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" Lieblingskinder "

h;atsschixpu


cosmolight, das wird deine Mutter gewusst haben auch ohne dass du es ihr gesagt hast! :)_

LnichtAm,Horsizoxnt


Letztendlich muss man das Gesamtpaket betrachten. War die Mutter schon immer eher manipulativ und hat solche Aussagen eingesetzt, damit ein Kind mehr für sie tut? Oder war das Verhältnis grundsätzlich zu allen Kindern liebevoll, bei manchen aber etwas anstrengender, und sie ist bei ihrer Aussage nur einem schwachen Moment erlegen? Das sollte man für sich selbst sortieren können.

S:hojo


Wenn es so ist, die Mutter es nicht sagt, die Kinder es aber doch spüren, wo ist der Unterschied, ob sie etwas sagt oder nicht?

Ich finde so eine Liebeshierarchie ganz generell total strange, besonders bei den eigenen Kindern. Mich mal oder in bestimmten Belangen dem einen Kind näher fühlen - okay. Es deshalb mehr, ein anderes also weniger lieben? Verstehe ich nicht, ehrlich gesagt.

K1l<eio


Vielleicht ist das ja auch so ein Tabuthema. Es ist mittlerweile "erlaubt", dass sich Mütter eingestehen dürfen, dass sie manchmal Ihre Babys oder Kleinkinder an die Wand klatschen wollen - was sie natürlich dann nicht tun, aber ein Kinder mehr zu lieben als das andere, das geht nun gar nicht. Es ist in Ordnung, wenn Partner eingestehen, dass die Pflege ihrer Partner an die Substanz geht und sie richtige Aggressionen oder Hassgefühle haben, aber dass ein krankes Kind dieselbe Substanz oder noch mehr aufbraucht, weil es nun einmal das Kind ist, das darf nicht sein. Fehlt nur noch, dass die Mutter eigentlich die Kinder oder zumindest zwei von ihnen in eine Pflegefamilie geben soll.

Es sind Kleinigkeiten, wie zb für das bessere Kind mehr Lob, ein offeneres Ohr oder einfach mehr Zuwendung. Öfters mal die Frage nach dem Befinden usw.

Meiner Ansicht nach ist es die Aufgabe der Eltern herauszufinden, welche Bedürfnisse die Kinder haben. Kinder sind unterschiedlich. Die einen brauchen mehr Lob als andere. Sie haben auch unterschiedliche Aufmerksamkeitsbedürfnisse. Es ist nicht immer Lob, das ein Kind braucht. Oft ist es gut, wenn es auch gezeigt bekommt, dass es nicht nur um dieses eine Kind geht, gerade, wenn es mehrere Kinder gibt. Das muss vom Kind nicht immer als gut und richtig empfunden werden. Insofern kann das hier überhaupt nicht festgestellt werden, weil die Mutter selbst nicht völlig Aufklärung darüber geben kann, warum sie was als richtige Erziehungsmethode gesehen hat. Wenn die TE nicht mehr Informationen hat, dann kann sie, wenn sie unbedingt will das Verhalten beurteilen, oder für sich eine Lösung finden, wenn es für sie immer noch ein Problem ist. Sie ist ja für ihr Wohlergehen selbst verantwortlich und nicht mehr die Mutter oder die Schwester. So lange sie von ihren eigenen Ansichten und wohl auch Schuldgefühlen der damals 15jährigen ausgeht, wird sie das Verhalten der Mutter nach diesen beurteilen. Die TE hat ja geschrieben, dass sie diese Eröffnung der Mutter mehr belastet hat und sie heute noch ein schlechtes Gewissen hat. Inwieweit sie ihrer Mutter im Nachhinein die Erlaubnis erteilt, dass diese zwei Lieblingskinder haben durfte, spielt doch keine Rolle, denn das hat die Mutter damals zu ihr gesagt. Es gibt ja Kinder, die meine das Verhalten der Eltern bewerten zu dürfen und sie wird auch wissen, inwieweit sie meint, ihre Mutter die Erlaubnis zu geben. Ich selbst finde es nicht authentisch und auch unrealistisch, zwei Menschen gleich zu lieben. Das kann ich mir nur dann vorstellen, wenn jemand selbst nur eine Möglichkeit hat andere zu lieben. Genauso utopisch finde ich die Erwartung einer bedingungslosen Liebe. Je älter Kinder werden, umso mehr vermischt sich auch der elterliche Anspruch von reiner Gefühlsebene und Sachebene. Wenn Eltern nicht differenzieren, wird Liebe auch eine Leistungssache und wenn ein Kind anstrengend wird und das wird es, je älter es wird, dann ist es sehr einfach festszustellen, welches Kind man mehr liebt als das andere. Oft wird dadurch auch die reine Gefühlsebene geschwächt oder gar zerstört. Das ist doch nichts Neues und auch hier in vielen Fäden zu lesen. Bei einem Baby fällt es einem am einfachsten es einfach zu lieben und schon da kann es sein, dass es einen mit seiner Schreierei zur Weißglut bringt. Teenager? ohjojojoj ;-D

qXumack(salb4erxei


Selbst wenn eine Mutter denkt, ein oder zwei Kinder "mehr" zu lieben als die anderen, frage ich mich, wieso sie das dem Kind so sagt. Wieso genügt da nicht "Ich liebe dich", wieso muss ein Vergleich zum Ausdruck gebracht werden? Ich kann mir die Motivation dahinter nicht erklären und in meinen Augen hat das weder für das/die Kind(er) noch für die Mutter irgendeinen Mehrnutzen, eher etwas Schädliches, also: Wozu einem Kind sagen, dass es das "Lieblingskind" ist?

LiichhtAmHHorizonxt


@ Shojo

Ich finde so eine Liebeshierarchie ganz generell total strange, besonders bei den eigenen Kindern. Mich mal oder in bestimmten Belangen dem einen Kind näher fühlen - okay. Es deshalb mehr, ein anderes also weniger lieben? Verstehe ich nicht, ehrlich gesagt.

Verstehen im Sinn von nachfühlen tue ich das auch nicht, da ich nicht einmal nur ein Kind, sondern gar kein Kind habe. (Nur eine Nichte und einen Neffen, aber das ist nicht dasselbe, und die aber im Alter so weit auseinander liegen, dass ein "Gefühlsvergleich" schwer möglich ist. Für ein Teenagermädchen fühlt man anders als für ein Kleinstkind.)


Man muss da wohl aber auch unterscheiden in tatsächlich empfundener Liebe und zwischenmenschlichem Verhalten. Ich gehe mal davon aus, dass Mütter mehrerer Kinder tatsächlich alle Kinder gleich stark lieben. Aber da die Kinder, wie alle Menschen, eben nicht gleich sind, verändert sich das Verhalten jedem Kind gegenüber individuell. Eines ist pflegeleichter, das andere problematischer, eines bekommt mehr Zuwendung (weil es sie einfordert), das andere weniger, obwohl es sie auch bräuchte. Total gleiche Behandlung ist da eben utopisch.

@ quacksalberei

Wozu einem Kind sagen, dass es das "Lieblingskind" ist?

Vielleicht, weil man einfach nicht ahnt, was es bei dem Kind auslösen könnte, und die falschen Worte gewählt hat für etwas gut gemeintes?

SWhojxo


Und ich verstehe es tatsächlich nicht. Dieses Ein-Kind-mehr-lieben. Misst man das in Kilo oder in Kubikmeter? Und wozu eigentlich?

SEhojo


Ich gehe mal davon aus, dass Mütter mehrerer Kinder tatsächlich alle Kinder gleich stark lieben.

Ich glaube, da irrst Du Dich. Manche lieben ihre Kinder ja auch gar nicht, das kann man nicht so pauschalisieren.

