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Sorgen um die Tochter

s umxue hat die Diskussion gestartet


Ich bin verheiratet und habe ein 30-jährige Tochter, zu welcher ich ein sehr inniges Verhältnis habe - zu innig!

D.h. alles was sie betrifft, bedeutet mir sehr viel, d.h. auch, dass ich es mit der Abnabelung sehr schwer tue. Sie erzählt mir halt alles, also fast alles, auch sehr intimes. Sie hat einiges durchgemacht: Unfall mit Schleudertrauma und 2-jähriger Depression, ist erst seit ca. 4 Monaten wieder arbeitsfähig. Die grosse Sorge betrifft nun aber ihre Beziehung. Ihr Freund ist charakterlich ein toller Typ, ist sehr lieb mit ihr, bezieht aber IV (so heisst die Rente in der Schweiz, weiss nicht ob in Deutschland auch), kann schlecht mit Geld umgehen und es hat noch andere Widrigkeiten. Meine immer noch etwas angeschlagene Tochter sagt, dass sie dies gemeinsam meistern werden. Mein Problem ist nun halt, dass mich das sehr belastet, war auch mal in psychologischer Behandlung mit Antidepressiva. Es war dann kurzzeitig etwas besser, aber viel hat es mir nicht gebracht und momentan bin ich wieder auf einem Tiefpunkt. Kann mir jemand raten, wie ich es schaffe, dass mich dies nicht dermassen belastet? Denn so kann es nicht weitergehen. Ich bin pensioniert, bin zuwenig ausgelastet und habe viel zu viel Zeit zum Studieren. Eine Nebenbeschäftigung finde ich nicht und für andere Aktivitäten fehlt das Geld.

Antworten
Afnka1x01


Hallo Sumue,

an Deiner Stelle würde ich es nochmal mit einem Antidepressium versuchen. Gleichzeitig würde ich

eine Verhaltenstherapie bei einem Psychotherapeut machen. Und Du solltest nicht soviel alleine sein.

Vielleicht kannst Du Dich einer Gruppe Gleichgesinnter (Hobby) anschliessen. Das ist nicht teuer.

Oder Du suchst Dir eine Selbsthilfegruppe. Jedenfalls brauchst Du zunächst mal professionelle Hilfe.

Gruss

Anka

snumAuxe


Was müsste das denn für eine Selbsthilfegruppe sein? Wie nennt sich meine "Krankheit"?

LHichtAmNHorizoxnt


@ sumue

Meine immer noch etwas angeschlagene Tochter sagt, dass sie dies gemeinsam meistern werden. Mein Problem ist nun halt, dass mich das sehr belastet

Was belastet Dich daran? Glaubst Du, Deine Tochter und ihr Freund bekommen das nicht hin? Und Du wärest dann dafür verantwortlich, weil Du sie nicht davor beschützt hast?

A^nkaq10x1


Hallo Sumue,

meiner Ansicht nach leidest Du unter einer Depression, die Du alleine nicht in den Griff bekommst.

Eine Gesprächstherapie bei einem Psychologen, eventuell kombiniert mit einem Antidepressivum,

müsste Dir eigentlich helfen. Du musst in erster Linie mal verinnerlichen, dass Deine Tochter

erwachsen ist !!!! Du kannst ihr helfen, wenn sie Dich um Hilfe bittet, aber ansonsten solltest

Du Dich aus ihrem Leben raushalten. Du kannst nicht ständig der Hüter Deiner Tochter sein.

Das ist doch im wesentlichen Dein Problem. Und Du solltest Dir Dein eigenes Leben gestalten.

Du könntest Dich bemühen, Leute kennenzulernen, mit denen Dich z.B. ein Hobby verbindet.

Mit denen Du was unternehmen kannst. Die ständige Grüblerei ist auf jeden Fall schlecht.

Du könntest z.B. Angebote der VHS nützen oder Dich irgendwelchen Interessengruppen

anschliessen. Die Selbsthilfegruppe, an die ich gedacht habe, gibt es wahrscheinlich gar

nicht. Ich habe da an eine Gruppe von Menschen gedacht, die Probleme in ihrem

Leben haben und gerne mit jemand darüber reden würden.

Klar ist, wenn Du nicht bereit bist, Deine erwachsene Tochter loszulassen, wirst Du aus dem

Tief nicht rauskommen.

Gruss

Anka

sLumxue


Wer kann mir ein Buch empfehlen, welches sich mit dem Loslassen seines Kindes oder auch mit mehr Lebensfreude befasst??

s0umxue


Ich komme einfach nicht klar. Mir wird empfohlen, auf mich selbst zu schauen, die Tochter sei erwachsen, usw., usw. Ich fasse es einfach nicht, meine Tochter erlebt einen Schicksalsschlag nach dem anderen! Und das soll mir nichts ausmachen? Das ist doch normal, dass mich das als Mutter auch beschäftigt und mir grosse Sorgen bereitet!

nCi?muex88


Normal wäre einzusehen, dass es ihr Leben ist. Und ihr die Kompetenz zuzugestehen, dass sie mit ihrem Leben zurecht kommt. Oder hältst du sie für so unfähig, dass sie das nicht auf die Reihe bekommt?

s@uvmue


Leider kommt sie aber nicht damit zurecht! Sie hat mich heute gebeten, zu ihr zu kommen und hat mir (zusammen mit ihrem Partner) unter Tränen erzählt, dass sie nun auch noch ihre Stelle verliert, da die Firma verkauft wurde, dass sie sehr starke Blutungen und Bauchkrämpfe hat, da der Abort immer noch nicht vollzogen ist, dass sie im Spital war, wieder Abtreibungspillen nehmen muss, wenn diese nicht helfen, operieren muss, usw., usw. Das tut doch einer Mutter weh...!

neimIue8x8


Ja dann passt es doch eh - sie braucht mit 30 noch Mama, die ihre Probleme löst - und du löst ihre Probleme dann doch auch. Erwachsen ist anders, aber ihr seid doch ein gutes Gespann.

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