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Ohne wirkliches Ziel

KWleixo


NotMichaelCaine

Wie reagieren denn aus Deiner Sicht interessierte Eltern auf ein Kind dem langweilig ist?

Eh so, habe ich ja geschrieben. :-) Ich denke nur, dass da schon etwas schief gelaufen ist, wenn Eltern ihren Kindern etwas zutragen müssen. Ich finde Deinen Vorschlag auch gut, zumindest gehe ich selbst immer wieder zurück, ob es da nicht etwas gegeben hat, das mich als Kind interessiert hat, denn ich habe für mich festgestellt, dass all die Interessen nach wie vor dieselben sind.

Ich frage mich nur, wie ein Erwachsener das nutzen kann, wenn er wirklich keine Interessen hat und er seine Neugier und seine Interessen durch Konditionierung aberzogen bekam, sprich dem Kind beigebracht, seine Neugier und seine Interessen zu unterdrücken, sondern wirklich keine hat. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass es da eher die Ausnahme ist, dass jemand wirklich keine Interessen hat. Es ist denke ich möglich zu den Interessen zu gelangen, wenn man sie verschlossen hat, aber was, wenn da wirklich keine sind?

Eins zu nehmen dem nicht langweilig ist hilft hier nicht das Problem zu zeigen wie man aus einer bestehenden Interessenlosigkeit und Langweile herauskommt oder?

Ich hoffe es. :-)

B,or{lag


Ich meine die Einstellung. Du entscheidest, ob Du es für selbstverständlich hälst, ein Vollbad einzulassen und es zu genießen und ob Du das jedes Mal mit der selben Neugier und ohne diesem "ich kenne das schon, es ist nichts Neues" tust. Genau das meine ich damit. Viele haben diese Einstellung und das sind in der Regel, jene, die das Leben langweilig finden, die nach etwas "größerem" suchen, weil sie nicht in den so genannten selbstverständlichen Dingen das Große sehen und demzufolge unzufrieden.

Und wie genau kann ich das entscheiden?

Ja, und?

Also ist es generell nicht unrealistisch. Nur für dich anscheinend. Und deswegen hatte ich nach dem warum gefragt.

Nein, das bin ich nicht. Es fängt schon damit an, dass ich mich mit Menschen umgeben, die zufrieden und glücklich sind, Freude und Begeisterung an dem haben, was sie tun. Negative Menschen verbreiten oft negative Stimmung, suchen ständig Gründe, warum alles nun so grässlich ist und was sie alles nicht können. Das raubt extrem viel an Energie.

Und dass es viel Unglück auf der Welt gibt - ja, das ist ja nichts Neues, da reicht der Geschichtsunterricht. Was hat das mit meinem Leben zu tun? Es ist meine Entscheidung, welche selektive Wahrnehmung ich habe. Ich bevorzuge die guten und schönen Dinge.

Na aber wärest du da kein Sonderfall, dann würde es doch kein Unglück auf der Welt geben. Offensichtlich haben nicht alle Menschen die Gabe sich einfach dazu zu entscheiden, dass sie nicht unglücklich sein können. Könntest du mir erklären wie du das schaffst?

Wie läuft das als Kind? Erwachsene geben Ziele vor. Kinder denen langweilig ist gehen zu den Eltern:" Mir ist soooooo langweilig. Was soll ich machen?" Antwort: Vorschlag A, B, C "Das macht keinen Spass! Mir ist langweilig" Antwort: "Was würde Dir Spass machen?" - "Weiss nicht?" " Dann mach doch Pflichtaufgabe A - dann brauchst Du da morgen nicht dran zu denken und hast es weg?" "Ich mag nicht" " Was ist denn los?" "Mir ist langweilig - machst Du was mit mir?" " Gut dann machen wir jetzt A zusammen" und so weiter

Als Erwachsener hast Du automatisch in so einer Situation mit Dir selbst beide Rollen inne. Du weisst aber auch, wo Du Dir Ideen herholen kannst (Internet wäre ein Beispiel) und Du hast die Erfahrung gemacht, dass wenn Du nichts tust nichts passiert. Die Elternrolle nimmt kein Fremder für Dich ein. Würdest Du sicher auch nicht wollen?!

Woran hakts also?

Es hakt daran, dass es sich nicht um ein kindliches Problem der Langeweile handelt. Ich denke, dass Kinder sich eher kurzzeitig

langweilen, weil ihnen die Optionen, die sie haben nicht gefallen. Am nächsten Tag ist zumindest eine dieser Optionen dann meist wieder spannend genug. Zudem geht es in dem Fall auch um kurzfristige Beschäftigung.

Diesbezüglich kann ich mir schon selbst helfen. Einen Film schauen, ein Buch lesen. Aber das jeden Tag, für immer als großes "Ziel"?

N.otMicha2elCaixne


Es hakt daran, dass es sich nicht um ein kindliches Problem der Langeweile handelt. Ich denke, dass Kinder sich eher kurzzeitig

langweilen, weil ihnen die Optionen, die sie haben nicht gefallen. Am nächsten Tag ist zumindest eine dieser Optionen dann meist wieder spannend genug. Zudem geht es in dem Fall auch um kurzfristige Beschäftigung.

War das als Kind so? Und hast Du nicht nach dieser Methode ( zusammen mit Deinen Eltern) das langfristige Ziel des Abiturs erreicht?

