» »

Ohne wirkliches Ziel

KNlexio


LichtAmHorizont

Ich frage mich allerdings, warum man das in jedem zweiten Satz betonen muss. Glaubst Du, anderenfalls würde jemand glauben, es sei für Dich nicht in Ordnung? Wäre es so schlimm, wenn das jemand glaubt?

Wenn jemand seine Bewertung erwähnt: ich stimme nicht zu, dann erwähne ich meine Bewertung, dass das für mich okay ist, dass er nicht zustimmt. Es ist eine Gegenüberstellung von Wertung und Wertung.

Aelbedxo


Prima, dann sind wir uns also alle einig, dass wir hier alle (zu) kompliziert denken und unterschiedliche Definitionen haben. Geht aber vom Thema weg. @ Borlag: Glaub mir und meiner Erfahrung, dass man Probleme mit dem Denken erst zu dem macht, was sie dann sind. Du wirst deinen Weg finden. Nur musst du zuerst aufhören am bisherigen Gedankennetz fest zu halten, dass du dir gewoben hast.

ZgacharUias xM


Ich schreibe hier, weil ich nicht zusehen will, wie kleinkarierte Geister den friedlichen Faden eines freundlichen Menschen so dermaßen stören, nur weil diese selbst ein massives Wahrnehmungsproblem haben.

Erinnert mich etwas and Don Quichote und die Windmühlen...

Ernsthaft mal italienisches Restaurant, du fängst an lächerlich zu wirken und störst obendrein den Faden noch massiv!

Dich nervt der TE und seine Art? --> Bleib aus den Fäden raus!

Hier findet derzeit nur deine Manipulation statt, sonst keine.

BGorlxag


Da brauchts auch keine Basis, ausser einer gewissen Liebe und Achtung zu sich selber. Es ist einfach so.

Aber da kommst Du wieder mit Deiner rational nicht widerlegbaren, aber offensichtlich völlig hirnrissen These von "man muss irgendeine besondere Leistung vollbracht haben um liebenswert zu sein".

Da ist nichts hirnrissiges dran. Warum sollte jemand einfach so liebenswert sein, oder beliebt? Jemand, der nichts beiträgt zu einem Freundeskreis? Was will man mit so einem Anhängsel? Man duldet diese Person, aber wenn sie irgendwann einfach weg ist, ists doch auch egal.

Du gehörst wohl zu den Menschen, die ein Haus nur deshalb nie bauen würden, weil man leider nicht mit dem Dach anfangen kann, oder?

Nein ich gehöre zu den Menschen, die kein Material haben und kein Haus bauen können. Ich arbeite weiterhin fleißig an meiner Strohhütte.

Welche Erkenntnisse hast Du aus dem Faden bisher mitgenommen? Ich meine also zur jeweiligen Einstellung, die da mittlerweile gepostet wurde und warum die für Dich nicht in Frage kommen bzw. was Du eventuell für Dich mitnehmen kannst?

Zunächst einmal gab es ja eine deutliche Tendenz was die Antworten auf die Eingangsfrage angeht.

Diejenigen Einstellungen, die für mich nicht in Frage kommen habe ich bereits kommentiert und Gründe geliefert.

Ich bin einfach der Meinung, dass Menschen gewisse grundlegende Ansprüche haben, die sie nicht ablegen und ohne deren Erfüllung sie nicht glücklich sein können. Höchstens aushalten, mehr aber auch nicht. Zudem bin ich der Meinung, dass man nicht immer alles in der Hand hat. Und aus dieser Kombination entsteht Unglück.

Was ich aber tatsächlich bisher aus diesem Faden mitgenommen habe ist, dass es die richtige Entscheidung war mich bisher niemandem zu öffnen. Wer Probleme hat soll gefälligst die Klappe halten und niemandem zur Last fallen. Diese Einstellung der Gesellschaft hatte ich erwartet und daher bisher alles mit mir selbst ausgemacht. Offensichtlich zu Recht. Nur beim Psychologen werde ich es noch probieren.

B$orOlag


Durch den Rest der Antworten muss ich mich erst noch durchwühlen :-)

L0aRucxola


Warum sollte jemand einfach so liebenswert sein, oder beliebt?

