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Vollkommen überfordert, Burnout?

m`yst=eryx6 hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Forum-Gemeinde,

ich glaube ich bin nun an dem Punkt, wo man von "Burn Out" oder totaler Erschöpfung spricht.

Seit 1,5 Jahren übe ich einen Allround-Job aus (eigtl. als Assisten der GL angestellt), arbeite aber eigentlich für 3 Leute. Die Lage hat sich in den letzten Wochen so extrem zugespitzt, dass ich seit Langem wieder richtig Panikattacken und Ängste bekomme. Das Schlimmste ist aber, dass ich nun auch körperlich total abbaue. Ich kann seit Tagen nichts Festes mehr essen, weil sich meine Kehle so zugeschnürt anfühlt. Ich habe so großen Stein im Magen, mir ist dauernd übel. Ich habe fast ninstop das Gefühl unter Strom zu sein. Diese Unruhe, Anspannung, Nervosität im Innern macht mich wahnsinnig. Ich weiß nicht, wann ich zuletzt morgens die Augen aufgemacht habe und mich auf den Tag gefreut habe. Bin gestern heulend vor meinen Eltern zusammengebrochen, nachdem es wieder so extrem war auf der Arbeit.

Seit Wochen versuche ich eine Psychotherapie-Platz zu bekommen, stehe auf etlichen Wartelisten (bis zu 10 Monate Wartezeit), war schon bei meiner Krankenkasse (die MA schlug mir evtl.eine Reha vor, mit 28 ???)Beim Gedanken daran bekomme ich auch wieder Ängste, irgendwo weiter weg... Habe mich um Tagesklinik bemüht, auch da lange Wartezeit. Habe nun Citalopram 10mg verschrieben bekommen. Eigtl.schon letztes Jahr vom Neurologen, habe mich aber bisher nicht getraut das zu nehmen. Erste Tablette letzte Nacht genommen. Heute morgen fühlte ich mich komplett dahin. Habe geheult, innerlich so eine schreckliche Anspannung, Leere, weiß nicht wohin mit mir.

Ich habe in den letzten Wochen mich auch anderweitig vorgestellt, dachte ein Jobwechsel wäre DIE Lösung. Aber ich fühle mich zu gar nichts mehr in der Lage gerade. Ich hätte nie gedacht, dass es so extrem werden kann.

Habe vor Wochen mit meinem AG gesprochen, ihm gesagt, dass ich mir wohl psychologische Hilfe suchen werde. Aber eine Entlastung für mich ist nicht in Sicht. Ich war Ende Januar 1 Woche krankgeschrieben wg. nem Virus-Infekt. In der Fa. gings drunter und drüber ohne mich, sagt mein Chef auch. War auch letztes Jahr Sept. schon 1,5 Wo. krankgeschrieben wg Herzrhtymusstörungen. Da begann es schon extrem zu werden. Und nun bin ich wirklich wirklich voll.

Ich weiß nicht mehr weiter. Nach meinem gestrigen Zusammenbruch habe ich die Entscheidung getroffen: Ich muss da weg.Ich werde kündigen. Ein anderes Unternehmen würde mich gerne einstellen. Mir fehlt aber derzeit die Kraft dazu. Soll ich die Wahrheit sagen? Ich muss mich heute eigtl. zurückmelden... mir fehlt aber die Kraft und der Mut...

Ich glaube ich muss mich jetzt erst um mich kümmern.

Blutwerte alle OK. Meine Psyche leidet.

Antworten
Kplexio


mystery6

ich glaube ich bin nun an dem Punkt, wo man von "Burn Out" oder totaler Erschöpfung spricht.

Ist das diagnostiziert?

Ich weiß nicht mehr weiter. Nach meinem gestrigen Zusammenbruch habe ich die Entscheidung getroffen: Ich muss da weg.Ich werde kündigen. Ein anderes Unternehmen würde mich gerne einstellen. Mir fehlt aber derzeit die Kraft dazu. Soll ich die Wahrheit sagen? Ich muss mich heute eigtl. zurückmelden... mir fehlt aber die Kraft und der Mut...

