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Freund hat Angst vor mir!!!

LNovH<uxs


Denkst du das hilft mir oder sollte lieber der x:) es lesen?

Das ist kein entweder-oder. Ihr könnt es auch zusammen lesen. Aber ich dachte, du liest es zuerst und wenn du findest, er sollte es auch lesen, kannst du es ihm geben.

Du solltest beim lesen nicht meinen, ich würde damit sagen: "Genau so ist es bei euch auch / wird es bei euch werden". Ich meine aber doch, dass die Erzählung veranschaulicht, wie Liebe, Triebe, Sprachlosigkeit, sich schlecht behandeln, doch nicht loskommen etc. etc. zusammenpassen. Vor allem dieser Zweispalt, sich einerseits in seiner Wut und Aggression völlig im Recht zu fühlen und einen Augenblick später vor sich selber zu erschrecken ("kaputt im Kopf", "habe dich schlecht behandelt") wird toll beschrieben. Es gibt auch allerhand philosophisches und religiöses Beiwerk - Tolstoi eben - das kannst du eher überfliegen.

S`weetL\ittle0 PrJincxess


Nordlandwichtel1

Ich meine Liebe von seiner Seite aus. Würde er lieben würde er sie und das gemeinsame Baby nicht verheimlichen. Er stellt lieber seine Affäre vor, als seine eigene Familie (Freundin mit gemeinsamen Baby), er geht Fremd, wo ist das Bitte liebe?

Trotzdem behauptet er immer wieder er würde mich lieben und mit mir zusammen sein wollen.

Ich habe auch gesagt es passt nicht wirklich zu seinem Verhalten, aber wenn er wirklich Probleme hat (Angst vor mir, offenbar auch Angst mich vorzustellen usw) macht er vll einfach blöde Sachen aus diesem Grund.

Ich hab ihm auch gesagt, er soll mir sagen, wenn/dass er mich nicht mehr liebt, dann gehe ich und lasse ihn in Ruhe und auch um die :-@ kümmere ich mich alleine, wenn er das nicht will. Aber nein, das sagt er nicht, weil das sei gelogen, sagt er. Wäre wahrscheinlich einfacher gewesen er hätte einfach gesagt "ich liebe dich nicht mehr, Princess, lass es uns beenden."

:-| %:| :°( :(v >:( >:( :(v

S&weetL6ittle 9Prixncess


Nordlandwichtel1

Er nutzt dieses Angst vor dir nur, damit er nicht der böse ist. Und sie denkt sie macht fehler und ist die jenige die was retten muss. Für mich überschattet er damit seine Fehler (fremd gehen nicht zur Familie stehen). Er redet ihr damit ein schlechtes Gewissen ein :)z

Ich denke nicht, dass ich Schuld bin an seiner Angst. Ich habe nix böses gemacht & würde die Affaire immer wieder enthüllen. Ich finde, man darf so etwas nicht verschweigen, alleine schon, weil man sich ja anstecken kann, auch mit Kondis.

Aber retten würde ich ihn und uns schon gerne. Alleine kann ich das aber nicht. Vll hast Du auch Recht, dass er mit den Albträumen sagen will "guck, Du warst auch böse zu mir" aber das ist sein Gehirn, in echt habe ich nix böses gemacht.

weihnachtssternchen3

Das hat er nicht erwartet und auch gesagt, er würde jetzt die Bez zu seiner Affaire retten wollen.

Öhm... Den Satz verstehe ich gerade nicht. Also will er die Affäre weiterlaufen lassen oder wie? Dann wäre das Fundament ja in der Tat fürn Arsch und vorallem könnte ich seine Sorge, du machst ihm dann das Leben zur Hölle verstehen. Einen Kumpel hast du ihm damit ja schon vergrault, es könnten ja weitere folgen.

Die Affaire ist nicht super neu, ist vll 1,5 Jahre her. Ob er noch Kontakt zu ihr hat, weiss ich nicht. Angeblich hat er es beendet.

Er hat es zwar gesagt, nachdem ich sein Fremdgehen verraten habe, aber angeblich wollte er die Bez zur Affaire vorher schon nicht mehr, dh er hätte sich damit selber ans Bein gepisst

SoweetsLittleO Priznxcess


weihnachtssternchen3

Nachtrag: wenn er sich dazu entschieden hätte, bei der Affaire zu bleiben, hätte ich seinen ganzen Mist auch publik gemacht, da kann er Gift drauf nehmen. Wenn er mit ihr zusammen sein will, dann kann er das auch, aber ohne bequeme Lügen und ich fürchte, da wäre nicht viel übrig.

