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Weine viel zu schnell... was tun?!

E:lafRem(ich08x15


Zusammenfassend könnte man sagen: Entweder anpassen oder gehen.

Anpassen an die dortige Kultur und Lebensweise, an die dort vorherrschende Rollenverteilung und Stellung von Mann und Frau. Kannst oder willst du dich nicht völlig aufgeben bleibt dir nur übrig zu gehen.

Im Grunde ist das nichts anderes was man Immigranten hier bei uns auch von vielen Seiten abverlangt. Anpassen oder gehen.

Dabei bedeutet bei uns anpassen aber nicht die völlige Aufgabe der eigenen, fremden Kultur und Lebensweise. Das mag in anderen Ländern und anderen Kulturkreisen anders aussehen. Genau diese unterschiedliche Auslegung von Toleranz lässt viele Gesellschaften in unseren Augen rückständig wirken.

iOndivid-uelleDMeinxung


Aber ich habe resigniert: Ich kann Dich nicht ändern, aber ich kann auch mich nicht länger ändern. Ich will Ich sein und das bin ich längst nicht mehr. Das ist kein Vorwurf, denn ich habe gerne alles gegeben. Aber wenn auch Du alles gegeben hast und es nicht reicht – nicht zum traurig sein, nicht zum glücklich sein, nicht zum angekommen sein- dann müssen wir den Tatsachen ins Auge sehen: Wir passen nicht zusammen.

....vorallem durch Umzug meinerseits und dadurch neue Leute, gesehen was ich alles in den letzten Jahren NICHT gemacht habe, was ich für ihn -auch wenn er es vielleicht nicht wollte- aufgegeben habe und das ich 'mein altes-ich' vermiss. Ich habe verstanden das sich das mit ihm nie ändern wird. Das er sich nicht ändern wird... und ich nicht für immer anders sein kann... oder will.

Ich hatte solche Angst ihn zu verlieren, dass ich mich so sehr nach ihm gerichtet habe.... als ich weggezogen bin, konnte ich nur nach mir schaun, gucken was ich wollte. Und mir ist aufgefallen, dass ich bei ihm nicht mehr ich war...

Das ist schwer, weil sich da mit der Zeit viel geändert hat... bzw. meine Reaktion sich geändert hat, je mehr 'kaputt' gegangen ist. Irgendwann wars mir gleichgültig...

ich glaub wir haben gefühlsmäßig nie gleich viel investiert. Erst habe ich zu viel reingesteckt...

Ich bin nur kein Mensch, der alles "wegwirft" wenns mal schwierig ist. Klar, jetzt wird der Einwand kommen, ob es wirklich nur "mal" schwierig ist oder insgesammt nicht mehr so toll ist. Und genau da bin ich unsicher. Wir haben viel (!) zusammen durchgemacht und es gibt auch immer gute Phasen. Wenn ich weg bin vermissen wir uns und ich freue mich, wenn wir uns wieder sehen. Er ist mir wichtig und ich möchte ihn nicht (kampflos) aufgeben. Aber natürlich, einfacher wäre es einen Schlussstrich zu ziehen. Vielleicht bin ich aber auch einfach nur schlecht im Schlussmachen, keine Ahnung

Das sind von Dir geschriebene Passagen bezogen auf Deine erste längere Paarbeziehung. Im Übrigen die letzte Erkenntnis scheint auch in Deiner Gegenwart aktuell geblieben zu sein. Das ist ca. 5 Jahre her, und irgendwie erscheinen Deine späteren Beziehung ganz genauso verlaufen zu sein. Nur die Akteure selbst haben sich verändert.

Du bist Deinen Mustern der frühen Jugend "treu" geblieben. Du hast eine unbewusste 'Vorliebe' zu unnahbaren und unzuverlässigen Männern aufgebaut. Vielleicht im Unterbewusstsein glaubend, dass Du als Frau nur liebenswert bist, wenn es Dir gelingt den Mann für Dich "richtig" zu erobern. Was Du zu schnell aufgibst dabei, die Sichtweise auf Deine eigenen Wünsche und Bedürfnisse. Du bist jemand, der schnell für eine "harmonische" Beziehung bereit ist eigene Ansprüche und Rahmenbedinungen in der Beziehung abzusenken, damit die Liebe weiter bestehen kann.

Warum es gerade diese eigenenwilligen Männer-Typen sind, die es Dir angetan haben wäre ein Thema, welches Du gründlicher hinterfragen für Dich solltest. Du bist in all Deinen Beziehungen emotional verletzt auf der Strecke geblieben. Deine Partner kamen und gingen wie sie wollten, machten einfach ihr Ding. Du hast Dich damit begnügt zu leiden, traurig darüber zu sein oder Dich in Streitdiskussionen darüber beschwert, warum Du nicht der feste Bestandteil innerhalb einer Beziehung sein kannst. Das was wirklich wichtig ist in der Liebe, Partnerin sein in einer auf Augenhöhe bestehenden Gemeinschaft.

In Deinen hier im Forum dargestellten Beziehungsverläufen gibt es sehr viele Parallelen. Es fängt sehr toll und über alle Maßen intensiv an, irgendwann ist Dein Partner der Meinung Dich am Haken zu haben und geht wieder mehr eigenen Interessen nach. Während Du gleichzeitig versuchst alles zu tun, um die Liebe aufrecht erhalten zu können. Einschließlich sich zu verbiegen für den Partner zu zunehmender zu verbiegen.

Das sind sehr destruktive Beziehungsmuster. Ob sich diese bereits in Deiner Herkunftsfamilie so ausgebildet haben (schwierige Beziehung zum Vater eventuell?) wirst Du selbstreflektiert ergründen müssen. es wird ansonsten sehr schwer in einer Beziehung so anzukommen, wie Du es Dir tief in Deinem Herzen wünschst und erhoffst. Du lebst offenbar nicht gern als Single und bist schnell bereit Dich intensiv zu binden.

Warum auch immer. Es gibt Männer die schnell "bindungswillige" Frauen an ihrem Verhalten erkennen und wissen, wie die Knöpfe bei ihr zu drehen sind. Du bist offenbar schnell zu begeistern, wenn das große Prickeln da ist. Lässt Schutzmauern schnell sinken, wenn Du Gefühle entwickelst. Selbst dann noch, wenn Dein Bauchgefühl Dir längst sagt, dass nicht alles so läuft wie Du es für Dich möchtest.

So lange Du an Deinen "Beuteschema" unnahbarer Mann festhälst, den Macho suchst der sagt wo es lang geht, wirst Du nicht Deine Bedürfnisse zufrieden ausleben dürfen. Du bist offenbar ein Mensch, der viel Nähe und Zuwendung braucht, um sich angekommen in einer Beziehung zu fühlen. Nur warum suchst Du Dir dann nacheinanderfolgend den Männertyp, der das nicht mit Dir erfüllt leben kann? Männer, die viele und große Freiräume bevorzugen. Die mit Dir denkbar wenig Gemeinsamkeiten entwickeln und bei denen Du so massiv zurückstecken musst. Auf die Art kannst Du innerlich nicht ankommen Debbie.

Dieses Muster wirst Du durchbrechen müssen oder weiterhin alternativlos mit Männern in Beziehungen leben, die Dein wahres Ich weder kennenlernen noch lieben wollen. Natürlich mag ein ruhiger geerdeter Mann nicht so aufregend sein und Deine Gefühlskurve nicht in ständige Auf und Ab's "zaubern", damit es sich richtig intensiv anfühlt. Aber er könnte Dir den inneren ruhigen Hafen geben. Worte und Taten so leben, wie Du es brauchst als Frau und Partnerin. Du wirst eine Entscheidung treffen müssen, ob Du die ewigen Dramen um die Liebe weiterhin so leben willst wie bisher. Oder ein Mann die Chance in Deinem Leben bekommt dieses Muster mit gutem Beziehungsverhalten Dir gegenüber zu durchbrechen.