Was glaubst Du denn, wie viel Zeit Du bräuchtest, um wieder genug Kraft zu haben einen neuen Job anzufangen?

mmysterPy{6


Ich habe solche hinter Kopfschmerzen. Begann vor einigen Std und wurde schlimmer. Die müssen von den blöden citalopram kommen :°( fühle mich haha unruhig, noch schlimmer als sonst und zittere. Beine tun mir auch weh. Hilfe

Bblechp>ixrat


Geh am Montag morgen direkt zum Hausarzt statt in die Arbeit. Schildere ihm die Situation, sage Du bist total erschöpft und kannst nicht mehr. Bitte ihn, Dich einfach eine Woche stillzulegen, die meisten Ärzte tun das auch ohne tiefgreifende Diagnose. Dann hast Du zumindest erst mal ein paar Tage zum Durchatmen, und vielleicht siehst Du danach schon klarer, wo's in Zukunft langgeht :)*

mTyste5r+y6


Danke Blechpirat.

Das war eine der schlimmsten Nächte meines Lebens. Ich habe keine ganze Std geschlafen. Habe so wahnsinnig trockenen Mund. Krasse Übelkeit, null Hungergefühl... Das müssen die Nebenwirkungen sein, oder? Warum sind die so extrem? Ich habe das Gefühl ich schade mir total mit den citalopram Tabletten :( als würde ich mich vergiften damit. Aber anderseits sage ich mir, dass sich das langsam einpendeln muss. Später ist meine Hausärztin im Notdienst. Das gibt mir etwas Hoffnung.

mpyBst1erxy6


Ich habe nun die Diagnose 43.0 G bekommen. Leider war meine Ärztin doch nicht da, sondern eine andere. Die schien etwas mitgenommen von meiner Geschichte... Muss mich jetzt erst mal richtig um mich kümmern und krank schreiben lassen.

Ich hoffe ich bekomme morgen eine Notfall Überweisung zum Neurologen / Psychologen.

Habe Angst vor der nächsten citalopram Einnahme :(

Zqwaxck44


Angst vor der zweiten Citalopram-Tablette ist sicher übertrieben. Bei 10 mg handelt es sich um eine Einschleichdosis, um NW möglichst zu vermeiden. Von dieser Babydosis darfst Du Dir auch kein Weltwunder erwarten, denn die niedrigste wirksame tägliche Citalopram-Dosis liegt bei 20 mg.

Charamal{a x2


Meine Frage wäre:

Was arbeitest du? Siehst du darin ein Talent oder ein Interesse, was dir liegt, verwirklicht? Wenn nicht, ist das überhaupt die richtige Arbeit für dich?

Meine Interessen konnten zu meiner Zeit kaum verwirklicht werden. Inzwischen gibt es dafür einen Markt. Ich würde mich fragen, was mir im Leben wichtig ist und wo ich Arbeit finde, die mir hier auch entgegenkommt. Auch Quereinsteigen ist möglich, wenn man dass, was tun will, gerne macht und man einen Sinn darinnen sieht.

Ansonsten krank schreiben lassen. Leider ist es in der heutigen Zeit oft der Fall, dass eine Person im Grunde die Arbeit von zweien, dreien erledigen muss. Und dann spricht man noch von Arbeitslosen. Leider bestimmt die Nachfrage den Preis und leider versucht jeder möglichst billig sich zu verkaufen, so dass letztendlich am Personal gespart wird. Es gibt hier wenige Ausnahmen und dass meist in den Bereichen, wo entweder Genussmittel, Lusuxartikel hergestellt werden oder aber gut bezahlte Lebensmittel wie im gehobenen Biobereich, eher nicht im Discounterbereich, oder man bewirbt sich bei Firmen, die eine Nische bedienen, die trotz allem, sich noch hier in Deutschland halten können. Alles andere fällt zum großen Teil durch dieses Raster durch und kann, je nach Branche auch ausbeuterisch sein.

Man kann auch vorübergehend eine artfremde Arbeit annehmen, um eine gewisse Zeit zu überbrücken, zum Beispiel Kinder betreuen, Haushalt führen oder sogar putzen gehen, wenn man einen anständigen Arbeitgeber findet und man hier Fähigkeiten haben sollte.