Das war vll gehässig jetzt, aber das denke ich.

LovHus

Princess, ich finde auch wie Nordlandwichtel, dass er keine Gelegenheit auslässt, sich in gutes Licht und dich in schlechtes Licht zu rücken. Diese Gewohnheit hatte er immer schon. Aber ich glaube auch, dass du schon länger nicht mehr darauf rein fällst und - wichtiger - inzwischen er sich selber auch nicht mehr davon überzeugen kann.

Ich habe etwas gemacht, das ihn wohl sehr verfolgt, aber es ist ewig her und es ist auch nicht meine Schuld, dass er da nicht drüber weg kommt.

Ich glaube auch, er wäre gerne die souveräne Moralinstanz, für die ihn andere halten bzw gehalten haben. Aber er ist es nicht (mehr) und er weiss auch, dass er vor mir in keinem guten Licht steht, sonst würde er nicht so empfindlich reagieren.

Er sagt, niemand hätte ihm je so weh getan wie ich und niemand anders könnte das. Seine Exen hätten ihn nie verletzen können. Mich hat er auch mehr verletzt als jeder andere Mensch. Das passiert, wenn man liebt, denke ich, dass man sich verletzlich macht.

"Ach du Scheiße, ich bin hier der Arsch!" lässt niemand gerne an sich ran. Scheint sich aber gerade kaum noch verhindern zu lassen: Die Ausreden werden immer bizarrer und Ängste und Alpträume lassen sich anscheinend nicht mehr verdrängen. Da ist wohl eine saftige Krise im Anmarsch.

Du meinst, die Angst & Albträume vor mir sind eigentlich sein schlechtes Gewissen? :-o ":/

Die Krise scheint mir momentan leider kaum bewältbar :-( :-( %:|

EJhem`aligerW N3utzefr (#5m806x49)


Ich finde, Du bist eine sehr starke Frau, vor er durchaus Angst haben sollte. Du lässt Dir nicht so leicht was gefallen und sagst, was Du denkst, auch wenn er oder andere das nicht hören wollen. Du bist auch konsequent - du würdest gehen, wenn er das wollte. Kurz gesagt, Du bist kein Dummchen, das man rumschubsen kann. Ich kann das verstehen, dass er Angst hat. Er weiß, dass Du tust, was Du für richtig hältst. Ich finde es aber von ihm bescheuert, Dir daraus einen Vorwurf (so hört es sich für mich an) zu machen. Durch sein Verhalten hat er sich in eine Lage gebracht, für die er selbst verantwortlich ist. Er sollte lieber überlegen, was er tun kann, damit er Deine Reaktion nicht fürchten muss. Es geht hier ja nicht um körperliche Gewalt, sondern darum, dass Du die Wahrheit sagst. Und wer die Wahrheit fürchtet, hat ja wohl ein Problem.

Außerdem, hat er mal über Deine Albträume nachgedacht?

L ovQHuTs


SweetLittle Princess

Die Krise scheint mir momentan leider kaum bewältbar

Ja, verstehe ich. Trotzdem bewältigen viele Paare solche Krisen. Ok, viele scheitern auch daran. Schwer vorher zu sagen, wie es ausgehen wird.

Ich habe da noch einen anderen Buch-Tipp für dich: "Intimität und Verlangen - sexuelle Leidenschaft in dauerhaften Beziehungen" von David Schnarch. Viel Text, teilweise nicht leicht zu verstehen und gegen Ende wiederholt sich Vieles. ABER: In jedem Kapitel gibt es ein Fallbeispiel von einem Paar, das sich irgendwie in die Wolle gekriegt hat und die dann doch aus einem ausweglos scheinenden Patt herausgefunden haben zu dem, was der Titel verspricht. Oder wie du sagen würdest: "Wir wollen doch eigentlich nur eine liebevolle Beziehung führen." Mit solchen Beispielen vor Augen sieht die Wand, vor der du stehst, nicht mehr ganz so unüberwindlich aus.

