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Tipps, um sich von den Problemen anderer abzugrenzen

M8ett[eMarie hat die Diskussion gestartet


Guten Morgen,

ich habe gestern durch eine gemeinsame Bekannte überraschend erfahren, dass ein Mensch, der mir wichtig ist, durch (zum Teil eigene) Unachtsamkeit in eine folgenreiche Sache "gerutscht" ist.

Die Thematik/Problematik beschäftigt mich sehr und ich schaffe es nicht, mich davon frei zu machen. Ich kann diesem Menschen nicht helfen, sein "Problem" zu lösen, und möchte ihm auch kein Gespräch aufdrängen. Heute Nacht konnte ich kaum schlafen und seit dem Aufwachen kreisen meine Gedanken immer nur um diese eine Sache und wie ich diesem Menschen "helfen" könnte. Ich habe mit zwei guten Freundinnen darüber gesprochen, war spazieren und habe Mandalas gemalt. Trotzdem lässt es mich nicht los.

Ich bin von Natur aus ein sehr mitfühlender Mensch und diese mangelnde Abgrenzung macht mir auch an anderen Stellen zu schaffen. Habt ihr vielleicht Tipps, wie ich mich besser abgrenzen könnte und die Probleme bei den Menschen belassen, zu denen sie gehören?

Vielen Dank,

Mette

Antworten
W\il dkatexr


Hall MetteMarie,

Denke das geht nur mit innerer Stärke, sicher ist das leicht gesagt und schwer getan. In der heutigen Zeit hat man ja genug mit sich selber zu tun.

Zudem möchte es nicht jeder das man sich einmischt, wird man gefragt ist das was anderes.

MfG

M0ett>eMarNixe


Hallo Wildkater, vielen Dank für deine Rückmeldung. Einmischen möchte ich mich ja gerade nicht. Sondern ich will mich mit dem Problem, das gar nicht meines ist, nicht mehr belasten. Ich will die Gedanken darum, wie ich helfen könnte, abschalten. Natürlich möchte ich kein Eisklotz sein, aber ich will mich auch nicht ständig mit den Problemen der anderen behängen.

N%owher6egxirl


Denke du musst erkennen warum du das machst.

Meiner Meinung nach kommt sowas von mangelndem Selbstwertgefühl. Menschen die wenig echtw Liebe bekommen haben als Kinder und deshalb versucht haben durch Empathie mit den Eltern von denen geliebt zu werden bzw überhaupt eine Bindung zu denen aufzubauen.

Oder auch wenn das Kind launige Eltern oder ein launiges Elternteil hatte, dem es sich hilflos aisgeliefert fühlte. So Kinder müssen quasie um bei so Eltern zu überleben lernen sich in diese hineinzuversetzen, um Ausbrüche (physiche und/oder psychische) hervorsehen zu können bzw Strategien entwickeln zu können eventuel zu intervenieren.

Dass das für die psychische Emtwicklung des Kindes nicht gut ist, muss ich denke nicht dazu sagen.

Du hast sicher noch andere Baustellen, die du lösen musst. Da hilft nur sich selber verstehen lernen.

Ich habr aufgehört zu versuchen mich mit den Problemen anderer zz beschäftigen, auch wenn ich nie so krass war wie du, als ich angefangen habe mich mit mir selbst zu beschäftigen. Mit meinen Bedürfnissen. Wer ich bin und warum ich so bin.

Dein Reinsteigern in Probleme anderer ist wahrscheinlich auch eine Flucht vor dir selbst. Wenn du dich mit den Defiziten im Leben anderer beschäftigst, musst du deine nicht angucken so zu sagen.

Und auf der anderen Seite versuchst du wie gesagt die Leutw an dich zu binden, indem du hoffst, dass wenn du ihr Held bist, der sie rettet, sie dir aus Dankbarkeit für immer treu bleiben als Freunde.

Du musst vielleicht lernen bzw die Erfahrung machen, dass diese Rechnung nicht auf geht und der Schlüssel zu einer gesinden zwischenmenschlichen Beziehung nicht darin liegt und du andere Strategien erlernen musst stabile Bindungen aufzubauen.