Wenn du nicht richtig essen kannst, dann wirst du vielleicht auch Vitamin- und Mineralstoffmängel haben, was sich wiederum auf den Stoffwechsel und auf die Psyche auswirken kann. Da sollte ein Arzt auch einmal nachschauen. B12, Vitamin D, Ferretin, Zink, Selen, Mangan, dass kann, je nach Mängel einiges im Körper durcheinanderbringen.

p,aNra*zellnuxss


@ mystery6

Du bist in der Firma mit Sicherheit unentbehrlich. Übrigens; die Friedhöfe der Welt sind voll, von unentbehrlichen Menschen. Das schrieb George Benjamin Clémenceau schon 1870 nieder. Was du jetzt brauchst ist Ruhe und Abstand. Zeit für dich und jede Hilfe, die du kriegen kannst. Burn-Out ist nix lustiges und sehr gefährlich, wenn man sich keine Hilfe holt. Ich weiß das aus eigener Erfahrung. Such dir einen guten Psychologen, der dich medikamentös gut einstellen kann. Das ist wichtig. Citalopram wird oft nicht gut vertragen. Aber es gibt natürlich Alternativen. Ich hatte/habe einen langen Weg hinter mir. Burn-Out mit 28? Ja! Du beschreibst die Bedingungen an deinem Arbeitsplatz exakt so, wie sie in der heutigen Zeit leider immer öfter zutreffen. Diese Bedingungen sind dafür verantwortlich, dass Menschen wie du und ich und viele andere noch, in den Burn-Out fallen.

Man fühlt sich unentbehrich und vor allen Dingen erst einmal unverwundbar. Das geht aber nur eine Zeit lang gut.

Wie gesagt: Pass auf dich auf und sei jetzt für dich da. Mach dir keinen Kopf um deinen Arbeitsplatz. Die meisten Leute mit Burn-Out gehen ohnehin nicht mehr an ihren alten Arbeitsplatz zurück. Das ist meine Erfahrung.

Gute Besserung für dich.

ZBitro,nyex86


Liebe TE, wenn ich deine älteren Threads mal überfliege glaube ich nicht dass du einen Burn Out hast.

Du scheinst generell einige physische und psychische Baustellen zu haben an denen du arbeiten solltest. Die Probleme die du hier beschreibst hattest du ja bereits 2011, auch das Citalopram wurde dir da bereits verschrieben.

Eine Therapie wäre wohl wirklich das sinnvollste, sonst wirst du es im weiteren Berufsleben sehr schwer haben mit stressigen Situationen und allgemeinen Belastungen umzugehen.

m-yst"ery6


Vielen Dank an jeden Einzelnen für die Antwort @:)

@ Zitrone86/Caramala2:

Ja, ich bin von "Natur" aus schon immer ängstlich, vorsichtig und sensibel gewesen. Ich bin auch schon 2010/11 in Therapie (VT) gewesen wegen eines Traumas. Damals hat sich die Angst/Therapie hauptsächlich um eine "Schluckstörung"/Angst zu ersticken, gedreht. Diese habe ich dann auch sehr gut in den Griff bekommen und konnte endlich wieder normal essen.

Bereits letztes Jahr schrieb ich in meinem Thema "Generalisierte Angststörung" und ging auch da bereits auf meine Arbeit ein, die mich bereits nach 6 Monaten zu belasten begann. Ich bin Assi der GL, schmeiße aber eigtl. quasi 4 versch.Abteilungen. Ich bräuchte dringendst Unterstützung. Das weiß mein Chef auch. Immer heißt es "Ich such ja, bald kommt jemand, bald...", aber bisher tat sich nichts. Die Auftragslage ist in diesemJahr um ein Vielfaches höher. Ich habe nun das 3fache (!!) an Projekten zu bewältigen. Das kann keiner alleine schaffen.

Da sind noch einige weitere Dinge passiert und leere Versprechungen , die mich massiv enttäuscht/deprimiert haben. Ich wusste damals überhaupt nicht, auf was ich mich bei dieser Arbeit überhaupt einlasse, da das Unternehmen neu gegründet wurde. Heute weiß ich definitiv, dass diese Arbeit nichts auf Dauer für mich ist.

Ich hatte schon sehr stressige Zeiten (Studium+Zweitstudium+Projekte in einem anderen Unternehmen parallel) und habe diese sehr gut gemeistert.

Cita wurde mir 2011 schon verschrieben? Das wusste ich gar nicht mehr ??? bzw erinnere mich gar nicht mehr an die Einnahme/irgendwelche NW. Wahnsinn, wie unterschiedlich der Körper nach einigen Jahren auf Medis reagieren kann.