Weiss auch nicht, ist einfach so. Jemand, der seinen Mitmenschen aufrichtig und mit Respekt begegnet, kann ein guter Freund sein, ohne dafür weitere besondere herausragende Eigenschaften zu haben. Das einzige was mir dafür notwendig erscheint ist Achtung vor sich selber und vor seinen Mitmenschen.

Ich bin einfach der Meinung, dass Menschen gewisse grundlegende Ansprüche haben, die sie nicht ablegen und ohne deren Erfüllung sie nicht glücklich sein können. Höchstens aushalten, mehr aber auch nicht. Zudem bin ich der Meinung, dass man nicht immer alles in der Hand hat. Und aus dieser Kombination entsteht Unglück.

Das stimmt sogar, aber die Frage ist, "wie gehe ich damit um?" Und das trifft ja nicht nur auf Dich zu. Quasi jeder leidet unter diversen Dilemma, die sich aus nicht erfüllbaren Wünschen ergeben. Letztlich besteht "die Kunst des Lebens" zu einem sehr großen Teil daraus, mit Frust und unerfüllten WÜnschen umzugehen. Ansätze dazu sind z.B. radikale Akzeptanz, oder Zen-Buddhismus. Eigentlich ist der Mensch sogar so konstruiert, dass er IMMER nach mehr strebt, als er hat - eine permanente nach-irgendwas-strebe-Maschine. Das kann auf Dauer natürlich nicht gutgehen, von daher helfen nur alternative Strategien beim zufrieden-werden.

Ein gutes Beispiel dafür sind reiche, erfolgreiche Menschen, Millionäre, Schauspieler, Rockstars, die trotzdem total unglücklich, depressiv und drogenabhängig werden - weil ihre Gier zwar über weite Strecken erfüllt wird, aber sie letztlich zwangsläufig irgendwann in der Leere endet. Während der arme Buddhist im Kloster glücklich sein kann.

LoaRucqola


Im Übrlgen - wenn ich Dir mal nicht unterstelle dass das alles nur Lüge und Inszenierung sein sollte sondern Du das was Du schreibst wirklich glaubst und ernst meinst - bin ich auch fest davon überzeugt, dass das alles NICHT der wahre Kern Deiner Probleme ist. Der liegt viel tiefer. Irgendwie gibt es (oder sollte es zumindest geben) so einen "guten Kern" in der Persönlichkeit, einen "Wert", eine Grund-Positivität an sich, ein "bedingungslos geliebt werden/wertvoll sein", und der ist bei Dir nicht vorhanden, zerstört. Irgendwer oder irgendwas muss Dich mal so verletzt haben dass tief in Dir etwas sehr grundlegendes kaputt ist.

Das meine ich im Grunde sogar dann, wenn ich davon ausgehe, dass das alles nur Manipulation und Inszenierung ist, denn das wäre dann auch der Grund für selbige.

Du scheinst mir - so oder so - das Opfer von schwerer seelischer, oder auch körperlicher, Misshandlung zu sein.

Bfor-lhag


Ich möchte mal Borlag erklären - und Borlag kann dann sagen, ob ich falsch lag:

Borlag hat eine mittelschwere bis schwere depressive Phase, eine Lebenssinnkrise.

Hoffentlich ja. Ich selbst denke eher, dass ich einfach nur realistisch bin. Hoffentlich ist daraus eine Depression entstanden, der ich entgegenwirken kann. Sonst weiß ich nämlich nicht, was ich tun könnte.

Denn genau das tust du.

Du hälst an der Sinnlosigkeit fest, die du loswerden willst. Wenn man in einem Auto sitzt und gleichzeitig Gas gibt und auf die Bremse drückt, passiert dasselbe: Stagnation. Stagnation kann einen runterziehen. Sie bestätigt dieses Babuschka-Spiel, startet es von Neuem. Immer und immer wieder. Sie zieht einen runter, das Feuer der Depression bekommt neue Holzscheite. Aber Stagnation hat auch etwas Tröstliches: Stillstand liefert wenigstens die Illusion einer Sicherheit. Vor einer Welt, die zuviel geworden ist für einen selbst. Vor dem eigenen Selbst, das man gleichermaßen "liebt" und haßt. Vor dem ziellosen Denken, ungesteuerten Gedanken, die einem in die Suppe spucken und überall ein Haar finden, in jeder Suppe. Und wenn sie keins finden, dann kritisieren sie den Teller. Und wenn der ok ist, liegts am Tisch. Oder am Boden. Oder daran, dass es Samstag ist. Oder....

