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Freund hat Angst vor mir!!!

dHanaex87


Würde ich sofort machen. Denke aber, er würde die Therapie trotzdem verweigern. Paartherapie wollte er auch nicht.

Mach eine. Um ehrliche Kommunikation zu erlernen und um zu hinterfragen wieso du genau diese Beziehung unbedingt willst. Princess, Liebe allein ist nicht genug für eine Beziehung.

Schmerz ist nichts, dem man langfristig ausweichen kann. Auch nicht zum Preis des Unglücklichseins.

Doch. Meine Großeltern haben das bis zum bitteren Ende durchgezogen. Also mein Opa tut es noch, meine Oma ist darüber gestorben. Sie hat ein leben in Unglück verbracht, über 40 Jahre und sie hat es am Ende unfassbar bereut und meine Ma angefleht ihren Fehler nicht zu wiederholen und sich scheiden zu lassen. Man kann das bis zum Ende durchziehen oder zumindest ein Leben lang bis kurz vor knapp und das ist lang genug um darauf nicht zu bauen.

L4ovlHuxs


Doch.

Aber nur, wenn zu der eigenen Angst die Angst der Umwelt dazukommt, da nur ja nicht ranzurühren. Das war ja der Sinn meines vorhergehenden Absatzes. Sonst behält Kadhidya und dein "Doch" Recht.

dCana[e8x7


Aber nur, wenn zu der eigenen Angst die Angst der Umwelt dazukommt, da nur ja nicht ranzurühren. Das war ja der Sinn meines vorhergehenden Absatzes. Sonst behält Kadhidya und dein "Doch" Recht.

Oh, wir haben dran gerührt. Oft. Aber die Angst war übermächtig. Nicht jedem Menschen ist zu helfen. Manchmal ist auch nur zu helfen in dem man geht. Irgendwann wurde das Thema einfach verboten. Man kann Leute nicht zwingen sich zu ändern. Ehrlich nicht. Auch wenn es manchmal schön wäre, aber es gibt Frauen die sich ein leben lang prügeln lassen und auf jeden losgehen der Hilfe anbietet. Manche Menschen leben lieber ein Leben im Unglück als ein Risiko einzugehen.

L3ovxHus


Im Nachhinein gibt es immer nur den Weg, der faktisch gegangen wurde. Und da kann man in der Tat feststellen, dass viele Wege Shit waren. Scheiterten. Nix gelernt wurde. ...

Nach vorne gesehen, gibt es viele Möglichkeiten. Welche davon wie ausgehen würden, ist jedenfalls mit einfachen Heuristiken nicht zu sagen.

dnanaxe87


Nach vorne gesehen, gibt es viele Möglichkeiten. Welche davon wie ausgehen würden, ist jedenfalls mit einfachen Heuristiken nicht zu sagen.

Natürlich nicht. Man kann nur sehen was hinter einem liegt und versuchen daraus ein Gefühl für das was kommt zu entwickeln. Und dann muss man sich fragen wie lange man warten will, denn die eigene Lebenszeit ist verdammt beschränkt und ich für meinen teil möchte am Ende nicht sterben und Jahre lang vergeblich gewartet haben, noch dazu wenn der Andere sagt das ich auf etwas warte das er nicht will. Dann kann ich am Ende nichtmal sagen ich hätte in gutem Glauben gehandelt sondern muss mir eingestehen das ich schlicht stur, vernagelt und ein Schißer war.

Deswegen kann ich dir, Princess, nur eine Therapie ans Herz legen. Einerseits um Kommunikation zu lernen, denn die läuft bei euch ja gar nicht und andererseits um dich selbst zu erforschen wieso du dir so wenig wert bist das du an jemandem festhälst der dich, seinen Handlungen zufolge, gar nicht will.

IbsaqbKelxl


Hmm.....also ich bin dann doch jetzt ein wenig fassungslos muß ich zugeben.

Ich ging die ganze Zeit davon aus, dass es sich hier in der Tat um eine "Affäre" handelt, ähnlich wie es Kadhydia schon beschrieb:

Ich habe ehrlich gesagt an so etwas wie "friends with benefits" gedacht, gelegentliches Treffen mit Sex, dass der "anderen Frau" als Beziehungsanbahnung oder vielleicht sogar frische Beziehung erscheint.

Aber spätestens beim Lesen der letzten Beiträge von Princess ist ja wirklich klarer als klar, dass er hier wirklich ein Doppelleben, bzw. eine Parallelbeziehung führte. Sich zudem auch offenbart, dass er hier keinerlei Reue in seinem Verhalten zeigt (Lippenbekenntnisse zählen gerade in so einem Fall mal gar nichts), sondern sich nur auf das (Fehl)Verhalten von Princess stützt.

Ich habe extra nicht in den alten Fäden von ihr (Dir) nachgelesen, klar, ein paar kannte ich schon, aber längst nicht so komplex wie Andere hier. Und trotzdem macht sich auch bei mir alleine aufgrund dieses Fadens ein Eindruck immer stärker breit:

Dass Du, Princess, wirklich auf Biegen und Brechen (oder wie Jemand schon schrieb: "über Leichen") an Deiner Vorstellung von einer Traumbeziehung festhälst und dass genau ER es sein muß.

Es tut mir leid, aber solange Du daran so festhälst, hier nur (fast schon fanatisch) nach einem Weg suchst das genau mit ihm erreichen zu wollen, kann ich nichts mehr dazu sagen.

Außer vielleicht: Diesem Typen würde ich so in den Hintern treten bis er auf dem Mond landet. Aber es ist ja Deine Entscheidung Dir das zur Lebensaufgabe (zum lebenslangen Leiden) machen zu wollen. Nichts für ungut.

LfovLHuxs


danae

Dann kann ich am Ende nichtmal sagen ich hätte in gutem Glauben gehandelt sondern muss mir eingestehen

Das ist das Wesen der Selbstkonfrontation: "Muss mir eingestehen...", der Schmerz, von dem ich schrieb, dem man nicht ausweichen kann (oder vielleicht doch, wie du meinst), wenn's dumm läuft erst am Ende (oder auch dann nicht, aber dann hat es sich ja gelohnt, sich dem Schmerz nicht zu stellen).

Sich sagen zu können, man hätte im guten Glauben gehandelt erinnert mich an den Spruch von Princess' Mann, er hätte nicht absichtlich verletzt. Ist einfach eine der Methoden, sich der Selbstkonfrontation nicht zu stellen.

Der Therapieempfehlung schließe ich mich an, schätze aber, dass erläuterungsbedürftig ist, wo man eine gute Therapie herbekommt. Ich hätte den Punkt nach "... erforschen." gesetzt. Der Halbsatz danach enthält Unterstellungen, die ggf. Ergebnis der Erforschung sind. Ich vermute allerdings, dass ganz anderes dabei rauskommt (ohne eine Vorstellung davon zu haben was, nur dass solche Prozesse ergebnisoffen und dabei oft sehr überraschend sind).

K-ad^hidyxa


Er verweigert sich dem Schmerz der Selbstkonfrontation und ist bereit den Preis zu bezahlen: unglücklich zu sein.

Vertraue der Natur, Prinzessin. Das nennt man "köcheln im eigenen Saft". Das hält er nicht ewig aus.

Ha. Verdrängung ist ein sehr erfolgreicher Prozess.

Außerdem bin ich mir nicht mal sicher, ob das, was er sagt, für bare Münze zu nehmen ist. Er ist für mich nicht gesellschaftsfähig, durch das Verschweigen und Belügen sehe ich als ziemlichen Manipulator. Er kennt Prinzessin schon lange und weiß, dass er mit ein bisschen Pseudo-Einsicht erstmal seine Ruhe hat. Er lügt doch ihr und anderen auch ansonsten kackendreist ins Gesicht, um seine Ziele zu erreichen, warum also nicht auch da?

s0chn-eckGe1985


Er lügt doch ihr und anderen auch ansonsten kackendreist ins Gesicht, um seine Ziele zu erreichen, warum also nicht auch da?

Ich bin der Ansicht, dass es verschiedene Sorten von Lügen gibt, z.B. die gesellschaftlich gewollten Lügen ("Oh, du siehst in dem Kleid toll aus!" vs. "Du bist fett und das Kleid drückt deine Fettwürste raus"). Die "Änderungs-Lüge" oder die "Ist alles okay Lüge" sehe ich eher in der Kategorie der (implizit) gewünschten Lügen oder der Angst-Lügen.

Um das näher zu erläutern: gewünschte Lügen oder Angst-Lügen entspringen eher einer subjektiv empfundenen Existenz-Angst. Ich bin auch der Ansicht, dass man als Fragender praktisch gewisse Lügen implizieren / veranlassen kann. Das ist z.B. der Fall, wenn ich meinen Partner zu einem Statement nötige, d.h. der Fragesteller will nicht wirklich die Wahrheit wissen, sondern die eigene Sicht auf die Realität vom Gegenüber bestätigt bekommen.

Ich betone hiermit nochmals: Ich bin kein Freund vom Schuld-Konzept.

Aber ich bin zutiefst überzeugt davon, dass wir als Menschen nicht perfekt sind und dass der Fragesteller durchaus sehr implizit suggestiv eine gewisse gewünschte Antwort vorgeben kann.

d6anaxe87


Der Therapieempfehlung schließe ich mich an, schätze aber, dass erläuterungsbedürftig ist, wo man eine gute Therapie herbekommt. Ich hätte den Punkt nach "... erforschen." gesetzt. Der Halbsatz danach enthält Unterstellungen, die ggf. Ergebnis der Erforschung sind. Ich vermute allerdings, dass ganz anderes dabei rauskommt (ohne eine Vorstellung davon zu haben was, nur dass solche Prozesse ergebnisoffen und dabei oft sehr überraschend sind).

Ne, du. Das waren keine Unterstellungen sondern genau die Frage die sich mir aufdrängt. Wieso lässt man sich so ins Dunkel drücken? Sie belügen, betrügen, verleugnen und so weiter. Erst war ich auch der Meinung ihre Aktion war eher daneben, aber angesichts eines so umfassenden Lügengebäudes und der Dauer und des Ausmaßes kann ich gut verstehen das sie alles zerdeppern wollte, vielleicht in der Hoffnung dann endlich mal gesehen zu werden, das Lügengespinst zu zerreißen, einen Kreislauf zu durchbrechen.

Sie steht dem Verhalten ihres Mannes hilflos gegenüber, was logisch ist denn nur er kann etwas an seinem Verhalten ändern, aber sie ist offensichtlich auch ihren Idealen hilflos ausgeliefert. Und sie ist unglücklich, deutlich unglücklich und voller Misstrauen. Und die Frage wieso man sich selbst über Jahre so einer Situation aussetzt und mit Kindern noch weitere Verflechtungen schafft, kann einen da sehr weiter bringen. Nicht unbedingt zwecks einer Trennung, aber um sich klar zu werden was einem wichtig ist, um was man eigentlich kämpfen will und dann zwecks zielgerichtetem Vorgehen. Egal in welche Richtung.

Und sein Verhalten sagt: Ich will dich nicht in meinem Leben. Denn er sperrt sie aus. Und ob das einer Hilflosigkeit in der Beziehung oder der Unfähigkeit die Beziehung zu beenden entspringt ist für Princess erstmal völlig latte. Denn sie kann an seinem Dilemma nichts ändern, nur er und er will nicht. Jetzt nicht und vielleicht nie. Sie muss also sehen wie das Ergebnis aussieht und ob und wie sie damit umgehen kann.

Liebe verändert Menschen nicht. Menschen verändern sich selbst in einem gewissen Rahmen, aber es ist ein narzisstischer Traum einen anderen Menschen gegen dessen Willen retten zu können.

fGalc"o pelQegrilnoidxes


Ich glaube, Princess kann was ändern und zwar eine Therapie machen, nur für sich und ihre Kinder. Es wird sicher nicht einfach aber es wird ihr bestimmt von Nutzen sein. Wir hier können nur mutmaßen, denn wir kennen werder sie genau, noch ihren Mann.

Ein Therapeut kennt sich mit solchen Problemen aus und weiß, wo er ansetzen muss.

LIovrHus


danae

Das waren keine Unterstellungen sondern genau die Frage die sich mir aufdrängt. Wieso lässt man sich so ins Dunkel drücken?

Tatsächlich gefragt hast du aber: Wieso bist du dir so wenig wert, dass... Mangelnder Selbstwert ist also die unterstellte Antwort auf die Frage. Die Frage unterstellt wiederum ein Dunkel, in das sie sich passiv drücken lässt. Wenn die Prinzessin das so empfindet, ist es Forschungsgegenstand der Therapie. Wenn nicht, wird etwas anderes Forschungsgegenstand sein.

Was sein Verhalten betrifft, ist es höchst ambivalent, aber nicht eindeutig. Es gibt weder klare Werte noch klare Haltungen, noch klare Bedürfnisse. Zu sagen: "Er will sie nicht" ist aus den Handlungen genauso wenig rauszulesen wie: "Er will sie". Eher so Dinge wie: "Er will ein strahlender Held sein, weicht aber dem Schmerz aus, sich seinem Ungenügen zu stellen." Oder das häufige Muster, gerne gewollt zu werden, sich aber nicht trauen, selber zu wollen. Seine Haltung sagt: "Ich möchte eine liebevolle Beziehung führen, aber ich glaube nicht, dass ich die Mauer aus Schmerz überwinden kann, die mich davon trennt, also habe ich mich damit abgefunden unglücklich zu bleiben." Du magst es anders sehen, aber wer das verbalisieren kann, hat das Gröbste schon hinter sich. Ohne Garantie, versteht sich. Therapieziel: Statt wütend zu werden über sich selbst herzhaft befreit zu lachen.