K.leiCo


Borlag

Und wie genau kann ich das entscheiden?

Genau wie ich entscheide unglücklich zu sein. Beides sind Entscheidungen.

Na aber wärest du da kein Sonderfall, dann würde es doch kein Unglück auf der Welt geben.

Unglück hat für mich nichts mit unglücklich sein zu tun.

Offensichtlich haben nicht alle Menschen die Gabe sich einfach dazu zu entscheiden, dass sie nicht unglücklich sein können.

Ich habe bei vielen das Gefühl, dass sie damit sehr glücklich sind bzw. es viele auch nicht wollen. Auch sind die Definitionen sehr unterschiedlich. Es gibt aber auch sicher viele, die es nicht können. Allerdings finde ich es unlogisch. Wenn ich mich entscheiden kann unglücklich zu sein, dann kann ich mich auch entscheiden glücklich zu sein. Siehe Watzlawick.

Könntest du mir erklären wie du das schaffst?

Glücklich sein oder zufrieden sein ist für mich kein einzelnes Gefühl – es ist ein Zustand, der sich aus mehreren Eigenschaften zusammen setzt. Menschenliebe, innerer Frieden, innere Freiheit, mentale Ausgeglichenheit und ein gesundes Selbstbewusstsein. Also das, was man so im Allgemeinen darunter versteht, "in seiner Mitte" zu sein. Das ist etwas, das ich als Glücklichsein bezeichne. Wenn ich das will, dann ändere ich es und mich. Ich bin gerade in einer Phase, in der ich das tue. Ich habe die letzten Jahre entschieden, unglücklich sein zu wollen. Letztes Jahr habe ich entschieden, dass ich mir wieder erlaube glücklich und zufrieden zu sein. Die Wege sind ja bekannt, es gibt die unterschiedlichsten, weil nicht jeder Weg für jeden passt. Für mich ist es eine Sache des Willens. Dass es nicht einfach ist - manchmal nicht.

Diesbezüglich kann ich mir schon selbst helfen. Einen Film schauen, ein Buch lesen. Aber das jeden Tag, für immer als großes "Ziel"?

Was wäre das Problem dabei? Mir würden schon die Bücher reichen. Ich liebe Bücher. x:) Als ich jünger war, habe ich mir vorgestellt in der Nationalbibliothek zu wohnen, so mitten drin von Bücher zu leben, zu schlafen, etc. ;-D Es reicht aber auch, wenn ich jetzt in meiner Bibliothek sitze inmitten meiner Bücher. Müsste aber nicht mehr sein. Das Wichtigste ist doch, sie gelesen, aus ihnen gelernt zu haben bzw. zu lesen und dafür brauche ich keine Bücher zu besitzen. Demut, gehört für mich dazu und Dankbarkeit und Loslassen ja, jeden Tag aufs Neue, jede Sekunde aufs Neue.

BOoRr[laxg


War das als Kind so?

Ich denke schon ja.

Ich habe noch kein Kind gesehen, dass nicht weiß was es mit seinem Leben anfangen soll. Kinder wissen nur manchmal nicht was sie mit ihrem Vormittag und/oder Nachmittag anfangen sollen. Für Kinder stehen sowieso noch viele Optionen bereit. Was natürlich nicht heißt, dass solche Kinder nicht zu langfristig gelangweilten Erwachsenen werden können.

Und hast Du nicht nach dieser Methode ( zusammen mit Deinen Eltern) das langfristige Ziel des Abiturs erreicht?

Welche Methode sprichst du jetzt genau an?

Die Schullaufbahn wird einem präsentiert. Als Kind gibt es da (oder zumindest: gab es in meinem Fall da) keine Wahlschwierigkeiten. Man wird bewertet und dann einer Schulform zugewiesen. Liegt man irgendwo dazwischen entscheiden die Eltern (hoffentlich gemeinsam mit dem Kind) und dann folgt das Kind einfach diesem Weg.

So eine eindeutige Option gibt es für mich jetzt nicht.

Genau wie ich entscheide unglücklich zu sein. Beides sind Entscheidungen.

Ich habe mich nie dazu entschieden unglücklich zu sein. Oder war das unbewusst?

Zur Unglücklichkeit "entscheidet" man sich unbewusst und zur Glücklichkeit bewusst?

Glücklich sein oder zufrieden sein ist für mich kein einzelnes Gefühl – es ist ein Zustand, der sich aus mehreren Eigenschaften zusammen setzt. Menschenliebe, innerer Frieden, innere Freiheit, mentale Ausgeglichenheit und ein gesundes Selbstbewusstsein. Also das, was man so im Allgemeinen darunter versteht, "in seiner Mitte" zu sein. Das ist etwas, das ich als Glücklichsein bezeichne. Wenn ich das will, dann ändere ich es und mich. Ich bin gerade in einer Phase, in der ich das tue. Ich habe die letzten Jahre entschieden, unglücklich sein zu wollen. Letztes Jahr habe ich entschieden, dass ich mir wieder erlaube glücklich und zufrieden zu sein. Die Wege sind ja bekannt, es gibt die unterschiedlichsten, weil nicht jeder Weg für jeden passt. Für mich ist es eine Sache des Willens. Dass es nicht einfach ist - manchmal nicht.