Kann bei dir auch alles anders sein. Aber aus meiner Erfahrung machen Menschen, die glückliche und stabile Beziehungen zu ihren Eltern hatten, sowas nicht. Je führsorglicher die Eltern, desto weniger interessieren sie sich für die Bedürfnisse anderer...

Aber kann auch falsch liegen.

NK3storxys


@ Nowheregirl

So ein Bullshit hab ich ja schon lang nicht mehr gelesen. Emphatie hat nichts aber auch gar nichts mit dem Selbstwertgefühl zu tun. Manche Menschen neigen eben mehr dazu andere Weniger. Das hat auch überhaupt nichts mit der Erziehung oder dem Elternhaus zu tun. Nur mal so.

@ TE

Ich kann dir Tipps geben wenn ich etwas habe was mich nicht loslässt. Was mir hilft ist es mir bewusst ein anderes Thema zu suchen zum Nachdenken. Oder lesen.

Oder indirekt ansprechen ob alles okay ist. Wenn der Freund der dir nahe steht echt Probleme hat, würde man das ja auch merken. So kannst du schauen ob du ihm helfen kann und ob er sich helfen lassen will. Vielleicht beruhigt es dich auch das du etwas gemacht hast.

lg

N3 @:)

Lyi{chtAEmHo&riEzonxt


@ N3storys

Emphatie hat nichts aber auch gar nichts mit dem Selbstwertgefühl zu tun.

Ich lese das aus dem, was Nowheregirl geschrieben hat, auch nicht heraus. Ich verstehe es eher so, dass die ohnehin vorhandene Empathie durch die von ihr beschriebenen Beispiel-Eltern vom Kind praktisch "falsch" eingesetzt wird - werden muss, um eben zu überleben. Und diese Art, die Empathie zu benutzen, wird ins Erwachsenenleben übertragen.

nyimxue88


Nowheregirl, gut geschrieben, stimme dem zu.

@ N3storys

So ein Bullshit hab ich ja schon lang nicht mehr gelesen. Emphatie hat nichts aber auch gar nichts mit dem Selbstwertgefühl zu tun.

Magst du das mit der Empathie nochmal genauer erläutern, oder lieber noch'n bisschen die anderen Meinungen runtermachen? ]:D

N43stoMry#s


@ LichtamHorizont

Vielleicht hätte ich das Wort Bullshit weglassen sollen -.- . Ich habe es jedenfalls so verstanden, wenns anders gemeint war dann meinetwegen. Im Zweiten Absatz steht jedenfalls das sie davon ausgeht, das sowas von einem mangelnden Selbstbewusstsein kommt, einhergehend mit zu wenig Liebe von den Eltern.

Und das seh ich eben anders. Ich bin sehr emphatisch und wenn etwas ist mit Leuten die mir nahe stehen passiert mir es ebenso das ich Probleme mit mir rumtrage die nicht meine sind. Meine Mutter ist genauso. Und ich von meiner Seite kann sagen das meine Eltern mich sehr lieben und das auch gezeigt haben.

Es hat auch nichts damit zu tun, dass man sich mit Probleme anderer von dem eigenen ablenken will. It just happens.

Nd3sktoYrxys


@ nimue88

Stellenweise kommts vor das meine Gedanken ungefiltert und ehrlich kommen. ;-) Merke selbst das der Satz unglücklich formuliert war.

Und ich wollte niemanden runtermachen. ^^

Rxye


Es geht ums Erkennen und Aktzeptieren, dass wir nicht alles unter Kontrolle haben und dass wir das auch nicht durch Helfen erreichen können.

"Das Leben lehre mich anzunehmen,

was ich nicht ändern kann,

zu ändern, was ich ändern kann

und das eine vom anderen zu unterscheiden."

L?ichtnAmHorxizont


@ N3storys

Gut, darin dass die Aussage von Nowheregirl verallgemeinernd klingt, stimmte ich Dir zu. Es kann von der Ursache her so sein, wie sie es beschreibt, muss aber nicht. Falls es auf die TE zutrifft, hat sie zumindest einen Anhaltspunkt zum Nachdenken.

Ansonsten liegt es sicherlich einfach in der Natur jedes einzelnen Menschen, wie empathisch er ist und wie er mit der Empathie umgeht.

