einsichtige Menschen mit Borderline-Störung - und uneinsichtige. Gleiches gilt für Menschen mit histrionischer oder anderer Persönlichkeitsstörung - und allen anderen Erkrankungen auch. Klar gibt es auch die sog. kombinierten Persönlichkeitsstörungen, aber Borderline & histrionisch als Kombi ist nun schon sehr selten.

Wurde mir auch schon angedichtet, obwohl mir jegliche Gabe zur Manipulation fehlt, da ich zB nicht lügen kann.

Manipulation ist ein Merkmal aller Persönlichkeitsstörungen. Gezielt lügen tun aber v.a. die antisozialen. Grundsätzlich ist LÜGEN aber kein Merkmal einer Persönlichkeitsstörung.

Lpa$Rucoxla


Niemals zu lügen wäre eher Hinweis für eine Störung ;-)

eystax1


Ich habe mal gelesen das Menschen die lügen meist besser durchs Leben kommen.

JXulexy


Off topic:

Guckt mal den Film "Lügen macht erfinderisch" :)^

E3hemal[iger NutzKer (#528x611)


Ja, dass Lügner besser durchs leben komme glaube ich sofort.

Vor allem, wenn ich mir mein Leben so anschaue.

Ich war mal diagnostizierte Borderlinerin. Jetzt stehe ich bei Asperger... Ist FÜR MICH übrigens kein gravierender Unterschied. Im Gegenteil: ich fühle mich austherapiert, weil ich ja Mimiken und Gesten lesen kann und mittlerweile auch mal n paar gängige Sprüche (Nachts den Bürgersteig hochklappen usw) auch verstehe. Ich weiß zB nicht, wie mir meine Verhaltenstherapie jetzt noch weiterhelfen soll. Von den Verhaltensweisen ist sich das bei mir so ähnlich, dass ich jetzt endlich versteh, warum BL bei mir gefühlt nie gepasst hat, Aspie aber schon

XXirxain


Ein Bekannter von mir hatte eine Beziehung zu einer Frau mit BPS und er landete innerhalb kurzer Zeit wegen einem Suizidversuch in der Psychiatrie.

Spricht jetzt nucht gerade für SEINEN Geisteszustand bzw nicht für einen normalen seelischen Zustand.

Spricht für mich für eine Persönlichkeitsstörung bei ihm. Oder Verlustängste. Oder Depression. Oder oder oder...er ist zumindest zurecht in der Psychiatrie und ich hoffe, dass sie ihm helfen können und nicht nur den Suizidversuch sehen, sondern auch die Umstände und eventuelle Ursachen dafür.

Wenn mich wer betrügt mach ich SCHLUSS! Egal wie schmerzhaft das für mich ist!

Ich leide dann darunter ja. Aber in MEINER Therapie habe ich gelernt damit umzugehen, warum ich leide (Trauer, übermäßige Selbstzweifel, keine Wut auf die Person nur Wut auf mich selbst.) und nicht wütend bin auf das Arsch ;-)

Und ja ich hab das erlebt, aber erst in der Therapie wirklich verarbeitet, warum ich damals bei dem Fremdgeher so reagiert hab, wie ichs hab emotional.

Zum Thema zurück:

Meiner Meinung nach ist kein Mensch wegen einer psychiatrischen Diagnose schlecht.

Es kommt darauf an, was man für eine Beziehung zu der Person hat, und wie man damit umgeht.

Wenn man erwachsen geworden ist, lernt man solche Spielchen einfach nicht mehr mitzuspielen.

Ich habe keine aktuelle Freundschaft mit einem Borderliner, bin aber selbst "emotional instabil und impulsiv" in der Therapie abgestempelt worden (im Zuge einer Depression)

Ich habe gelernt mit diesen Seiten meiner Persönlichkeit umzugehen, denn ich weiß oftmals einfach nicht was ich fühle. Ich denke bei jedem ist mal das Fass am überlaufen...

Es macht nur nen Unterschied ob ich meinem Partner an den Kopf knalle "Wenn du nicht alles so machst bring ich mich um" oder ob man halt streitet.

Ich weine beim Streiten auch oft viel, weil diese Situationen für mich einfach "übermächtig" sind... (Angst, Traurig sein, wütend sein, genervt sein...ich muss das dann erstmal einordnen was jetzt wirklich los ist... Ich denke das emotional instabil gehört einfach zu meiner Persönlichkeit nur lerne ich immernoch das im Griff zu behalten.)

Ist das dann schon Erpressung? Viele würden sagen ja...

Ist das dann schon "schlechter Mensch" sein? Ich denke nicht...

Ich denke Borderliner sind schlechte Menschen, wenn sie andere mit ihrem selbstverletzendem Verhalten erpressen.

Aber man kann genauso gut Borderliner sein und sich mit Therapie gut in das Leben einfügen.

Man kann einen Job haben, eine Familie, Freunde, Hobbies...

Schlechte menschen sind für mich Mörder...aber nicht alle Mörder sind Borderliner (Sind bestimmt auch welche dabei die Borderliner sind, oder Depressive...oder Oma von nebenan...)

--> Borderliner sind nicht zwingend schlechte Menschen für mich

Für sein eigenes Seelenheil ist man übrigens selbst verantwortlich. Wenn man mit einem Borderliner nicht klar kommt, kann man sich distanzieren von der Person, aber das ist dann die Aufgabe von einem selbst.

Deswegen ist der Borderliner doch kein schlechter Mensch....er ist halt so wie er ist.

Wenn man mit jemandem befreundet ist, der nervt, beendet man die Freundschaft auch...und nur weil er iwie nervt ist er kein schlechter Mensch...

Für mich ist dieses vergleichen irgendwie einfach seltsam...

Ich kann das irgendwie nicht einordnen...

Wenn ich mit wem nicht befreundet sein will, weil er doof is, is er doof aber kein schlechter Mensch... ":/

Und nur weil jemand borderliner ist und doof, ist er ein schlechter Mensch, statt einfach nur...naja doof?

dzanave87


Benutzerin

Vielleicht hilft die Therapie noch ein paar Schutzsysteme die du aus fehlendem Verstehen heraus entwickelt hast aufzulösen. Finde bei deiner Nachbarin hast du da schon echt viel geschafft. @:) @:)

fFalc;o pel4egrinoid~exs


Ich möchte allen danken, für die vielen Antworten. Ich habe alles gelesen, nur nicht eher geschrieben, weil es mir nicht so gut ging.

Jetzt bin ich ein bisschen beruhigt, denn es stimmt wirklich, es kommt nicht auf die Erkrankung des Menschen an, sondern hauptsächlich auf sein Verhalten. Es gibt sicherlich Borderliner die nicht einsichtig und anstrengend sind.

Es erschreckt mich einfach nur, was ich manchmal hier so lese. Ich frage mich dann immer, ob ich genauso bin. Ich glaube es eigentlich nicht aber Selbsteinschätzung ist nicht immer richtig. Ich höre von keinem solche Kommentare über mich und trotzdem schäme ich mich über diese Erkrankung. Ich weiß, daß ich gewisse Schwierigkeiten haben und versuche dann schon vorher auf Abstand zu gehen.

LpichtAmfHorizoxnt


trotzdem schäme ich mich über diese Erkrankung

Ach, Humbug.

Ich wette, Du kennst einige Nicht-Borderliner, die total scheiße sind und die Du überhaupt nicht ausstehen kannst. Warum sollten die sich weniger schämen, nur weil sie keine Borderliner sind? Und warum sollst Du Dich überhaupt schämen, nur weil Du diesen "Stempel" hast?

Lass die Leute reden. Je lauter sie tönen, desto weniger Ahnung haben sie meistens. Und in anonymen Foren tönt es sich bekanntlich besonders gut.

Ich verstehe Dein schlechtes Gefühl, wenn Du bestimmte Dinge liest oder hörst, aber sehr gut. Ich habe auch Schwachstellen (nicht Borderline, dafür andere…), von denen ich hin und wieder froh bin, wenn niemand davon weiß. Vor allem, wenn man andere über genau jene Schwächen lästern hört - und die nicht ahnen, dass jemand mit dieser Schwäche mitten unter ihnen weilt. Nicht immer ein gutes Gefühl. Aber dann denke ich mir: Was wisst ihr schon...

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH