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Stationäre Therapie?

CShi8Quxitaa hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

manche von euch kennen mich vielleicht noch von früher. Ich war hier mal eine zeitlang etwas aktiver.. nun ja, jetzt bin ich zurück.

Ich bin im Moment wieder an einem Punkt angekommen, an dem ich mich einfach nicht mehr ertrage und nicht mehr weiter weiß. Ich war 2 Jahre in Therapie und aufgrund eines Umzugs in andere Stadt seit 2014 nicht mehr in Therapie gewesen.

Ich habe gerade mit den Gedanken gespielt vielleicht einfach mal in eine stationäre Behandlung zu gehen. Ich heule seit September fast jeden Tag, außer ich kann es mir unterdrücken. Ich traue mich nicht mehr viel irgendetwas zu unternehmen weil ich mich selbst anwidere. Ich will seit Dezember shoppen aber traue mich einfach nicht in die Stadt weil ich mich so unwohl und hässlich fühle. Ich treffe kenne Freunde mehr. Ich bin quasi jeden Tag Zuhause und schlage die Wochenenden tot, bis es wieder Montag ist und ich zur Arbeit kann.

Ich bin so unzufrieden. Ich hasse mich einfach selbst. Wenn ich könnte würde ich mir einen Gyrosschneider nehmen und einmal alles an mir herunterschneiden. Gäbe es eine Pille die mich friedlich sterben lässt - her damit.

Diese Gedanken habe ich schon seit ich 16 bin, mal mehr mal weniger ausgeprägt und ich bin jetzt 26, aber im Grunde war ich immer unglücklich.

Ich weiß nur nicht wie ich das Ganze angehen kann. Auf der Arbeit soll es niemand erfahren. Ich kann mir nicht mal eben für 3 Wochen oder länger Urlaub nehmen. Wenn ich so lange fehle, wird nachgefragt auch weil ich mit den Kollegen mich privat gut verstehe. Ich will nicht dass es zu tuscheleien kommt..

Wart ihr schon in stationärer Behandlung und wie lange und hat es euch aus allem heraus geholfen?

Antworten
CJhiQ=uitaxa


:-(

P5lüsc!hb"iexst


So, wie es dir momentan geht, solltest du nach jedem Strohhalm greifen.

Hast du einen Arzt, der dir für den Anfang mal ein Antidepressivum verschreiben könnte?

Den Kollegen musst du ja nichts sagen, wenn du stationär in Therapie gehst.

Wenn sie fragen ist es eben der Rücken.

CEhiQuzitaa


Mir Geschichten wie Rücken brauch ich denen nicht kommen. Das glaubt mir niemand und da wird direkt gelästert bei uns im Büro.

Ich habe keinen Arzt. War schon seit bestimmr 6 Jahren bei keinem Arzt mehr. Antidepressiva hab ich 2 Packungen in meiner Schublade rumfliegen. Die habe ich mal von einem Psychiater bekommen, hab mich aber dich dagegen entschieden weil ich eig nix davon halte. Finde die betäuben doch nur und ändern nichts an der Grundsituation.

S]chixldkröqte0t07


Hallo ChiQuitaa,

es ist sehr schade, dass es Dir immer noch sehr schlecht geht. Trotzdem finde ich es schön, dass Du mal wieder ins Forum gekommen bist.

Mach keine unüberlegten Aktionen, denn es gibt noch eine Menge an Optionen, die man ausprobieren kann und die das Leben durchaus verbessern können. Für Notfälle gibt es in Deutschland die Telephonseelsorge, die man kostenlos erreichen kann und die sehr kompetente Berater hat:

0800/1110111

0800/1110222

Die Therapie hat Dir doch damals etwas geholfen, so weit ich mich richtig erinnern kann. Deswegen ist es sehr sinnvoll, sich wieder in Therapie zu begeben. Einigen Leuten hilft es auch erst, wenn sie zwei Therapien miteinander kombinieren. Psychotherapie und eine medikamentöse Behandlung. Das wäre auch ohne einen stationären Aufenthalt möglich.

Es ist sehr hart, wenn man Depressionen beruflich verschweigen muss, bei mir wäre das z.B. ein Berufsverbotsgrund gewesen. Ich weiss also, wovon ich schreibe. Es ist aber möglich, weil es die ärztliche Schweigepflicht gibt.

XRiraxin


Also... Ich bin damit gut gefahren meinem Chef offenzulegen, was mit mir los ist, als ich die Diagnose hatte.

Ich habe es dann auch nur den Kollegen erzählt bei denen ich dachte, die haben eh schon mitbekommen, dass ich täglich ca. 3 Heulkrämpfe hatte.

Als dann der Nervenzusammenbruch kam, fand ich die Wahrheit besser als mich in Lügen zu verstricken.

Übrigens fand ich haben mich meine AD nicht stumpf gemacht...

Sie haben mir mehr die Kraft gegeben morgens überhaupt aufzustehen um meinen Tag zu bewältigen...

Ok und das Heulen wurde weniger...ich war aber nicht weniger traurig...nur kontrollierter.

Kann aber auch sein, dass das von der Therapie kam, ich möchte es nicht einem von beidem zuschreiben...es kann auch beides sein.

Es ist einfach nicht mehr ständig alles über mir hinein gekracht... Die tiefen wurden ein bisschen abgedämpft/abgefangen und ich war konstanter in meiner Stimmung.

Nach 2 Jahren hab ich sie dann langsam ausgeschlichen und habe keine neue Depressive Phase bekommen, denn in den 2 Jahre habe ich so viele gute Erfahrungen gemacht, dass ich wieder im Einklang mit mir bin... Dass ich wieder mit mir, so wie ich bin, leben konnte...

Wenn es dir wirklich so schlecht damit geht die Wahrheit zu sagen, versuch eine unbezahlte Freistellung zu bekommen (Lüge: Pflege kranker angehöriger) Oder sonst irgendwas....

Aber ich bin der Meinung, die Wahrheit ist am besten.

"Ich hab ne Depression und mache nun eine Therapie damit ich wieder die volle Leistung in Arbeit und Freizeit bringen kann"

CHhiQuJixtaa


Schildkröte007

Danke, ich werde nichts unüberlegtes tun. Dafür bin ich viel zu feige :-) Aber manchmal wünsch ich es mir einfach.. Vielleicht muss ich erstmal wieder eine Therapie anfangen, wobei ich glaube, dass ich wirklich was intensiveres brauche..

Hmm ich muss mal schauen was ich tu....

C>hiQu1it9afa


Xirain

Du hast denke ich schon Recht damit, die Wahrheit ist am besten. Nur schäme ich mich so sehr...

Warst du in stationärer Betreuung?

Xhimrain


Nein war ich nicht.

Ich habe eine ambulante Therapie gemacht, hatte aber wirkliches Glück dass ich fast sofort einen Kurztermin bekam.(Bei mir war das aber eh eine etwas schwierige Story...ich hab schon über ein halbes Jahr im job durchgehangen, weil meine Schwester verstarb...als dann die Diagnose kam, war keiner mehr wirklich verwundert darüber...)

Allerdings war ich trotzdem 6 Wochen krank geschrieben!

Wir hatten auch eine Psychosomatische Reha angesteuert, aber die wurde mir leider vom Versicherungsträger damals verwehrt.

C?hiQui1taxa


Kann mir einer sagen, wie ich das Ganze angehen muss um in Behandlung zu kommen?

P.lüschb`iesxt


Du kannst zu deinem Hausarzt gehen, einen Psychiater anrufen, oder dich an den sozialpsychiatrischen Dienst deiner Stadt wenden.

WYM 20x14


Hallo!

Ich war selbst für 8 Wochen in stationärer Behandlung, weil mir die ambulante Therapie nicht genügend geholfen hat.

Auch ich hatte im Vorfeld viel Angst davor, dass Kollegen etwas mitbekommen und habe mich geschämt. Als ich dann meinen Mut zusammengenommen habe, und meinem Team und meinen Vorgesetzten davon erzählt habe, war es für mich wie eine Befreiung. Auch haben alle viel besser reagiert, als ich im Vorfeld vermutet habe. Ich kenne also deine Sorgen, kann dir jedoch sagen, dass sie häufig recht unbegründet sind, und die Menschen aus dem Umfeld besser reagieren, als man annimmt.

Außerdem ist es eine Krankheit, und für diese muss man sich nicht schämen (man schämt sich ja auch nicht für ein gebrochenes Bein :)z ).

Wünsche dir viel Kraft! :)^

Auch finde ich folgenden Spruch recht passend:

"Wieso hast du Depressionen? Das Leben ist doch schön." -> "Wieso hast du Asthma? Es gibt doch genug Luft zum Atmen." ;-)

ClhiQ$uitxaa


WM2014

Danke! Bist du dann Tag und Nacht dort gewesen? Wie war da so der Tagesablauf? Inwiefern hat es dir was gebracht? Ging es dir danach wieder besser?

CNhiQu%itaPa


WM2014

Danke! Bist du dann Tag und Nacht dort gewesen? Wie war da so der Tagesablauf? Inwiefern hat es dir was gebracht? Ging es dir danach wieder besser?

WkM 2}0714


Ja, ich war stationär dort (Tag und Nacht). Von Samstag nach dem Frühstück bis Sonntag zum Abendessen konnte man nach Hause.

Mir hat es was gebracht, da dort die Anzahl der Einzelgespräche deutlich höher war, als bei einer ambulanten Therapie. Auch das Austauschen mit den Mitpatienten war sehr hilfreich und ich habe viele gute Ratschläge bekommen. Ebenso fühlt man sich dort durch die Anderen besser verstanden, weil sie eben auch wissen, wie man sich fühlt. Ich konnte dort offen und ehrlich sein, und musste mich nicht verstellen.

Das Alles hat mir enorme Kraft und Mut gegeben. und ja, mir geht es jetzt deutlich besser. :)^

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