Meiner Meinung nach steckt da natürlich keine Sinnlosigkeit hinter. Sonst würde ich ja nicht "daran" festhalten. Für mich ist es eine ganze nüchterne Betrachtung der Realität. Ein Aushalten (mehr oder minder) der Realität, deren Existenz ich akzeptiere, deren Auswirkung aber nicht. Ich will nicht das sein, was ich sein kann. Weil das, was ich sein kann mir (und allen anderen) nicht genug ist.

Ich bin lösungsorientiert. Nur sehe ich für wenige meiner Probleme eine Lösung. Was ich nicht sehe kann aber dennoch da sein. Und so erkundige ich mich, frage nach, lese nach und stoße immer auf das, was ich schon geahnt hatte: Es geht nicht. Also arbeite ich weiter an den Kleinigkeiten, die ich ändern kann und weiß aber, dass es bezogen auf die angestrebte Zufriedenheit, doch nichts bringen wird.

Und erneut startet die Endlosschleife. Erneut zieht sie einen runter, schafft aber auch Sicherheit. Die Ironie ist: Durch dieses Geflecht aus Wenn-Aber-Nicht-Dann-Aber-Auch-Nicht bist du wie ein Angeklagter, der sich jedem Schuldspruch entziehen kann. Und das ist auch so, es ist direkt so, denn dein Selbsthaß startet nichts anderes, als ein regelmäßig wiederkehrendes, inneres Tribunal. Du stehst täglich vor deinem inneren Kadi, nicht wahr? Und zwar immer auf der Angeklagten-Bank, nicht? Was du also tust, ist das Normalste auf der Welt: Du schützt dich.

Es ist vorallem Hass, der von Außen kommt. Nicht ich klage mich an, meine Umwelt tut es. Wer nicht gut genug ist wird ausgeschlossen, belächelt, beschimpft, gemieden.

Und genau diese Funktion üben diese Gedanken-Netze aus. Schutz. Sicherheit. Sie liefern dir Hundert Millionen Gründe DAGEGEN - und Gottlob keinen einzigen, funktionsfähigen DAFÜR. Die Rechnung geht auf. Fast! Denn da ist noch ein übrig gebliebener Gedanke. Der fragt nach: "Wie sieht's 'n aus so, mit Leben? Ich mein' ja nur. War's das schon oder was?" Und mit diesem Gedanken rechnet dein Netz nicht. Darauf hat es keine Antwort. Also suchst du eine. Aber gleichzeitig möchtest du auch nicht die Sicherheit des Netzes loswerden. Schliesslich beschützt es dich vor dem, das dahinter ist: Einer alles umfassenden Leere. Gefühlen, die so zermürbend sind, dass man sich vor ihnen fürchtet. Dann lieber Gedankennetze bauen, Gründe finden. Das ist wie ein Schleier, der da drüber liegt. Wenn da nicht dieser EINE Gedanke wäre...

Das ist fast richtig. Ich vermeide Gefühle, die definitiv entstehen werden. Aber nicht, weil ich diese Gefühle niemals erleben möchte, sondern weil ich sie andauernd erlebe und weiß, dass nichts Anderes auf mich wartet.

Ich weiß in der Regel was geschehen wird. Bei unlösbaren Problemen Misserfolg. Demütigung. Bestünde die Chance dadurch etwas zu erreichen, etwas zu ändern würde ich diese Gefühle ertragen. Warum aber ertragen nur um zu ertragen? Ich finde keine Gründe, sie finden mich.

Borlag, das wird sich ewig so weiter drehen - und das weisst du auch. Du weisst ganz genau, was los ist in dir. Du willst dir selbst nicht helfen, weil das hiesse diese vermeintliche Sicherheit aufzugeben. Weil es KÄMPFEN hiesse. Dann auch noch ohne ein Ziel. Ohne einen Grund. Ohne Wärme, ohne Liebe, ohne irgendetwas. Wie Soldaten, die in einem Krieg für ein Land fallen, das sie nicht kennen, das ihnen nichts bedeutet, das sie im Stich liess. DAS ist das wahre Gesicht der Depression: Eine ekelhafte Fratze der Unmenschlichkeit.

