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Körperschemastörung - dick, dünn, alles sieht gleich aus?!

A1su3ryna hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben,

ich habe in den vergangenen Jahren sehr viel abgenommen (rund 70kg mittlerweile, war massiv übergewichtig). So langsam meinen immer mehr Freunde und Bekannte, dass es reiche. Vom BMI her liege ich mit 26 sogar noch im leichten Übergewicht und eigentlich würde ich in den Normalbereich wollen.

Das Gewicht ging übrigens innerhalb von fast sieben Jahre schrittweise runter, also nicht herunter gecrasht.

Das Problem ist allerdings, obwohl mir immer wieder alle möglichen Bekannten (und sogar Fremde!) sagen, dass ich toll aussehe, kann ich das nicht glauben. Ich sehe im Spiegel immer noch das gleiche Bild, wie vor 70kg. Und wir reden hier von einer Abnahme von fast 140kg auf nun rund 70kg bei einer Größe von 1,65m. Von Kleidergröße 56 auf 38.

Wenn ich mir Bilder von früher anschaue, kann ich gar nicht glauben, dass ich mal SO ausgesehen habe. Damals sah ich im Spiegel viel schlanker aus als auf den Fotos. Heute sehe ich im Spiegel entsprechend viel dicker aus, als auf Fotos. Mein Spiegelbild hat sich nach all der Zeit tatsächlich kein bisschen verändert.

Das Körpergefühl hat sich auch nicht verändert. Klar, ich bin jetzt viel fitter und wacher und stärker, das weiß ich kopfmäßig, aber vom Gefühl her hat sich da nichts geändert. Ich weiß kopfmäßig auch, dass mein Gewicht jetzt total in Ordnung ist, aber gefühlsmäßig ist da nix. Und ich sehe es nicht. Das klingt total bescheuert irgendwie.

Ich bin total durcheinander im Moment und irgendwie ist das doof.

Gibt es Möglichkeiten, die eigene Wahrnehmung zu trainieren?

Was kann man tun?

Gruß

Asu

Antworten
n{ayj1ana0gu9t


Damals sah ich im Spiegel viel schlanker aus als auf den Fotos. Heute sehe ich im Spiegel entsprechend viel dicker aus, als auf Fotos. Mein Spiegelbild hat sich nach all der Zeit tatsächlich kein bisschen verändert.

Das heißt für mich: Wenn du in den Spiegel kuckst, weißt du, dass du dich selbst siehst => Wahrnehmung als dick. Auf Fotos beurteilst du deine Figur objektiv. Richtig?

Dann würde ich viele, viele Fotos machen und aufhängen.

b[etör@ende^rDufxt


Der Spiegel zeigt uns insgesamt kein "objektives" Bild, sondern bildet immer auch unsere persönliche "Innensicht" mit ab; das kann jeder daran erkennen, dass er sich mal als gut- und mal als weniger gutaussehend empfindet. Deine Innensicht mischt sich störend mit ein, und du kannst deine neue Figur deshalb nicht genießen. Das ist schade. Aber da du vom Kopf her genau weißt, dass du mit Größe 38 schlank sein musst, brauchst du dich weiter nicht drum zu kümmern. Du siehst dich halt subjektiv, das ist bestimmt keine ernsthafte Störung im Sinne eines Realitätsverlusts - zumindest solange du es nicht dramatisierst.

Vielleicht "lernst" du auch im Laufe der Zeit noch, dich objektiver wahrzunehmen. Gratuation übrigens zu deiner sagenhaften Gewichtsreduktion.

ATsuryena


Ich finde das schon problematisch.

Zum einen frustriert es mich extrem, GAR keinen Unterschied zu sehen und zum anderen mache ich mir Gedanken, was ich mit dem Abnehmen aufhören kann. Oder ob überhaupt.

KMemexr


Gratulieren zu deinem Erfolg! - Körperwahrnehmung kann man tatsächlich trainieren, das können Ergotherapeuten sehr gut. Vielleicht besorgst du dir über deinen Arzt ein Rezept.

A<sur|yna


Ergotherapeuten? Das klingt gut :)^

kann man mit denen direkt Kontakt aufnehmen? Von meinem Hausarzt fühle ich mich nicht ernst genommen...

JWuley


Es gibt auch spezielle körpertherapie. Weiß nur nicht wo das ambulant angeboten wird. Bei uns in der psych. Institutsambulanz gibt's das.

Ich kenne das total. Fühle mich immer total fett und sehe mich fett im Spiegel. Auch damals, als ich sehr dünn war. Nur Fotos kann ich objektiv betrachten.

A4sur yfna


Ja, dass es sowas vor allem im Rahmen von der Behandlung von Essstörungen gibt, habe ich auch schon gelesen. Aber davor habe ich irgendwie Scheu.

bletöjrendeVrDuGfxt


Wenn das bei dir so hartnäckig ist, gehört es aber schon in diesen Bereich.

bKetwörendqerDuxft


Vor allem, wenn es so einen Raum einnimmt.

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