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Therapie.. können Gründe nicht ausreichend für sowas sein?

T;heroesixa999 hat die Diskussion gestartet


Hallo liebes Forum,

ich habe ein Problem, welches ich nicht mehr gestemmt bekomme (Eifersucht, Minderwertigkeitsgefühl, kein Selbstbewusstsein.. so in die Richtung). Es belastet mich schon ewig und nun auch meine Beziehung und ich pack das einfach nicht mehr.

Nun bin ich furchtbar unsicher, ob das "reicht"? Was soll ich den Ärzten denn erzählen? Das ist irgendwie so alltäglich, viele haben das ja irgendwie. Ich habe Sorge, dass meine Gründe nicht ausreichen oder die mich wieder nach Hause schicken, dass ich nicht ernst genommen werde.

Wie ist das denn... kann das abgelehnt werden?

LG..

Antworten
H:oney91_miIt0_Minxi13


Ich kenne mich jetzt nicht so mit den Gründen für eine Ablehnung oder Zusage aus, aber ich mag dir den Tipp geben dass du dich auch An einen freien Psychologen wenden kannst. Den musst du dann zwar selber zahlen, kannst aber sicher sein dass du drangenommen wirst. Und Termine gibt es da auch deutlich schneller. Bei normalen Psychologen sind aktuell Wartezeiten von 6-24 Monate üblich.

Bei einem freien kommt man innerhalb weniger Wochen dran. @:)

B0orxlag


Man kann wegen jedem Schwachsinn zum Psychologen. Es reicht alles solange man sagt, dass es einem schlecht geht.

Wie gesagt musst du dich aber auf einen Telefonmarathon und mindestens 6 Monate Wartezeit einstellen.

TzhereFsia9x99


Hallo Honey,

ich habe gerade Deinen Geburtsbericht gelesen, das hat mich gerade zu Tränen gerührt.

danke Dir. HAbe noch nie etwas von einem freuen Psychologen gehört, befasse mich erst jetzt mit dem Thema wo es halt wirklich nicht mehr anders geht. Angenommen er würde dann eine Therapie befürworten, dann müsste ich den kompletten Zeitraum also selbst zahlen oder geht es nur ums "feststellen"?

6 - 24 Monate ist ja der Wahnsinn...!

@ Borlag,

danke auch Dir.

d.h. wenn es einem wirklich nicht gut geht, kann die Therapie nicht abgelehnt werden..? Hmm..

m<nef


Wenn er dem ganzen Krankheitswert zumisst und du eine entsprechende Diagnose bekommstist due Therapie Kassenleistung.

Ich bezweife, dass das bei "nur" Komplexen und Eifersucht passieren wird, wenn beides nicht Symptom einer übergeordneten psychischen Erkrankung ist.

mMn*ef


Achso, "freie" zahlt die Kasse idR nicht.

T=heres5ia99x9


Hallo Mnef

Ich bezweife, dass das bei "nur" Komplexen und Eifersucht passieren wird, wenn beides nicht Symptom einer übergeordneten psychischen Erkrankung ist.

Lässt sich denn so auf die Schnelle echt ein Bild zeichnen um das einschätzen zu können? Übergeordnete psychische Erkrankung.. weisst Du denn was das in dem Fall sein könnte?

Ich meine, es geht ja nicht "nur" um bissl Eufersucht und "ich trau mich das nicht zu tragen weil ich mir adrin fett vorkomme". Es ist ja viel schlimmer und geht tiefer, ist vernetzter...

Und: was wenn verkannt wird, WIE mies es mir wirklich geht und Einfluss auf mein Leben hat und ich nicht alleine rauskomme? Pech gehabt?

mNn|ef


Da ich dich nicht kenne, kann ich dazu nichts sagen. Minderwertigkeitsgefühle spielen bei vielen Krankheitsbildern eine Rolle, von Depression bis Borderline quer durch die Bank.

Wenn du so massiv leidest wird es aber auch nicht verkannt.

Ansonsten gilt dasselbe wie für alle Krankheiten: Wenn man keinen Arzt findet, der einen richtig diagnostiziert, hat man erstmal Pech gehabt, ja. Aber wieso sollte man davor Angst haben, bevor man überhaupt beim Arzt war?

TihereTsiax999


Da ich dich nicht kenne, kann ich dazu nichts sagen. Minderwertigkeitsgefühle spielen bei vielen Krankheitsbildern eine Rolle, von Depression bis Borderline quer durch die Bank.