Ich helfe mir so gut es geht.

Hmm, ich erzähl dir mal was:

Ich nahm Psychopharmaka, es brachte nichts. Ich machte ein paar Therapien[...] [ich kürze an dieser Stelle nur wegen der Zeichenbeschränkung in Beiträgen]

Es ist mir egal, das alles ist mir egal.

Selbst ein Sinn - ob es ihn gibt oder alles nur ein schlechter Scherz einer betrunkenen Gottheit war - selbst das ist mir egal.

Aber leben - das Leben ist mir NICHT egal!

Denn ich möchte gerne leben. Ich möchte es gerne er-leben, dass meine Kinder in mir einen guten Vater sehen. Sollte ich denn jemals welche haben, nebst einer Frau. Ich will leben. Das weiß ich spätestens seitdem ich damals in der Intensivstation aufwachte und es echt zunächst für das Leben nach dem Tod hielt. Meiner erster Gedanke war: Chlor? Es gibt hier Chlor? Chemie? Naturgesetze? Was soll die Scheiße? Danach heulte ich, als ich begriff. Und danach freute ich mich. Dass ich atmen DARF! Dass mir jemand meinen Arsch rettete, ein Jemand, den ich nie kennen gelernt habe - und dem ich alles schuldig bin. Der nie ein Danke wollte. Der einfach nur seinen Job machte. "Nur". Ich bin ihm oder ihr zutiefst dankbar. Denn durch ihn oder sie kann ich leben.

Und ich will leben.

Willst du das auch?

Frag dich das! Diese Frage ist allein DEINE Sache - geht hier niemanden etwas an.

Und komm mir nicht mit "Ja, wenn ich sowas erlebt hätte, dann..." <- Denn es ist dieselbe Gedanken-Scheiße, wie alles bisherige auch - und du weisst das. Man kann Schicksale weder skalieren, noch vergleichen, noch Wettbewerb damit treiben. Du hast deine eigene Geschichte, dein eigenes Wesen - aber ganz ähnliche Probleme. Jeder im Heim hatte seine Story, keiner war besser oder schlechter. Red dich nicht raus, steh zu dir selbst. Selbst, wenn du nicht weisst, wer das sein soll, dieses "ICH". So Scheiße kann es gar nicht sein.

Du schreibst deine detaillierte Geschichte doch sicher nicht ohne Grund nieder. Du möchtest etwas bewirken. Was wenn ich nicht den Vergleich zu meiner eigenen Situation ziehen darf? So ist deine Aussage nur "Ich kämpfe.". Willst du mir das sagen, oder nicht doch etwa "Kämpfe auch!"? Ohne einen Vergleich kann der Sprung von "Er kämpft" auf "Ich kämpfe!" nicht geschehen.

Darf ich vergleichen? Du deutest es an, wenn du schreibst

Du hast deine eigene Geschichte, dein eigenes Wesen - aber ganz ähnliche Probleme.

Wenn ich vergleiche, dann sehe ich, dass sich unsere Probleme ganz klar voneinander unterscheiden. Mir erscheinen sie nicht ähnlich.

Du kämpfst. Das kann ich nachvollziehen. Ich kämpfe nicht (in dieser Form!). Das kann ich nachvollziehen.

Will ich anders leben? Ja.

Kann ich anders leben? Ja, wenn anders "willkürlich, ungewollt anders" bedeutet.

Kann ich anders leben? Nein, wenn anders "selbstdefiniert, gewollt anders"(=nach eigener Vorstellung) bedeutet.

B5or(laBg


Entschuldigt bitte, wenn ich die restlichen Beiträge später kommentiere.

LQicht\AmHor@izxont


@ Borlag

Nein ich gehöre zu den Menschen, die kein Material haben und kein Haus bauen können. Ich arbeite weiterhin fleißig an meiner Strohhütte.

Das ist gut.

Überhaupt scheint es mir, als hättest Du Dich nicht aufgegeben, sonst würdest Du gar nichts tun und hättest auch diesen Faden nicht aufgemacht. Du tust ja aber etwas, auch wenn Dir die bisherigen Erfolge noch nicht reichen. Du gibst nicht auf. Und das finde ich gut.

Ich bin einfach der Meinung, dass Menschen gewisse grundlegende Ansprüche haben

Mein Anspruch an potenzielle Freunde ist, dass sie ehrlich, authentisch, höflich, freundlich und empathisch sind. Eine gemeinsame Gesprächsbasis sollte vorhanden sein - heißt, mit jemandem, dessen Interessen meinen ähneln, komme ich mir eher näher als mit denen, deren Interessen mich kalt lassen. (Aber auch letzteres schließt eine Freundschaft letztlich nicht aus, wenn der Rest stimmt.) Die berühmte "Wellenlänge" muss einfach richtig sein. Ob derjenige groß, klein, dick, dünn, muskulös oder schmächtig ist, ob er Vorstandsvorsitzender oder Kassierer ist, ist mir ziemlich egal. (Die Wahrscheinlichkeit, mich mit einem Vorstandsvorsitzenden zu befreunden, halte ich allerdings eher für gering… :=o )

H7ype4rioxn


In Anbetracht des komplexen Themas möchte darum bitten, das Thema fair und vernünftig zu diskutieren.

Wer nicht genügend Verständnis für das Thema und die Situation des TE hat, ist nicht gezwungen, in diesem Faden zu antworten.

Ich setze in diesem Faden einen respektvollen Umgang mit dem Thema und dem TE voraus.

Wem das Fadenthema nicht zusagt oder er seinen Gefühlszustand nicht mehr steuern kann, bitte ich darum sich des Fadens zu enthalten.

An dieser Stelle weise ich auch darauf hin, dass der Wille zur Veränderung sowie die Bereitschaft etwas an der Situation zu verbessern eine Voraussetzung für die Teilnahme in diesem Forum darstellt.

scensibuelsman


Was ich aber tatsächlich bisher aus diesem Faden mitgenommen habe ist, dass es die richtige Entscheidung war mich bisher niemandem zu öffnen. Wer Probleme hat soll gefälligst die Klappe halten und niemandem zur Last fallen.

Warum hast du so große Probleme mit Kritik umzugehen? Weder Kritikvermeidung (durch nicht Öffnen) noch Kritikblockung (jede Kritik abwehren und nicht annehmen wollen, keinerlei Ratschalag annehmen wollen, kein konstruktives sondern nahezu ausschließlich destruktiver Umgang mit Kritik) werden dir helfen. Und ja, auch manche Kritik kann falsch sein dann kann man das begründen.

Du hattest behauptet, du hättest in deinem Leben nur Misserfolge, ich hatte dich der Lüge bezichtigt, weil ich dir Erfolge aufzählen konnte und deine Aussage damit widerlegt war- darauf reagierst du aber nur blockend. Warum? Was bezweckst du damit? Was willst du damit erreichen, außer alle Menschen fortzuscheuchen? Kritik ist manchmal hart, kann aber helfen, wenn man gewillt ist, diese anzunehmen.

Ich bin lösungsorientiert. Nur sehe ich für wenige meiner Probleme eine Lösung.

Wenn du tatsächlich lösungsorientiert sein willst, dann kannst du auch mit Misserfolgen umgehen und Erfolge erkennen. Erfolge beginnen nicht beim Erreichen des Ideals, sondern sind auch kleine Schritte dahin. Wenn man einen Misserfolg hat, muss man überlegen, woran es lag und seine Methoden zur Lösung des Problems ändern. Wer z.B. immer auf die gleiche Art und Weise lernt oder trainiert, ohne zum Erfolg zu gelangen, sollte einfach mal seine Methoden ändern.

Zudem solltest du deine eigenen Ansprüche prüfen, nicht jeder mensch kann 100 m in weniger als 10s laufen- da kann er noch soviel trainieren. Aber man muss sich nicht umbedingt Probleme suchen und versuchen zu lösen, die man in der Tat nicht lösen kann. Für viele wäre es schon ein Erfolg, wenn er die 100 m in weniger als 13 s läuft.

Ob man Probleme lösen wird, hängt auch vom gewählten Problem ab. Unrealistische Probleme sind nicht lösbar (ich kann nicht 100 Sprachen an einem Tag lernen- das sehe ich als unreal und starte dazu auch sinnvollerweise keinen Versuch)- ich könnnte aber versuchen, eine Sprache innerhalb eines Jahres zu lernen, wenn ich wollte. Zu erkennen, welche Probleme für einen persönlich lösbar erscheinen, kann man probieren und versuchen- insbesondere wenn man weiß, dass andere Menschen mit ähnlichem geistigen und körperlichen Potential das auch schaffen.


Du solltest weniger versuchen, jedesmal gegen die Wand zu rennen, um in das nächste Zimmer zu kommen, sondern eventuell einfach mal nach links oder rechts abzubiegen und die Tür zu suchen- dann kommst du auch ins nächste Zimmer. Dein Problem fängt schon damit an, dass du steif und fest behauptest, es gäbe keine Tür, ohne es hinreichend geprüft zu haben. Das macht den Eindruck, als würdest du immer wieder gerne gegen die Wand laufen und dich am Schmerz ergötzen.

K.leixo


Albedo

Prima, dann sind wir uns also alle einig, dass wir hier alle (zu) kompliziert denken und unterschiedliche Definitionen haben. Geht aber vom Thema weg.

Ja, zweinigen wir uns :-)

[[https://www.youtube.com/watch?v=lrh32N7G3ag]]

BLorxlag


Weiss auch nicht, ist einfach so.

Aha und das soll ich glauben? Ich kann zumindest erklären, warum jemand nicht einfach so liebenswert und beliebt sein kann. Jemand der nichts ist, außer freundlich ist austauschbar. Es handelt sich um eine Person, die nichts beiträgt.

Wir lieben und achten nicht jeden willkürlichen Menschen. Das alleine zeigt, dass das was du schreibst nicht einfach so sein kann.

Jemand, der seinen Mitmenschen aufrichtig und mit Respekt begegnet, kann ein guter Freund sein, ohne dafür weitere besondere herausragende Eigenschaften zu haben. Das einzige was mir dafür notwendig erscheint ist Achtung vor sich selber und vor seinen Mitmenschen.

Ein kompletter Langweiler, der nur nimmt, aber nichts bietet (außer Respekt und Aufrichtigkeit). Was will man mit so einem?

Ich bin einfach der Meinung, dass Menschen gewisse grundlegende Ansprüche haben, die sie nicht ablegen und ohne deren Erfüllung sie nicht glücklich sein können. Höchstens aushalten, mehr aber auch nicht. Zudem bin ich der Meinung, dass man nicht immer alles in der Hand hat. Und aus dieser Kombination entsteht Unglück.

Das stimmt sogar, aber die Frage ist, "wie gehe ich damit um?" Und das trifft ja nicht nur auf Dich zu. Quasi jeder leidet unter diversen Dilemma, die sich aus nicht erfüllbaren Wünschen ergeben. Letztlich besteht "die Kunst des Lebens" zu einem sehr großen Teil daraus, mit Frust und unerfüllten WÜnschen umzugehen. Ansätze dazu sind z.B. radikale Akzeptanz, oder Zen-Buddhismus. Eigentlich ist der Mensch sogar so konstruiert, dass er IMMER nach mehr strebt, als er hat - eine permanente nach-irgendwas-strebe-Maschine. Das kann auf Dauer natürlich nicht gutgehen, von daher helfen nur alternative Strategien beim zufrieden-werden.

Ein gutes Beispiel dafür sind reiche, erfolgreiche Menschen, Millionäre, Schauspieler, Rockstars, die trotzdem total unglücklich, depressiv und drogenabhängig werden - weil ihre Gier zwar über weite Strecken erfüllt wird, aber sie letztlich zwangsläufig irgendwann in der Leere endet. Während der arme Buddhist im Kloster glücklich sein kann.