Issabe9l9l


Jetzt muß ich doch mal nachhaken (wundert mich ein wenig, dass das noch Keinem sonst hier aufgestossen ist):

Du schreibst (die Zitate sind aus zwei Beiträgen von Dir zusammengetragen):

Ich kann mir nur zwei Ereignisse vorstellen. Bei einem habe ich ihn vor einem Freund als Lügner auffliegen lassen....(...)....Einem Freund von ihm, den er wg der Affaire auch angelogen hat, habe ich aber die Wahrheit gesagt und der hat ihm dann die Freundschaft gekündigt. Das war von mir so nicht gewollt gewesen, aber ich wusste nicht, dass es zwischen den beiden eh schon Probleme gab.

Das zweite ...(...)....Er war mir untreu und er hat es mir gesagt. Ich habe es dann seiner Affaire gesagt, weil er Schluss machen wollte, ohne es ihr zu sagen....(...)... Ich habe nachdem er mir von seiner Untreue erzählt hat die Lüge auch bei der anderen auffliegen lassen. Er wollte sich von der Affaire trennen ohne ihr die Wahrheit zu sagen. Das konnte ich nicht aushalten.

Mir egal. Dieses Problem ist jetzt wichtiger!!!

MMn ist genau das das Problem.

Egal was er Dir angetan hat - Dein Verhalten war absolut übergriffig. Was geht Dich seine Beziehung zu seinem Freund an? Ebenso die Affäre?

Ich bin zwar fast sicher, dass Du das jetzt nicht verstehen wirst - aber für mich ist das genauso ein Vertrauensbruch. Und das unter der Prämisse: "Sie hatten ein Recht das zu erfahren, außerdem hatte ich das Recht weil er mir so wehgetan hat.". Auge um Auge?

Sorry, aber dass er jetzt sagt:

Und er hätte Angst vor Rache, weil er mich nicht gut behandelt hätte und ich so emotional und damit unberechenbar wäre.

Fremdgehen hat er mir nicht vorgeworfen (wäre auch mega abwegig) aber offenbar emotionale Racheakte

kann ich absolut nachvollziehen.

Sicher will ich damit nicht schönreden was er getan hat. Affäre, Dich verleugnet. Kein Thema, das ist :(v .

Doch Dein Verhalten daraufhin sollte nicht unter den Tisch fallen - vor allem da es fast schon zu offensichtlich ist, dass genau das der Grund seiner "Angst" vor Dir ist. Und wie schon gesagt - in meinen Augen, unerheblich was er nun getan haben mag, völlig verständlich.

Das Verhalten/Handeln eines anderen Menschen rechtfertigt oder entschuldigt niemals das eigene Verhalten. Du hättest die Wahl gehabt auch ganz andere Konsequenzen aus seinem Verhalten zu ziehen.

Ich habe nix böses gemacht & würde die Affaire immer wieder enthüllen. Ich finde, man darf so etwas nicht verschweigen, alleine schon, weil man sich ja anstecken kann, auch mit Kondis.

Aber retten würde ich ihn und uns schon gerne. Alleine kann ich das aber nicht. Vll hast Du auch Recht, dass er mit den Albträumen sagen will "guck, Du warst auch böse zu mir" aber das ist sein Gehirn, in echt habe ich nix böses gemacht.

Du hast nichts "Böses" gemacht, aber Du hast "gemacht". Und er hat doch deutlich gesagt, dass es genau das ist was ihm Angst macht!?

Und sicher ist es "sein Gehirn", bzw. sein Herz welches so denkt - aber Du siehst ja an mir, dass auch mein "Gehirn/Herz" Dein Verhalten als übergriffig und ja, auch als Vertrauensbruch wahrnimmt.

Ich habe so das Gefühl, dass Du seine Wahrnehmungen negierst, Dir eine Welt erschaffst in der Du schalten und walten kannst wie Du willst, denn Du hast ja das Recht dazu, weil ER ja "der Böse" ist der Dich betrogen hat.

Es wird Zeit Dein eigenes Verhalten auch mal zu reflektieren.

kto libo

Durch sein Verhalten hat er sich in eine Lage gebracht, für die er selbst verantwortlich ist. Er sollte lieber überlegen, was er tun kann, damit er Deine Reaktion nicht fürchten muss.

:-o

Leute, jetzt lasst mal die Kirche im Dorf!

Er hat sie betrogen, er hat sie verleugnet.

Unterste Schublade, keine Frage.

Aber sie hat sich entschieden bei ihm zu bleiben. Das war letztendlich nicht seine sondern ihre Entscheidung.