Mir sind die Wege nicht bekannt. Wie entscheide ich mich für ein gesundes Selbstbewusstsein und Zufriedenheit?

Was wäre das Problem dabei? Mir würden schon die Bücher reichen. Ich liebe Bücher. x:) Als ich jünger war, habe ich mir vorgestellt in der Nationalbibliothek zu wohnen, so mitten drin von Bücher zu leben, zu schlafen, etc. ;-D Es reicht aber auch, wenn ich jetzt in meiner Bibliothek sitze inmitten meiner Bücher. Müsste aber nicht mehr sein. Das Wichtigste ist doch, sie gelesen, aus ihnen gelernt zu haben bzw. zu lesen und dafür brauche ich keine Bücher zu besitzen. Demut, gehört für mich dazu und Dankbarkeit und Loslassen ja, jeden Tag aufs Neue, jede Sekunde aufs Neue.

Ich kann nicht aus Büchern lernen, daher fehlt mir auch da der Anreiz. Und sein Leben vorm Bildschirm zu verbringen spricht mich spontan auch nicht an. Wie entscheide ich mich dazu genau das toll zu finden?

Wenn du "Unglück" nicht mit "unglücklich" verbindest: Wie verändere ich mich so, dass ich nie mehr unglücklich sein kann?

Eche7malig*er Nutze[r (#4382x45)


Ich kann nicht aus Büchern lernen...

Einspruch! Kannst du sehr wohl, du willst nur nicht, aus welchen Gründen auch immer. Die Zeit, die du hier mit Schreiben verbringst und deine alte Leier wieder und wieder reproduzierst, könntest du auch mit Lesen verbringen.

Es kommt nur darauf an, WAS man liest. Es steht genug ge- und beschrieben. Auch dein "Problem" ist langläufig beschrieben, du musst nur die richtigen Bücher "finden".

Du hast Probleme mit deiner Motivation. Salopp gesagt, ist es eine Frage deines hormongesteuerten Gehirnstoffwechsels. Man kann sein Gehirn "trainieren". Ja, das klingt nach Arbeit und das ist es auch. Aber man wird dafür auch belohnt, mit Wissen, Freude und mehr Spaß am Leben.

N!oytMic,hae*lCainxe


War das als Kind so?

Ich denke schon ja.

Ich habe noch kein Kind gesehen, dass nicht weiß was es mit seinem Leben anfangen soll. Kinder wissen nur manchmal nicht was sie mit ihrem Vormittag und/oder Nachmittag anfangen sollen. Für Kinder stehen sowieso noch viele Optionen bereit. Was natürlich nicht heißt, dass solche Kinder nicht zu langfristig gelangweilten Erwachsenen werden können.

Wie wars bei Dir?

Es geht doch um Dich oder?

Und hast Du nicht nach dieser Methode ( zusammen mit Deinen Eltern) das langfristige Ziel des Abiturs erreicht?

Welche Methode sprichst du jetzt genau an?

Die die ich beschrieben hatte. Den Kreislauf des gelangweilten Kindes. Auch Deine Eltern haben den mit Dir auf eine bestimmte Art und Weise durchgemacht ( wie wissen wir hier ja nicht) und auch wenn Dir das als Kind vielleicht so erschein als wäre dahinter kein System wurde daraus ein Abitur. Du hast also ein ( aus Kinder Sicht) Langfristziel über kleine Schritte erreicht. Als Erwachsener ist das nicht anders. Nur das die Eltern wegfallen und Du selbst Deiner dafür zuständig bist Deiner Langenweile etwas entgegen zu setzen. Wenn Du das nicht tust und es vorziehst eben weiter Langeweile zu haben ist das ganz und gar Deine Sache. Macht sonst keiner für Dich. Nennt man Freiheit bzw. hier Entscheidungsfreiheit.

Die Schullaufbahn wird einem präsentiert. Als Kind gibt es da (oder zumindest: gab es in meinem Fall da) keine Wahlschwierigkeiten.

Da demonstrieren Dir Erwachsene wie ein Wahlprozess abläuft, damit Du das mal gesehen hast und die Methode später für Dich selbst adaptieren kannst. Ja. Sie nehmen Dir die Entscheidung noch ab, aber sie zeigen dir damit auch wie's gemacht wird. Das später selbst umzusetzen ist doch das Ziel des Erwachsen werdens?.

So eine eindeutige Option gibt es für mich jetzt nicht.

Willst Du nicht frei sein?

c=ri~eZchoarlixe


ch denke nur, dass da schon etwas schief gelaufen ist, wenn Eltern ihren Kindern etwas zutragen müssen. I

Nicht jedes Kind ist gleich. Manche brauchen mehr Ermutigung, mehr Führung, mehr Sicherheit. Nicht alle Kinder probieren neue Dinge gerne aus, springen gerne mal in's kalte Wasser oder vertiefen sich von sich aus in Projekte. Manche wollen einfach nur ohne größere Schäden den Tag überstehen.

K$l^ei-o


Borlag

Ich habe noch kein Kind gesehen, dass nicht weiß was es mit seinem Leben anfangen soll. Kinder wissen nur manchmal nicht was sie mit ihrem Vormittag und/oder Nachmittag anfangen sollen. Für Kinder stehen sowieso noch viele Optionen bereit. Was natürlich nicht heißt, dass solche Kinder nicht zu langfristig gelangweilten Erwachsenen werden können.

Mir ging es als junge Erwachsene ähnlich und ich habe mich dann an mich als Kind gehalten. Somit wäre auch für mich die Frage, wie es bei Dir selbst war. Hattest Du als Kind Interessen, Fähigkeiten, die Art auf Dinge zuzugehen, etc., die Du jetzt nicht nutzt?

Ich musste damals meine Eltern löchern, damit sie mir erzählen, wie ich denn als 3, 4 odr 5jährige war. Es gab da Photos von mir, aus der einem die Lebensfreude, der Schalk, die Lebenslust, die Neugier ansprang. Wenn ich mit 14, 15 oder 20 in den Spiegel schaute, war davon nichts zu sehen. Und ich war so unzufrieden und unglücklich mit meinem Leben, aber ich hätte damals auch nicht definieren können, woran ich das festmachte. Als ich in die Schule kam, waren schon gewisse Kriterien klar, was man von mir erwartet hat und was nicht. Gewisse Eigenschaften, fühlte ich noch, aber ich wusste, dass es für mich gefährlich sein konnte, diese zu zeigen, denn das wurde rigoros bestraft. Da herrschte schon sehr viel Angst und Kontrolle und Unterdrückung des eigenen Selbst. Die Weichen waren gelegt, dass ich funktionierte, wie man es von mir wollte, ohne viel Rücksicht darauf, was mich denn selbst interessierte, ob das denn die richtige Methode war, mit mir unzugehen oder mich zu erziehen. Trotzdem gab es da schon noch eingies, was mir Spaß machte, wie Sprachen, Kunst, lesen/Bücher. Als ich angefangen haben dem auf den Grund zu gehen, habe ich letztlich nichts anderes getan, als das, was mir eingetrichtert wurde beiseite zu schieben und hinzuschauen, wer ich denn nun wirklich bin, was mir Spaß machte und was ich so gar nicht wollte. Das kann durchaus auch bedeuten, dass ich einige Dinge selbst so wollte, wie sie mir konditioniert wurden, aber es geht eben darum, mich selbst bewusst zu sehen und anzunehmen. Eine schöne Aufgabe übrigens, wenn man es schafft, diese du sollst, du musst, das ist richtig, das ist falsch abzulegen. Das, was Kinder bis zu einem gewissen Altern noch nicht haben. Für mich war es der richtige Weg an diesem Kind, das ich war anzuknüpfen und zu lernen.

Die Schullaufbahn wird einem präsentiert. Als Kind gibt es da (oder zumindest: gab es in meinem Fall da) keine Wahlschwierigkeiten. Man wird bewertet und dann einer Schulform zugewiesen. Liegt man irgendwo dazwischen entscheiden die Eltern (hoffentlich gemeinsam mit dem Kind) und dann folgt das Kind einfach diesem Weg.

So eine eindeutige Option gibt es für mich jetzt nicht.

Deswegen meinte ich weiter vorne, dass man da schon dorthin schauen soll, wo einem nicht schon diese Konditionierung anerzogen wurde. Erziehung ginge ja auch anders, als ein Kind in Schienen zu pressen und viele vergessen dann, dass Kindern lernen Spaß macht, weil diese unsägliche Bewertung und Leistungsanforderung dazu kommt. Kinder lernen, sind neugierig und sind interessiert, auch wenn man sie nicht dazu treibt. Das kann bei vielen dazu führen, dass sie dann nur noch in diesen Leistungskriterien denken und vergessen, dass es auch mal anders war bzw. dass sie anders können.

Ich habe mich nie dazu entschieden unglücklich zu sein. Oder war das unbewusst?

Zur Unglücklichkeit "entscheidet" man sich unbewusst und zur Glücklichkeit bewusst?

Ich verstehe, was Du meinst. Es passiert ja vieles unbewusst. Man wird konditioniert, bevor man lernt zu denken und zu reflektieren. Bis dahin steckt man schon in einem System, das einem vermittel wurde und weiterhin wird. Das gehört mit zum Selbsterkennungsprozess herauszufinden, wie es denn kommt, dass man unglücklich ist, was man denn damit überhaupt meint, etc. Vielleicht gab es ja keine bewusste Entscheidung und wenn man es ins Bewusstsein holt, dann kann man solche Konditionierungen, wie oben sehr schnell eliminieren bzw. sich auf den Weg zu sich selbst und den eigenen Gedanken machen, die eigenen Werte herausfinden, die eigene Denkweise formulieren.

Mir sind die Wege nicht bekannt. Wie entscheide ich mich für ein gesundes Selbstbewusstsein und Zufriedenheit?

Ich habe mich entschieden etwas zu ändern, als mein Leidensdruck für mich zu groß war. Ich war totunglücklich. Vorher hat mich die Angst immer gebremst, auch wenn ich schon vorher immer wieder da raus wollte. Ich bevorzugte trotzdem die bekannte unbefriedigende Situation, denn mit der kannte ich mich ja aus. Neues hat mich abgeschreckt. Ich habe mir gewünscht, dass es mir gut geht, aber ich tat nichts. Hätte ja schief gehen können. Also Angst. Wurde ja auch sehr gut konditioniert und das sitzt ja dann "schön" fest. Erst als ich mir sagte, egal was kommt, das will ich auf keinen Fall mehr, habe ich mich bewegt. Ein gesundes Selbstbewusstsein kann ich erarbeiten, und das ist unter anderem ein Punkt für mich, um zufrieden zu sein.