Da redest du denke ich aber nicht von grundlegenden Ansprüchen, die zwar durchaus individuell sein können, aber doch meist nicht so speziell sind. "Ich möchte einen Porsche besitzen" ist nach meiner Definition kein Grundanspruch. "Ich möchte von genügend Menschen einen gewissen Grundrespekt erfahren", "Ich möchte Menschen in meinem Leben haben, denen ich wichtig bin" (oder bereits spezieller "Ich möchte eine Partnerschaft haben") sind schon eher Grundanforderungen.

Kerneigenschaft dieser ist es ja eben, dass man mit deren Nicht-Erfüllung nicht umgehen kann. Sicherlich sind die Übergänge fließend und sicherlich gibt es auch Extremfälle in denen jemand auf ein teures Auto (als Grundanspruch) nicht verzichten kann. Das sind aber dann seltene Fälle, die nicht auf die durchschnittliche unzufrieden Person (mich) zutreffen.

Im Übrlgen - wenn ich Dir mal nicht unterstelle dass das alles nur Lüge und Inszenierung sein sollte sondern Du das was Du schreibst wirklich glaubst und ernst meinst - bin ich auch fest davon überzeugt, dass das alles NICHT der wahre Kern Deiner Probleme ist. Der liegt viel tiefer. Irgendwie gibt es (oder sollte es zumindest geben) so einen "guten Kern" in der Persönlichkeit, einen "Wert", eine Grund-Positivität an sich, ein "bedingungslos geliebt werden/wertvoll sein", und der ist bei Dir nicht vorhanden, zerstört. Irgendwer oder irgendwas muss Dich mal so verletzt haben dass tief in Dir etwas sehr grundlegendes kaputt ist.

Das meine ich im Grunde sogar dann, wenn ich davon ausgehe, dass das alles nur Manipulation und Inszenierung ist, denn das wäre dann auch der Grund für selbige.

Du scheinst mir - so oder so - das Opfer von schwerer seelischer, oder auch körperlicher, Misshandlung zu sein.

Wie gesagt versuche ich hier nicht zu manipulieren. Nicht bewusst und logischerweise meiner Meinung nach auch nicht unbewusst. Warum sollte es das:

einen "guten Kern" in der Persönlichkeit, einen "Wert", eine Grund-Positivität an sich, ein "bedingungslos geliebt werden/wertvoll sein"

Mein Anspruch an potenzielle Freunde ist, dass sie ehrlich, authentisch, höflich, freundlich und empathisch sind. Eine gemeinsame Gesprächsbasis sollte vorhanden sein - heißt, mit jemandem, dessen Interessen meinen ähneln, komme ich mir eher näher als mit denen, deren Interessen mich kalt lassen. (Aber auch letzteres schließt eine Freundschaft letztlich nicht aus, wenn der Rest stimmt.) Die berühmte "Wellenlänge" muss einfach richtig sein.

Und genau das kann ich nicht bieten. Höchstens oberflächlich. Musikgeschmack, Filme die mir gefallen. Nichtigkeiten, die ein paar Gespräche und gemeinsame Unternehmungen lang ausreichen. Abseits davon kann, kenne und weiß ich nichts. Obwohl ich durchaus an vielen Sachen interessiert bin.

Ob derjenige groß, klein, dick, dünn, muskulös oder schmächtig ist, ob er Vorstandsvorsitzender oder Kassierer ist, ist mir ziemlich egal. (Die Wahrscheinlichkeit, mich mit einem Vorstandsvorsitzenden zu befreunden, halte ich allerdings eher für gering… :=o )

Ja, solche Kriterien spielen eher bei Beziehungen und grundlegendem Respekt eine entscheidene Rolle.

Warum hast du so große Probleme mit Kritik umzugehen?

Wer nichts kann wird auch zwangsläufig Probleme mit Kritik haben. Wie gehen denn Menschen meist mit Kritik um? Indem sie sich selber sagen "Ja..."

a) "...aber dafür kann ich etwas anderes. Es ist mir also egal."

oder

b) "...dann werde ich mich eben bessern."

Vorallem a) wurde mir immer wieder in einem anderen Thema vorgeschlagen. Viele Nutzer schrieben, dass sie Personen, die sie beleidigen einfach ignorieren, weil diese Nutzer von sich selbst wussten genügend (andere) tolle Fähigkeiten zu haben. Warum a) für mich keine Option ist sollte offensichtlich sein.

