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Soziale Arbeit bei Sozialphobie

eCrwinx90 hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben,

ein schweres Thema für mich. Ich habe vor 2 jahren bei meinem BFD im Altenheim Freude daran gefunden mit Senioren zu arbeiten. Nicht in der Pflege sondern im sozialen Dienst. Es machte mir große Freude und ich habe entschieden ich mache nie wieder was anderes. DAs war 2014 im Sommer zu Ende und ich habe einen Lehrgang zur Betreuungskraft gemacht. Nach nur 2 Monaten habe ich dann auch eine Anstellung gefunden. Wenn auch nur eine halbe Stelle. Ich habe gemekrt ich wurde nicht gut eingearbeitet und wurde ins kalte Wasser geworfen. Nach nem halben Jahr durfte ich wieder gehen und versuche seit dem im nächsten Heim mein GLück. Es läuft dort viel besser muss ich sagen. Ich wurde von einer Kollegin die esakt meine Arbeitszeit hat eingearbeitet und wende mich bei Fragen an sie. Meine Teamleiterin erzählt mir jedoch beim Probezeitgespräch ich sei zu zurückhaltend. Naja es ist meine Eigenart stiller und nicht so laut zu sein. Eine Kollegin dort ist auch nicht laut die andere jedoch sehr und meint laut und (wie ich finde) aufdringlich zu sein sei motivierend und käme besser an. Ein Bewohner jedoch äußerte mir eine klare Abneigung dazu. Ich finde diese Kollegin etwas bedrohlich und gehe ihr am liebsten aus dem WEg. Sie hat mir vorgeworfen ich würde nicht genug motivieren und macht mich für depressives Zurückziehen mancher Bewohner verantwortlich und sagte ich zeige nicht genug Eigeninitiative. Sie hat nicht ganz Unrecht aber das bemerke ich selber nicht. Ich selber koste auch im privaten Leben nicht alles aus und bin da eher bescheiden uns sparsam aber auch zurückgezogen. Von daher komme ich da irgendwie an meine Grenzen. Aber ich möchte auch irgendwie nicht auf der ARbeit schöneres erleben als daheim da weiger ich mich aber naja. Statt die Leute zu motivieren ziehe ich depressive Verstimmung selber an. Und wenn bei Bewohnern in der Akte steht "sie lässt sich aufgrund ihrer Krankheit schwer in eine GEmeinschaft einbeziehen" frage ich mich dann bald, wie ist das denn bei mir? Ich tue mich auch schwer mich in eine GEmeinschaft zu integrieren, wenn auch anderen das sehr leicht fällt so finde ich das oft schwer mir sagen zu lassen "das sind deine Kollegen, deine Bewohner...und mache was draus". Ich habe ein geringeres Selbstwertgefühl dass sich durch kritsche Worte noch weiter vermindern lässt. Und auch daher habe ich Probleme auf die Leute die selber unmotiviert sind zuzugehen. Mir fällt es auch schwer nach der ARbeit abzuschalten und auch die Treffen mit meiner Freundin kann ich kaum genießen. Ich habe das GEfühl ich tu genug für die Bewohner und weiter aus meinem Schatten rauszukommen fiele mir zu schwer. Ich sehe mich noch nicht mal wichtig genug um für die Leute zu handeln und spüre bei einer Arbeitszeit von 40 Stunden in der Woche dass ich an meine seelischen grenzen komme. Ich habe gesagt bekommen ich bin zu wenig präsent aber ich möchte gar nicht so auffallen. Ich habe nachdem ich im Internet gelesen habe bei mir eine soziale Phobie diagnostiziert, war aber noch nicht beim Psychologen.

Da kam mir in den Sinn dass ich schon immer das Bedürfnis hatte nicht aufzufallen. In der Schule war ich einer der mit der Masse mitschwamm, nie seine richtige Meinung sagte, dafür aber nicht kritisiert habe und sehr beliebt war. Ich habe das getan was von mir erwartet wurde aber bin auch nicht darüber hinaus gekommen. Das hat soweit funktioniert. In der Berufsschule konnte ich mich nicht intergrieren, hatte zu viel Angst vor anderen und die waren alle irgendwie anders als ich, ich hatte angst die könnten lachen und klar dann ist genau das eingetreten.

Auch im BErufsleben ist bisher fast alles gescheitert. Ich habe zunächst eine kaufmännische Ausbildung gemacht, bin dann im Onlinenhandel gelandet. Konnte dort unter stress nicht mithalten und habe grobe FLüchtigkeitsfehler gemacht, zudem bin ich dann mit der Buchhalterin aneinander geraten und bekam auch Angst vor ihr und ihrer Kritik. Nach einem Jahr durfte ich wieder gehen. Ich war froh dass ich weg war, aber war arbeitslos und bekam ein schlechtes Zeugnis. Nach einem Jahr habe ich dann Bufdi gemacht im ALtehneim wie oben gesagt. Aber als Bufdi hat man weniger Aufgaben, so nach, alles geht nichts muss. Ich war sehr froh da zu sein in einem DReamteam. Ich habe so an Selbstbewusstsein gewonnen.

Bei der Arbeit im Heim danach ist es dann wieder verloren gegangen, weil ich nicht eingearbeitet war und fehler um fehler gemacht habe, bzw zu viel angst hatte um vor allen zu handeln. ich war froh dass ich nach paar stunden wieder weg war, halbe stelle

Es ist immer so dass ich Kollegen die eng mit mir zusammen arbeiten als Konkurrenz sehem bzw sie dann dann auch für mehr verantwortlich halte.

Jetzt im Heim habe ich für mein Empfinden zu viele Bewohner zu viele Kollegen, das Haus ist zu groß und ich bin mit 8 Stunden seelisch überfordert. Allerdings weiß ich nicht wie ich weiter handeln soll denn ich werde immer wieder Kollegen als Konkurrenz sehen und mir von denen weisende Worte anhören müssen. Ich habe bei jedem Wort Angst vor Kündigung und so macht es auch die Integration sehr schwer. Ich weiß nicht, ich habe das GEfühl mit der sozialen Phobie wird das immer schlimmer, stünde mir aber bei jeder ARbeit im WEg.

Antworten
f(alco :pelegrixnoides


Hallo Erwin,

falls du heute noch keine Antwort erhältst, schreibe ich heute Abend, denn ich muss gleich weg. Möchte ich dir nur gerne noch sagen.

Lg

fFa]lco peleg|r\inoidxes


Hallo,

es tut mir Leid, dass es dir nicht gut geht und du das Problem mit den verschiedenen Arbeiten hattest.

Du sagtest, dass du noch nicht beim Psychologen warst, solltest du aber, denn nur er oder ein Psychiater, kann dir deine genaue Diagnose nennen. Bei den Problemen, die du hast, wäre es auch ratsam. Bei einer Verhaltenstherapie zB, wird mit dir zusammen erarbeitet, wie du damit umgehen kannst.

Vielleicht bist du auch eher ein schüchterner Mensch. Nicht jeder ist laut, so wie deine Kollegen vom Altenheim. Es gibt einfach auch Menschen, die die zurückhaltener sind. Aber er wenn du darunter leidest, suche dir professionelle Hilfe, das ist sehr wichtig.

Du sagst selbst, du bist depressiv und das glaube ich dir. Vielleicht benötigst du auch Medikamente. Aber das kann auch wieder nur ein Fachmann beurteilten, vielleicht reicht auch nur eine Therapie.

Vor Jahren, hatte mir mein Psychiater mal eine Sozialphobie diagnostiziert, die ging dann aber nach einiger Zeit wieder weg. Ich beschreibe dir kurz wie es für mich war. Angst vor Menschen. Wenn sich mir ein Mensch näherte, wurde mir schwindelig. Ich konnte nur zu Uhreiten einkaufen gehen, wenn kaum jemand im Supermarkt war. Panik im Wartezimmer beim Arzt. Ich dachte damals, dass es für immer bleiben würde. Arbeite im Tourismus und dachte meinen Beruf aufgegeben zu müssen. Bei mir war es ein Symptom einer anderen psychischen Erkrankung.

Es gibt Menschen, die über Jahre hinweg dieses Problem haben. Ohne Hilfe, glaube ich kaum, dass man da von alleine rauskommt.

Alles Gute. :)*

T+earvsA>ndxRain


Hallo erwin,

ich möchte dir ein bisschen Mut machen. Ich habe selber eine Soziale Phobie und selbstunsichere Persönlichkeitsstörung und ich bin Gesundheits- und Krankenpflegerin. Nichts ist unmöglich. Ich rate dir aber auch ganz dringend dazu, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen, um deine Gedanken zu dir selbst zu verändern. Ich habe so oft gehört, dass ich viel zu ruhig bin und zu unsicher wirke. Mich hat das auch immer fertig gemacht, weil man damit eben nicht negativ auffallen möchte. Ich hab da auch immer noch Probleme damit, mache aktuell auch wieder eine Psychotherapie. Aber ich bin jetzt zumindest im Beruf total glücklich und werde auch mit meiner ruhigen Art akzeptiert. Es muss nicht jeder auffallen. Verlass dich da mal lieber auf die Rückmeldungen der Bewohner. Mich würde es auch nerven, wenn da eine aufgedrehte Person den Raum betritt und mich aktivieren wöllte. Da hätte ich direkt keine Lust mehr. Wie findest du denn ruhige Menschen? Stört dich das? Mich nicht und ich glaube, es gibt auch viele andere, die es gern haben, wenn mal jemand ruhiger ist und vllt. als Zuhörer fungiert. Von den Patienten habe ich immer nur positives Feedback bekommen und das hat mich jedes Mal aufgebaut.