Ich kann nicht aus Büchern lernen, daher fehlt mir auch da der Anreiz. Und sein Leben vorm Bildschirm zu verbringen spricht mich spontan auch nicht an. Wie entscheide ich mich dazu genau das toll zu finden?

Das ist doch schon mal gut. Ich habe damals auch nicht unbedingt sofort gewusst, was ich will, aber bei vielen Dingen war mir klar, was ich nicht will. Das mit den Büchern war ein Beispiel von mir. Ich habe Geschichten schon als Kind geliebt, sie sehr gerne gehört und als ich lesen konnte, sie gerne gelesen. Damals natürlich noch unreflektiert. Je älter ich wurde, umso mehr hat sich auch die Art und Weise geändert, wie ich gelesen habe und Bücher drücken einem nicht auf, wie man denken soll. Sie beschreiben. Ich kann entscheiden, ob mir das gefällt, ob ich mit der Idee nun etwas anfangen kann oder nicht. Das ist für mich kein Zeitvertreib. Es begeistert mich. Bei Dir hatte ich den Eindruck, dass es Dinge sind, mit denen Du Dir die Zeit vertreibst, weil Du denen noch am meisten abgewinnen kannst, aber nicht unbedingt großes Interesse, Leidenschaft oder Hingabe dahinter steckt.

Wenn du "Unglück" nicht mit "unglücklich" verbindest: Wie verändere ich mich so, dass ich nie mehr unglücklich sein kann?

In kleinen Schritten und mit fachmännischer Hilfe. Ich kann Dir nur beschreiben, wie ich was gemacht habe, aber das war schon vor 30 Jahren und ich war sehr schüchtern, unglücklich und "ziellos" und vieles weiß ich sicher auch nicht mehr. Es ist ein langer Weg, aber irgendwann fängt der an Spaß zu machen.

K"laeio


NotMichaelCaine

Die die ich beschrieben hatte. Den Kreislauf des gelangweilten Kindes. Auch Deine Eltern haben den mit Dir auf eine bestimmte Art und Weise durchgemacht ( wie wissen wir hier ja nicht) und auch wenn Dir das als Kind vielleicht so erschein als wäre dahinter kein System wurde daraus ein Abitur. Du hast also ein ( aus Kinder Sicht) Langfristziel über kleine Schritte erreicht. Als Erwachsener ist das nicht anders. Nur das die Eltern wegfallen und Du selbst Deiner dafür zuständig bist Deiner Langenweile etwas entgegen zu setzen. Wenn Du das nicht tust und es vorziehst eben weiter Langeweile zu haben ist das ganz und gar Deine Sache. Macht sonst keiner für Dich. Nennt man Freiheit bzw. hier Entscheidungsfreiheit.

Ich hatte nicht einmal solche Situationen. Meine Eltern haben mir nicht viel angeboten, was sie mir vorgelebt haben bzw. lauter Dinge, die ich schon damals wusste, dass ich sie nicht wollte. Ich musste mich aber fügen, denn sonst gab es Schläge und Strafen. Das einzige war Literatur und Musik und dafür bin ich dankbar. Bei allem anderen hieß es: du musst gut in der Schule sein, du musst gehorchen, du musst dies und das, - mehr oder minder: mach einfach keine Schwierigkeiten, dann wirst Du geliebt. Ansonsten bist Du kein braves Kind, keine brave Jugendliche und wir sind dann unglücklich. Sich selbst haben sie gegenseitig zerfleischt. Vielleicht ist das dann schon auch etwas, was man als Kind lernt, weil man es so vorgelebt bekommt. Eltern, Menschen sind unglücklich, wenn sie nicht bekommen, was sie wollen. Ich darf meine Eltern nicht unglücklich machen. Wenn ich aber Hilfe gebraucht hätte, weil ich in der Schule etwas nicht verstanden habe, dann konnten sie sie mir nicht geben. Ja, juhu. ]:D Es fängt ja schon an, dass an einem Anforderungen gestellt werden, die eigentlich gar nicht erfüllbar sind. Das habe ich ja dann mit 17, 20 auch getan. Ich habe diese Anforderungen unreflektiert übernommen und war dann auch unglücklich, dass ich dann mal nicht schwupsdiwubs einen Partner hatte, Kinder hatte, etc. etc. Dass ich die Entscheidungsfreiheit hatte, das musste mir klar werden. Es nützte nichts, dass mir das der eine oder andere sagte.

Da demonstrieren Dir Erwachsene wie ein Wahlprozess abläuft, damit Du das mal gesehen hast und die Methode später für Dich selbst adaptieren kannst. Ja. Sie nehmen Dir die Entscheidung noch ab, aber sie zeigen dir damit auch wie's gemacht wird. Das später selbst umzusetzen ist doch das Ziel des Erwachsen werdens?.