Und jetzt darf sie handeln wie sie will und er soll gefälligst die Füße stillhalten - weil, das ist ja Alles berechtigt, denn er ist ja hier "der Böse"? Er ist derjenige der "psychische Hilfe" braucht - weil er aufgrund ihres Handelns nun (wohl reflektierende) Albträume hat?

Nochmal: Ein (solches) Fehlverhalten wie von ihm vor 1,5 Jahren heißt doch nicht, dass er gefälligst gelassen nun Alles hinzunehmen hat.

:|N

Jsuli-qSonne_


Weshalb nennst du ihn nicht beim Namen, sondern x:) ?

Kenne ich nur von den Bilderbüchern der Kinder, bei der ein kleines Bild vorkommt und die Kinder auf diese Weise mitlesen können.

Und ob dein x:) wirklich x:) ist, wage ich zu bezweifeln, wenn er Angst vor dir hat.

EXhemaligSer Nutzer 6(#5580649)


Leute, jetzt lasst mal die Kirche im Dorf!

Er hat sie betrogen, er hat sie verleugnet.

Sie hat daraufhin gesagt, wie es ist. Ist sie dazu verpflichtet zu schweigen? ich habe auch im ersten Moment gedacht, dass es ganz schön übergriffig ist, der anderen Frau zu sagen, was er vorhat. Aber sie ist nicht in der Position, Rücksicht zu nehmen. Wenn er tatsächlich nur Angst davor hat, sie könnte irgendwas ausplaudern, soll er sich trennen oder nichts tun, was sein Freund oder seine Geliebte nicht wissen dürfen.

L3ovxHus


Isabell

wundert mich ein wenig, dass das noch Keinem sonst hier aufgestossen ist

Shojo schrieb vor zwei Seiten:

So richtig würdevoll finde ich es allerdings auch nicht, zu seiner Affäre und zu Freunden spazieren zu wollen und dort rumzutröten beziehungsweise es zu tun. In der Sache ist einfach beiderseits ganz übel der Wurm drin.

Ich halte es nicht für sehr sinnvoll, in dem Verletzungsspiel gegenseitig aufzurechen, wer wann wen und zuerst/als Reaktion oder stärker/schwächer oder absichtlich/unabsichtlich womit verletzt hat. Es zementiert den Schmerz und rückt jede Lösung in weite Ferne.

Festzustellen, dass da beiderseits übel der Wurm drin ist, finde ich da deutlich vielversprechender: Man kann sich auf das gemeinsame (!) Projekt einigen, den Wurm loszuwerden. Und zwar nicht jeder seinen Teil vom Wurm - dann geht das Theater von vorne los - sondern den ganzen Wurm insgesamt.

Ius!abeill


kto libo

Ist sie dazu verpflichtet zu schweigen?

Nein. Genauso wenig wie er ihr gegenüber zu irgendwas verpflichtet ist. Nur mit den Konsequenzen sollte man umgehen können.

Aber sie ist nicht in der Position, Rücksicht zu nehmen.

Wann ist man denn in einer solchen Position und wann nicht?

Die Einstellung in dem Bereich Rücksichtnahme (sprich, Respekt) steht und fällt also mit dem Verhalten eines anderen Menschen? Ist davon abhängig?

LovHus

Ja, Shojo hat das vor zwei Seiten geschrieben - ich hatte aber nicht das Gefühl, dass es wirklich angekommen ist bei einigen Schreibern hier.

L(ovTHus


Isabell

ich hatte aber nicht das Gefühl, dass es wirklich angekommen ist bei einigen Schreibern hier.

Und weil es für dich das Problem ist, hast du es nochmal in gebotener Ausführlichkeit betont.

Ich gebe zu, dass ich deine Haltung in diesem Punkt nicht teile. Was ich natürlich auch sehe ist, dass es kein automatisches "Zurückhauen" gibt. Es wäre auch eine Entscheidung, die ebenfalls in ihren sich ergebenden Konsequenzen getragen werden muss. Auch mit der generellen (gelegentlich aber doch sehr theoretischen) Regel, dass Zurückhauen keine Option ist und Gewalt nicht mit Gewalt beantwortet werden soll, bin ich völlig einverstanden.