E-hemailiZger Nuatzerw (#x584110)


Hallo,

ich kann dich absolut verstehen, bei mir war das auch mal so. Jetzt kann ich überhaupt nicht mehr weinen oder ganz selten. Ich kann dir nur sagen: weinen ist besser. Lass es raus!!! Das dein Freund damit nicht umgehen kann, ist sein Problem und nicht deins. Es hätte ja auch anders sein können zB das du Gegenstände rum wirfst oder eben immer weg gehst. Was besser ist muss jeder für sich entscheiden.

Dein Freund und seine Eigenschaft dich zu ignorieren geht echt nicht und schon garnicht wenn andere dabei sind. Respekt muss sein!!!

Lg

Dbebbie{Fayxe


Ich hab eure vielen Beiträge gelesen und verstehe in vielen Punkten, was ihr meint... gerade in dem von individuelle Meinung angesprochenen gesellschaftlichen Komponenten. Gleichzeitig nutzt mein Herz das auch als Entschuldigung für sein Verhalten ihm gegenüber, was ihn irgendwie wieder liebenswerter macht.

Ihr habt eine schlechte Vater-Tochter-Beziehung angesprochen und in der Tat stimmt das. Manchmal finde ich wirklich, dass mein Verlobter sich wie mein Vater verhält... mit meinem Vater habe ich keinen Kontakt, genau wegen seinem Verhalten mir gegenüber, und ich weiß selbst nicht, wieso ich meinen Verlobten dennoch gewähren lasse.

Ich durchlebe gerade eine neuerliche Heul-Episode meinerseits und wäre euch extremst dankbar, wenn ihr mir eure Einschätzung mitteilt... übertreibe ich? Hat er recht?

Ich bin ihm ans Meer nachgefahren (nach Absprache) und wir hatten hier zwei nette Tage. Heute Abend sind wir mit zwei seiner Freunde ausgegangen und waren nett zu Abend essen. Auf dem Weg in die nächste Bar sagt er im Spaß (allerdings zum wiederholten Mal in ein paar Tagen), dass ich ja nicht seine Freundin bin und er mich nur zufällig getroffen hat. Alle wissen, dass es Spaß ist, aber mich nervt es trotzdem. Wie gesagt, der selbe Witz kam in ein paar Tagen mehrfach.

In der Bar angekommen setzen seine zwei Freunde und ich uns an einen Tisch, er setzt sich zu Bekannten, die er während meiner Abwesenheit getroffen hat und mit denen wir den Vorabend verbracht haben. Wir drei mögen diese nicht und an deren Tisch ist auch kein Platz mehr, daher halten wir Abstand. Seine zwei Freunde entscheiden in ein benachtbartes Café zu gehen und teilen ihm das mit. Er reagiert nicht weiter. Ich gehe zu ihm "Bleibst du hier?" - "Ja". "Ich finde dein Verhalten (abgetrennt von uns sitzen, mich nicht integrieren) unhöflich" - "Geh jetzt". "Ja, was soll ich auch sonst tun? Hier ist ja kein Platz" - "Geh jetzt". Ich gehe also raus und beim rausgehen läuft mir schon die erste Träne runter. Ich sage seinen Freunden, dass ich nach Hause gehe... die realisieren aber, dass etwas nicht okay ist und das Mädel läuft mir nach. Mein Verlobter kriegt das mit und als ich später zu ihm gehe ist er wahnsinnig wütend. Ich seh eine "Drama-Schlampe" und er wolle den Abend nicht mit mir verbringen.

Weitere Details erspare ich euch.

Mir ist klar, dass sein letzter Ausbruch völlig daneben war. Die Frage: War mein Verhalten so daneben?

Ich mein, klar, er kann mit anderen Leuten zusammen sitzen... aber irgendwie... ich hätte mehr erwartet?

Duebbi eCF}axye


In meinem Kopf sind gerade zwei Gedankenstränge, die sich in den Schwanz beißen:

Er nimmt mich mit zu seinen Freunden und jedes Mal heule ich (=zeige so, dass unsere Beziehung schlecht läuft, stelle ihn bloß, ruiniere den Abend). Natürlich hasst er das.