Alles klar, verstehe. Die große Tragweite und Palette hatte ich gerade nicht wirklich auf dem Schirm :-)

Wie gesagt, das ist alles ziemlich neu, habe mich mit psychischen Erkrankungen vorher nicht beschäftigt.

Ansonsten gilt dasselbe wie für alle Krankheiten: Wenn man keinen Arzt findet, der einen richtig diagnostiziert, hat man erstmal Pech gehabt, ja. Aber wieso sollte man davor Angst haben, bevor man überhaupt beim Arzt war?

Das kann viele Gründe haben, nur um mal ein paar Ängste aufzuzählen:

- der Arzt nimmt mich / mein Problem vielleicht nicht ernst

- ich weiss nicht genau, was ich dem erzählen soll, der lacht mich doch aus

- bestimmt sind die Gründe nicht ausreichend und ich bekomme eine Absage

- was, wenn man sich nicht mag

njothkofagxa


Hallo Theresia

Deine eben angeführten Begründungen zeigen doch deutlich dein wenig vorhandenes Selbstbewusstsein. Du bagatellisierst/relativierst von vorneherein deine Probleme. Fakt ist aber, dass du leidest und das offensichtlich schon lange. Grund genug also, dir Hilfe zu holen.

Könnte dir, als Alternative bzw zweigleisige Hilfe (neben Arztbesuch beim Hausarzt dann evtl Überweisung zum Facharzt) den Besuch bei einer Beratungsstelle empfehlen. Ich war z.B. während meiner Wartezeit auf eine ambulante Psychotherapie bei einer Psychologischen Beratungsstelle der Diakonie. Dort sind die Wartezeiten kürzer. Oder wende dich an den sozialpsychatrischen Dienst deines Landkreises.

Ich bin z.Zt. in einer psychosomatischen Akutklinik wegen Depressionen. Es ist eine Klinik mit ca 300 Patienten - alles Menschen, die irgendwann erkannt haben, dass es so wie bisher nicht weitergehen kann und den "Mut" hatten, genau das einem Arzt zu sagen. Es gibt Hilfe, auch für dich. Du musst sie dir nur zugestehen :)z

Und wenn du dich irgendwo nicht ernstgenommen fühlst, geh woanders hin. Wir haben freie Arztwahl. Und auch beim Psychologen hast du 5 von der Kasse bezahlte Probesitzungen zum "Beschnuppern". Danach kannst du immer noch entscheiden, ob der- oder diejenige passt, um mit ihm/ihr eine Therapie zu machen.

Mach dich nicht klein. Du bist wichtig genug, um Hilfe in Anspruch zu nehmen! :)*

m>nef


der Arzt nimmt mich / mein Problem vielleicht nicht ernst

- was, wenn man sich nicht mag

Dann versuchst du es bei jemand anderem. Jedem steht eine Zweitmeinung zu. Und gerade bei psychischen Problemen ist das nicht selten, einfach weil das Zwischenmenschliche da eine größere Rolle spielt, als bspw. bei einrm gebrochenem Arm.

- ich weiss nicht genau, was ich dem erzählen soll, der lacht mich doch aus

Schreib dir vorher in Ruhe auf, was deine Probleme sind und wie du sie so erklären kannst, dass du verstanden wirst.

- bestimmt sind die Gründe nicht ausreichend und ich bekomme eine Absage

Dann Zweutmeinung oder als Privatleistung.

LCaRuIcolxa


wer wagt, gewinnt, oder?

Was Du schreibst hört man aber oft.. bin ich wichtig genug? hab ich nicht nur ein banales Problem das ich selber in den Griff bekommen müsste? etc

Ich denke auch, vermutlich sind die Probleme bei Dir viel tiefreichender und das, was Du beschreibst, sind lediglich die oberflächlichen Auswirkungen. Einfach so grundlos hat man nicht "null Selbstbewusstsein", das hat alles seine Ursachen.

Ich würde einen Termin bei einem renommierten Psychiater, am besten Ambulanz irgendeiner Klinik machen, und mich da mal beraten lassen.

FNaSoLxa


Zunächst widerspreche ich LaRucola. Das, was du suchst, ist ein Psychotherapeut. Du kannst das mal googlen, bestimmte Begriffe werden immer wieder vermischt. Hier [[http://www.bdp-verband.org/psychologie/psytherapie.shtml]] findest du die Unterscheidung und auch ein laar Hinweise, wann eine Therapie sinnvoll sein !kann (ich habe mir die Seite nicht weiter angesehen, kann mich also nicht für deren weitere Qualität "verbürgen". Die verlinkte Seite scheint aber soweit richtig zu sein.

