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Ich habe schreckliche Angst - Heulkrampf beim Psychiater

pFrinsoessa.llxe hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Heute hatte ich meinen ersten Termin bei einer Psychiaterin. Abgesehen davon, dass ich die Frau verdammt unsympathisch finde und ich froh bin, dass ich wechseln kann, ging es mir während der Besprechung und danach grottenschlecht.

Sie hat mir nichts Neues erzählt.

Aber wie sie über eine Therapie geredet hat und was sich ändern muss...ich habe Angst, so schreckliche Angst, dass nichts von mir übrig bleibt. Dass mir jede Individualität und jede Selbstidentität wegtherapiert wird. Ich habe Angst, Dinge aufgeben zu müssen und ich habe Angst, alle meine Motivation zu verlieren.

Nach dem Gespräch, das ca. eine Stunde gedauert hatte, war ich so müde, so unendlich müde. Drei Stunden Schlaf mussten sein. Jetzt bin ich so nah am Wasser gebaut, ich kenne es nicht von mir, dass ich so schnell im Gespräch mit anderen weine. Es fühlt sich alles nur schrecklich und unerträglich an, nicht nur traurig wie sonst immer.

Ich habe Angst vor der Diagnose und Angst vor der Therapie, und überhaupt hat sie mir so viel Angst gemacht. Sie meinte, ich hätte eine latente Lebensunlust.

Ich will da irgendwie nicht wieder hin.

Antworten
N!inxi97


Magst Du vielleicht erzählen worum es denn eigentlich ging, um was für eine Therapie es sich handelt etc.? So finde ich das jetzt etwas schwierig- ":/

Allgemein: Schade, dass die Chemie nicht gepasst hat; aber gut, dass Du wechseln kannst. Vielleicht trägt ja schon die Nicht-Sympathie mit der Psychiaterin zu deinen Gefühlen bei?

Warst Du denn eigentlich alleine da? Oder hattest Du Unterstützung? Ich kann mir gut vorstellen, dass es Dir einfach zu viel auf einmal wurde und Du dich überfordert fühlst. Warte ab, lass dir den Inhalt des Gesprächs mit zeitlichem Abstand nochmal durch den Kopf gehen.

sKun<shi6ne83


Niemand zwingt dich weiterhin dort hin. Du hast die freie Wahl zu wechseln. Such dir jemanden bei dem du dich wohl fühlst. Nur dann bringt die Therapie etwas.

S$un#flowecr_7x3


Und eine Therapie will niemals nicht DICH wegtherapieren. Sondern Dein ICH von den einschränkungen befreien, welche psychische Probleme mit sich bringen.

p[rinsyessBallxe


Meine Mutter war mit dabei, allerdings nur am Anfang der Sitzung.

Ich bin dorthin überwiesen worden wegen meines Problems, dass ich meine Haut ständig aufkratze und mir Wunden damit zufüge. Außerdem hatte ich im letzten halben Jahr immer mal wieder Heulanfälle/Nervenzusammenbrüche, bei denen nichts mehr ging.

Sie hatte mir momentan nur gesagt, dass ich auf jeden Fall in Therapie gehen sollte. Die nächsten vier Sitzungen werden erst mal Diagnostik sein.

p0rinsKessHallxe


@ Sunflower_73

Das ist mein Problem. Die Einstellungen, die geändert werden sollen, weil sie ungesund sind, sind nach meinem Gefühl ein sehr großer Teil von mir. So identifiziere ich mich. Die Vorstellung, etwas davon abzulegen, erscheint unerträglich.

aBuAg233


Es gibt zwei grobe Richtungen: entweder sehr einfühlend und mit Samthandschuhen - oder das Gegenteil. Du bist an das Gegenteil geraten. Der Ärger über sie kann eine Hilfe sein. Nun aber sofort entscheiden: dort weiter machen oder wechseln. Die Grundeinstellung der Person wird sich kaum ändern.

Einem jugendlichen Autofahrer mit Hang zum Risiko kann man mit Appell an seine Einsicht in die Verkehrsregeln kommen oder der konsequenten Aufgabe: hier ist eine Autokarte mit 300km eingezeichnete Straßen, in einer Woche erfahre ich von ihnen wieviel Todeskreuze am rechten Straßenrand stehen; Anfang dort, Ende dort!

Probates Mittel bei jugendlichen Rauchern früher: "Ihr raucht jetzt so lange diese Zigarren, bis eure Hosen bis oben hin vollgeschissen sind!"

pQrins eTssalle


Ich glaube, zu mir würde ein/e einfühlsame/r Therapeut/in besser passen, weil ich generell eher sensibel bin. Wenn ich über meine Gefühle rede, dann bringen mich solche heftigen Aussagen nur zum Weinen und machen mir Angst.

agug023x3


also dann nach einer solchen Therapeutin gesucht! Ärzte wissen in der Regel, wie die Therapeuten mit ihren Klienten umgehen. Oder über andere Wege suchen. Hier schreibt auch mal wer: "kennt jemand im Großraum Hamburg einen einfühlsamen Therapeuten...?" Das braucht dann Zeit, aber es meldet sich jemand mit guten Erfahrungen. Hamburg war jetzt nur als Beispiel genannt!!

EdhemjaliNger Nutze9r (#5d28611x)


Aber wie sie über eine Therapie geredet hat und was sich ändern muss...ich habe Angst, so schreckliche Angst, dass nichts von mir übrig bleibt. Dass mir jede Individualität und jede Selbstidentität wegtherapiert wird. Ich habe Angst, Dinge aufgeben zu müssen und ich habe Angst, alle meine Motivation zu verlieren.