Und da stimme ich Rye zu:

Es geht ums Erkennen und Aktzeptieren, dass wir nicht alles unter Kontrolle haben und dass wir das auch nicht durch Helfen erreichen können.

B[irk^en'zwxeig


vielleicht findest du dich hier [[http://www.psychotipps.com/helfersyndrom.html]] wieder?

ich würde es nicht mit ablenkung versuchen, das is nur ne symptombekämpfung. da du aber sagst, du hast generell ein problem mit abgrenzung, solltest du eine ursachenforschung machen

MPet,teMaxrie


Vielen Dank für eure Anregungen. Ich muss darüber nachdenken und melde mich heute Abend.

MuetteoMarxie


Guten Morgen,

einige Aspekte, die von euch angesprochen wurden, treffen wohl auf mich zu und diese Erkenntnis musste ich erstmal verarbeiten:

Meiner Meinung nach kommt sowas von mangelndem Selbstwertgefühl. Menschen die wenig echtw Liebe bekommen haben als Kinder und deshalb versucht haben durch Empathie mit den Eltern von denen geliebt zu werden bzw überhaupt eine Bindung zu denen aufzubauen.

Oder auch wenn das Kind launige Eltern oder ein launiges Elternteil hatte, dem es sich hilflos aisgeliefert fühlte. So Kinder müssen quasie um bei so Eltern zu überleben lernen sich in diese hineinzuversetzen, um Ausbrüche (physiche und/oder psychische) hervorsehen zu können bzw Strategien entwickeln zu können eventuel zu intervenieren.

(...)

Und auf der anderen Seite versuchst du wie gesagt die Leutw an dich zu binden, indem du hoffst, dass wenn du ihr Held bist, der sie rettet, sie dir aus Dankbarkeit für immer treu bleiben als Freunde.

Du musst vielleicht lernen bzw die Erfahrung machen, dass diese Rechnung nicht auf geht und der Schlüssel zu einer gesinden zwischenmenschlichen Beziehung nicht darin liegt und du andere Strategien erlernen musst stabile Bindungen aufzubauen.

Nowheregirl

Ich verstehe es eher so, dass die ohnehin vorhandene Empathie durch die von ihr beschriebenen Beispiel-Eltern vom Kind praktisch "falsch" eingesetzt wird - werden muss, um eben zu überleben. Und diese Art, die Empathie zu benutzen, wird ins Erwachsenenleben übertragen.

LichtAmHorizont

Vielleicht kennt der ein oder andere das Buch [[http://www.alice-miller.com/de/das-drama-des-begabten-kindes-2/ Das Drama des begabten Kindes (Alice Miller)]], auch darin habe ich mich (als ich es vor einigen Jahren gelesen habe) wiedergefunden.

Es ist wohl tatsächlich so, dass ich auf der Suche nach "Liebe" permanent die Bedürfnisse der anderen zu erspüren versuche, um ihnen zu helfen, um keine Wunden aufzureißen, mich anzupassen "akzeptiert" zu werden. Bisher ist das ein Automatismus, der mir erst am letzten Sonntag so richtig bewusst geworden ist. Ich habe mich dann also angestrengt, das Problem meines Freundes von mir wegzuschieben, weil es eben nicht mein Problem ist und er mich auch nicht um Hilfe gebeten (oder mir überhaupt selbst von seinem Problem erzählt) hat. In diesem Zusammenhang sind mir dann noch weitere Situationen eingefallen, in denen ich anderen meine "Hilfe" ungefragt aufgedrängt habe und ich habe dann beschlossen, dass ich mir mein Verhalten in Zukunft bewusster machen und mich nicht mehr automatisch in jeden meiner Mitmenschen hineinversetzen und anpassen möchte.

L4ichtwAmHorDizonxt


Sich in andere hineinzuversetzen ist kein Fehler. Sich in andere hineinzuprojizieren aber.

Vielleicht denkst Du in Situationen, in denen Du das Bedürfnis hast, ungefragt zu helfen: "Wenn ich jetzt in seiner Lage wäre, würde ich wollen, dass jemand genau das für mich tut." Kann das sein?

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