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" Lieblingskinder "

dRana|ex87


Tut mir aufrichtig leid für dich, dass das Verhältnis zwischen deiner Mutter und dir nicht so optimal läuft.

Oh danke, aber inzwischen haben wir das bereinigt. :-) Deswegen ist mir heute überhaupt klar das sie mich unendlich geliebt hat, dass es aber leider nicht so bei mir angekommen ist. Dafür sind wir heute sehr nahe und das genieße ich. :-D

Man steckt da auch als Mutter oder Vater einfach nicht immmer drinne und so ein Kind kann sich noch nicht so ausdrücken und das noch nicht alles so zerpflücken. Deswegen verpasst man sich da einfach manchmal.

ckojsmoligxht


prima ! *:)

LvieNbex8


Und dann frage ich mich manchmal im Stillen weiter, darf eine Mutter einem ihrer " Lieblingskinder " erzählen, dass es ihr Lieblingskind ist ?

Würde mich eine Mutter diesbezüglich um Rat fragen, würde ich ihr jedenfalls davon abraten.

Meine Mutter hat meinem Bruder dieses Wissen auch aufgebürdet und ihm damit absolut keinen Gefallen getan. Er konnte nicht damit umgehen und hat sich mir, dem weniger geliebten Kind, irgendwann anvertraut, weil er mich über alles liebt und ein schlechtes Gewissen hatte. Ich habe ihm dann gesagt, dass ich es sowieso immer gespürt habe und er sich deshalb keine Vorwürfe machen soll. Es war eben einfach so. Ausgesucht hat sich das keiner von uns. Aber ihn beschäftigt das heute auch immer noch. Vor allem weil es ihm als Kind nicht bewusst war. Manchmal fragen wir uns deshalb schon, was sie als Mutter mit dieser "Offenbarung" eigentlich bezwecken wollte ":/

Sthojxo


Ich frage mich auch, weshalb man das seinem Kind sagen sollte - mir missfällt das, und ich täte es sicher nicht. Zumal es mir auch ein bisschen schräg vorkommt. Vielleicht wollte sie damit sagen, dass sie zu euch beiden einen ganz besonderen Draht hatte?
Bei meiner Schwester und mir ist es so, dass das verhältnis zwischen meiner Mutter und mir immer von Leichtigkeit geprägt war, während es mit meiner Schwester viele Schwierigkeiten und Differenzen gab und gibt, wobei die beiden da auch viel Innigkeit entwickeln. Mich würde es sehr befremden, wenn meine Mutter äußern würde, eine von uns - entweder ich der Unkompliziertheit wegen oder meine Schwester der innigen Auseinandersetzungen wegen - sei ihr "Lieblingskind". Das deckt sich nicht mit meinem Verständnis elterlicher Liebe, weder als Tochter meiner Mutter noch als Mutter meines Kindes.

Kfleixo


cosmolight

Ich denke, für eine 15-Jährige war das eigentlich ziemlich überfordernd, zumal ich mich eigentlich immer gleichberechtigt und nie gefühlsmässig nie bevorzugter von meiner Ma behandelt gefühlt habe.

Du wirst ja jetzt nicht mehr erfahren, warum Dir Deine Mutter das damals gesagt hat. Kannst Du Dich denn erinnern, aus welcher Situation dieses Gespräch entstanden war und wie es Dir damals ging mit Deinen 15 Jahren?

Weil ich mich meinen beiden anderen Geschwistern gegenüber bevorzugt fühle und weil ich weiß, dass meine beiden anderen Geschwister, meine Schwester und mein inzwischen verstorbener Bruder, die Zuneigung von unserer Mutter vielleicht mehr gebraucht hätten, als ich und mein " großer " Bruder. Meine Schwester war meiner Mutter gegenüber immer sehr anhänglich, sie ist immer um sie herum gewuselt und hat manchmal an ihr gehangen wie an einer Klette. Mein kleiner Bruder war schwer krank. Ich denke, ihm hätte deshalb da eigentlich die Zuneigung unserer Mutter mehr gehört als mir und meinem großem Bruder.

Du schreibst, dass Du nicht das Gefühl hattest, dass jemand von Euch bevorzugt behandelt wurde.

Es heißt aus meiner Sicht auch nicht, dass nur, weil Du und Dein großer Bruder die Lieblingskinder waren, sie deswegen die anderen zwei nicht auch tief geliebt hat. Ich finde, da ist schon die Problematik, denn woran misst jemand Liebe. Hat Dir Deine Mutter erklärt, woran sie ihre Liebe zu Euch gemessen hat?

Weil meine Schwester es genauso verdient hätte von unserer Mutter so tief geliebt zu werden wie ich und mein großer Bruder. Und auch weil meine Mutter nicht mehr da ist um meiner Schwester zu sagen, dass sie von ihr von Herzen geliebt wurde. Meine kleine Schwester tut mir deshalb leid.

Meinst Du denn, dass Deine Mutter das Deiner Schwester und Deinem Bruder nie gesagt hat, dass sie sie liebt?

Aber bei meiner Schwester habe ich schon das Gefühl, dass sie irgendwie mehr Zuneiung von unserer Mutter erwartet und auch gebraucht hätte. Das kommt zumindest in Gesprächen zwischen ihr und mir immer wieder so von meiner Schwester unterschwellig durch.

Ich erinnere mich nur an die Geschichten, die meine Mutter erzählt hat. Meine Oma hat auch alle ihre 4 Kinder geliebt und versucht ihre Bedürfnisse zu erfüllen. Zwei von ihnen waren fordernder. Ihre Schwester hatte nie das Gefühl, dass sie genug "geliebt" wurde, weil sie schlicht und einfach mehr Aufmerksamkeit wollte als die anderen. Genauso einer der Brüder. So war und ist die ältere Schwester auch bis ins hohe Alter und bis heute der Meinung, dass die anderen bevorzugt wurden, wobei es eher das Gegenteil war, weil sie schlichtweg von vorne herein mehr eingefordert hat. Wenn eine Mutter 4 Kinder hat, von denen zwei sowieso mehr Aufmerksamkeit fordern/brauchen, also das kranke Kind und jenes, das ständig an der Mutter klebt, könnte es ja auch sein, dass genau das der Grund war, dass Deine Mutter ein schlechtes Gewissen hatte und Dir vielleicht deswegen sagte, dass Du ein Lieblingskind warst, damit Du nicht den Eindruck hattest, dass der Mehrzeitaufwand auf die kleine Schwester und den kranken Bruder auch bedeutete, dass sie die beiden mehr als Dich und Deinen großen Bruder liebte.

Zurück blickend kann ich sagen, dass ich und mein " großer " Bruder eigentlich pflegeleichte Kinder waren, meine Schwester sehr anhänglich und mein kleiner kranker Bruder natürlich irgendwo bedingt durch seine schwere Krakheit der ungewollte Mittelpunkt der Familie. Meine Ma hat sich aufgezehrt in der Krankheit meines kleinen Bruders, ist während der vierjährigen Krankheit meines kleinen Bruders optisch um Jahre gealtert.

Pflegeleichte Kinder fordern nicht besonders viel Zeit. Das könnte bei Eltern ein schlechtes Gewissen hervorrufen.

Das verstehe ich noch nicht ganz:

Ich hab ein sehr gutes und entspanntes Verhältnis zu meiner Schwester und es bedrückt mich einfach nur ein wenig, dass ich weiß, dass meine Schwester zuneigungsmässig von unserer Mutter nicht das bekommen hat, war ihr eigentlich gefehlt hat und ich das aufgrund der persönlichen Erzählungen zwischen meiner Mutter und mir eigentlich auch ganz genau weiß.

Trotz dieser großen menschlichen Verluste hat sie nie mit ihrem Schicksal gehadert, war kein mürrischer oder Anderen ihr menschliches Glück missbilligender Mensch und hat meine Geschwister und mich mit unendlich viel Liebe und großer Herzenswäre umsorgt und keines von uns Kindern wurde jemals von unserer Ma bevorzugt.

Es wurde keiner von Euch bevorzugt, wenn ich es recht verstehe, das hieße für mich, dass keiner das Gefühl hatte, dass ein anderes Kind mehr geliebt wurde und das ist, wie Du es siehst. Trifft das zu?

Du hast das Gefühl, dass Deine kleine Schwester sich nicht geliebt gefühlt hat. Meinst Du, dass sie es so empfunden hat, dass einer der anderen drei bevorzugt wurde? Jetzt, aus heutiger Sicht. Ich gehe davon aus, dass Du nicht mehr 15 bist.

f.loz_ecxk


Ich zumindest ich bin ich froh und glücklich, dass ich eine Mutter hatte, von der ich weiß, dass ich eines der beiden ihrer " Lieblingskinder " war.

Etwas schöneres gibt es doch für eine Tochter nicht.

Hm. Wäre die Liebe deiner Mutter weniger wertvoll, wenn deine beiden weniger geliebten Geschwister gleich geliebt worden wären wie du?

qMuack#salbUerei


Ich finde es sehr irritierend, wenn eine Mutter oder ein Vater mit "Lieblingskindern" eine Liebes-Rangliste aufstellt und das dann einem der Kinder auch noch sagt. Ein einfaches "Ich liebe dich" ist super, aber mit "Lieblingskind" einen Liebesvergleich mit den anderen Kindern implizieren? Nee, finde ich sehr komisch. Ich könnte außerdem sehr gut nachvollziehen, wenn das "Lieblingskind" (ab einem gewissen Alter) bei so einer Aussage irritiert und auch sauer auf die Mutter wäre.

dwanaLe87


Und dann frage ich mich manchmal im Stillen weiter, darf eine Mutter einem ihrer " Lieblingskinder " erzählen, dass es ihr Lieblingskind ist ?

Das hätte ich übrigens auch niemals gemacht. Ich glaube nicht das man sich immer gegen das Gefühl wehren kann das einem ein Kind näher steht, aber ich finde nicht das man das ungefragt irgendwem aufbürden muss. Wenn überhaupt würde ich dem Kind mit dem es mehr harkt erklären das es mit dem anderen Kind leichter ist weil da weniger Konfliktpotential ist. Das es sich deshalb vielleicht manchmal so anfühlt als fände ich das andere Kind besser, dass ich aber jedes meiner Kinder unfassbar doll liebe und es nur auch gerne mal bequem habe. Um dann zu erklären wo unbequeme Kinder ihre Vorteile haben. Gibt es ja auch, also die Vorteile. ;-)

h%atsc:hipu


danae, sehe ich auch so.

Ich liebe auch alle meine Kinder, aber es gibt Situationen wo mir mal der eine, mal ein anderer näher steht. Das ändert sich tatsächlich öfter mal. Ich wüsste auch nicht, warum man einem Kind das sagen sollte. Unter Kindern sollte kein Konkurrenzkampf um die elterliche Liebe sein, genauso wie umgekehrt. "Papa oder Mamakind" hört man ja öfter. Ich weiß, dass auch das mal wechselt. Und wenn mein Sohn wie eine Klette am Papa klebt, finde ich das voll ok, denn ich weiß, dass er uns beide liebt und es Dinge gibt, die er lieber mit mir macht oder bespricht. Und so hab ich auch mit jedem meiner Kinder besondere Momente. Ich will mich da nicht entscheiden müssen, ob bewusst oder unbewusst.

E&hesmaliger Nu%tzer* (#52861x1)


Also wenn eine Mutter Lieblingskinder hat, finde ich das doof.

Denn die Unterschiede die gemacht werden, die spüren die Kinder.

Es sind Kleinigkeiten, wie zb für das bessere Kind mehr Lob, ein offeneres Ohr oder einfach mehr Zuwendung. Öfters mal die Frage nach dem Befinden usw.

Ich finde es nicht ok, so zu trennen und noch viel schlimmer finde ich es, wenn man es den Kindern auch nich vermittelt.

Egal ob heimlich unter 4 Augen oder wenn das schlechtere Kinder dabei sind.

Find ich nich ok sowas. :|N

EPhemalig-ert NuvtzeJr (#N528611)


"Wenn man es den Kindern auch NOCH so vermittelt"

L>ichtKAmHoriXzonxt


Wenn es so ist, die Mutter es nicht sagt, die Kinder es aber doch spüren, wo ist der Unterschied, ob sie etwas sagt oder nicht?

Und meine Güte, Mütter sind auch nur Menschen und keine Erziehungsmaschinen. Ich würde der Mutter da nun absolut keinen Strick draus drehen wollen und die Sache für mich selbst sortieren.

Ich könnte mir auch gut den von Kleio beschriebenen Grund vorstellen:

Wenn eine Mutter 4 Kinder hat, von denen zwei sowieso mehr Aufmerksamkeit fordern/brauchen, also das kranke Kind und jenes, das ständig an der Mutter klebt, könnte es ja auch sein, dass genau das der Grund war, dass Deine Mutter ein schlechtes Gewissen hatte und Dir vielleicht deswegen sagte, dass Du ein Lieblingskind warst, damit Du nicht den Eindruck hattest, dass der Mehrzeitaufwand auf die kleine Schwester und den kranken Bruder auch bedeutete, dass sie die beiden mehr als Dich und Deinen großen Bruder liebte.

Die Mutter muss nun auch entscheiden, was sie für richtig hält - nichts sagen? Dann fühlen sich die einen benachteiligt. Doch etwas sagen? Dann geht's den anderen vielleicht nicht so gut. Wie man's macht, macht man's verkehrt.

L}ich/tAmHo%riz3onxt


Im übrigen ist es auch noch ein Unterschied, ob man einem sechsjährigen Kind so etwas sagt oder einem fünfzehnjährigen. Einen Grund wird es auch haben, dass die Mutter es nicht schon früher gemacht hat. Und einen Grund wird es auch haben, dass sie es überhaupt gemacht hat (schwacher Moment? Wie gesagt, sie ist auch nur ein Mensch!).

c)osmoGlighxt


Durchweg alle von euch schreiben so wie ich auch denke, nämlich dass eine Mutter einem ihrer Kinder nicht solch ein - durchaus in Liebe ! - erzähltes Zugeständnis auferlegen sollte, weil es das bevorzugte Kind emotional doch irgendwie belastet.

Aber ich denke mir auch, dass es in Familien mit mehreren Kindern vermutlich immer ein Kind geben wird, dass von einer Mutter mehr geliebt wird als vielleicht die anderen Kinder.

Im nachhinein bin ich meiner ansonsten sich in ihrem ganzen Leben immer still und zurück haltend lebenden Mutter trotzdem unendlich dankbar, dass sie so tiefes und aufrichtiges Vertrauen zu mir hatte, um sich mir gegenüber so bedingungslos mit dem Zugeständnis ihrer Liebe zu mir und zu meinem Bruder zu öffnen.

Und ich bedaure, dass sie meine Geschwister und mich so früh verlassen hat und ich ihr nicht selbst noch einmal sagen kann, wie sehr ich mich über ihre Liebe gefreut habe und wie wichtig sie mir war.

Danke an alle für eure Antworten.

Lxieb#ex8


Wenn es so ist, die Mutter es nicht sagt, die Kinder es aber doch spüren, wo ist der Unterschied, ob sie etwas sagt oder nicht?

Bei uns war es so, dass nur ich es gespürt habe, mein Bruder hingegen nicht. In dem Fall wäre es wohl besser gewesen, sie hätte es für sich behalten, weil sie meinen Bruder mit dieser Offenbarung ziemlich durcheinander gebracht und in einen Gewissenskonflikt gestürzt hat.

Leider können wir sie auch nicht mehr fragen, warum sie meinte, ihm sagen zu müssen, dass sie ihn mehr liebte als mich. Wahrscheinlich, um ihm zu verdeutlichen, wie sehr sie ihn liebt. Für ihn hat es allerdings viel kaputt gemacht.

Und ehrlich gesagt fühlte es sich für mich dann schon auch nochmal anders an, es zu wissen und nicht nur zu ahnen.

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