Zur Wartezeit wurde schon was geschrieben, wobei ich erwähnen möchte, dass ich in zwei Großstädten beide Male binnen Wochen einen Termin bekommen habe. Vielleicht kann dir deine Krankenkasse eine Liste mit demnächst frei werdenden Plätzen schicken, ich hab sowas in Stadt 1 bekommen. Vielleicht gibt es auch einer Datenbank im Netz speziell für deinen Wohnort. Sowas habe ich auch schon gesehen.

Zu den freien Therapeuten: auf Dauer geht das ganz schön ins Geld, je nach Region würde ich auf 60-100 Euro pro Sitzung tippen. Falls du dir das dauerhaft leisten kannst oder sehr schnell Stabilisierung brauchst, könnte es eine Option sein. Ihr könnt ggfs auch ein Kostenerstattungserfahren beantragen, wobei die Erfolgschancen glaube ich nicht so gjt sein dürften. (Bei mir wurde es abgelehnt, obwohl Therapeutin und Gutachterin sicher waren, dass es durchgeht. Habe daraufhin besagte Liste bekommen).

Was andere auch schon schrieben: da du deine Probleme womöglich herunterspielst, schreib dir so detailliert wie möglich auf, wie sich deine Probleme äussern: seit wann treten sie auf? Haben sie sich verschlimmert? Was tust du in der Situation? Was fühlst du? Welche Nach-/Auswirkungen haben sie? ....?

HhoneyZ91q_mitW_Minxi13


TE

Das mit den freien Psychologen ist so:

Du kannst bei deiner KK anrufen, sagen dass du einen freien Psychologen aufsuchen willst und um eine Liste bitte, der freien Psychologen, die die KK übernehmen würde.

Danach rufst du ein paar normale Psychologen (also kassenärztliche) an, Wartezeiten über 9 Monaten sind unzurechenbar für eine KK!) und schaust ob du mindestens 5 absagen und/oder Termine über 9 Monate Wartezeit bekommst.

Danach meldest du dich bei einem freien Psychologen den die KK vorgeschlagen hat.

Die Rechnungen (für jede Sitzung!) kannst du dann mit einer schriftlichen Begründung warum du zu einem freien Psychologen und nicht zu einem kassenärztlichen gehst (zu lange Wartezeiten/ absagen) sowie einer Liste der Ärzte die dir abgesagt / Wartezeiten über 9 Monaten angeboten haben, einreichen.

Danach werden die Kosten übernommen und nachträglich erstattet.

Achte aber bitte darauf dass die KK die freien Psychologen akzeptiert!

Ich bin so nämlich auf einer Rechnung von knapp 500€ sitzen geblieben weil die KK der Meinung war dass meine freie Psychologin nicht nach einem Ansatz behandelt der rückerstattungsgerecht ist %-|

T7heeresvia99x9


Danke für Eure Antworten @:)

@ Nothofaga

Danke für Deine lieben, verständnisvollen Worte :-)

Sobald wir wieder in Deutschland sind, werde ich mal schauen ob ich dort zwischenzeitlich mal hingehen kann. Googlen kann ich zum Glück ja auch von hier. Finde es erschreckend, dass man sooo lage warten muss.

Du sagst es gibt 5 Probesitzungen, d.h. Wartezeiten können sich für JEDE Sitzung ergeben, sollten es unterschiedliche Ärtze sein. Boah.. das kann ja Jahre dauern. Wenn ich etwas apssendes gefunden habe, geht es dann schnell oder muss man nochmal warten?

Dir alles Liebe und Gute in der Klinik, hoffe es geht bald bergauf :)*

@ Mnef

Danke Dir für die Tips. Den "roten Faden" werde ich mir vorher auf jeden Fall erstellen :-)

@ LaRucola

Ich habe keinen blassen Schimmer woher das kommen soll aber ich fürchte auch, dass es tiefreichender ist. Denke nur nicht so gerne darüber nach, damit konnte man bisher gut überbrücken :-( Das mit der Klinik überlege ich mir; habe noch Kontakte zu Ärzten von einem früheren Job in einem KH

Ich bin übrigens knapp 34... der Leidensdruck ist so groß dass wirklich was passieren muss.

Danke Euch!

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