LHo=vHuxs


SweetLittle Princess

Eine Frage habe ich: Wieviel Raum nimmt dein Mann in deinem Leben derzeit ein?

Ich vermute, dein Alltag wird hauptsächlich von den 3 Kindern geprägt. Wenn er da ist, gibt es schöne und hässliche Momente. Würdest du sagen, dass ist ein Dunkel, in das du hineingedrückt bist? Er schon, keine Frage, aber du auch? Mein Eindruck ist ja eher, dass du relativ selbstständig bist und seine Probleme nicht zu deinen Probleme machst, während du sehr gut den Schmerz wahrnimmst, den sein Verhalten bei dir erzeugt (was alles andere als "albern" ist). Deshalb schätze ich dich als recht starke Persönlichkeit ein in gutem Selbstkontakt und der Fähigkeit zwischen dir und Fremdem zu unterscheiden und sehe wenig Tendenz, dich selbst in einem Nebel aus eigenen und fremden Bedürfnissen aufzulösen.

S weetLit$tlNe VPrincesxs


So, hallo, ich hatte über Ostern viel um die Ohren und muss auch sagen, dass einiges hier sehr negativ geworden ist und das finde ich nicht so schön. Es mögen meine Gefühle vll unvernünftig erscheinen, aber ich bin immer noch ein echter Mensch und die Gefühle sind da. Ich habe erst wieder gemerkt, wie sehr ich immer noch in ihn verknallt bin, es lässt sich nicht einfach abstellen. Kritische Beiträge dürfen natürlich kommen, aber bitte in freundlichem Ton und dann an mich direkt, OK? @:) @:)

LovHus

Eine Frage habe ich: Wieviel Raum nimmt dein Mann in deinem Leben derzeit ein?

In meinen Gedanken nimmt er oft sehr viel Raum ein, auch wenn er gar nicht da ist. Wir sehen uns im Moment nicht so viel.

Ich vermute, dein Alltag wird hauptsächlich von den 3 Kindern geprägt. Wenn er da ist, gibt es schöne und hässliche Momente. Würdest du sagen, dass ist ein Dunkel, in das du hineingedrückt bist? Er schon, keine Frage, aber du auch?

Ja, ich bin nat für die Kinder da und wenn er da ist kümmert er sich um die :-@ :-@ :-@ und nicht um mich. Wenn wir Zeit für uns haben, gehen wir fast immer aus dem Haus und das ist dann mehr oder weniger schön. Zuletzt war es sehr schön, er hatte zwar an Ostern keine Zeit für mich, hat sich aber zwischendurch immer wieder gemeldet, das hat mir gefallen.

"Dunkel" wird es, wenn ich mich unsicher fühle und daran denken muss, was mit der anderen Frau wohl ist, weil er darüber mit mir ja nicht reden will. Das ist sehr schwierig, weil ich eben nie so richtig weiss, woran ich jetzt bin.

Mein Eindruck ist ja eher, dass du relativ selbstständig bist und seine Probleme nicht zu deinen Probleme machst, während du sehr gut den Schmerz wahrnimmst, den sein Verhalten bei dir erzeugt (was alles andere als "albern" ist). Deshalb schätze ich dich als recht starke Persönlichkeit ein in gutem Selbstkontakt und der Fähigkeit zwischen dir und Fremdem zu unterscheiden und sehe wenig Tendenz, dich selbst in einem Nebel aus eigenen und fremden Bedürfnissen aufzulösen.

Na ja, ich mache seine Probleme natürlich zu meinen in dem Sinne, dass ich ihm gerne helfen würde und vor allem ein offenes Miteinander - auch mit allen unseren Fehlern - anstrebe und es mich frustriert und wütend macht, wenn er da absolut mauert. In diesen Situationen fallen dann von ihm auch die meisten Spitzen. Er hingegen empfindet es dann so, dass ich seine Grenzen nicht respektiere (stimmt ja auch) und sagt ihn enttäuscht das. Ich habe nun beim letzten Mal darauf gehört und nicht weiter nachgebohrt, aber das hilft mir natürlich auch nicht.

Aber ich bin zwar die Mama unserer Kinder, aber nicht seine Mama, dh er muss das auch selbst hinkriegen, vor allem wenn er meine Hilfe immerzu ablehnt und ich da so oft regelrecht abblitze.

bXl&ackheawrted{queen


Huhu Princess, wie geht es dir denn inzwischen?

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