Würde er sich vernünftig/ respektvoll/ liebevoll verhalten, würde ich nicht heulen.

iqndi=vid!ue0llehMxeinung


Gerade als Verlobte sollte er Dir eine andere Aufmerksamkeit geben, als Dich mit zwei anderen Freunden allein am Tisch zurück zu lassen. Entweder hätter er sich für 10-15 min von euch mit einer kurzen Entschuldigung abgesetzt oder hätte sich damit begnügt kurz rüber zu grüßen. Ihr seid als ursprüngliche Truppe von 4 Mann weggegangen, um den Abend miteinander zu verbringen.

Er scheint ein sehr sprunghaftes und dramatisches Wesen zu haben. Was sollen so Witze ala " Du bist nicht meine Freundin ....". Den Witz an solchen Sprüchen kann ich nicht verstehen, zumal, wenn dieser noch vor anderen Leuten abgelassen wird.

Er verweigert Dir hochgradig den Respekt Debbie mit seinem Verhalten. Dich als Dramenschlampe zu bezeichnen ist weder der Situation angemessen noch zwischen euch als Partner.

Werde das Gefühl nicht los, dass er aus Dir eine gefühllose und abgestumpfte Frau machen will. Die er dressieren kann, bis es für ihn passt. Wenn er vorhatte sowieso den Abend ohne Dich verbringen, passt sein Verhalten sehr gut. Er schikaniert Dich vor anderen Leuten so lange, bis er wieder Deinen Punkt erreicht hat, dass Du es emotional nicht aushalten kannst.

Mit diesem Mann Debbie, ob Du es lesen magst oder nicht, wird es keine Liebe und kein Verhalten auf Augenhöhe geben. Nicht alles ist rein kulturell zu entschuldigen. Vieles an seinem Verhalten ist auch Charaktersache, es zwingt ihn niemand Dich wie eine Zufallsbekannte zu behandeln. Er legt es in meinen Augen direkt drauf an, Dich so vor anderen runter zu setzen, damit er wieder Ruhe vor Dir hat.

Such Dir einen Partner, der es versteht mit Dir auf Augenhöhe und dem nötigen Anstand umzugehen. Diese Beziehung ist weder respektvoll noch mit dem Herzen liebevoll geführt. Daran wird sich nichts mehr ändern Debbie. :(v

LyichtARmEHoKrizoxnt


Ich komme nicht darum herum, mich (erneut) zu fragen, was für merkwürdige Freunde er hat/Ihr habt. Geigt ihm da keiner mal die Meinung? Wenn ich einen Freund - bzw. "Freund" - hätte und sähe, dass er seine Verlobte so behandelt, könnte ich nicht an mich halten. Es sei denn, ich bin genauso ein ich verkneife mir das Wort..

Und selbst wenn ich wäre wie die "Freunde" und Dich genauso sähe wie er - dann würde ich ihn danach fragen, warum er noch mit Dir zusammen ist.

Gehen die anderen Männer da auch so mit ihren Frauen um? Kann ich mir nicht vorstellen.

Ich gehe zu ihm "Bleibst du hier?" - "Ja". "Ich finde dein Verhalten (abgetrennt von uns sitzen, mich nicht integrieren) unhöflich"

Wie hätte er geantwortet, wenn Du statt dessen gesagt hättest "ich fände es schön, wenn du dich mit zu uns an den Tisch setzt"? Auch "Geh jetzt"?

Doeb=bieQFayxe


Es ist ja - an sich - nichts dabei, wenn er sich für einige Zeit zu seinen Bekannten setzt.. mich hat einfach die Art gestört: ohne etwas zu sagen. Und dann, als wir gegangen sind, ebenfalls: ohne etwas zu sagen, ohne Bescheid zu sagen, wie der restliche Abend verlaufen soll... ob er nach kurzer Zeit zu uns kommt oder was auch immer.

LichtamHorizont: Es stimmt, ich hätte meine Aussage auch positiv formulieren können. Dann wäre vermutlich kein "geh jetzt" gekommen, aber dennoch eine genervte Reaktion a la "Wieso darf ich - nachdem wir jetzt 2 Tage am Stück verbracht haben - nicht auch mal Teit mit anderen Leuten verbringen?!"