Wenn Du glück hast, dann präsentieren sie es Dir auf diese Weise. Wenn Du Glück hast, wird auch darauf geachtet, was Deine Neigungen sind und die werden gefördert. Wenn Du Glück hast, dann wird auch Dein Selbstbewusstsein gestärkt und Du wirst nicht zu einem schüchternen Minderwertigkeitskomplex, das bei einem Blick oder einem Wort zusammenschreckt war bei mir so ]:D . Ansonsten darfst Du das, wenn Du aus dem Elternhaus raus bist, selbst machen, wenn Du es willst. Ich bin jedesmal erstaunt, wenn ich Mädchen in meinem damaligen Alter sehe, die vor Selbstbewusstsein nur so strotzen. Das gibt es. Das ist nicht nur Theorie, dass Erziehung auch junge Erwachsene hervorbringen, die ein gesundes Selbstbewusstsein haben. Trotzdem bin ich jedes Mal aufs Neue erstaunt. Die, die so sind, wie ich war, gibt es natürlich auch.

B%or$laxg


Einspruch! Kannst du sehr wohl, du willst nur nicht, aus welchen Gründen auch immer. Die Zeit, die du hier mit Schreiben verbringst und deine alte Leier wieder und wieder reproduzierst, könntest du auch mit Lesen verbringen.

Es kommt nur darauf an, WAS man liest. Es steht genug ge- und beschrieben. Auch dein "Problem" ist langläufig beschrieben, du musst nur die richtigen Bücher "finden".

Du hast Probleme mit deiner Motivation. Salopp gesagt, ist es eine Frage deines hormongesteuerten Gehirnstoffwechsels. Man kann sein Gehirn "trainieren". Ja, das klingt nach Arbeit und das ist es auch. Aber man wird dafür auch belohnt, mit Wissen, Freude und mehr Spaß am Leben.

Ach? Also konnte ich bisher nur kein Buch finden aus dem ich lernen konnte? Ebenso wenig wie Filme, Texte allgemein, oder Gespräche? Dann bin ich in meiner Wahl aber sehr stark eingeschränkt.

Und wie trainiere ich mein Gehirn?

Wie wars bei Dir?

Es geht doch um Dich oder?

So wie ich es dort beschrieben hatte. Wie es meiner Auffassung nach bei anderen Kindern ist habe ich nur beschrieben, weil ich der Ansicht bin, dass es den meisten Kindern mit Hinsicht auf Langeweile erging wie mir.

Gelangweilt habe ich mich als Kind kaum. Ich habe meine Zeit zwar bereits da mit Sinnlosigkeiten vergeudet, aber zumindest haben sie mir Freude bereitet.

Die die ich beschrieben hatte. Den Kreislauf des gelangweilten Kindes. Auch Deine Eltern haben den mit Dir auf eine bestimmte Art und Weise durchgemacht ( wie wissen wir hier ja nicht) und auch wenn Dir das als Kind vielleicht so erschein als wäre dahinter kein System wurde daraus ein Abitur. Du hast also ein ( aus Kinder Sicht) Langfristziel über kleine Schritte erreicht. Als Erwachsener ist das nicht anders. Nur das die Eltern wegfallen und Du selbst Deiner dafür zuständig bist Deiner Langenweile etwas entgegen zu setzen. Wenn Du das nicht tust und es vorziehst eben weiter Langeweile zu haben ist das ganz und gar Deine Sache. Macht sonst keiner für Dich. Nennt man Freiheit bzw. hier Entscheidungsfreiheit.

Ich sehe den Zusammenhang zwischen Abitur und Langeweile langsam nicht mehr. Das Abitur habe ich ja nicht gemacht, weil mir langweilig war. Ohne irgendeine Schullaufbahn (also mit noch mehr freier Zeit) wäre mir sicher damals schon so langweilig geworden wie jetzt. Aber die Schulkarriere konnte ja nicht wegfallen. Somit wusste ich immer was zu machen ist. Das Ziel Schulabschluss ist immer da gewesen.

Und jetzt? Jetzt fehlt mir dieses Ziel. Und ja ich muss mir irgendeines suchen. Und das tue ich auch. Da es aber nichts zu geben scheint, das ich auch verfolgen möchte. Das mich erfüllen würde fehlt mir diese große Vorstellung von dem, was ich mal sein will. Die Lebenssituation in der ich mal sein möchte.

Mein Ziel wird sein "Irgendeinen Job machen" anstatt "Job XYZ machen, denn darauf habe ich Lust".

Deswegen ist meine Vorstellung nicht "Ich möchte in X Jahren XYZ sein.", sondern "Ich werde in X Jahren halt irgendeinen Job haben."

Und genau um diesen Unterschied geht es hier. Wie problematisch kann es sein, wenn man nicht weiß was man gerne sein möchte.

Da demonstrieren Dir Erwachsene wie ein Wahlprozess abläuft, damit Du das mal gesehen hast und die Methode später für Dich selbst adaptieren kannst. Ja. Sie nehmen Dir die Entscheidung noch ab, aber sie zeigen dir damit auch wie's gemacht wird. Das später selbst umzusetzen ist doch das Ziel des Erwachsen werdens?.

Willst Du nicht frei sein?

Es ist ein Unterschied 2 Auswahlmöglichkeiten zu haben von denen beide irgendwie gut sind oder unzählige Auswahlmöglichkeiten zu haben von denen anscheinend keine zufriedenstellend ist.

So frei fühlt sich das nicht an.