Verstehen// im Sinn von nachfühlen tue ich das auch nicht, da ich nicht einmal nur ein Kind, sondern gar kein Kind habe. (Nur eine Nichte und einen Neffen, aber das ist nicht dasselbe, und die aber im Alter so weit auseinander liegen, dass ein "Gefühlsvergleich" schwer möglich ist.

Und genau diesen "Gefühlsvergleich" verstehe ich eben nicht. Allerdings habe ich es auch nie verstanden, wenn meine Eltern sich so einig darin waren, mich mehr zu lieben als einander, nur weil sie im Fall des Falles beide mich gerettet hätten statt den anderen. Bei uns ist das ebenso, auch der Kerl und ich würden, wenn wir nur einen retten könnten, unser Kind retten, nicht er mich oder ich ihn. Aber das hat viele Gründe, zum Beispiel den, dass uns beiden das Leben des Kleinen wichtiger ist als unser jeweils eigenes und jeder auch vom anderen erwarten würde, das Kind zu retten. Ich würde deshalb aber nicht sagen, dass ich das Kind mehr liebe als den Kerl, es ist einfach eine vollkommen andere Liebe. Ich könnte auch nicht sagen, dass ich eine unserer beiden Katzen mehr liebe als die andere, ich empfinde einfach für beide etwas ganz unterschiedliches. Und gerade bei der Liebe zu einem Menschen, einem eigenen Kind, sind doch die Gefühle so komplex und weit und uferlos, wie kann man das denn auf die Waagschale legen und quantitativ bewerten, und das nicht nur für den Moment, sondern ganz weitreichend? Es erschließt sich mir nicht - weder vom Nutzen her noch von der inneren Systematik.

Kylexio


Selbst wenn eine Mutter denkt, ein oder zwei Kinder "mehr" zu lieben als die anderen, frage ich mich, wieso sie das dem Kind so sagt. Wieso genügt da nicht "Ich liebe dich", wieso muss ein Vergleich zum Ausdruck gebracht werden? Ich kann mir die Motivation dahinter nicht erklären und in meinen Augen hat das weder für das/die Kind(er) noch für die Mutter irgendeinen Mehrnutzen, eher etwas Schädliches, also: Wozu einem Kind sagen, dass es das "Lieblingskind" ist?

Das wäre die Frage, die die Mutter beantworten kann, die das tut.

Ich denke auch nicht, dass das nur eine "Mutter-Frage" ist, denn auch Partner verlangen doch oft, dass sie "mehr" geliebt werden als der Ex oder dass sie an "erster Stelle" stehen und für Einzelkinder ist es selbstverständlich, diese Erwartungshaltung zu haben. Warum sollte das nur eine Geschwisterebene betreffen. Jemand der andere aufgrund seiner Leistung liebt, der macht nicht immer eine Unterscheidung und kontrolliert seine Gefühle, dass es immer dieselbe "Dosis" ist. Oder was soll denn die Aussage: Das ist mein Junge! sonst aussagen, dass er an dem Tag, an dem er irgendwo gewonnen hat oder eine gute nach Hause gebracht hat, ihn liebenswerter macht, als ohne dieser guten Note bzw. guter Leistung. Viele stehen nur nicht dazu, dass das schlichtweg nichts anderes bedeutet, dass jenes Kind, das nicht nur die Gefühlsebene, sondern auch die Sachebene erfüllt, das "Lieblingskind" ist.

