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Wie lange haltet ihr es ohne Orgasmus aus?

YCoxj hat die Diskussion gestartet


Ziemlich intime Frage, ich weiß |-o Ich frage mich aber, ob ich unter einer Art Hypersexualität leide, denn ich komme keinen einzigen Tag ohne sexuelle Handlungen aus. Nach dem Höhepunkt selbst verspüre ich allerdings tiefe Befriedigung und bin dann auch entspannt bis zum nächsten Tag. Das spricht eher gegen Sexsucht, wenn ich das richtig verstanden habe. Aber auf der anderen Seite besteht schon ein gewisser Leidensdruck, wenn ich durch die äußeren Umstände mal auf Sex verzichten muss. Das kommt nur selten vor, wird dann aber schon zum Problem, weil meine Gedanken dann nur noch um Sex kreisen und ich keine Ruhe finde. Meist komme ich dann an den Punkt, an dem ich alle Skrupel über Bord werfe und doch versuche, mich heimlich zu befriedigen, einfach weil ich es nicht sonst aushalte %:|

Und weil es genau darum geht, um's "Aushalten", es also im Grunde einfach eine Frage der Willensstärke ist, möchte ich das Thema gerne in diesem Unterforum diskutieren. Sex ist bei mir der einzige Drang/Trieb, der derart stark ausgeprägt ist, dass ich willentlich nicht wirklich dagegen ankomme. Ich habe z.B. überhaupt kein Problem, meinen Appetit zu zügeln, wenn es um Nahrungsmittel geht. Wenn ich mir vornehme, keine Süßigkeiten zu essen, dann esse ich wochenlang keine Süßigkeiten, auch wenn ich jeden Abend Appetit darauf habe. Und ich bin in sportlicher Hinsicht fähig, Höchstleistung zu bringen, wenn ich es möchte. Was ich mir vorgenommen habe, erreiche ich, beiße mich durch, halte Schmerzen aus. Nur wenn es um Sex geht werde ich regelmäßig schwach.

Das ist im Alltag nun kein so enormes Problem, weil ich da in der Regel einfach Sex haben kann, wenn mir danach ist. Und ich sehe eigentlich auch keinen Grund, mir sexuelle Handlungen zu versagen. Finde es aber schon erschreckend und irgendwie auch belastend, dass ich gegen diesen Trieb so gar nicht ankomme :-(

Kennt die Problematik jemand?

Antworten
D?ie SFehexrin


wie alt bist du denn? bist du männlich, oder weiblich?

YRoj


Ja, das hätte ich vielleicht noch dazu sagen sollen: Bin schon lange kein Teenie mehr ;-) Der Drang hat aber seit der Pubertät nie abgenommen, im Gegenteil :-/ Ist seit gut 20 Jahren in der Form vorhanden. Früher habe ich mir darüber halt keine Gedanken gemacht, aber inzwischen stört es mich manchmal, meinem Trieb so "ausgeliefert" zu sein. (Hab zugegebenermaßen gern die Kontrolle über alles.)

Auf der anderen Seite: Zugenommen hat der Drang wiederum auch nicht. Spricht also gegen eine klassische Form der Hypersexualität. Es ist nicht so, dass ich unersättlich wäre und immer mehr bräuchte. Zum Glück! Aber einmal am Tag "muss" es eben sein, sonst kann ich keinen klaren Gedanken mehr fassen.

N\otMiych=aelgCaine


Einmal am Tag ist weder bedenklich noch unnormal.

Wenn Du folgende "Kriterien" erfüllst wäre Deine Situation nichts außergewöhnliches:

Mann ( egal ob hetero oder schwul), Führungsposition oder nicht teamorientierter Einzelarbeitsplatz/Selbständiger, keine oder emotional/ sexuell distanzierte "Haupt"beziehung, wechselnde Sexualparter, Einzelsportart, kein Teamsport, falls Kinder da sind - kein emotional enges sondern eher vermeidendes Verhältnis, eher klassisches Nebeneinander her leben oder unregelmässiger Kontakt nach Scheidung, nüchtern, kontrollierend wäre eine Erklärung, dass Du durch täglichen Sex Deinen Oxytocin Haushalt stabilisierst. Ist nicht soooo ungewöhnlich. Falls es Dich näher interessiert informier Dich bei den Hirnforschern wie Gerald Hüther oder Manfred Spitzer - beide findest Du beispielsweise auf Youtube.