Das Gefühl, dass er den Abend ohnehin ohne mich verbringen wollte und es somit darauf angelegt hat, hatte ich auch zwischendurch - bzw habe ich bei solchen Streits immer wieder. In der Tat fand ich ihn nachmittags schon irgendwie "grummelig" und etwas distanziert - komisch, denn in den zwei Nächten zuvor hatte er mir mal wieder seine totale Liebe beschworen.

Er ist dann nachts irgendwann sehr betrunken zurück gekommen. Seitdem ignorieren wir uns und ich weiß nicht recht, was ich nun mit ihm und der Situation anfangen soll?!

Wie gesagt: Ich verstehe durchaus, dass mein dauerndes Weinen ihn kolossal nervt. Gerade vor seinen Freunden. Ihm dagegen fehlt jegliche Empathie dafür, dass sein Verhalten vielleicht nicht ganz so großartig ist, mich zum Weinen bringt. Das wird er auch, ganz egal wie oft ich versuche mich zu erklären, nicht verstehen.

Und wieder.... war die Situation (wenn man die Vorgeschichte mal weglässt) tatsächlich so dramatisch, dass heulen angemessen war?!

nvimuLe88


Debbie - so wie du diese Beziehung und euer Verhalten beschreibst, kann dir mMn nur eine Therapie weiterhelfen. Du steckst da so tief drinnen in dieser Abhängigkeit, da kommt man alleine nicht mehr raus.

LGichteAmHor@izont


Und wieder.... war die Situation (wenn man die Vorgeschichte mal weglässt) tatsächlich so dramatisch, dass heulen angemessen war?!

Die Vorgeschichte kann man aber nicht weglassen. Auch kann man nicht weglassen, dass es sich bei ihm nicht um irgendjemanden handelt, sondern um Deinen Verlobten. Wäre er nur irgendein Bekannter, dann wäre Deine Reaktion übertrieben, ja. So ist es aber nicht.

Mal ehrlich… Wenn er Dich so weit hat, dass Du nicht mehr anfängst zu weinen, dann hat er Dich im Prinzip zu einer gefühlsfreien Marionette gemacht, die ihm ohne zu hinterfragen hinterher läuft. Oder Du bist so gleichgültig und Deine Gefühle für ihn abgestorben, so dass Du Deine Sachen packst und gehst. Beides kann er doch nicht wollen…? Ich verstehe das nicht. Ich verstehe ihn nicht. (Und Dich auch nicht, dass Du nicht endlich Konsequenzen ziehst.)

D{ebb|ieFaxye


Das Problem mit der Vorgeschichte ist ja, dass er meine Probleme mit dieser schon nicht versteht. Sprich: Er kann nicht verstehen, dass der Vorfall gestern vielleicht an sich kein Grund zum Weinen war, gekoppelt mit unserer Vorgeschichte aber schon irgendwie.

Gleichzeitig war sein Wutanfall ("Drama-Bitch") in der Situation natürlich völlig unangebracht - aber im Hinblick auf unsere Vorgeschichte (wo ich in seinen Augen andauernd grundlos weine und ihn so vor seinen Freunden bloßstelle) aber eben nicht. Deswegen, vermute ich, eskaliert jede Kleinigkeit sofort in einem so krassen Ausmaß...

Und, um den Sachverhalt richtig objektiv darzustellen: Wir hatten seine Bekannten schon am Nachmittag zufällig getroffen und sie hatten uns zum Abendessen/ einer Party später am Abend eingeladen. Es hat sich dann aber ergeben, dass wir zu viert essen waren und danach dann gemeinsam in ein Café wollten und im Anschluss dann ggf. zu der Party (wobei wir uns hierauf noch nicht wirklich abschließend geeinigt hatten). In dem Café haben wir dann eben zufällig seine Bekannten getroffen - ich verstehe also schon, dass er sich dazu gesetzt hat. Dass er sich nicht "abgemeldet" hat, ist unhöflich - aber wiederum so dramatisch nicht.