Ich z. B. hatte keine Geschwister und trotzdem habe ich mich von meinem Vater eben ab einem bestimmten Alter nicht so geliebt gefühlt, wie ich es mir gewünscht hätte. Als Erwachsene habe ich erkannt, dass er mich über alles geliebt hat. Das ist schlichtweg bei mir nur nicht so angekommen. Nur, weil sich ein Kind nicht "genug" geliebt gefühlt, bedeutet es auch noch nicht, dass dem nicht so ist. Ich kann mir einige Gründe vorstellen, warum die Mutter der TE es für richtig gesehen hat, der Tochter zu sagen, dass sie eines ihrer Lieblingskinder ist. Es könnte jedes Kind das Lieblingskind sein und diese Beziehung zu seiner Mutter haben:

Im nachhinein bin ich meiner ansonsten sich in ihrem ganzen Leben immer still und zurück haltend lebenden Mutter trotzdem unendlich dankbar, dass sie so tiefes und aufrichtiges Vertrauen zu mir hatte, um sich mir gegenüber so bedingungslos mit dem Zugeständnis ihrer Liebe zu mir und zu meinem Bruder zu öffnen.

Dieses Ein-Kind-mehr-lieben. Misst man das in Kilo oder in Kubikmeter? Und wozu eigentlich?

Na wie schon, wie man alles andere misst. Die Kategorien sind subjektiv und vielfältig. Das kann dabei herauskommen, wenn man ein abstraktes Denkvermögen zur Verfügung hat.

Wozu? Ich denke nicht, dass sich viele diese Fragen stellen.

[[http://www.med1.de/Forum/Cafe/719501/]]

Warum vergleicht man sich mit anderen?

LLic`htAamHJorizoMnxt


@ Shojo

Ich glaube, da irrst Du Dich. Manche lieben ihre Kinder ja auch gar nicht, das kann man nicht so pauschalisieren.

Ja, das ist wahr. Ich war kurzsichtigerweise vom Idealfall ausgegangen…

Die Frage ist für mich, ob jemand mit "Lieblingskind" tatsächlich sagen möchte "ich liebe dich mehr als die anderen", oder vielmehr "mit dir komme ich am leichtesten zurecht". Ich würde da eher auf letzteres tippen.

Aber vielleicht sollte ich mich als Nicht-Mutter mit Ratschlägen lieber heraushalten… :-X |-o

KVlexio


Ja, das ist wahr. Ich war kurzsichtigerweise vom Idealfall ausgegangen…

Klar gibt es auch die, die ihre Kinder nicht lieben, nur geht es hier ja hier der "Wettlaufe" des Mehrliebens. ;-D beleuchtet.

M{onixka65


Ich würde die Aussage der Mutter nicht unbedingt so hoch hängen. Bei mir zum Beispiel hat das immer auch geschwankt, mal gab es Jahre, da war der Ältere mein Liebling, dann wieder Zeiten der Jüngere. Momentan ist mir auch der Jüngere wieder näher.

ctosmmo!lighxt


Ich denke, Mütter brechen ein Tabu, falls eine von zugeben sollte, eines ihrer Kinder mehr zu lieben als ein anderes.

qIuacksyal*berei


Wozu einem Kind sagen, dass es das "Lieblingskind" ist?

Vielleicht, weil man einfach nicht ahnt, was es bei dem Kind auslösen könnte, und die falschen Worte gewählt hat für etwas gut gemeintes?

Klar gibt es Gedankenlosigkeit. Aber in dem vorliegenden Fall klingt es so, als seien diese "Lieblingskinder-Geständnisse" in sehr intimen Momenten und auch mehrmals vorgekommen (also nicht nur mal so nebenbei), zumindest dann fände ich ein bisschen mehr Sensibilität und Nachdenken gut platziert.
Aber mir fällt es tatsächlich auch einfach schwer, in solchen "Mehr-Lieben-Kategorien" zu denken.

Koleixo


Aber mir fällt es tatsächlich auch einfach schwer, in solchen "Mehr-Lieben-Kategorien" zu denken.

In der Regel ist mit Lieben nicht nur die Gefühlsebene gemeint. Da fällt mir diese extreme Szene in Sophies Entscheidung ein, als sie sich im KZ für eines ihrer Kinder entscheiden muss, da sonst beide getötet werden würden. So ist es also nicht, dass man nicht weiß, welches Kind man mehr liebt.

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