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Die Angst nie geliebt zu werden und Zwangsgedanken.

Epwelxie hat die Diskussion gestartet


Hallo Ihr Lieben,

Im moment weiß ich einfach nicht weiter, meine Ängste werden immer schlimmer.

Meine Gedanken drehen sich immer wieder um das gleiche Thema, vielleicht erstmal zu meiner Person, ich bin w 17 Jahre alt und war eigentlich schon immer eher ein ruhiger und ängstlicher Mensch. Ich hatte nie viele Freunde und war auch schon in Therapie wegen Depressionen. Mein Vater hat meine Mutter und mich verlassen als ich noch sehr klein war, ich habe keinen Kontakt zu ihm, meine Mutter war wich ich, auch psychisch krank, so hatte ich aus dieser Richtung eher wenig Hilfe.

Nun zu meinen Gedanken, bei mir ist es so das ich schnell mich zwanghaft mit einem Thema beschäftige und diese Gedanken meinen ganzen Tagesablauf, mein fühlen und mein handeln steuern. Das fing an mit bestimmten Krankheiten, schlechten Nachrichten etc.

Nun bin ich neulich im Internet über einen Beitrag von offenen Beziehungen gekommen und das immer mehr Menschen sich gegen die Monogamie entscheiden, in Amerika gibt es mittlerweile sogar Gruppen die versuchen wollen die Ehe zwischen mehr als 2 Personen zu legalisieren, und ein Sozialforscher meinte das diese Partnerschaften wohl die Zukunft sind.

Natürlich kann jeder so leben wie er möchte, nur in meinem Kopf ist jetzt eben der Gedanken das ich niemals jemanden finden werde der nur mit mir zusammen sein möchte. In meinen Gedanken ist Monogamie schon ausgestorben sozusagen und ich fühle mich falsch. Ich weiß nicht mit wem ich über diese Gedanken und Ängste sprechen könnte, wenn ich ehrlich bin macht mir diese art von Zukunft Angst.

Entschuldigt wenn ich irrational klinge aber ich musste mir das wahrscheinlich einfach mal von der Seele schreiben.

Ewelie

Antworten
P}lüscShbiesxt


Kannst du deine Gedanken auf irgendeine Art verdrängen?

Mir hilft laute Musik immer. Da kann ich mich dann nicht mehr konzentrieren

und verliere so zu sagen den Faden.

Was unternimmst du so in deiner Freizeit?

Hast du Hobbys?

SHchw5arz6i66


Keine Angst, es gibt noch genügend Kerle, die monogame Beziehungen bevorzugen, ich zum Beispiel, der tiefen Vertrautheit und des zusammen erlebten wegen, an welches man später (gern) zurückdenkt.

Dfie rSeh0exrin


ach ja... das internet ist manchmal einfach ziemlich blöd! blöd, weil man mit informationen zugeschüttet wird, die die welt nicht braucht!

auch in diesem forum hier, wirst du ganz viele fäden darüber finden, dass jemand betrogen wird, die beziehung ganz schrecklich ist, alles problembelastet ist... aber das liegt daran, dass die glücklichen und zufriedenen menschen ja meist gar keinen anlass haben, einen faden aufzumachen.

und genau so ist es doch mit den vielen vielen, die ganz "konventionelle" beziehungen haben wollen. nach außen gehen doch meist nur die, die etwas "anderes" thematisieren wollen.

lass dir keine angst machen! in meinem ganzen großen umfeld (und in dem meiner 4 kinder) wollen alle eine zweisame beziehung :)_

p?aSraz\e^llnusxs


Diese Ansätze von Polygamie gibt es schon länger. Manch eine/r probiert das aus und landet dann doch wieder bei der normalen Beziehung. Partnerschaften mit mehreren Partnern sind gar nicht so einfach wie es scheint. Am Anfang geht solch ein Unterfangen oft gut. Doch dann schleichen sich diese kleinen Ungereimtheiten ein und zerbröseln oft sehr schnell das scheinbar feste Gefüge. Solche Partnerschaften gehen sogar in der Literatur oft genug daneben. Erst recht im realen Leben.

Mach dir keine so großen Sorgen. Jeder Mensch wird geliebt. Auch du. Man muß es nur erkennen und dann auch akzeptieren. Du kannst ja einen Test machen, der ziemlich einfach ist: Frag doch fünf Menschen die du kennst, ob sie dich lieben. Und dann wirst du überrascht sein. Ja. Und dann kommt noch hinzu, dass du dich selbst lieben darfst.

Erlaube dir, dich selbst zu lieben.