@ Zwack44,

10mg Babydosis? :( und jetzt schon so krasse NW. Aber vermutlich liegts wirklich daran, dass ich derzeit so wenig esse und es deswegen ordentlich reinhaut. Ich bin heilfroh, dass ich heute Abend nicht so mega nervös bin, im Vergleich zu gestern abend.

Vitamin- und Mineralstoffmängel- hoffe ich nicht bzw. gehe ich nicht von aus. Trinke täglich meine Fläschchen Fresubin (die halten mich derzeit iwie auch am Leben, wo ich nichts runterbekomme) und mache mir fast täglich einen frischen Smoothie.

Ich hoffe nur ich kann später endlich etwas schlafen und Energie für morgen tanken..

myyst4ery6


Oh man, mir ist aufgefallen, dass mein Urin in letzter Zeit etwas gelber ist als sonst und irgendwie süßlich riecht. Jetzt lese ich, dass das auf Diabetes hindeuten kann?!? Ich habe vor einigen Jahren immer Zucker in der apo kontrollieren lassen, da war der immer normal und niedrig. Kann damit auch mein ganzes Unwohlsein zusammen hängen? Ich mache mich gerade schon wieder verrückt :(

Bin jedenfalls erst mal drei Wochen krank geschrieben..

C arajmalxa 2


Wenn man Angst hat, dann ziehen sich viele Muskelpartien dauerhaft zusammen und das wirkt sich auch auf die Organe aus, wenn der dadurch entstandene Stress lange anhält.

Der Urin kann sich immer mal verändern, Geruch, Farbe . . . Versuche deine Zeit sinnvoll für neue Alternativen zu nutzen und gehe evt. zum Arzt, wenn dich dass beruhigen sollte.

X[irfain


Also ich hatte auf den ersten 2 Monaten Sertralin 50mg total die Entfremdungsgefühle. Stand einfach da und hab in die Gegend gestarrt. Hab Tremor gehabt und war unkonzentriert.

ABER: DAS IST NORMAL!

Die meisten Patienten, die AD anfangen haben diese Nebenerscheinungen! Sie halten meistens 4-12 Wochen an. Selten länger.

Dein Körper muss damit halt erstmal klar kommen. Man greift mit den mittelchen in die Gehirnchemie ein. Das macht man deswegen auch nur, wenn es indiziert ist.

Hast du dich durchchecken lassen?

Normalerweise wird das gemacht bevor man zu AD greift... (Großes Blutbild inkl. Zuckerwerte, EKG, Allgemeine Untersuchung um körperlicher Ursachen auszuschließen)

Denn auch unbehandelte Schilddrüsenerkrankungen können zbsp Depressions- und Erschöpfungssymptome zeigen... oder Herzkrankheiten.

Bei den meisten ist es nicht so, aber sich einmal kurz durchchecken lassen tut nicht weh, wenn was körperliches gefunden wird UMSO BESSER! Das meiste kann man leichter behandeln als Burn-Out.

(Bsp Schilddrüse: Eine Tablette morgens. )

mTys?terxy6


Danke für euer Feedback. ich war gerade beim Frauenarzt und habe Urin auf Zucker untersuchen lassen, weil ich mich bis morgen sonst komplett verrückt gemacht hätte. Alles ok. Auch meine Blutwerte tip top. Alle ca. im Mittelwert der Normwerte.

GFR, LEU, ERY, HB, HK, MCV, MCH, MCC, THR, BASO, EOS, LYMP, MONO, NEUTR, LUC, FE, BZN, CHOL, CREA, GGT, GOT, GPT, CRP, TSHB.

War letztes Jahr Oktober auch beim Onkologen, der Magen, Milz, Leber und Nieren und etliche andere Blutwerte untersucht hat und er meinte besser geht es nicht. EKG und LZ EKG habe ich auch letztes Jahr Oktober gehabt wg der Extrasystolen, die vom Stress kommen.

Es sind dann wohl wirklich diese Tabletten, die mich so kirre machen. Vor der ersten Einnahme letzten Freitag ging es mir leicht besser. Naja, solange die Tabletten hoffentlich nichts Schlimmes im Körper anrichten können, ist alles gut. Am meisten macht mir neben den unruhigen Gedanken die Übelkeit und das nicht schlafen können zu schaffen. Vll nehme ich besser mal eine morgens statt abends.

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