L9aRuscowla


Hab jetzt nicht alles gelesen, aber mir auch schon ähnliche Gedanken gemacht, vor allem aber auch praktische Erfahrungen in "wie kann ich erreichen dass es mir besser geht".

Variante A: Ein Ziel setzen und versuchen zu erreichen.

Variante B: Ohne ein konkretes Ziel einfach die naheliegenden, sinnvollen Dinge tun, einen kleinen Schritt nach dem anderen.

Ich habe mit B deutlich bessere Erfahrungen gemacht. Das Leben ist eh ständig im Wandel, ob ein Ziel wirklich sinnvoll ist weiss man vorher nicht, genauso wenig ob man es je erreichen wird, aber es kommen immer wieder Chancen und unerwartete Dinge auf einen zu, und da kann man sich dann spontan entscheiden, ob man sie nutzen will. Ausserdem ist es sehr fraglich, ob es im Leben wirklich sowas wie "objektiv sinnvolle Ziele" gibt.

Mein Rat ist also ganz simpel:

a) tue die Dinge, die naheliegend und sinnvoll sind und Dich weiter bringen (bei einer Angststörung wäre das z.B. daran arbeiten, die Ängste zu überwinden, usw)

b) sei offen und aufgeschlossen und nutze die Chancen, die sich einem von selber in den Weg legen.

BEorlxag


Mir ging es als junge Erwachsene ähnlich und ich habe mich dann an mich als Kind gehalten. Somit wäre auch für mich die Frage, wie es bei Dir selbst war. Hattest Du als Kind Interessen, Fähigkeiten, die Art auf Dinge zuzugehen, etc., die Du jetzt nicht nutzt?

Als Kind habe ich mich viel zu sehr mit Sinnlosigkeiten beschäftigt. Fähigkeiten haben sich da nie entwickelt und Interessen habe ich nicht stark genug verfolgt. Wenn dann nur sehr oberflächlich. Daher: Nein, es ist über die Jahre hinweg nichts verloren gegangen. Denn es war ja nie etwas da.

Ich musste damals meine Eltern löchern, damit sie mir erzählen, wie ich denn als 3, 4 odr 5jährige war. Es gab da Photos von mir, aus der einem die Lebensfreude, der Schalk, die Lebenslust, die Neugier ansprang. Wenn ich mit 14, 15 oder 20 in den Spiegel schaute, war davon nichts zu sehen. Und ich war so unzufrieden und unglücklich mit meinem Leben, aber ich hätte damals auch nicht definieren können, woran ich das festmachte. Als ich in die Schule kam, waren schon gewisse Kriterien klar, was man von mir erwartet hat und was nicht. Gewisse Eigenschaften, fühlte ich noch, aber ich wusste, dass es für mich gefährlich sein konnte, diese zu zeigen, denn das wurde rigoros bestraft. Da herrschte schon sehr viel Angst und Kontrolle und Unterdrückung des eigenen Selbst. Die Weichen waren gelegt, dass ich funktionierte, wie man es von mir wollte, ohne viel Rücksicht darauf, was mich denn selbst interessierte, ob das denn die richtige Methode war, mit mir unzugehen oder mich zu erziehen. Trotzdem gab es da schon noch eingies, was mir Spaß machte, wie Sprachen, Kunst, lesen/Bücher. Als ich angefangen haben dem auf den Grund zu gehen, habe ich letztlich nichts anderes getan, als das, was mir eingetrichtert wurde beiseite zu schieben und hinzuschauen, wer ich denn nun wirklich bin, was mir Spaß machte und was ich so gar nicht wollte. Das kann durchaus auch bedeuten, dass ich einige Dinge selbst so wollte, wie sie mir konditioniert wurden, aber es geht eben darum, mich selbst bewusst zu sehen und anzunehmen. Eine schöne Aufgabe übrigens, wenn man es schafft, diese du sollst, du musst, das ist richtig, das ist falsch abzulegen. Das, was Kinder bis zu einem gewissen Altern noch nicht haben. Für mich war es der richtige Weg an diesem Kind, das ich war anzuknüpfen und zu lernen.

Wir sind wohl alle mit gewissen gesellschaftlichen Forderungen konfrontiert. So schlimm, wie es dir anscheinend leider erging war es bei mir nicht. Ich konnte tun und lassen was ich wollte. Weil mir aber immer der Ehrgeiz fehlte und ich mich für nichts begeistern konnte fehlte der Fokus ganz. Daher wusste ich auch nie was ich so wirklich will. Mich zurückerinnern kann ich also nicht. Auch dort wieder: Nichts.

Deswegen meinte ich weiter vorne, dass man da schon dorthin schauen soll, wo einem nicht schon diese Konditionierung anerzogen wurde. Erziehung ginge ja auch anders, als ein Kind in Schienen zu pressen und viele vergessen dann, dass Kindern lernen Spaß macht, weil diese unsägliche Bewertung und Leistungsanforderung dazu kommt. Kinder lernen, sind neugierig und sind interessiert, auch wenn man sie nicht dazu treibt. Das kann bei vielen dazu führen, dass sie dann nur noch in diesen Leistungskriterien denken und vergessen, dass es auch mal anders war bzw. dass sie anders können.

