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Citalopram abgesetzt. Bitte um Hilfe/Erfahrungen

s%rhr hat die Diskussion gestartet


hallo liebes forum,

ich hab einige Jahre citalopram 20 mg genommen und es nun über die letzten ca. 6 Wochen ausgeschlichen (20-10-5-dann alle 2 Tage etc) nach ca. 2 tagen kamen dann die absetzerscheinungen, hielten so 4 Tage an, dann war es wieder gut. eine weile bei der Dosis geblieben und dann wieder runter. so wie beim Arzt besprochen. konnte das alles ganz gut aushalten weil ich ja wusste was das war. nun habe ich genau vor einer Woche das letzte Krümmel genommen, alles wie sonst. ab Dienstag wars richtig schlimm, Freitag fast wieder gut. nun seit gestern spielt mein Körper verrückt und es fühlt sich anders an als sonst. Ärztin ist im Urlaub. ist schwer zu beschreiben. wie innerliche Kälte. auch so zittern kommt von da. das herz macht etwas Unsinn, das Hirn ist matsch und teilweise zuckt mein Körper. ab und an dann wie so eine welle die "von unten kommt", in den kopf steigt und es fühlt sich an als würde ich umkippen. bisher bin ich natürlich nicht umgekippt. wie auf Wolken fühl ich mich auch. als wär ich nicht da. gesprochen zu folgen oder sich zu konzentrieren fällt sehr schwer.

so jetzt ist die frage ob das nach einer Woche ohne überhaupt noch sein kann? müsste der Stoff nicht längst ausgeschieden sein? also prinzipiell wär es mir natürlich recht wenn es Entzug wäre. dann müsste ich mir keine Gedanken machen ob irgendwas anderes mit mir nicht stimmt sondern einfach nur durchhalten. wenn es noch das ist, wie lange wird es noch so bleiben? ich hoffe mich kann hier jemand beruhigen :-D

(ich würde mich freuen wenn sich die Diskussion nicht nur auf meinen Absetzplan (Dauer, Schema etc.) beschränkt :) Leider schon oft erlebt dass die eigentliche Frage nicht beantwortet wird sondern nur darauf eingegangen wird. an zu schnell, zu langsam etc kann jetzt nichts mehr geändert werden und wie gesagt hab ich mich an das gehalten was mir empfohlen wurde von der praxis)

liebe grüße

Antworten
ZKwahck44


Hallo srhr, im Prinzip können es Absetzerscheinungen oder ein Rückfall sein. Wenn Absetzerscheinungen unerträglich lange dauern, kann ein Medikamentenwechsel auf ein AD hilfreich sein, bei dem das Absetzen problemloser funktioniert.

LMacertxes8


Meine Antwort wird dich nicht beruhigen, weil ich wie du mit dem Absetzen gehofft hatte, es müßte doch so langsam vorbei sein.

Vor 1,5 Jahren habe die selbe Prozedur mit Unterstützung meines Arztes "versucht". Ich hatte Symtome als hätte ich dauernd Fieber. Was ich aber nicht hatte. Die Glieder wurden schwer, So fror ich, obwohl es warm war. Das schwierigste für mich war mein Tinnitus auf beiden Ohren. Der in dieser Ausschleichphase einen Unerträglichen Stress mit sich brachte.. (den Tinnitus habe ich schon 26 Jahre und mich halbwegs arrangiert.)

Ich habe dann wieder mit Citalopram angefangen...

aWtxc2k


Also ich kann kurz von meinen Erfahrungen berichten. Ich hab auch 3 Jahre lang Citalopram genommen irgendwann versucht die langsam abzusetzen. Habe dann auch das gleiche gehabt wie du. Der Körper ist irgendwie nicht damit klar gekommen, also hab ich wieder angefangen die zu nehmen in der üblichen Dosis.

Irgendwann hab ich aber die Schnauze voll gehabt und von ein auf den andern Tag nix mehr genommen. Komischerweise ging es damit besser, hatte keine Beschwerden und irgendwann hab ich dann einfach nicht mehr drüber nachgedacht und mein Leben war in Ordnung.

Ich kann mir bis heute nicht erklären warum das funktioniert hat. Ich würde es dir allerdings nicht empfehlen von ein auf den anderen Tag abzusetzen. Was du probieren kannst ist die Teile halt noch eine Weile weiter nehmen und in ein paar Wochen nochmal probieren die abzusetzen.

Was ich noch gehört habe vom Arzt: Man sollte nicht versuchen die Dinger im Winter abzusetzen sondern eher im Sommer. Hat wohl was mit der Serotonin Produktion im Gehirn zu tun. Vielleicht nimmst die einfach weiter bis Frühling oder so und probierst es dann nochmal.

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