Und auch b) ist nur in wenigen Fällen eine Option für mich. Körperlich sowie geistig kann ich nicht viel leisten und nicht viel verbessern. Meine Einstellung kann ich verbessern. Das werde ich. Aber bisher habe ich hier noch von keiner besseren Einstellung lesen können. Nur von Realitätsverdrehung, die wohl kaum besser ist.

Weder Kritikvermeidung (durch nicht Öffnen) noch Kritikblockung (jede Kritik abwehren und nicht annehmen wollen, keinerlei Ratschalag annehmen wollen, kein konstruktives sondern nahezu ausschließlich destruktiver Umgang mit Kritik) werden dir helfen. Und ja, auch manche Kritik kann falsch sein dann kann man das begründen.

Aber ich habe doch immer begründet warum ich die hier präsentierte Kritik für falsch halte.

Du hattest behauptet, du hättest in deinem Leben nur Misserfolge, ich hatte dich der Lüge bezichtigt, weil ich dir Erfolge aufzählen konnte und deine Aussage damit widerlegt war- darauf reagierst du aber nur blockend. Warum? Was bezweckst du damit? Was willst du damit erreichen, außer alle Menschen fortzuscheuchen? Kritik ist manchmal hart, kann aber helfen, wenn man gewillt ist, diese anzunehmen.

Weil du nichts widerlegt hattest. Du hattest behauptet Erfolge erkennen zu können. Diese Behauptung habe ich dann widerlegt. Das war kein Blocken, denn es war nicht meine Absicht mich selbst zu schützen.

Wenn du tatsächlich lösungsorientiert sein willst, dann kannst du auch mit Misserfolgen umgehen und Erfolge erkennen. Erfolge beginnen nicht beim Erreichen des Ideals, sondern sind auch kleine Schritte dahin. Wenn man einen Misserfolg hat, muss man überlegen, woran es lag und seine Methoden zur Lösung des Problems ändern. Wer z.B. immer auf die gleiche Art und Weise lernt oder trainiert, ohne zum Erfolg zu gelangen, sollte einfach mal seine Methoden ändern.

Richtig. Das habe ich gemacht. Und tue ich weiterhin:

Depression (wegen dem Lernen) und Essstörung (wegen dem Trainieren) sind diejenigen Hürden, wegen denen ich vermutlich nicht weiterkomme.

Zudem solltest du deine eigenen Ansprüche prüfen, nicht jeder mensch kann 100 m in weniger als 10s laufen- da kann er noch soviel trainieren. Aber man muss sich nicht umbedingt Probleme suchen und versuchen zu lösen, die man in der Tat nicht lösen kann. Für viele wäre es schon ein Erfolg, wenn er die 100 m in weniger als 13 s läuft.

Ich habe mir schon immer niedrige Ziele gesetzt. Nach über zwei Jahrzehnten des kontinuierlichen Versagens hat man das verinnerlicht.

Ob man Probleme lösen wird, hängt auch vom gewählten Problem ab. Unrealistische Probleme sind nicht lösbar (ich kann nicht 100 Sprachen an einem Tag lernen- das sehe ich als unreal und starte dazu auch sinnvollerweise keinen Versuch)- ich könnnte aber versuchen, eine Sprache innerhalb eines Jahres zu lernen, wenn ich wollte. Zu erkennen, welche Probleme für einen persönlich lösbar erscheinen, kann man probieren und versuchen- insbesondere wenn man weiß, dass andere Menschen mit ähnlichem geistigen und körperlichen Potential das auch schaffen.

Ich kenne keine Menschen, die ein ähnliches geistiges und körperliches Potenzial besitzen und meine Ziele für sich selbst erfüllen konnten.

LpicthtA[mHor~izIont


@ Borlag

Ich kenne keine Menschen, die ein ähnliches geistiges und körperliches Potenzial besitzen und meine Ziele für sich selbst erfüllen konnten.

Hätte es Dich vor 20 Jahren im jetzigen Alter gegeben und Du wärest mir begegnet, hättest Du so einen Menschen gekannt. Minus Abitur. Also noch eine Stufe unter Dir.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH