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Freund hat Angst vor mir!!!

Ifsabbelxl


Sweet little Princess

Was geht Dich seine Beziehung zu seinem Freund an? Ebenso die Affäre?

Du fragst mich wirklich, was mich die Affaire angeht ??? :-X

Sie geht Dich natürlich etwas an insoweit es Eure Beziehung betrifft, soweit es den Betrug betrifft den er an Dir begangen hat. Im Weiteren geht Dich aber die Beziehung zwischen ihm und ihr nichts an.

Ich war wütend auf ihn und ja, ich finde man sollte erfahren, wenn man betrogen wurde, ....(...)....Ich will nicht leugnen, dass Rache dabei mitgespielt hat, aber sie war nicht der einzige Faktor und ich würde es auch nach über 1 Jahr Bedenkzeit immer noch sagen. Allerdings würde ich einige Sachen etwas anders machen, zB würde ich ihm ankündigen, seine Lügen auffliegen zu lassen, wenn er sie nicht selber gesteht & zwar allen, nicht nur der Affaire.

Und das ist dann inwiefern "besser"? Und warum muß er es Allen gestehen? Für dieses Bedürfnis Deinerseits gibt es für mich keinen anderen Grund als den der Genugtuung, dass er als der "Ar...." dasteht.

Wie gesagt, ich bin der letzte Mensch der Betrug verteidigt oder rechtfertigt. Darum geht es mir hier nicht. Was er gemacht hat war unterste Schublade - dennoch ist (war) Dein Verhalten ihm gegenüber eben auch nicht ok und er hat alles Recht der Welt dies ebenfalls so empfinden zu dürfen. Er steht wegen seines Fehlverhaltens in keiner derartigen Schuld bei Dir.

Du hättest die Wahl gehabt auch ganz andere Konsequenzen aus seinem Verhalten zu ziehen.

Sicher. Ich hätte lieb und nett sein können. Ich hätte ihn abblitzen lassen können. Beides wollte ich nicht und beides wäre unehrlich gewesen.

Inwiefern unehrlich?

Du willst Dich auf keinen Fall trennen. Ok. Dies funktioniert auf Dauer aber nur, wenn Du ihm auch wirklich verzeihen kannst. Und nicht für alle Zukunft diese Geschichte auf den Tisch legst, bzw. Dein eigenes Verhalten damit rechtfertigst was er vor einem Jahr getan hat. Aber, klar, für dieses Funktionieren müßte natürlich auch er Dir verzeihen können. Doch genau das hat er offensichtlich (noch) nicht getan, kann er nicht, er vertraut Dir nicht (mehr).

Ich negiere nicht, dass ich ihn mit meinem Handeln verletzt habe. Ich habe mit etwas Abstand auch gesehen, dass er es als Vertrauensbruch gesehen hat, weil er sich seinem Empfinden nach mir geöffnet hatte und ich ihn dafür "bestraft" hätte.

Genau darauf will ich die ganze Zeit hinaus, denn ja, auch sein Geständnis, seine Öffnung Dir gegenüber, fällt unter den Punkt "etwas anvertrauen". Da spielt es erst mal keine Rolle ob es etwas Negatives oder Positives ist.

Zum Zeitpunkt meines Handeln sah ich es nicht als Vertrauensbruch, weil kein Vertrauen da war. Er wollte reinen Tisch machen, gut, aber ich habe seine Worte nicht als vertrauenvolles Offenbaren wahr genommen. Für mich hat er mir eröffnet dass er mich belogen & betrogen hat und meinen Ratschlag, das Lügengebäude einzureissen und allen die Wahrheit zu sagen nicht (schnell) umgesetzt, so dass ich nicht mehr geglaubt hatte, dass er es ernst meint und es auch unerträglich fand zu wissen, dass seine Affaire sich nichts ahnend auf das nächste Treffen freut oder neben ihm im Bett liegt.

Und ja, ich finde auch, dass er mir nach einer solchen Aktion entgegen kommen sollte.

Kann ich voll und ganz verstehen.

Aber insgesamt sehe ich es so wie schnecke es kurz und knapp ausdrückt:

...aber die Unvernunft des Einen ist keine (passable) Rechtfertigung für den Mist eines anderen.

Es ist zu verstehen, dennoch hat es eben auch Konsequenzen.

Ist es wirklich genau so schlimm, die Lügen zu enttarnen, wie 2 Jahre lang eine Parallelbeziehung / Affaire zu haben?

Ich will das mit ihm nicht aufrechnen, aber ich finde das trotzdem übler, zumal er angeblich eh die Bez zu ihre beenden wollte.

Eben, es geht nicht um ein Aufrechnen. Wenn nur das die Frage wäre, dann würde ich auch sofort sagen: Ja sicher ist das was er getan hat viel übler. Darum geht es aber nicht. Sondern darum, dass beziehungsschädigendes Verhalten (Vertrauensmißbrauch) nun mal Eines ist und bleibt, seine Konsequenzen nach sich zieht - egal was der Andere macht oder gemacht hat.

Und das heisst nun wohl, dass wieder ich diejenige sein muss, die Arbeit in die Beziehung steckt.

Du mußt überhaupt nichts. Wenn er keine Arbeit reinstecken will, Dir nicht verzeihen will oder kann - dann kannst Du immer noch die Beziehung beenden. Zwingen kannst Du ihn allerdings zu gar nichts, auch nicht durch eigenes Verhalten.

Ja, es war wohl ein Übergriff und ich sehe auch ein, dass ich sehr schnell gehandelt habe und ihn hätte vorwarnen sollen.

Das hätte doch nichts geändert - getan hättest Du es trotzdem.

Btw. an dieser Stelle: Ich würde ihm genau dasselbe sagen wie Dir. Entweder er kann Dir Dein damaliges Verhalten verzeihen, wieder Vertrauen zu Dir aufbauen oder nicht, bzw. er will es entweder versuchen oder nicht. Wenn er es nicht kann oder will, dann kann auch er die Reißleine ziehen und gehen.

Womit wir wieder an dem Punkt sind, an der Beziehung zu arbeiten. Das müssen Beide wollen und tun, ansonsten klappt es nicht.

LKovHxus


SweetLittle Princess

Beispiele bei Beziehungen sind ja leider immer nur bedingt vergleichbar, weil die Situation ja nie wirklich gleich ist. Aber es ist ermutigend zu wissen, dass man solche Krisen überwinden kann.

Hm, ob das reicht? Wenn ich in T-Shirt und Turnschuhen vor einer Felswand stehe, ermutigt mich nicht besonders zu wissen, dass da schon jemand hochgeklettert ist. Würde ich es allein mit diesem Wissen versuchen, würde ich wohl nicht weit kommen.

Ich würde dich gerne ermutigen, das Buch tatsächlich in Angriff zu nehmen. Bildlich gesprochen etwas darüber zu erfahren, wie die Muskulatur funktioniert, etwas über Seile und Haken. Klar ist jede Felswand anders und jeder Kletterer auch, trotzdem gibt es ein paar Dinge, die jeder wissen sollte.

Das hat er aber nicht. Er sagt er will eine richtige, liebevolle Beziehung mit mir. Da sind wir uns also einig. Aber mit dem Weg wohl nicht so.

Also steht ihr vor der Felswand, du bist diejenige, die einfach mal losmarschieren möchte und er steht die Hosen gestrichen voll davor. Ich finde auch, jetzt einfach los zu gehen nicht besondern erfolgsversprechend. Sich zu informieren, welche Wege es gibt wäre ein besserer erster Schritt. Deshalb auch meine Buchempfehlung. Hilft nachher auch, einen geeigneten Wegbegleiter und "Trapper" zu finden.

NLordlQand\wiPchtelx1


Du hast doch, bisher alles bekommen was du wolltest. Und wenn du es nicht bekommen hast, musste Mutti ran %-| Du solltest Erwachsen werden, denn das bist du nicht. Allein, das du deine Kinder immer nur mit :-@ bezeichnest, ist in meinen Augen nicht Erwachsen. Genauso wie der x:) für deinen Mann.

Und das er zu dir zurück gekommen ist, ist reine Angst vor dem was kommen würde, wenn er sich Trennt. Ich denke du und deine Mama würden alles dran setzten das er nie mehr Glücklich ist. Daher nimmt er dieses beschissene Leben mit dir so wie es ist in Kauf und dadrum leugnet er dich.

wSeihnac$htss1tWernc>hen3


Warum wählt er nicht die andere Frau, wenn ich und die Kinder seine Fesseln sind?

Oder weil er eben doch, wie du selbst geschrieben hast, eben einfach Angst vor deiner Rache hat.

KWleJttue~rpflaanze80


Warum wählt er nicht die andere Frau, wenn ich und die Kinder seine Fesseln sind?

Ganz banal geantwortet, fesseln heißen Fesseln, weil sie fesseln, dass ist das was sie tun. Wenn man sich so leicht von ihnen befreien könnte, wären es keine Fesseln. Von daher ist das dann genau der Grund wieso er nicht die andere Frau gewählt hat, weil ihr ihn fesselt.

ich kauf dir das übrigens nicht ab, dass du froh gewesen wärst bzw. das akzeptiert hättest, wenn er sich für die andere Frau entschieden hätte. Du hast noch nie akzeptiert, wenn er mal nicht mit dir zusammen sein wollte. Dein ganzes Leben und Wollen ist auf ihn ausgerichtet, zumindest kommt das hier so rüber. Hättest du wirklich einfach so sang und klanglos aufgegeben und es akzeptiert und ihm keine Steine in den Weg gelegt, wenn er seine Kinder hätte sehen wollen, im bewußtsein, dass seine neue Freundin dabei ist und sie zusammen glücklich sind?

Du machst nämlich wieder recht deutlich, dass ein Leben ohne ihn bzw. keine Beziehung mit ihm für dich keine Option ist.

S2weetLSittle+ Princexss


LovHus

Nach der Handlung setzt die Ratio wieder ein und sie beginnt ihr Rationalisierungsspiel, bevorzugt indem das eigene Verhalten ethisch gerechtfertigt und das fremde ins Unrecht gesetzt wird.

Das fremde war auch vor meiner Handlung schon unrecht.

Und wie gesagt, ich würde es auch nach über 1 Jahr nachdenken wieder tun. Ich finde, Lügen sollten nicht unterstützt werden und es ist nicht OK, jmd zu belügen um sich die Welt einfacher zu machen.

ER hat sie belogen & betrogen, genauso wie mich. Es ist nur fair, wenn sie das auch weiss und ich käme mir schäbig vor, es zu wissen & nix zu sagen.

Isabell

Und während sie sein Verhalten durchaus klar und deutlich sieht und klar bezeichnet in all' seinen emotionalen Konsequenzen ihr gegenüber- sieht sie ihr eigenes Verhalten nicht bezüglich der emotionalen Konsequenz ihn betreffend.

Ich sehe es schon. Auch an der aus meiner Sicht überzogenen Reaktion darauf ("ich will die Beziehung retten", "du hast sie nur verletzen wollen", "sie hatte einen VORTRAG zu halten OMG").

Er hat die Situation ganz anders bewertet & wahrgenommen als ich & das hat ua auch zu dieser Reaktion von mir geführt.

Er hat ihr sehr wehgetan, ihr Vertrauen mißbraucht etc...das hat sie ihm gegenüber aber auch getan. Nur auf andere Weise. Letztendlich ist für eine Fortführung der Beziehung aber wichtig, dass genau das gesehen wird. Eben genau das was Du sagst, aber eigentlich doch tust: Ohne zu werten. Ohne zu vergleichen.

Es bringt ja nun auch nix, das zu vergleichen, jedenfalls nicht, wenn ich mit ihm spreche.

Fest steht, dass wir einander gegenseitig mehr verletzt haben, als unser grösster Feind das wohl je könnte. Und das glaube ich ihm & das soll in Zukunft nicht mehr passieren.

StweetLit*tlde Princesxs


Benutzerin005

Anderen, halbwegs normale Menschen hingegen, ist durchaus bewusst, was sie angerichtet haben. Und die BEREUEN dann und wollen wieder gut machen, was sie kaputt gemacht haben.

Ich glaube schon, dass er bereut was er gemacht hat. Aber er sagt, er könne das nicht wieder gut machen & vor allem hatte er nach meinem Verrat da auch keine Lust mehr zu.

Außerdem ist er iwie der Meinung es sei weniger schlimm, weil er mir nicht mit Absicht weh getan hätte (obwohl ihm ja wohl hat klar sein müssen, dass sein Verhalten mich verletzen wird - hallo?!) ich ihm jedoch schon.

Aber wenn der Freund der TE schon von sich selber sagt, er sei "kaputt im Kopf", der macht es sich einfach. Was will er? Rücksicht?

Möglich.

Mal ehrlich: Ich rate der TE zur Trennung. Den Typen kann man in der Pfeife rauchen und auch die TE sollte erstmal für sich ausloten, was sie am Mann mag, bevor sie wieder eine Beziehung eingeht.

Es sind ja nicht nur negative Erlebnisse, sondern auch sehr positive. Das macht die Entscheidung für eine Trennung nicht leicht. Manchmal hasse ich mich dafür, dass ich nicht einfach gehe und denke, ich hätte kein Rückgrat und sei mir nicht wert genug. Die Gefühle für ihn sind da und lassen sich nicht vertreiben.

SUweWetLit#tle Prixncess


Isabell

Sie findet ihr Verhalten, ihre Reaktion (Gespräch mit der Affäre, Gespräch mit dem Freund vom Freund) völlig ok und gerechtfertigt, sie sagt, wenn er damit nicht klarkommt ist das sein Problem.

Ich möcht hier noch einmal schreiben, dass ich nicht zu dem Freund gegangen bin, um ihm zu sagen dass x:) ihn belogen hat. Das ist in einem harmlosen Gespräch rausgekommen und war für mich genauso überraschend wie für ihn. Ich wollte ihm zum Geburtstag gratulieren & er hat mir erzählt x:) und seine Affaire wären nicht zur Feier erschienen, weil x:) behauptete er sei krank. Er dachte, wir seien getrennt, weil x:) einfach aufgehört hat von mir zu erzählen & auf einmal dann die andere da war.

Und ich bin aus allen Wolken gefallen, dass x:) ihm nicht gesagt hat, dass es mit der anderen aus ist (sofern das stimmt). Auf Nachfrage hat er dem Freund wohl gesagt, dass es mit der anderen kriselt. Keine Ahnung. Ich weiss nicht, ob er mir die Wahrheit sagt oder seinem Freund. Auf jeden Fall war das mit der Krankheit eine Lüge.

Kadhidya

Aber zusammen in Urlaub fahren, eine gemeinsame Wohnung (!!) haben und der anderen Person vorspielen, man wäre a) Single und b) richtig mit ihr zusammen und c) wohne mit ihr zusammen - das ist nochmal eine ganz andere Hausnummer.

Er hat mir gesagt, er wolle eine kleine eigene Whg zum studieren, wo er vor Prüfungen mal in Ruhe lernen kann (ohne Kindergeschrei) und die näher ist an der Uni, wo er auch mal länger in der Bib sein kann. Ich war so doof und hab das überhaupt nicht hinterfragt. Offenbar hat er da mit ihr gewohnt bzw die Whg gibt's noch, aber sie ist wohl für einen Job weggezogen, aber ob sie sich da noch mit ihm trifft weiss ich nicht. Ehrlich gesagt möchte ich da auch nicht so gerne hingehen. War zwar jetzt mal da, aber fühle mich nicht wohl. Ihr Name stand zuletzt noch dort, er meinte aber das sei doch egal ???

Er hat auch behauptet, er sei alleine bzw auf Studienfahrt, wenn er mit ihr im Urlaub war. Also hätte ich mir was bei denken können, irgendwann wurde auch alles immer bizarrer, hab ich aber lange Zeit nicht.

Ich denke, wenn mein Partner ein vollkommen paralleles Leben mit einer anderen Frau führen würde, würde ich es ihr auch sagen - einerseits um ihr die Augen zu öffnen, andererseits um ihm seinen Rückzugsort zu nehmen. Wenn er sich nicht von seiner Partnerin trennt, dann soll er auch keine weitere Möglichkeit für das Parallel-Beziehungsleben mit einer ahnungslosen Affäre haben.

Ich möchte, dass er diese Whg aufgibt, aber er "ist noch nicht so weit". Er sagt am liebsten würde er zusammen ein Haus kaufen. Also sowas kommt da dann auf einmal auch, wo ich mir dann denke "wir kriegen hier mit der Beziehung nix auf die Reihe, aber ein Haus ???".

Deswg bin ich jetzt mit den :-@ :-@ :-@ in der Whg von den Großeltern und er in seiner blöden Bude.

Ich habe ehrlich gesagt an so etwas wie "friends with benefits" gedacht, gelegentliches Treffen mit Sex, dass der "anderen Frau" als Beziehungsanbahnung oder vielleicht sogar frische Beziehung erscheint.

Nee, wie gesagt, angeblich hatten die gar nicht so viel Sex und ich muss sagen das glaube ich ihm sogar. Seinen Uni-Freunden hat er sie wohl auch als Freundin vorgestellt, wobei der Freund den wir beide kennen mir bissi was erzählt hat uns es scheint als war sie bei denen nicht so beliebt. Viel zusammen gemacht haben die wohl jedenfalls nicht.

Irgendwie sehe ich da ein Muster: Du schreibst ja auch, er verheimlicht Dich und die Kids seinen Studentenfreunden, und es war ja auch schon früher so, dass er sich ähnlich verhalten hat.

Ja, das stimmt. Zuerst dachte ich, es sei ihm unangenehm, weil so früh Kinder ist ja ungewöhnlich und "uncool" vll, aber inzwischen denke ich, das ist gar nicht der Hauptgrund. Sein Freund der uns beide kennt liebt Kinder und findet mich total toll, also da hätte er ja eigentlich sehen müssen, dass es kein Problem ist. Aber ich kenne ihn nat viel länger und "tiefer" als seine anderen Freunde & vll dachte er iwie ich plauder alles über ihn aus oder nehme ihm die Freunde weg, so wie er es träumt? ":/ ???

Ich sehe da ein nie gebrochenes Muster aus einem 'parallelen Leben', das hat eigentlich nicht mit dieser Zweit-Beziehung angefangen, das hat er schon immer gemacht. Sich "draußen", wo es möglich war, so verhalten, als wäre er ein ungebundener junger Single-Mann.

Da sehe ich das eigentliche Problem, an dem anzusetzen wäre.

Hast Du eine Idee, wie wir das tun könnten?

Entweder fühlt er sich in seiner Lebens-Situation wirklich komplett unwohl und kann sich nur nicht daraus befreien, deswegen flieht er in diese Parallel-Welten.

Das glaube ich nicht. Es gibt Komponenten, mit denen er sich unwohl fühlt, wenn er mit mir zusammen ist, aber ich denke a) ich würde es merken, wenn er unglücklich ist und b) ist er mit der Parallelwelt auch nicht zufrieden.

Oder er hat andere Gründe dafür, dass er sich so verhält. Aber solange er dieses Verhalten zeigt, kann es zwischen euch nicht besser werden, denn wenn er bei euch zu Hause seine Rolle noch nicht gefunden hat und einfach still hält, wenn er in dieser unbefriedigenden Situation ist (=er ist nicht Versorger und derjenige, der Dich beschützt und den Du anhimmelst) und statt dessen einfach in anderen Situationen seine Studentenzeit, wie sie ohne Kind gewesen wäre, auslebt oder bei fremden Frauen seine Dominanz-Ader auslebt, dann hat er auch kein Interesse daran, sich mit der tatsächlichen Lebenssituation auseinander zu setzen und etwas zu ändern.

Er sagt er steckt jetzt den Kopf in den Sand, auch wenn er weiss dass ihm das nix bringt, weil er sich wie ein Versager vorkommt & es ihm schlecht geht, sobald er sich mit dem Konflikt befasst.

SFweetLibttle APri,ncess


Shojo

Und drei Kinder, puh. Wie alt sind die drei denn jetzt?

Mein Ältester ist 6, die Jüngste bissi über 1 Jahr und die Mittlere bald 3.

K;adh_idy`a


Ich sehe da ein nie gebrochenes Muster aus einem 'parallelen Leben', das hat eigentlich nicht mit dieser Zweit-Beziehung angefangen, das hat er schon immer gemacht. Sich "draußen", wo es möglich war, so verhalten, als wäre er ein ungebundener junger Single-Mann.

Da sehe ich das eigentliche Problem, an dem anzusetzen wäre.

Hast Du eine Idee, wie wir das tun könnten?

Zuerst einmal muss er das überhaupt wollen, und es scheint nicht so, als wäre das der Fall. Vielleicht weiß er nicht, was er will, oder er will alle Erfahrungen dieses Lebensalters (also auch das ungebundene Studentenleben) mitnehmen oder er ist pissig, weil Du Dir nicht alles gefallen ließest oder er sich verraten fühlt oder er nimmt das nur als bequeme Ausrede, weiter sein angenehmes Parallelleben zu führen... keine Ahnung.

Aber dazu bereit ist er auf jeden Fall nicht, und das ist der erste Schritt, er muss es selbst wollen und ein einheitliches Leben führen.

Kinder machen das ja auch gerne, dass sie ihren Eltern was vorlügen und in Wirklichkeit was ganz anderes machen (z.B. schlafen bei Kindergartenfreund X und sind in Wirklichkeit bei einem Freund oder Veranstaltung, was die Eltern nicht gutheißen). Wenn er das wirklich schon seit seiner Kindheit macht, dann hat er schon vor seiner Beziehung mit Dir dieses geteilte-Leben-Ding laufen (wenn auch in anderem und kleinerem Zusammenhang).

Wenn er also damit aufgewachsen ist, immer verschiedene Rollen zu spielen und diese Lebensbereiche zu trennen, dann ist es verdammt schwer, das von einem Tag auf den anderen aufzugeben.

Natürlich weiß niemand außer ihm (wenn überhaupt) wie lange er diese Tendenz schon hat und in welchem Ausmaß er es betreibt. Ich finde ja, das wäre ein Fall für Einzeltherapie.

Vielleicht ließe er sich ja überreden, eine Einzel-Therapie zu beginnen, wenn Du es ebenfalls vornimmst? Meine Schwester war mal in therapeutischer Behandlung, ohne dass es (nach außen hin) große dramatische Gründe dafür gab und sie meint, da hätte sie gelernt, viel klarer zu kommunizieren, was sie möchte und erwartet und kann seitdem besser Konflikte lösen und alles.

Therapie ist nicht nur für vollkommen kaputte Leute. Wenn ihr beide "kaputt genug" für eine Therapie seid, vielleicht sieht er es dann ja ein?

Allerdings glaube ich nicht, dass das etwas bringt. Ich schätze ihn so ein, dass er immer neue Ausflüchte bringt, beispielsweise "Ich mache doch nicht alleine eine" und wenn Princess sagt, sie mache auch eine weil ja immer zwei Seiten verantwortlich für Probleme sind - dann wird er einen neuen Weg finden, wie er um die Therapie herum kommt.

Er hat gelernt, dass Ausweichen, Verschweigen und Lügen erfolgreiche Strategien im Leben sind, und ich glaube nicht, dass er das nochmal ändert. :-|

Sag mal, Prinzesschen, wie kannst Du einem notorischen Lügner denn weiter vertrauen? Wenn er beispielsweise in dieser "Studentenwohnung" ist, an der noch der Name einer anderen Frau steht, oder generell weg ist, weil er behauptet, er muss es aus Studiengründen tun... der verschweigt nicht nur, der lügt Dir kackendreist ins Gesicht und wenn Du heraus findest, dass er ein Riesen Lügengebäude aufgebaut hat, dann lenkt er nur ab und schiebt Dir Schuld zu und schiebt die Verantwortung auf Dich.

Wie willst Du in so einer Situation einem notorischen Lügner noch vertrauen? Dass er seinen Freunden (!!), die Dich kennen, sagt, ihr seiet getrennt und die andere als Freundin vorstellt, ihren Namen nicht vom Klingelschild abmachen will... Das klingt alles so, als wolle er weiter zweigleisig fahren. :-|

KWadhxidya


Er sagt er steckt jetzt den Kopf in den Sand, auch wenn er weiss dass ihm das nix bringt, weil er sich wie ein Versager vorkommt & es ihm schlecht geht, sobald er sich mit dem Konflikt befasst.

Das kann natürlich die Wahrheit sein, dann besteht noch Hoffnung auf ein bisschen Einsicht, dass er irgendwann mal sich mit seinen beiden Leben befasst und sie vielleicht verschmilzt...

Genauso gut könnte es aber auch sein, dass er das einfach nur sagt, weil es zwar teilweise stimmt, weil es aber auch die beste Strategie ist, wie er reglos verharren kann - er speist Dich mit einem kleinen Teil der Wahrheit ab, die Du glaubst und so dass Du Verständnis aufbaust - und ihn in Ruhe lässt. Er zieht sich auf die Opfer-Position zurück ("Ich bin so ein Versager, es geht mir so schlecht ~ Subtext: es war falsch, was ich getan habe, ohne dass er es sagen muss und Du es gegen ihn verwenden kannst und ohne dass er Zugeständnisse machen muss) wo er schön weiter nichts tun kann.

Princess,

hast Du ihn denn mal mit der grundsätzlichen Situation konfrontiert - nicht mit einzelnen Verfehlungen oder Lügen, sondern dass er seit Beginn eurer Beziehung mindestens 2 verschiedene Leben führt und bestimmten Gruppen gegenüber etwas ganz anderes vorspielt? Seit 6-7 Jahren??

Mit dem Grundproblem an sich, dass er anderen Leuten gegenüber ein falsches Leben aufbaut (Ich bin lediger Student, ich wohne die ganze Zeit über hier in der Nähe der Bib, usw)?

Shweet`LittleP Princ`ess


So, ausnahmsweise mal nicht chronologisch, weil das was jetzt kommt jetzt wieder die alte Leier ist wie grässlich es meinen :-@ :-@ :-@ gehen muss und wie schrecklich mein Gebrauch von Smileys ist o:) @:)

Kadhidya

Zuerst einmal muss er das überhaupt wollen, und es scheint nicht so, als wäre das der Fall.

Nein, er will nach eigener Aussage den Kopf in den Sand stecken und hat sich "damit abgefunden, unglücklich zu sein".

Kinder machen das ja auch gerne, dass sie ihren Eltern was vorlügen und in Wirklichkeit was ganz anderes machen (z.B. schlafen bei Kindergartenfreund X und sind in Wirklichkeit bei einem Freund oder Veranstaltung, was die Eltern nicht gutheißen). Wenn er das wirklich schon seit seiner Kindheit macht, dann hat er schon vor seiner Beziehung mit Dir dieses geteilte-Leben-Ding laufen (wenn auch in anderem und kleinerem Zusammenhang).

Ich weiss zumindest, dass er seine Freund öfter angelogen hat, warum er irgendwo hin nicht mitkommt. Seine Eltern hat er auch angelogen, zB als wir mal zusammen weggefahren sind hat er ihnen einfach was falsches erzählt. Er sagte auch, er sei damit immer viel zu leicht durchgekommen, offenbar hat niemand je etwas hinterfragt ???

Natürlich weiß niemand außer ihm (wenn überhaupt) wie lange er diese Tendenz schon hat und in welchem Ausmaß er es betreibt. Ich finde ja, das wäre ein Fall für Einzeltherapie.

Getrennte Freundeskreise hatte er ungefähr seit der Pubertät. Ob er schon als Kind viel gelogen hat, weiss ich nicht.

Therapie lehnt er ab, angeblich hat er es ein paar Mal versucht und fand die Therapeuten alle scheiße

Er findet Psychologen & Therapeuten grundsätzlich blöd & dumm, behauptet es gäbe keinen Nachweis, dass Therapien funktionieren und er komme mit der Art von Therapeuten nicht klar.

Ich hab ihm dann vorgeschlagen, zu einem anderen Arzt zu gehen oder zu einfach einer Person mit Lebenserfahrung. Hab ihm dann auch eine Person direkt empfohlen, aber das geht nicht, weil ich die ja kenne bzw die mich.

Vielleicht ließe er sich ja überreden, eine Einzel-Therapie zu beginnen, wenn Du es ebenfalls vornimmst?

Würde ich sofort machen. Denke aber, er würde die Therapie trotzdem verweigern. Paartherapie wollte er auch nicht.

Meine Schwester war mal in therapeutischer Behandlung, ohne dass es (nach außen hin) große dramatische Gründe dafür gab und sie meint, da hätte sie gelernt, viel klarer zu kommunizieren, was sie möchte und erwartet und kann seitdem besser Konflikte lösen und alles.

Glaube ich sofort. Meine Sis ist auch ne Zeit lang mal hingegangen, weil sie sich dann besser gefühlt hat.

Therapie ist nicht nur für vollkommen kaputte Leute. Wenn ihr beide "kaputt genug" für eine Therapie seid, vielleicht sieht er es dann ja ein?

Glaube ich leider nicht, weil er ja Therapie grundsätzlich ablehnt.

Er hat gelernt, dass Ausweichen, Verschweigen und Lügen erfolgreiche Strategien im Leben sind, und ich glaube nicht, dass er das nochmal ändert. :-|

So erfolgreich sind sie auch nicht, er hat ja nicht das bekommen, was er will.

Sag mal, Prinzesschen, wie kannst Du einem notorischen Lügner denn weiter vertrauen? Wenn er beispielsweise in dieser "Studentenwohnung" ist, an der noch der Name einer anderen Frau steht, oder generell weg ist, weil er behauptet, er muss es aus Studiengründen tun... der verschweigt nicht nur, der lügt Dir kackendreist ins Gesicht und wenn Du heraus findest, dass er ein Riesen Lügengebäude aufgebaut hat, dann lenkt er nur ab und schiebt Dir Schuld zu und schiebt die Verantwortung auf Dich.

Indem ich sehr vorsichtig bin bzw. richtiges Vertrauen ist nicht da, das ist ja ein grosser Teil des Problems.

Er behauptet er hätte mich nicht mehr angelogen, schliesst aber Dinge verschweigen von Lügen aus.

Deswegen bin ich sehr skeptisch, was seine Affaire und alles angeht, weil da will er so gut wie nie drüber reden. Kann zwar auch andere Gründe haben, aber ich denke mal, irgendwas ist da noch nicht gegessen.

Wie willst Du in so einer Situation einem notorischen Lügner noch vertrauen? Dass er seinen Freunden (!!), die Dich kennen, sagt, ihr seiet getrennt und die andere als Freundin vorstellt, ihren Namen nicht vom Klingelschild abmachen will... Das klingt alles so, als wolle er weiter zweigleisig fahren. :-|

Nein, er hat seinen Freunden nicht gesagt wir wären getrennt. Er hat einfach nix mehr über mich gesagt und die Freunde haben einfach ANGENOMMEN wir wären getrennt und haben nicht gefragt, weil er normalerweise nicht über persönliches reden will. So hat es jedenfalls sein Freund gesagt ("Du weisst schon, Princess, er erzählt da gar nix").

Er hat auch nicht gesagt, er wolle den Namen nicht vom Klingelschild abmachen, sondern als ich es zur Sprache brachte ist es so passiert:

Ich: ...und ich wette, ihr Name steht immer noch auf dem Klingelschild!

Er: Das ist doch vollkommen egal. DU...

Er sagt er steckt jetzt den Kopf in den Sand, auch wenn er weiss dass ihm das nix bringt, weil er sich wie ein Versager vorkommt & es ihm schlecht geht, sobald er sich mit dem Konflikt befasst.

Das kann natürlich die Wahrheit sein, dann besteht noch Hoffnung auf ein bisschen Einsicht, dass er irgendwann mal sich mit seinen beiden Leben befasst und sie vielleicht verschmilzt...

Ich denke es ist zumindest etwas wahres dran und ich glaube ihm auch, dass es ihm schlecht geht, wenn er sich damit auseinander setzt, was er alles gemacht hat. Aber es wird doch nicht besser davon, gar nix zu machen und alle unglücklich zu machen :|N :(v

Genauso gut könnte es aber auch sein, dass er das einfach nur sagt, weil es zwar teilweise stimmt, weil es aber auch die beste Strategie ist, wie er reglos verharren kann - er speist Dich mit einem kleinen Teil der Wahrheit ab, die Du glaubst und so dass Du Verständnis aufbaust - und ihn in Ruhe lässt. Er zieht sich auf die Opfer-Position zurück ("Ich bin so ein Versager, es geht mir so schlecht ~ Subtext: es war falsch, was ich getan habe, ohne dass er es sagen muss und Du es gegen ihn verwenden kannst und ohne dass er Zugeständnisse machen muss) wo er schön weiter nichts tun kann.

Also er hat schon gesagt, dass es falsch war, was er getan hat. Die Opferrolle nimmt er vielleicht gerne ein, weil die bei mir immer zieht. Vll auch der Grund, warum er bei mir nie der tolle Beschützer sein kann, weil aus einer Opferrolle raus geht das nicht.

Princess,

hast Du ihn denn mal mit der grundsätzlichen Situation konfrontiert - nicht mit einzelnen Verfehlungen oder Lügen, sondern dass er seit Beginn eurer Beziehung mindestens 2 verschiedene Leben führt und bestimmten Gruppen gegenüber etwas ganz anderes vorspielt? Seit 6-7 Jahren??

Mit dem Grundproblem an sich, dass er anderen Leuten gegenüber ein falsches Leben aufbaut (Ich bin lediger Student, ich wohne die ganze Zeit über hier in der Nähe der Bib, usw)?

Ja, natürlich habe ich ihn damit konfrontiert. Er will wohl keine Leute an sich heran lassen. Er hat sogar gesagt, seine Ex-Freundinnen hätten ihn überhaupt nicht verletzen können. Wenn die ihm fremd gegangen wären zB hätte ihn das nur gewundert, aber nicht verletzt. Finde ich klingt nach komischen Beziehungen, aber gut. Ich kenn die Mädchen/Frauen nicht wirklich.

Seine Freunde haben gelernt(?) ihn nicht nach persönlichen Dingen zu fragen und nach Aussage seines Freundes hat er bei denen den Spitznamen "The Machine".

Seine Eltern wollten auch nicht so, dass er mit Aussenstehenden viel über Probleme in der Familie redet.

Ich habe lange Zeit geglaubt, ich (u/o :-@) sei ihm peinlich und deswg will er mich nirgendwo hin mitbringen aber jetzt weiss ich, dass es sein eigenes Problem ist und nicht meins. Er sagt, er ärgert sich, dass er es nicht von Anfang an richtig gemacht hat.

Wovor genau er Angst hat, möchte er mir nicht sagen, ich sei "nicht die richtige Person dazu". Ich kann mir nur zusammen reimen, dass es vll etwas damit zu tun hat, dass ich mehr von seinem "wahren Ich" kenne oder er glaubt, sich durch Liebe verletzbar zu machen.

Aber da kann ich nur im Blinden stochern.

sjchnpeck@e198x5


Nur ganz kurz:

Wovor genau er Angst hat, möchte er mir nicht sagen, ich sei "nicht die richtige Person dazu". Ich kann mir nur zusammen reimen, dass es vll etwas damit zu tun hat, dass ich mehr von seinem "wahren Ich" kenne oder er glaubt, sich durch Liebe verletzbar zu machen.

Das wundert dich echt? Dass er sich vor dir nicht offenbart, wenn er doch genau vor dir Angst hat? Ich denke, das ist höchst (!) normal. Jemand, der Angst vor Spinnen hat, wird seine Probleme auch nicht lösen / sein Glück auch nicht darin finden, indem er sich 20 Spinnen kauft. ":/

ch habe lange Zeit geglaubt, ich (u/o :-@) sei ihm peinlich und deswg will er mich nirgendwo hin mitbringen aber jetzt weiss ich, dass es sein eigenes Problem ist und nicht meins.

Natürlich ist das nicht (ausschließlich!) sein Problem. Die Probleme meines Partners sind ein Stück weit auch meine Probleme, immer! Genauso, wie man die Probleme der eigenen Kinder stark nachfühlt. ":/

Letztlich sehe ich immer noch ein enormes Ungleichgewicht in der Beziehung, ein Machtgefälle. Alleine das Wort Macht hat in meinen Augen gar nichts mit Liebe zu tun.

Ich denke, du glaubst, dass du deinen Mann liebst.

Aber in erster Linie liebst du nur dich selber, indem du deine Vorstellungen von Beziehung durchdrückst. Wenn das temporär nicht geht, dann lässt du bereitwillig deine Mutter einspringen.

Wirkliche Liebe sehe ich dort, wo man nicht sich selber als Nummer 1 sieht, sondern dem Gegenüber mit jeder Faser seines Herzens das beste wünschst. Ich lese bei dir immer nur "Ich, ich, ich". Klar musst du für diese Beziehung kämpfen, denn du bist ja auch der einzige Part, der dies unter allen Umständen will. Und dabei über Leichen geht. :(v

KRadPhidyxa


Puh. Ich finde es sehr schwer, einen Rat zu geben, denn ich bin ein ganz anderer Charakter als Du und würde mit so einem Mann auch ganz anders umgehen (ihm die Hölle heiß machen & irgendwann verlassen).

Wenn ich jetzt mal das, was Du annimmst, warum er so handelt, wie er es tut, und seine Aussagen Dir gegenüber für bare Münze nehmen, dann hat er ja offensichtlich mehrere Probleme:

* er glaubt, er muss immer lügen, um zu bekommen, was er will

* er sucht Wege, Dir mit Deinen unbequemen Konfrontationen auszuweichen und nimmt dann die Opferrolle ein

* er wertet ab, was Dir wichtig ist oder Dich verletzt, vielleicht auch, damit er sich dami nicht auseinander setzen muss

* er fühlt sich schlecht wegen vergangenen Taten, die er nicht ändern kann

* er fühlt sich minderwertig, weil er in eurer Paarbeziehung / Familienkonstellation nicht die Rolle einnimmt, die ihm wichtig ist

Eigentlich widerstrebt mir sowas komplett und ich denke, die Leute müssen selbst klar kommen, aber da er so verdreht ist und eure Beziehung zueinander (was das offen-miteinander-sprechen angeht) auch - vielleicht hilft es ja, wenn Du ihn durch die Blume in seiner Rolle bestätigst, die er einnehmen will (wenn es geht) und vielleicht hat er dann vom Selbstbewusstsein her einen sichereren Stand, dass er auch einmal etwas aushält, wenn ihr Probleme besprecht? Vielleicht formulierst Du es dann eher so, dass er derjenige ist, der eine Lösung findet / hat, anstatt ihm deutlich zu sagen, was er falsch macht und anders machen soll?

Bäh, ich finde es klingt schon schlimm, wenn ich es schreibe. Ich kenne nur Frauen in Beziehungen, die sich eigentlich trennen sollten, die sich so verhalten.

Aber - ich kenne euch beide ja nicht persönlich und Du willst die Beziehung ja trotz allem retten, vielleicht hilft es dann ja, einmal diesen Ansatz zu verfolgen. Du bist ja ganz anders erzogen worden als ich, vielleicht fällt es Dir leichter, so eine Rolle einzunehmen, und abgesehen außer Stolz und Zeit kann man damit nix verlieren. Keine Ahnung, Du kennst ihn besser, vielleicht bringt das ja was.

L;o|vHIuxs


SweetLittle Princess

Nein, er will nach eigener Aussage den Kopf in den Sand stecken und hat sich "damit abgefunden, unglücklich zu sein".

Er verweigert sich dem Schmerz der Selbstkonfrontation und ist bereit den Preis zu bezahlen: unglücklich zu sein.

Vertraue der Natur, Prinzessin. Das nennt man "köcheln im eigenen Saft". Das hält er nicht ewig aus. Du kannst ab und zu einen kleinen Spieß in den Braten stechen, ob er schon durch ist. Immer schön Wärme zufügen, nur nicht abkühlen lassen, sonst hört die Entwicklung auf. Sorg dafür, dass der Benefit des Unglücklichseins, nämlich die Bequemlichkeit desselben, sich nicht breit machen kann. Der Sand darf am Kopf ruhig jucken. Sonst behält Kadhidya recht, wenn sei glaubt:

Er hat gelernt, dass Ausweichen, Verschweigen und Lügen erfolgreiche Strategien im Leben sind, und ich glaube nicht, dass er das nochmal ändert.

Schmerz ist nichts, dem man langfristig ausweichen kann. Auch nicht zum Preis des Unglücklichseins.

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