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Exhibitionismus im Internet

M\e|lCx77


@ Paul_Revere

Dann brauchen wir uns nicht weiter zu unterhalten, habe auch schon in einem Porno Mitgewirkt und dafür geld bekommen, was ich ünbrigens beim Jobcenter damsl angegeben habe und mir angerechnet wurde.

L aR=ucola


Was mir aufgefallen ist - auf den großen Seiten dieser Art sind vorwiegend Models aus eher armen Ländern, vor allem Lateinamerika ist stark vertreten. Der finanzielle Aspekt ist da sicher der Hauptantrieb. Wenn man sich vorstellt, ein Mädel oder eine Familie aus Kolumbien aus einer eher niedrigen Schicht hat quasi gar keine finanzielle und berufliche Perspektive, ein Vegetieren mehr oder weniger in Armut ist die realistische Aussicht, und dann gibt es die Chance, VIEL mehr geld als jeder "normale" Job einbringen könnte, mittels ein bisschen camsex zu verdienen.. ist doch klar dass die Leute das dann machen.

Ansonsten ist es z.B. auch in Deutschland so, dass, selbst wenn es hunderte oder tausende derartiger Models gibt, der allergrößte Prozentsatz der Bevölkerung es nicht tut (also bei 80 Millionen sind es selbst wenn 80 tausend davon sich so betätigen immer noch erst ein Promille!).

Alles halb so wild.

LQaRYuJcola


@ Paul

Weil es sich meiner Meinung nach einfach nicht gehört. Mit so einer Person würde ich nichts zu tun haben wollen. Ist übrigens nicht auf Frauen beschränkt. Das sind Charakterzüge, die mir nicht gefallen.

alter Schwede.. da fällt mir ja gar nix mehr zu ein.

TVobyx_


@Te Von einschlägigen Seiten auf eine ganze Gesellschaft zu schließen, halte ich für unpassend.

Paul:

Weil es sich meiner Meinung nach einfach nicht gehört.

Aber Pornos schauen ist dann ok? ^^

L5aRu(col$a


Ich hatte grad den Gedanken - also das, was heutzutage an Nacktheit und Sex in banalen Fernsehfilmen zu sehen ist, wäre vor einigen Jahrzehnten auch noch skandalös gewesen. Damals gab es deutlich rigidere "Sitten", "man tut so etwas nicht"; "das geht nicht". Nun ist das lockerer geworden, aber ab einem bestimmten Punkt gibt es immer noch dieses rigide "das verstößt gegen die Sitten, das tut man nicht".

Warum gibt es das? Es stellt sich die Frage, welchen Sinn das starre Festhalten an Regeln, die mehr oder weniger Selbstzweck sind, überhaupt hat. Klar zu erkennen ist, dass solche Aussagen immer aus der konservativen Ecke kommen, und wenn ich da auch an meine persönlichen Erfahrungen denke, wenn ich mir die Frage stelle "welchen Sinn haben starre Wertesystem und der Zwang, daran festzuhalten", dann ist die Antwort - Unsicherheit. Angst vor dem Leben, vor der Welt und vor anderen Leuten wird dadurch kompensiert, dass starre Regeln aufgestellt werden. Hexenverfolgung geht auch in die Richtung - im Grunde haben die Kirchenoberen lediglich Angst vor der Macht mutiger, emanzipierter Frauen. Von daher werden brutale Regeln aufgestellt, aber die wirklich kleinen, armseligen in der Geschichte sind die Kirchenleute, nicht die Hexen.

Nicht anders erscheint es mir auch hier. Leute, die sich über sowas aufregen, erscheinen mir im Grunde klein, feige und ängstlich, und starrer Regeln, an denen sie sich festklammern können, bedürftig. Frauen, die den Mut haben, sich so zu zeigen, sind eher stark und groß, und machen dem ein oder anderen Mann daher möglicherweise Angst. Dieser missbraucht dann Moral und Ethik, um Regeln nach der Art "sowas tut man aber nicht" zu formulieren, um seine eigene Armseligkeit zu kompensieren.

PAaoul_R6everxe


Aber Pornos schauen ist dann ok? ^^

Gegen Menschen, die sich soetwas ansehen habe ich überhaupt nichts.

Frauen, die den Mut haben, sich so zu zeigen, sind eher stark und groß

Eigentlich ein perfektes Beispiel für das, was ich in meinem ersten Beitrag hier geschrieben habe ;-D

Sich auszuziehen ist nichts von dem. Nicht stark, nicht mutig, nicht groß. Es ist das Einfachste was ein Mensch tun kann. Und dafür zelebrieren sich solche Leute selbst und suchen den Beifall der Mitmenschen. Oberflächlich das Ganze.

Es ist, meiner Meinung nach, kein gutes Verhalten. Und deswegen gibt es Regeln (nicht nur Gesetze). Um schlechtes Verhalten zu vermeiden. Manch einem mag das egal sein. Ist ja auch gut so: Unterschiedliche Menschen, unterschiedliche Meinungen.

Ich glaube aber kaum, dass deine "Egal was man tut, es ist super!" Einstellung zu einer besseren Gesellschaft führen würde.

P{lüschQbiexst


Früher hieß es, wer nichts wird, wird Wirt.

Heute müsste es heißen, wer nichts wird wird Camgirl.

CzomraOn


Sich auszuziehen ist nichts von dem. Nicht stark, nicht mutig, nicht groß. Es ist das Einfachste was ein Mensch tun kann.

Ausziehen ist leicht.

Glaubhaft vermitteln, dass man geil wäre, das ist schon bisschen Kunst.

Und perfekt ist es erst, wenn du es auch noch umsetzen kannst.

Wenn du glaubst, das wäre leicht, dann lass dich deine Partnerin mal dabei filmen. Ich möchte fast wetten, dass du dir noch nie im Leben so verlegen vorkamst wie in diesem Moment, wenn die Kamera an ist. Vielleicht "klappt" es noch nicht mal. ;-)

s{chneck=e19x85


Wenn man sich an diesem Exhibitionismus aufgeilt (z.B. Pornos schaut), dann ist man definitiv an der "Industrie" beteiligt und bestimmt Angebot und Nachfrage mit (und ich schließe mich da selber mit ein!).

Andererseits empfinde ich es schon so, dass es im Bereich der Sexualität ein "Höher, schneller, weiter!" gibt. Ich habe mich vor 11 Jahren hier bei med1 registriert, weil ich im Sexualtiätsforum stöbern und schreiben wollte.

Erst kürzlich habe ich mal wieder in den Zweig Sexualtechniken geschaut: Ich muss sagen, die Themen sind ähnlich geblieben, aber für mich persönlich ist da schon eine gewisse "Abstumpfung" bzw. "Suche nach dem Kick" zu lesen. Zum Beispiel, wenn eine Frau nach AV blutet und Schmerzen hat, aber es dennnoch "machen will". Da bezweifle ich doch ganz stark, dass sie das wegen einer unabhängigen Entscheidung will, sondern weil sie irgendwie (vom Partner, von der Gesellschaft, von den eigenen Erwartungen) zu diesen Ecken der Sexualität getrieben wird.

Von diversen Strömungen werden die Verweigerer dieser Spielarten als "Stinos" (Stinknormalos) oder praktizierende "Vanilla-Sex"-Typen bezeichnet. Auch wieder irgendwie abwertende Prädikate. Dabei sehe ich zwei Punkte für die Sexualität als entscheidend an:

a) Die Differenz zwischen fiktionaler / filmischer Geilheit und dem realen Erleben

b) Auch Sex ohne extrem ausgefallene Praktiken (wie z.B. Harnröhrendilatator, BDSM, Fisting usw) ist niemals Stino! Es ist jedes Mal etwas anderes, jedes mal neu, prickelnd oder erregend. Und ich finde es eine Schande, wenn einer Person eingeredet wird, dass sie sowieso langweilig ist, weil sie Spaß an der Missionarsstellung oder Löffelchen hat.

PRault_Re9vere


Ausziehen ist leicht.

Glaubhaft vermitteln, dass man geil wäre, das ist schon bisschen Kunst.

Und perfekt ist es erst, wenn du es auch noch umsetzen kannst.

Das wollte ich nicht unbedingt bezweifeln. Allerdings sind die letzten beiden Punkte auch nicht unbedingt notwendig.

Wir sprechen hier auch nicht unbedingt nur von dem, was man aus Pornos kennt (denn dort sind die letzten beiden Punkte, denke ich, wichtig).

Wenn du glaubst, das wäre leicht, dann lass dich deine Partnerin mal dabei filmen. Ich möchte fast wetten, dass du dir noch nie im Leben so verlegen vorkamst wie in diesem Moment, wenn die Kamera an ist. Vielleicht "klappt" es noch nicht mal. ;-)

Das werden wir wohl nie erfahren ]:D

E:hemali6ge\r NuQtzer. (#576x791)


Weil es sich meiner Meinung nach einfach nicht gehört.

Aber Pinguine tuen das auch schon seit ewikeiten um Brutsteine von den Männchen zu bekommen, und ich finde die trotzdem putzig ;-D

extrem ausgefallene Praktiken (wie z.B. Harnröhrendilatator, BDSM, Fisting usw)

ich dachte "Fisting" ist Standard?? hm...

Cxomrxan


Und ich finde es eine Schande, wenn einer Person eingeredet wird, dass sie sowieso langweilig ist, weil sie Spaß an der Missionarsstellung oder Löffelchen hat.

:)^

Es gibt einen gewissen Chic, dass anale Praktiken zum erfüllten Leben gehören wie der Zweitwagen. Außerdem wird da extrem geschwindelt und die Messlatte für unsichere Menschen sehr hoch gelegt. Das Ergebnis sehen wir - leider - auch hier im Forum, denn die unsicheren Menschen sind die, die diese Themen eröffnen (was ja nicht schlimm ist, wenn sie dadurch Hilfe bekommen). Schwanzlängenfragen sind da ja noch der harmloseste Evergreen...

Unglücklicherweise bedient der Angebotsmarkt aber diese Nachfrage (was ich dem Erotikfilmgeschäft wirklich ankreide), so dass sich alles hochschaukelt. Dabei gibt es wirklich sehr ästhetische Darstellungen, die einem Akt aus Lust und mit Liebe sehr nahe kommen. Diverse Vertriebe haben diese Lücke erkannt.

Wer weiß - da man irgendwie alles Mögliche durch hat und Steigerungen in der Plakativität der Darstellung ja kaum noch möglich sind, wird die ästhetische und natürliche Sexdarstellung vielleicht in Zukunft der neue Trend :-) . Das könnte sogar gefördert werden, wenn solche Darstellungen eben weiter ein Stück "Normalität" werden, denn nicht nur der typische männliche Single-Single-Wichser kann sich dadurch angesprochen fühlen.

MLirror`s-Edxge


Netflix -> Hot Girls Wanted.

B-Movie Qualität-Reportage über amerikanische Cam-Girls.

Von dem was ich beim durchzappen so gesehen hab, waren die Mädels durch die Bank weg vom psychischen her gleich. Irgendwo sehr verloren und "kaputt?".

Der typ hat sich an denen fast dumm und dämlich verdient. Hat einfach zimmer seiner wohnung vermietet wo die Girls dann gewohnt haben und ihre shows gemacht haben. Im kahlen, kalten kleinen Zimmerchen :/ ob das so toll ist? Denke viele von denen (in der reportage) probieren sowas einfach mal aus. Aber was ist dann?...

LiaRducolxa


das find ich beim "aufgeilen" allerdings auch problematisch.. dass man da oft Not und Elend wittert, was oft der Fall ist. Das ist dann ganz und gar nicht mehr geil sondern bedrückend.

geil sind eigentlich nur Mädels wo zu erkennen ist, dass sie das privat, und zumindest teilweise aus Lust an der Sache, und nicht nur fürs Geld, tun.

Ich hab auch mal mit einer gechattet aus der "Branche". Eine aus Deutschland, normal gebildet, normaler Job, durchschnittlich-bürgerliche finanzielle Verhältnisse, Mitte 20, sie meinte, ihr macht das halt Spaß, sie ist generell relativ offen, findet nix dabei, und dass es da auch ein wenig Geld gibt, ist ein netter Nebeneffekt., Wobei ihr cam-Verhalten zu 60% normal chat war (weitgehend bekleidet), 20% "striptease" und nur 10-20% wirklich unanständige Handlungen.

Wenn das so ist, hab ich da keinerlei Einwände.

c6osmoljighxt


Leute bleibt locker und ehrlich ...

Diejenigen, die oftmals am lautesten kleinkariert und vernichtend zetern und schimpfen - und das sind viele ! -, sind oftmals genau diejenigen, die das so arg beschimpfte angebliche moralische Elend derjenigen die sich präsentieren am häufigsten konsumieren.

Wie anders sind die in Millionenhöhe eingefahrenen Gewinne im voyeuristischen sexuellen Camgewerbe sonst zu erklären ?

Welch scheinheilige Moral ... :|N

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