Es ist immer leicht und entsprechend unsinnig soetwas zu sagen, aber: Ich glaube mir hätte ein wenig Leistungsdruck gut getan. Die kindliche Neugier hat mich nicht weit gebracht. Wie gesagt oberflächlich und unfokussiert. Und dann lässt sich das Kind ohne Ehrgeiz und Führung von Lego und Fernsehen ablenken und realisiert niemals wirklich was es denn sonst wirklich interessant findet.

Ich verstehe, was Du meinst. Es passiert ja vieles unbewusst. Man wird konditioniert, bevor man lernt zu denken und zu reflektieren. Bis dahin steckt man schon in einem System, das einem vermittel wurde und weiterhin wird. Das gehört mit zum Selbsterkennungsprozess herauszufinden, wie es denn kommt, dass man unglücklich ist, was man denn damit überhaupt meint, etc. Vielleicht gab es ja keine bewusste Entscheidung und wenn man es ins Bewusstsein holt, dann kann man solche Konditionierungen, wie oben sehr schnell eliminieren bzw. sich auf den Weg zu sich selbst und den eigenen Gedanken machen, die eigenen Werte herausfinden, die eigene Denkweise formulieren.

Also soll ich ergründen was Unglücklichkeit für mich bedeutet und was sie verursacht? Und dann?

Ich habe mich entschieden etwas zu ändern, als mein Leidensdruck für mich zu groß war. Ich war totunglücklich. Vorher hat mich die Angst immer gebremst, auch wenn ich schon vorher immer wieder da raus wollte. Ich bevorzugte trotzdem die bekannte unbefriedigende Situation, denn mit der kannte ich mich ja aus. Neues hat mich abgeschreckt. Ich habe mir gewünscht, dass es mir gut geht, aber ich tat nichts. Hätte ja schief gehen können. Also Angst. Wurde ja auch sehr gut konditioniert und das sitzt ja dann "schön" fest. Erst als ich mir sagte, egal was kommt, das will ich auf keinen Fall mehr, habe ich mich bewegt. Ein gesundes Selbstbewusstsein kann ich erarbeiten, und das ist unter anderem ein Punkt für mich, um zufrieden zu sein.

Das Unwissen was ich genau tun soll bremst mich aus. Oder soll ich (wieder) blind mit voller Kraft drauf los marschieren und hoffen, dass ich an der richtigen Stelle ankomme?

Das ist doch schon mal gut. Ich habe damals auch nicht unbedingt sofort gewusst, was ich will, aber bei vielen Dingen war mir klar, was ich nicht will. Das mit den Büchern war ein Beispiel von mir. Ich habe Geschichten schon als Kind geliebt, sie sehr gerne gehört und als ich lesen konnte, sie gerne gelesen. Damals natürlich noch unreflektiert. Je älter ich wurde, umso mehr hat sich auch die Art und Weise geändert, wie ich gelesen habe und Bücher drücken einem nicht auf, wie man denken soll. Sie beschreiben. Ich kann entscheiden, ob mir das gefällt, ob ich mit der Idee nun etwas anfangen kann oder nicht. Das ist für mich kein Zeitvertreib. Es begeistert mich. Bei Dir hatte ich den Eindruck, dass es Dinge sind, mit denen Du Dir die Zeit vertreibst, weil Du denen noch am meisten abgewinnen kannst, aber nicht unbedingt großes Interesse, Leidenschaft oder Hingabe dahinter steckt.

Das kann gut sein. Und wo finde ich Begeisterung? Ich bin ihr anscheinend noch nie begegnet.

In kleinen Schritten und mit fachmännischer Hilfe. Ich kann Dir nur beschreiben, wie ich was gemacht habe, aber das war schon vor 30 Jahren und ich war sehr schüchtern, unglücklich und "ziellos" und vieles weiß ich sicher auch nicht mehr. Es ist ein langer Weg, aber irgendwann fängt der an Spaß zu machen.

Na dann bin ich doch in genau der Situation in der du damals warst.

Buorlaxg


Ich habe mit B deutlich bessere Erfahrungen gemacht. Das Leben ist eh ständig im Wandel, ob ein Ziel wirklich sinnvoll ist weiss man vorher nicht, genauso wenig ob man es je erreichen wird, aber es kommen immer wieder Chancen und unerwartete Dinge auf einen zu, und da kann man sich dann spontan entscheiden, ob man sie nutzen will. Ausserdem ist es sehr fraglich, ob es im Leben wirklich sowas wie "objektiv sinnvolle Ziele" gibt.

Mein Rat ist also ganz simpel:

a) tue die Dinge, die naheliegend und sinnvoll sind und Dich weiter bringen (bei einer Angststörung wäre das z.B. daran arbeiten, die Ängste zu überwinden, usw)

b) sei offen und aufgeschlossen und nutze die Chancen, die sich einem von selber in den Weg legen.

Ich denke genau das tue ich derzeit. Und du meinst nicht, dass das zu neuen Problemen führt? Wenn ich mich in 10 Jahren in einer Situation wiederfinde, dir mir weiterhin nicht zusagt?

L~aRu_cola


Das kannst Du doch eh nicht mit Sicherheit ausschließen, bzw die Chance, dass das passiert, ist m.M. sogar größer wenn Du zu verbissen Ziele verfolgst.

Sich einen groben Plan zu machen was man in etwa will im Leben ist ja auch kein Fehler (wenn einem denn was einfällt). Aber ansonsten gilt das was ich geschrieben hab, von den Prioritäten her.

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