Ich finde es toll von dir, dass du dir trotz der Ängst so einen Beruf ausgesucht hast. Ich kann dir nur sagen, dass das extrem hilfreich ist und einen sehr guten Übungsrahmen bietet. Da man ständig mit zwischenmenschlichen Dingen konfrontiert wird, muss man die auch irgendwie bewältigen und das wird schwerer, je mehr man sich zurückzieht. Behalte deinen Mut und mach das weiter. Du schaffst das ganz bestimmt :)^ Aber suche dir einen Psychotherapeuten, diese Gedanken und das geringe Selbstwertgefühl verändert man nicht von alleine.

Liebe Grüße

e%rwi.nj9x0


Ich danke euch für eure Antworten. Ja ich bin schüchtern und es wird mir nach nur wenigen Stunden zuviel da und ich möchte schreiend davon rennen. Sie Hälfte der Bewohner und Mitarbeiter wäre mir schon genug und der Wunsch nach Menschenkontakt ist dann schon gedeckt und fühle mich dann nur noch gezwungen dazu. Manchmal kommt es mir vor wie eine Droge die man so einfach brauch, und ich hab es einfach nötig dahin zu gehen. Je länger ich nicht da war umso mehr bekomme ich ENtzugserscheinungen, genau so stark steigt dann aber auch die Angst an davor. Ja manchmal sage ich dass es schön ist. Und es noch schlimmer zu sagen, sage ich mir so "Scheiße dass es so schön ist". Ich empfinde es als Frechheit dass es mir teilweise gefällt.

Ich hab dann auch das Gefühl, je mehr ich davon bekomme umso schneller verliert es seinen REiz für mich. Mir vergeht aufgrund der langen Fahrzeit oft das Gefühl verantwortlich zu sein. Und bei meinen Kolleginnen denke ich schnell "3 sind einer zuviel". Wir sind ja zu dritt aber bei ungeraden Anzahlen halte ich mich schnell zurück.

Ich finde es eine Frechheit dass man als ruhiger Mensch so eingestuft wird "der kann das nicht so gut wie wir".

Ich habe das GEfühl als Mann im sozialen BEruf werde ich schon blöd angeguckt, dann auch noch ein schüchterner und dann noch der einzige der die volle STelle hat. Ja ich fühle mich wegen mangelnder Lebenserfahrung auch nicht ganz bereit da der einzige mit 40 Stunden zu sein und die Hauptperson aus der Betreuung für meinen Wohnbereich zu sein.

Ich habe keine Angst im Wartezimmer und im Supermarkt.

Ich habe selber das Gefühl dass mich der ganze Betrieb nervös macht und ich mich daher handlungsunfähig sehe. Ich soll in das Haus Leben reinbringen doch weil ich so ruhig bin nehme ich viel eher die Leblosigkeit anderer an. Ich habe auch das GEfühl nicht auffallen zu wollen / müssen. Bei mir ist die Angst: nachher muss ich noch vor denen Handeln und mich zum Deppen machen.

Ich soll leiber auf BEwohner hören: Also einer hat sich über Verhalten dieser lauten Kollegin bei mir beschwert und gesagt im Unterschied zu mir könnte man mit ihr wohl kein Eisenbahnbuch ansehen. Dies sei einer meiner Vorteile.

Manchmal denke ich so: Ich muss das ja nur machen weil ich nichts anderes kann. Doch im tiefen Inneren habe ich Spaß an der Arbeit. Nur niht an so manchen Umständen. Aber ich bin noch in der Probezeit bzw habe noch nicht erfahren ob ich nach einem Jahr übernommen werde. Und die Chefin wird die leute Kollegin fragen wie ich mich bewähre, dann hägt es an ihr ob ich bleiben kann. Aber die leute Kollegin ist selber nur nen halben TAg da und kann es gar nicht komplett beurteilen. Meint es aber. In Wahrheit aber bemerke ich an mir wie ich immer schüchterner und ruhiger werde sobald sie auch da ist. Ich geh dann lieber die Bewohner im Zimmer besuchen und meide jede Begegnung mit ihr. In meiner Seele drin hat die Kollegin was höchst bedrohliches und gefährliches für mich.

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