Dein eigentliches Thema wäre dann: Qualität Deiner Sozialkontakte bezüglich Bindung lässt allgemein stark zu wünschen übrig und Du gleichst das bisher über täglichen Sex aus. Biologisch nicht die schlechteste Lösung.

Y"oj


Einmal am Tag ist weder bedenklich noch unnormal.

Einmal am Tag Sex zu haben oder sich selbst zu befriedigen an sich nicht, aber ist es auch "normal", dass es zum Problem wird, wenn man einen Tag lang mal keine Gelegenheit dazu hat? Ich leide nicht darunter, täglich Sex zu haben. Ich fühle mich durch meine Libido lebendig und nach dem Sex entspannt und ausgeglichen. So far so good. Aber wehe, die Umstände erlauben es mal nicht. Dann werden aus den angenehmen Gelüsten eben schnell quälende Gedanken.

Wenn Du folgende "Kriterien" erfüllst wäre Deine Situation nichts außergewöhnliches

Erfülle davon eigentlich kein einziges Kriterium - ist das jetzt gut oder schlecht? ;-D %:|

Ynoj


Man könnte sogar sagen, ich bin so ziemlich das komplette Gegenteil: Weiblich, freiberuflich tätig, aber sozial- und teamorientiert arbeitend, stabile liebevolle Partnerschaft, pflege sehr innige Freundschaften, bin absoluter Familienmensch :-

Vielleicht schau ich mich aber trotzdem mal bei den Hirnforschern um. Denn was ich habe, ist in der Tat ein starkes Nähebedürfnis und vielleicht "brauche" ich einfach besonders viel Oxytocin, oder so... :-/

Ich habe das bislang nie in Zusammenhang gebracht, weil das zwei unterschiedliche Ebenen für mich waren. Die Liebe, Wärme und Nähe, die ich eigentlich ausreichend in sozialer Hinsicht erfahre und davon quasi losgelöst der körperliche Drang nach Sex. Aber gut möglich, dass es irgendwie zusammenspielt, biochemisch betrachtet.

N^otMichYaelCxaine


Erfülle davon eigentlich kein einziges Kriterium - ist das jetzt gut oder schlecht? ;-D %:|

Das bedeutet nur, dass dieser bekannte "Standart" eben nicht greift. Wir können hier ja auch nur Ideen anbieten und die ist eben ohne weitere Informationen naheliegend ;-). Du lässt Dein Geschlecht ja absichtlich aussen vor um die Antworten besonders breit aufzustellen. ]:D.

Wenn es Dich wirklich belastet würde ich an Deiner Stelle meine Hormonwerte mal testen lassen um ein chemisches Ungleichgewicht auszuschliessen.

Y$OxJ


Du lässt Dein Geschlecht ja absichtlich aussen vor um die Antworten besonders breit aufzustellen.

Das war eigentlich nur eine Vorsichtsmaßnahme, damit mein Postfach nicht überquillt und nein, das ist keine versteckte Aufforderung, ich habe wirklich keinerlei Bedarf an eindeutig zweideutigen Angeboten!

Aber interessant finde ich es schon, dass direkt danach gefragt wurde und die meisten bei der Schilderung erstmal von einem Mann ausgehen.

Wenn es Dich wirklich belastet würde ich an Deiner Stelle meine Hormonwerte mal testen lassen um ein chemisches Ungleichgewicht auszuschliessen.

Die wurden vor ein paar Jahren mal in einem anderen Zusammenhang getestet Kinderwunsch und waren absolut durchschnittlich/normal.

Mh.

NQotMiLc=haelbCaixne


Aber interessant finde ich es schon, dass direkt danach gefragt wurde und die meisten bei der Schilderung erstmal von einem Mann ausgehen.

Ähm - ich war die einzige die sich auf ein Geschlecht bezog und ich bin nicht "davon ausgegangen", sondern habe einen Standart Zusammenhang angeboten, weil der eben bekannt ist.

Die wurden vor ein paar Jahren mal in einem anderen Zusammenhang getestet Kinderwunsch und waren absolut durchschnittlich/normal.

ok - dann kannst Du das ja abhaken. :)^

Jmuli-mSo2nxne_


Wie geht es dir denn, wenn du mal einige Tage keinen Sex hast? Kommst du damit gut zurecht?

CHar!ama#la x2


Ich würde ja behaupten, dass Sex wie alles andere erlernbar und auch ablernbar ist, sofern man das freiwillig machen will und man etwas Besseres Lohnenderes dafür erhält. Alleine über den Willen ist da aber nichts zu machen, denke ich.

Ein Anreiz könnte einfach die Ruhe sein, freier das Leben gestalten zu können, wobei das für manche sicher dürftig ist und für andere vielleicht wichtig sein kann. Man kann Sexualität, sofern gewünscht, ja auch umlenken in andere kreative Sachen. Aber wenn es halt angenehm, schön und erfüllend ist, dann wird das eher alles nicht ziehen, denn der Mensch lebt nach dem Belohnungssystem. Kann sein, dass sich in einigen Jahren die Sicht auf den Sex ändern kann: Zu kurz der Genuss für das bisschen Ergebnis. ;-D Zu anstrengend, also die Mühe nicht wert. ;-D Oder man macht etwas anderes viel lieber. ;-D

Solange du es so wie jetzt empfindest, wird es sicher so bleiben. Solltest du irgendwann einmal anders den Sex betrachten, dann ändern sich auch Gedanken und Gefühle, so das dir ein Tag Verzicht nichts ausmacht. Und wenn nicht, auch gut. Schadest ja keinem damit.

b*lac(kh5eartedquxeen


Eine stark ausgeprägte Libido ist doch nichts, was notwendigerweise mit dem Geschlecht zusammenhängt, oder? Nur weil es eventuell mehr Männer als Frauen mit hoher Libido gibt, heißt das ja nicht im Umkehrschluss dass es keine Frauen mit hoher Libido gibt.

Mir selbst geht es ähnlich wie dir, ich hänge auch sehr an meinen Orgasmen und ich sehe keinen Grund, warum ich nicht (so gut wie) täglich einen haben sollte. Schwierig wäre es meiner Meinung nur, wenn zwei Menschen mit sehr unterschiedlich ausgeprägter Libido in einer Partnerschaft zusammenfinden. So lange man auf einer Ebene ist (oder wenn nicht einen Kompromiss findet, das geht ja für manche Menschen auch) und der Alltag nicht darunter leidet, sehe ich da kein Problem ;-D

Y;OJ


Ähm - ich war die einzige die sich auf ein Geschlecht bezog und ich bin nicht "davon ausgegangen", sondern habe einen Standart Zusammenhang angeboten, weil der eben bekannt ist.

Ich meinte dich gar nicht, sondern all die anderen, die mich per PN angeschrieben haben.

Wie geht es dir denn, wenn du mal einige Tage keinen Sex hast? Kommst du damit gut zurecht?

Nein, genau das ist ja mein "Problem". Einige Tage ohne Sex (also sexuelle Handlungen inkl. Orgasmus) auszukommen, ist unvorstellbar für mich. Würde ich wahrscheinlich nur schaffen, wenn ich im Koma liege.

Spätestens nach 24 Stunden werde ich nervös und suche krampfhaft nach einer Möglichkeit, mich zu befriedigen :-(

Jvuli8-SonYne_


Vielleicht ist es dann doch eine leichte Sexsüchtigkeit? 24 Stunden sind jetzt nicht die Welt und wenn dir das schon zu viel ist, dann könnte es doch in die Richtung gehen, oder?

sPchonrfeixf


...nicht einen Tag :)z :)z

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