Das einzige, was ich ihm irgendwie vorwerfe, ist, dass er, als ich fragte, ob er bleibt, nur "ja" sagte und weder gefragt hat, was ich mache, noch mir angeboten hat dort zu bleiben, noch gesagt hat "ich komm später zu euch/ wir treffen uns auf der Party/ whatever. Hab ihn dann lange angesehen und es war offensichtlich, dass ich noch auf was warte - nichts. Darauf dann eben unser "Dialog". Und ja, keine Ahnung, er hätte halt was anderes sagen können als "geh".

Und ich hätte nicht heulen müssen.

Die eigentliche Frage ist aber ja, was jetzt? Wir sind uns ja alle einig, dass es so nicht weitergehen kann. Ich hab in unserer Vorgeschichte eine Litanei an Dingen, die er getan hat, die mich verletzen. Es ist unfair, ihm das ewig vorzuhalten, aber ich bin einfach auch nicht drüber weg. Ich bin (vermutlich wegen dem) chronisch unzufrieden in der Beziehung: Das befreundete Pärchen mit dem wir gestern weg waren, war so süß zu einander und ich will das auch! Er war am Anfang so, aber jetzt nicht mehr... und klar, im Laufe einer Beziehung nimmt das süß-miteinander-sein bestimmt ab, aber es fehlt mir. Wir küssen uns kaum noch richtig... ich liebe küssen, habe ihm das mehrfach gesagt, er sieht das Problem nicht... könnte ich vielleicht noch mit leben, hätte er nicht gleichzeitig "fremdgeküsst" und das Mädel bei unserem "Dreierversuch" förmlich abgeschleckt. Küsst er also nur mich nicht gerne? Will ich mit ihm drüber reden, blockt er ab... ich solle keine komischen Fragen stellen, ich sei nervig.

Gerade ignorieren wir uns noch und ich hab wirklich keine Ahnung, wie lange das so gehen soll. Ich hab ihm nichts zu sagen, er mir offensichtlich auch nicht. Aber wie lange soll das jetzt gehen? Ich mein, wir sind de facto zusammen im Urlaub!

k)atia|foxx


Pack deine Sachen und fahr nach Hause, um Abstand zu bekommen. Ich finde euer beider Verhalten furchtbar. Vielleicht muss man einfach irgendwann akzeptieren, dass es zwischen euch beiden kein bisschen funktioniert. Was genau macht dir so Angst, dass einzusehen?

k3atilaXfox


* das!

L"ichtEAmHLorixzont


Das Problem mit der Vorgeschichte ist ja, dass er meine Probleme mit dieser schon nicht versteht. Sprich: Er kann nicht verstehen, dass der Vorfall gestern vielleicht an sich kein Grund zum Weinen war, gekoppelt mit unserer Vorgeschichte aber schon irgendwie.

Er versteht es nicht. Muss er auch nicht. Du verstehst es aber. Also ist es an Dir, zu reagieren.

Djebbie;Fayxe


Und wie bitte reagiere ich? Erklären bringt ja nichts, er versteht es nicht bzw. will es nicht verstehen und scheint auch gerade weder Interesse an Klärung noch an einem sonstigen Gespräch zu haben.

Ich ignoriere ihn also zurück, bis es einem von uns beiden reicht oder er wieder genug "space" hatte? Das löst das Problem nicht, weder das Aktuelle noch das Generelle.

Ich weiß ja, ihr legt mir allesamt Trennung nahe. Aber ich bin da wirklich (noch) nicht zu bereit. Obwohl selbst ich zugeben muss, dass ich langsam keine echte Alternative mehr sehe. Wir sind so in unserem Muster gefangen... ich weiß wirklich nicht, wie wir das noch durchbrechen sollen. Vor allem, wenn wir doch nie über unsere Probleme reden.

Bislang sitzen wir beide schweigend nebeneinander, jeder an seinem Laptop mit sich selbst beschäftigt. Wir haben noch kein Wort miteinander gesprochen. Ich gehe davon aus, dass er spätestens in zwei Stunden wortlos aufstehen und dann ausgehen wird. Weder wird er fragen, ob ich mit will... noch mir sagen, wo er hin geht. Dann wird er nachts betrunken wieder kommen und dann geht das ganze Spiel von vorne los.

Ich weiß wirklich nicht, was ich machen soll.

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