Aber: Kann jemand, der sich respektlos verhält, wirklich damit rechnen, dass die Konsequenzen, die er zu tragen hat, auf jeden Fall von Respekt ihm gegenüber getragen sein werden? Respekt dem Respektlosen ist eine ähnlich problematische Forderung, wie die der Toleranz dem Intoleranten gegenüber. Verdient ein Lügengebäude aus Respekt dem Lügner gegenüber "Denkmalschutz"? Wie verteile ich meinen Respekt zwischen Lügner und Belogenen, wenn ich davon ausgehen kann, dass der Belogene ein berechtigtes Interesse an der Wahrheit hat?

Nur waren solche Überlegungen genauso wenig handlungsleitend, wie die von dir erwartete Reflexionsleistung: "Er hat sich zwar unterste Schublade benommen, aber meine moralische Integrität lasse ich mir davon nicht beflecken." Was ich übrigens für so überheblich hielte, wie das andere Verhalten übergriffig war. SweetLittle Princess war durch und durch emotional, verletzt, hatte massive Schmerzen. Affekte, Impulse, alles, was die Psyche unterhalb der Ratio zu bieten hat, war höchst mobilisiert. Millionen Jahre Evolution standen Gewehr bei Fuß. Kann sein, dass das dem betroffenen Partner (der zugleich der auslösende Partner ist) zu schaffen macht. Insbesondere, wenn er allen Ernstes damit gerechnet hat, stets (auch, wenn er Scheiße der untersten Schublade baut) respektvoll behandelt zu werden, wird er ihr Verhalten "unberechenbar" finden. Ok, nun kann er auch seine Entscheidung treffen. Und siehe da, er bleibt auch. Man ist sich auf einer elementaren Ebene also offenbar doch einig.

Mag der Begriff der "Liebe" hierfür auch bis zur Unkenntlichkeit gedehnt erscheinen, ein Fundament, eine starke Bindung ist es doch. Und da die mögliche Aufgabe, die Bindung zu lösen, für beide derzeit keine Option ist, bleibt als Projekt, den Wurm rauszukriegen.

s-chne5ckxe198x5


@ LovHus

Ich finde deine positive Haltung zu dieser Verbindung ja wirklich nett! :)^

ABER: In meinen Augen reden wir hier (Umständehalber) doch vor allem über eine Zwangsheirat. Will heißen: Mir tun beide Beteiligten (Princess und ihr Schatz) in dieser Konstellation unglaublich leid. :-( ich weiß selber, wie sich Konservativismus und Druck in jungen Jahren anfühlen :-(

Fakt ist: Ich wünsche beiden soooo sehr, dass sie ihr wirkliches Glück finden! Aber ich glaube nicht, dass diese Verbindung von (ewiger) Dauer sein wird.

Man kann sich noch so sehr bemühen, wenn die Umstände nicht das innere Selbst wiederspiegeln, dann kann man nur versagen / Fehler machen / Scheiße bauen.

Da sehe ich den Grund für die ganze Misere: Im Prinzip wurden beide durch Druck in eine Beziehung / Ehe gedrängt, für die keiner der beiden bereit oder reif war. Hätte die Schwangerschaft nicht gegeben, dann wären die beiden zu 99% Wahrscheinlichkeit heute nicht verheiratet und hätten keine (weiteren) Kinder miteinander bekommen.

@ Princess

Nein, ich sehe da überhaupt keine unbelastete Basis zwischen euch beiden - tut mir leid. Unbelastet bedeutet für mich: Jung sein, ungebunden sein (also kein Kind!), Ausbildung / Studium vor der Nase, eigene Ziele entwickeln, Zeit zum Reifen und Fehler machen haben.

Ich habe mich immer schon stark in die Gefühle deines Mannes einfühlen können. Ich komme aus ähnlichem Elternhaus wie du (nur ohne Big Money ;-) ) und die meisten meiner Geschwister (5 an der Zahl) kommen prima mit den bürgerlichen Erwartungen meiner Eltern klar. Ich konnte das nie, und habe mit der Zeit gemerkt, dass ich als Person sterbe, wenn ich nicht aus diesem Umfeld raus komme. Deshalb sympathisiere ich auch mit deinem Mann - weil du mit der Situation (z.B. den Erwartungen deiner Mutter) scheinbar ganz gut klar kommst, während er da irgendwie nie reinpasst. Dass der Betrug mehr als Scheiße für dich war, das will ich nicht diskutieren. :-( :°_

Aber ich sehe auch, dass er irgendwie nie eine Wahl hatte - und mit U20 kann man einen Penis haben, solange man will, man ist trotzdem kein "Mann" oder "Vater", wie du es dir wünscht, sondern ein verunsicherter Jugendlicher.