Nach dem Gespräch, das ca. eine Stunde gedauert hatte, war ich so müde, so unendlich müde. Drei Stunden Schlaf mussten sein. Jetzt bin ich so nah am Wasser gebaut, ich kenne es nicht von mir, dass ich so schnell im Gespräch mit anderen weine. Es fühlt sich alles nur schrecklich und unerträglich an, nicht nur traurig wie sonst immer.

Oh... Ich fühle mit dir! :°_

Ich war genau so drauf und hatte auch diese Gefühle. Und diese Ängste, dass von mor nix übrig bleibt.

Auch mein Therapeut war mir zu Anfang unsympathisch. Heute schätze ich ihn sehr und fühle mich, als wäre ich endlich ich. Als wäre ich wieder richtig rum. Wie einen Pullover, den man wieder auf Rechts gedreht hat :-D

Erkundige dich, ob du die 5 probatorischen Sitzungen bei je einem Therapeuten verbringen kannst.

Manche KK sagen, dass du 5 Sitzungen bei 5 Therapeuten machen kannst, andere sagen 2 da 3 da.

Musst du gucken.

Hab leider sonst keine Rat für dich, außer an der Therapie weiter festzuhalten. Lass dich nicht abhalten, nur weil du vielleicht bisschen Zeit brauchst um einen passenden Therapeuten zu finden!

Kopp hoch, auch wenn der Hals dreckig ist!

Von dir geht nichts verloren. Du wirst das, was dir irgendwann "fehlt" bestimmt mir neuen Gefühlen wie mehr Selbstbewusstsein, Lachen, Freude und Sicherheit füllen können!

So war es bei mir.

Sei stark! Du bist so weit gekommen, da schaffst du die Suche nach einem Therapeuten auch.

Deine angst und Unsicherheit ist ok und normal. Du stehst an einem Scheideweg in deinem Leben. Ist ok, wenn du verunsichert bist!

:)* :)* :)*

pDrinsfesxsalle


Danke für die lieben Worte...

Ich hatte bei der Therapeutin das Gefühl, dass sie nur irgendwelche Phrasen herunterbetet. "Es geht vielen so, du bist nicht alleine." Ich habe nie verstanden, wen das bitte wie und warum aufmuntern soll? Toll, es geht noch anderen Menschen absolut kacke. Super, es gibt noch mehr Leiden auf der Welt. Große Klasse?

Sie meinte zu mir, ich müsse meine Anforderungen auf ein Mittelmaß zurückschrauben und dabei ist bei mir alles durchgebrannt, Mittelmaß als Anforderung ist die Hölle auf Erden. Wie will man denn so etwas erreichen? Entweder es ist mir wichtig und ich will es gut machen oder es ist egal und mir ist deswegen egal, wie ich es mache. Wie soll ich denn jemals Leistung bringen und etwas erreichen, wenn ich mir meinen größten Motivator nehme. Das können andere vielleicht, aber ich nicht.

avshxee


Was erhoffst du dir denn von der Therapie? Was ist dein Motivator?

p rinsxessfalxle


Ich möchte, dass diese Anfälle aufhören, dass ich nicht mehr meine Haut verunstalte und einmal wieder glücklich und zufrieden bin. Nicht lange, aber wenigstens so...immer mal wieder.

Mein Motivator für die meisten Dinge in meinem Leben sind Unwohlsein, Angst, Druck, Ideologismus, Leidenschaft und Extremismus in Form von Sich-Hineinsteigern in eine Sache.

Jzuloey


Warst du jetzt bei einer Psychiaterin oder bei einer Psychotherapeutin? Weil oben schriebst du Psychiaterin, jetzt Therapeutin.... %:|

_sParvGat!i_


Abgesehen davon, dass ich die Frau verdammt unsympathisch finde

Kann es sein, dass du sie nur deswegen unsympatisch findest, weil sie dir sprichwörtlich den Spiegel vorgehalten hat? Aber ist das nicht besser, als wenn sie dich mit Samthandschuhen angefasst hätte? Wenn du eine Lösung für dein Problem suchst, wirst du nun mal deine Ansichten und Einstellungen zu bestimmte Dingen ändern müssen und Veränderungen können nun mal weh tun.

und ich froh bin, dass ich wechseln kann, ging es mir während der Besprechung und danach grottenschlecht.

Dass es einem nach oder während einer Sitzung schlecht gehen kann, ist normal. Glaubst du, dass das bei einen anderen Thetapeuten anders sein wird?

Ich hatte bei der Therapeutin das Gefühl, dass sie nur irgendwelche Phrasen herunterbetet. "Es geht vielen so, du bist nicht alleine." Ich habe nie verstanden, wen das bitte wie und warum aufmuntern soll? Toll, es geht noch anderen Menschen absolut kacke. Super, es gibt noch mehr Leiden auf der Welt. Große Klasse?

Der Grund warum sie das gesagt haben könnte ist, dass sich einige Patienten mit ihren Problemen allein fühlen. Sie glauben, dass nur sie unter dem Problem leiden obwohl es aber viele andere gibt, die gleiche oder ähnliche Probleme haben. Die, die sich allein mit ihren Problemen fühlen, glauben auch, dass ihnen nicht geholfen werden kann oder soll, weil sie sich schämen und/oder Schuldgefühle haben, weil sie glauben, die Verantwortung für ihren Zustand zu tragen.

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