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Hospitalismus bzw Jaktation mit 17 Jahren

M{ythxox hat die Diskussion gestartet


Guten Tag med1 Community,

Ich habe mal eine Frage bezüglich eines Problems von mir. Ich "wackel" (wie ich es nenne) schon von Kleinkind an vor dem Schlafen gehen oder auch beim gemütlich im Bett liegen mit dem Kopf bzw mit meinem Oberkörper hin und her um mich zu entspannen oder einfach nur so. Ich kann das selber nicht wirklich präzise beantworten, da es mir selbst recht unerklärlich scheint.

Ich habe mich schon des öfteren darüber informiert und weiß, dass sich das im Fachjargon Hospitalismus bzw Jaktation nennt.

Doch das "Problem" an der Sache ist, dass ich sonst keine anderen Symptome des Hospitalismus aufweise. Bis jetzt halten sich meine Krankenhausaufenthalte echt in grenzen und wenn immer nur für kurze Zeit. Dazu kommt, dass ich ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Eltern/Familie habe oder auch z.B. nicht an Depressionen leide oder Verwahrlost rumlaufe. Das typische Urvertrauen ist auch vorhanden.

Das einzige was man noch erwähnen könnte ist, dass mein Vater früher auch vor dem Schlafen mit dem Kopf wackelte, doch dies ging mit ca 14 Jahren weg. Außerdem kann ich auch ohne schlafen. Es ist zwar etwas langwieriger doch es geht schon besser als vor ein paar Jahren, da fiel es mir ohne sehr schwer.

Hoffe ihr könnt mir helfen, bedanke mich schon mal im Voraus

MfG, Jannis.

Antworten
PJ6schbiyesxt


Hallo, mach dir nicht so viele Gedanken.

Das Ganze wird irgendwann einfach aufhören.

Spätestens wenn du eine Freundin hast.

In deren Beisein wirst du das sicher nicht machen, weil es dir zu peinlich wäre.

LvichztAmHHorizxont


Wenn es Dir sonst gut geht psychisch, würde ich mir darum auch keine großen Gedanken machen. Dieses "Wackeln" dient ja praktisch der Entspannung, damit man besser einschlafen kann. Dafür muss man ja nicht unbedingt irgend eine psychische Störung aufweisen. Ich wackele manchmal mit den Füßen oder den Beinen, wenn ich im Bett liege, um mich zu entspannen. Andere denken dafür eben an etwas Schönes oder so.

G6nuxmsel


Deshalb fahre ich so gerne im Schlafwagen, denn da werde ich eine Nachtlang sanft geschaukelt!

Mein Sohn pflegte auf dem Bauch zu schlafen und mit dem Kopf aufs Kissen zu "bumsen"... zur Entspannung. Er tat das bereits als Baby und hörte auf damit, als er ins Militär musste. Inzwischen ist er Familienvater und 2 seiner Söhne "bumsen" auch. Wahrscheinlich ist diese Art sich zu entspannen, vererblich...

Die Tochter dieser Familie lutscht exzessiv am Daumen. Schon im Mutterleib lutschte sie und jetzt, mit bald 14 Jahren lutscht sie immer noch. Die Schwiegertochter war auch Daumenlutscherin.

Es muss nicht immer ein psychisches Problem dahinter stecken. Die Familienverhältnisse bei uns und bei der jungen Familie sind "normal".

spchDneckxe1985


Wenn ich mich besonders wohl fühle im Liegen, dann kreise ich die Hüfte. Mein Schatz ebenso ;-D Ich habe mich allerdings nie dazu informiert, ob das irgendwie "unnormal" ist, v.a. weil mein Partner das auch macht. In Tiersprache übersetzt ist mein Hüftkreisen mit dem Schnurren einer Katze gleichzusetzen. ;-D

A!licPeimW\onderiland


Das einzige was man noch erwähnen könnte ist, dass mein Vater früher auch vor dem Schlafen mit dem Kopf wackelte, doch dies ging mit ca 14 Jahren weg.

Die Chance, dass das bei Dir in Bälde auch aufhört, ist meiner Einschätzung nach groß. Auch ich bin der Meinung, dass Du Dir da keinen Kopf machen musst. So kleine Ticks und Eigenarten gibt man oft an die nächste Generation weiter.

Bei Deinem Vater war es auch nur eine Zeit lang so und bei Dir wirds wahrscheinlich auch bald wieder verschwinden. Und wenn nicht (was ich nicht glaube) was wäre schon dabei...

v0ivxida


das ist wohl eher kein hospitalismus, sondern eher deine art dich zu entspannen. es hilft dir dich runter zu bringen. viele menschen haben so etwas...mit dem bein wackeln machen einige zB, andere setzen sich gern in einen schaukelstuhl (das schwingen durch diesen oder so wie du es machst, führt ja auch zu neurologischer stimulation). du hast es dir einfach irgendwann angewohnt und gewohnheiten abzulegen ist nunmal nicht so leicht.

ich denke, dass es ähnlich wie mit dem nuckeln am schnullern ist. mittels nuckeln können sich viele kinder selbst beruhigen und, wenn man es ihnen nicht abgewöhnen würde, würde es wohl einige auch einfach weiter machen. ich kenne zB 2 erwachsene, die auch heute noch zum schlafen am daumen nuckeln - dein wackeln ist eben dein daumen.

hospitalismus ist etwas sehr schwerwiegendes. das bekommt man nicht mal "einfach so" - auch nicht im rahmen normaler krankenhausaufenthalte.

jaktation ist ein klassiches symptom eines hospitalisms...ich würde sagen, dass es bei dir einfach zufall ist, dass deine "entspannungstechnik" wie ein schwerwiegendes psychisches symptom aussieht.

M"ythxox


Danke erstmal für die zahlreichen Antworten!

Ihr konntet mich nun doch beruhigen und mich anders über dieses Thema denken lassen. Anscheinend bin ich da nicht der einzige und wie vivida gesagt hat, ist es wahrscheinlich mit der Jaktation einfach Zufall. Wird sich schon irgendwann ändern.

Nochmals vielen Dank für eure Antworten.

MfG, Jannis

vfiv"ida


möchtest du es dir denn abgewöhnen oder hattest du einfach sorge, dass es ein symptom etwas schwerwiegendes sein könnte?

wenn du es willst, lässt es sich abgewöhnen, allerdings ist es manchmal sehr schwer sich automatisierte angewohnheiten wieder abzugewöhnen.

plüschbiest hat aber wahrscheinlich recht...bei der ersten freundin oder so, unterlässt du es vermutlich, wenn es dir vor ihr unangenehm ist @:)

M$y!tghox


@ vivida

Nein muss nicht umbedingt jetzt so schnell abgewöhnt werden. Ich mein, ich kann ja bei anderen Leuten auch ohne wackeln, ist halt nur dann ungewohnt, aber es geht. Ich wollte mich in erster Linie lediglich zu diesem "Problem" informieren und mal nachfragen,was es denn damit so auf sich hat.

Und bezüglich der Symptome. Ich fand es halt nur komisch, dass ich dieses Symptom bzw etwas ähnliches aufweise und sonst nichts anderes. Aber hat sich ja nun geklärt.

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