Kürzlich hat uns (meinem Partner und mir) ein sehr guter Freund erzählt, dass er Vater wird. Vor zwei Jahren gab er mir noch die Hand darauf, dass er kinderlos bleiben will ;-)

Das hat mich zum Nachdenken gebracht. Ich bin 30, Schatz 33, und wenn ich mir vorstellen würde, dass ich schwanger wäre, dann würde bei mir blanke Panik / Angst / Entsetzen ausbrechen. Da wäre nicht viel mit Baby-Freuden, sondern eher die Aussicht auf eine Abtreibung (PS: super, wie du das gepackt hast, ich packe es heute noch nicht). Will heißen: Ihr sitzt von Anfang an in der "Falle" des gemeinsamen Kindes. Da ist nichts / wenig mit Unbeschwertheit und das kann einen Menschen zugrunde richten (muss natürlich nicht!).

Wenn ich euch angucke, dann sehe ich eben auch nur Drama: ungeplante Teenie-Schwangerschaft, konservatives Elternhaus mit vieeeeeeeel Druck (nicht mal meine ultra-religiöse Mutter ist mit Verlobungsringen angerückt!), zwischendurch Trennung, du fühlst dich ungeliebt, Druck-Hochzeit, Betrug, Verleugnung...

Princess, deshalb tust du mir ja so leid: Du hast keinen Vergleich zu einer wirklich glücklichen, selbstbestimmten und freien Beziehung :-( du bist traurig, er ist traurig, du wirst betrogen, er betrügt, du bist Hausfrau (warum studierst du eigentlich nicht?!?), er "darf" studieren usw. usw. Ich würde dir so sehr wünschen, dass du einmal Liebe erfahren darfst, die nicht nur Kinder, Knatsch und Kompromisse ist. Einfach Liebe, mit jeder Zelle deines Körpers.

Und weil ihr das nicht habt und ich schlechte Chancen dafür sehe, dass ihr das jemals haben werdet, sehe ich so schwarz für eure Beziehung. In einem stabilen Fundament findet sich weder familiärer Druck, noch sofortige Schwangerschaft, noch Betrug oder Trennung. :-( Deshalb sehe ich kein dauerhaftes Fundament für euch, sondern im besten Falle ein Spiel auf Zeit.

IDsaLbeulCl


LovHus

Was ich übrigens für so überheblich hielte, wie das andere Verhalten übergriffig war. SweetLittle Princess war durch und durch emotional, verletzt, hatte massive Schmerzen.

Ich glaube, ich habe mich mißverständlich ausgedrückt.

Ich räume ein, dass ich meinen ersten Beitrag da ein wenig zu unsachlich angegangen bin (sorry). Es ist nicht so, dass ich für ihre Reaktion kein Verständnis hätte (völlig irrelevant wie ich selbst handeln würde).

Aber es geht hier in der Ausgangsfrage darum, warum ihr Freund solche "Angst" vor ihr hat. Ihr nicht mehr vertraut. Und ich wollte mit meinen Beiträgen lediglich darauf hinaus, dass ich sehr wohl eine (für mich nachvollziehbare) Begründung für seine "Ängste" (das ihr nicht vertrauen können) erkenne. Aufgrund ihres Verhaltens nach seinem Betrug an ihr. Sie geben sich da wohl Beide nicht viel.

Und als ich die vergangenen Seiten so las, da war ich ein wenig verwundert, dass sie jetzt so als der "Unschuldsengel" dargestellt wird und er wird regelrecht verteufelt, dabei finde ich die beidseitige Dynamik doch recht klar erkennbar.

Also nochmal: Es geht hier nicht um eine Wertung wer wie "böse" gehandelt hat, ob es nun nachvollziehbar ist oder nicht, ob "man" (in diesem Fall sie) nun das oder ein Recht dazu hat so zu handeln wie sie es tat - sondern es geht darum, dass so gehandelt wurde und welche Konsequenzen das nach sich zieht. In diesem Fall heißt die Konsequenz bezüglich ihres damaligen Handelns nun mal, dass auch er ihr nicht mehr wirklich vertrauen kann.