Afnkat101


Hallo Ewelie,

möglicherweise hast Du eine Zwangsstörung. Ich habe den Eindruck, dass nicht die Sache

mit der Monogamie das Problem ist, sondern Deine Neigung, zwanghaft über eine Sache

nachzudenken. Als ich Studentin war, hatte ich ein ähnliches Problem wie Du.

Ich war nicht mehr in der Lage, mich auf irgendetwas zu konzentrieren, sondern meine Gedanken

kreisten ständig um ein Problem , oder was ich für ein Problem hielt.

Bei der psychologischen Beratungsstelle für Studenten bekam ich die Diagnose "Zwangsneurose".

Ich habe daraufhin eine langjährige Psychoanalyse gemacht und wurde wieder gesund.

Heutzutage behandelt man solch eine Zwangsstörung mit einem speziellen

Antidepressivum. Das habe ich jetzt nur so als Information geschrieben.

Ich bin kein Arzt und kann Deine psychische Gesundheit nicht beurteilen. Aber Dein Bericht

hat mich sehr an meine eigene Erkrankung erinnert.

Gruss

Anka

Daiey Seohexrin


Anka

ich sehe das etwas zurückhaltender - von einer zwangsstörung zu sprechen finde ich bei einer 17jährigen fast schon gefährlich! zumal das doch genau das alter ist, indem man das ganze leben hinterfragt, sich wahnsinnig viele gedanken um sich, seine werte, die zukunft macht!

AMnka310x1


Hallo Seherin,

Zwangsstörungen sind sehr häufig. Insbesondere diejenigen mit leichterer Ausprägung. Schon Kinder

können an einer Zwangsstörung leiden. Auch völlig gesunde Menschen können relativ leicht

in eine zwanghafte Phase geraten. Was an meiner Vermutung bezüglich einer Zwangstörung bei einem

jungen Mädchen gefährlich sein soll, ist mir rätselhaft. Vermutlich kennst Du Dich in der Psychologie

nicht sehr gut aus. Mach Dich doch mal schlau !!!!

Anka

Dnie Selherxin


wahrscheinlich kenne ich mich aber gut genug aus, um nicht gleich als ersten tipp eine therapie in den raum zu stellen... das macht doch mehr angst, als dass es hilft!

Apnkxa10x1


Hallo Seherin,

Ewelie schreibt, dass sie schon mal wegen einer Depression in Behandlung war. Und dass ihre Mutter

auch psychisch krank ist. Zudem beschreibt Ewelie ihren derzeitigen Zustand recht gut. Sie gibt an,

dazu zu neigen, sich zwanghaft mit einem Thema beschäftigen zu müssen. Wobei dies dann ihren

ganzen Tagesablauf bestimmt. Wenn Ewelie das Thema Monogamie bewältigt hat, kommt eben

ein anderes Thema an die Reihe. Es besteht die Gefahr, dass sich das Mädchen nie auf ihr

eigentliches Leben konzentrieren kann. Da helfen in der Regel keine positiven Gedanken und kein

Kamillenee, sondern nur eine adäquate Therapie, die alles andere als furchteinflössend ist.

Ich könnte mit Dir jetzt ewig rumdiskutieren. Aber das bringt Ewelie nichts. Sie hat sich

bis jetzt auch nicht dazu geäussert. Ewelie muss entscheiden, welchen Weg sie gehen will.

Gruss

Anka

SCozexy


Hallo Ewelie... ich kenne folgenden Gedanken nur zu gut:

"...nur in meinem Kopf ist jetzt eben der Gedanken das ich niemals jemanden finden werde der nur mit mir zusammen sein möchte..."

Ich konnte mir nie vorstellen, dass an mir etwas so "toll" sein soll, dass ein anderer Mensch nur mit mir zusammen sein will. Bis ich dann vom Gegenteil überzeugt wurde. ;-)

Diese Sorgen, die du hast, sind unnötig und unbegründet. Das musst du versuchen dir immer und immer wieder klar zu machen. Auch für dich wird es einen Menschen auf der Welt geben, der nichts anderes will als nur mit dir allein glücklich zu sein.

Eine wunderschöne Textzeile von "Ich & Ich" ist da:

"Dein armes krankes Herz wird von Liebe getränkt sein... jede Herrlichkeit auf Erden wird auch dir geschenkt sein."

Ich weiß nicht mit wem ich über diese Gedanken und Ängste sprechen könnte...

Du wurdest schonmal wegen Depressionen behandelt, da kamst du ja schonmal in Berührung mit Psychiatern oder Psychologen. Könntest du dir vorstellen, dass dir Gespräche mit einer Psychologin zum Beispiel helfen könnten?

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