Und so lange sie das nicht auch sieht/erkennt, sondern weiter darauf pocht, dass er damit "gefälligst" zu leben hat, sozusagen "selbst schuld" dran ist, solange sie auf dem Standpunkt bleibt "ist ja sein Gehirn welches so denkt, kann ich nix für" - sehe ich da kein Vorwärtskommen.

SweetLittlePrincess - ich will Dir nix Böses, ich kann auch nur wiederholen, dass mein erster Beitrag wohl etwas ungeschickt formuliert wurde (wie das im rein Schriftlichen ja leider immer wieder vorkommt ;-)):

Es ist nicht so, dass ich Dich nicht verstehen könnte - dennoch zieht nun mal jedes Verhalten auch Konsequenzen nach sich. Und diese Konsequenzen fragen meistens nicht nach ob es nun Recht oder Unrecht war so und so zu handeln, sondern sie steuern das Weitere. Und durch Dein damaliges Handeln, Deinen "Übergriff" Dich mit der Affäre und dem Freund über Deinen Freund hinter seinem Rücken auszutauschen, hat er nun mal sehr viel Vertrauen verloren. Das ist völlig unabhängig von seinem Betrug an Dir zu sehen.

IMsab3ell


Nochmal LovHus (ein wenig weitergreifend) zum Thema Respekt:

Aber: Kann jemand, der sich respektlos verhält, wirklich damit rechnen, dass die Konsequenzen, die er zu tragen hat, auf jeden Fall von Respekt ihm gegenüber getragen sein werden? Respekt dem Respektlosen ist eine ähnlich problematische Forderung, wie die der Toleranz dem Intoleranten gegenüber. Verdient ein Lügengebäude aus Respekt dem Lügner gegenüber "Denkmalschutz"? Wie verteile ich meinen Respekt zwischen Lügner und Belogenen, wenn ich davon ausgehen kann, dass der Belogene ein berechtigtes Interesse an der Wahrheit hat?

Ich frage mich sowas gar nicht. Wenn ein Mensch sich mir gegenüber so respektlos verhält, dass ich nicht mehr in der Lage bin mit ihm weiter respektvoll umzugehen, wenn ich im Gegenzug meinen Respekt ihm gegenüber verliere, dann distanziere ich mich von ihm. Das ist dann meine Konsequenz.

Ich verstehe Dich so, dass Du meinst ich "hielte dann auch noch die andere Wange hin" wenn Jemand mich mit Füßen tritt? Nein, sicher nicht. Aber ich muß respektloses Verhalten nicht gleichermaßen beantworten.

Nur waren solche Überlegungen genauso wenig handlungsleitend, wie die von dir erwartete Reflexionsleistung: "Er hat sich zwar unterste Schublade benommen, aber meine moralische Integrität lasse ich mir davon nicht beflecken." Was ich übrigens für so überheblich hielte, wie das andere Verhalten übergriffig war.

Hierzu zwei Dinge:

Mir fällt in dem vorherigen Zitat schon auf, dass Du von "erwarten" sprichst. Ich erwarte erst mal gar nichts. Und Jemand der sich respektlos verhält (mir gegenüber oder auch sonstwem) hat ebenfalls nichts zu "erwarten".

Das Zweite:

Du hälst es für überheblich wenn ich sage, dass ich mir meine moralische (ich bevorzuge ethische) Integrität nicht beflecken lasse von einem Menschen der mir respektlos gegenübertritt? Du sagst, eine solche Reaktion ist gleichermaßen überheblich wie das Andere übergriffig ist? Dann ist das so. Ich bin dann aber lieber überheblich als übergriffig, habe ich kein Problem mit ;-).

Ich sage damit nicht, dass ich mich nicht impulsiv in einer akuten Situation mal hinreissen lasse, bin ja kein Übermensch. Doch es besteht ja noch ein Unterschied zwischen Akutsituationen und Situationen die über einen längeren Zeitraum bestehen (werden). Und wenn mich Jemand "tritt", dann trete ich nun mal nicht zurück - was habe ich davon? Dann befinde ich mich (weiterhin) mit im selben Raum wie er, wie soll es mir damit besser gehen? Warum nicht die Möglichkeit nutzen durch die offene Tür rauszugehen und ihn alleine weiter in die Luft treten zu lassen?

Wenn das Überheblichkeit ist....wie gesagt, damit kann ich (gut) leben.

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