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Wertevorstellungs-und An-die-Kinderzimmertür-Anklopfthread

c6osmo/lighxt


Nala85

Bei uns zuhause wurde nicht an die Zimmertüren angeklopft, die Türen waren immer geöffnet - ist bei mir in meiner eigenen Wohnung immer noch so, alle Türen stehen sperrangelweit auf - und wer ungestört sein sollte, hat die Türe zugemacht und es wurde von innen abgeschlossen.

Bei den kleinen Kindern gab es keinen Türschlüssel, weil sie sich ansonsten hätten einsperren können und die Türe nicht mehr hätte geöffnet werden können.

N'ala8x5


Bei uns zuhause wurde nicht an die Zimmertüren angeklopft, die Türen waren immer geöffnet - ist bei mir in meiner eigenen Wohnung immer noch so, alle Türen stehen sperrangelweit auf - und wer ungestört sein sollte, hat die Türe zugemacht und es wurde von innen abgeschlossen

So ist es bei uns auch - nur dass nicht abgeschlossen wird, weil die geschlossene Tür für jeden als Zeichen reicht.

a].fdi#sxh


Ich musste auch nicht an die Türen meiner Geschwister oder Eltern anklopfen - wo gibt es denn so etwas %:| ?-, solche Erziehungsmaßnahmen gab es bei uns zuhause nicht.

Bei uns gab es auch keine "Erziehungsmaßnahmen", sondern es war ganz einfach Teil des normalen Umgangs miteinander - genauso, wie es einige hier schon geschrieben haben: geschlossene Tür bedeutet Anklopfen.

LLiebxe8


ich habe [...] mich als Kind immer gefreut, wenn ich Gesellschaft von meinen Eltern oder Geschwistern in meinem Zimmer bekommen habe, ohne dass diese vorher an meine Zimmertür klopfen mussten.

Das ist ja schön. Dann kanntest du das Gefühl, einfach mal etwas alleine und ungestört für dich tun zu wollen, als Kind halt nicht. Andere kennen es. Und deshalb ist es kein Unsinn, bei geschlossenen Türen anzuklopfen, statt unangekündigt reinzurumpeln. Wer sich über den Besuch freut, kann nämlich einfach "Ja!" oder "herein!" rufen und hat nichts verloren. Während ich einen Rückzugsraum in meiner Kindheit wirklich schmerzlich vermisst habe.

a#.fixsh


So ist es bei uns auch - nur dass nicht abgeschlossen wird, weil die geschlossene Tür für jeden als Zeichen reicht.

:)z Stimmt, mit "geschlossener Tür" meine ich einfach eine zugezogene. Schlüssel für seine Türen hatte, glaube ich, niemand.

cJosmzoligxht


Liebe8

Wenn du wie ich vielleicht in einer großen Familie aufgewachsen bist kennst du kaum das Gefühl des Alleineseins - und ich will es auch gar nicht haben.

Wenn wir als Kinder unsere Ruhe haben wollten gab es bei uns zuhause ein Zimmer unterm Dach wohin man sich verkrümeln konnte - wurde aber nicht häufig von uns Kindern genutzt -, es gab also schon eine gewisse " Privatsphäre " für uns Kinder.

Ich denke, Umgang prägt den Menschen. Wer als Kind immer viele Menschen um sich hatte, ein offenes Miteinander in der Familie gelebt wurde, der sucht als Erwachsener auch vermehrt den Kontakt zu anderen Menschen, verschließt sich nicht hinter seiner Türe und hat als Erwachsener zuhause auch offene Türen.

k>leinnery_drachxenstexrn


Meine Mutter hat nie geklopft bevor sie in mein Zimmer kam, ich fand das schrecklich, schon als Kind, einfach weil ich total oft erschrocken bin, wenn jemand rein kam, wenn ich z.B. gerade am Lesen war.

Später war es dann die pure Kontrolle, echt wie in einem schlechten Hollywoodfilm. Immer, egal ob ich alleine wa oder Freude zu Besuch hatte. Ich bin dann auch so schnell wie möglich ausgezogen, am Tag meines 18. Geburtstags. Interessanterweise musste man bei Ihnen nämlich sehr wohl klopfen wenn die Tür zu war, aber als ich das selbe Recht für mich einforderte hat meine Mutter 3 Tage nicht mehr mit mir geredet.

Nicht anzuklopfen bei seinen Kindern ist total respektlos und ein schwerer Eingriff in deren Intimspäre.

SDhWelbyy9 Tx.


Nicht anzuklopfen bei seinen Kindern ist total respektlos und ein schwerer Eingriff in deren Intimspäre.

In dem, von Dir geschilderten, Zusammenhang mag das ja richtig sein.

Unser Elfjähriger klopft aber nirgendwo an. Bei uns nicht, und bei seinen Großeltern (wir wohnen im gleichen Haus) auch nicht. Das hat aber bisher auch niemand verlangt, demzufolge fordert er es auch nicht ein.

Er war bisher auch nie überrascht, erschrocken oder sonst irgendwas, wenn ich in sein Zimmer kam. Würde er es wollen, würde ich mich sicher daran halten (und wenn er etwas älter ist, wird das wahrscheinlich sowieso Usus)

NdannOi7x7


Also ich hatte auch immer viele Menschen um mich und das hat mich oft hochgradig genervt. Bin dann in mein Zimmer und hab die Tür zu gemacht. Leider hat bei uns nie einer geklopft. Ständig ist jemand rein geplatzt, zum kotzen! Ich bin dann oft in meinen Kleiderschrank gehockt um meine Ruhe zu haben.

Deshalb würde ich auch bei einem kleinen Kind anklopfen wenn es die Tür zu hat, den offensichtlich möchte es einfach nur seine Ruhe.

SNhelbyU T.


Deshalb würde ich auch bei einem kleinen Kind anklopfen wenn es die Tür zu hat, den offensichtlich möchte es einfach nur seine Ruhe.

Hab's nochmal durchdacht.......wahrscheinlich würde ich das auch, da er aber ständig alle Türen hinter sich offen lässt (bis auf die Haustür).....steht das Problem so (noch) nicht.

NXala8x5


Ich denke, Umgang prägt den Menschen. Wer als Kind immer viele Menschen um sich hatte, ein offenes Miteinander in der Familie gelebt wurde, der sucht als Erwachsener auch vermehrt den Kontakt zu anderen Menschen, verschließt sich nicht hinter seiner Türe und hat als Erwachsener zuhause auch offene Türen.

Das klingt irgendwie als wäre nur deine Kindheit die einzig richtige gewesen.

Meine Schwester ist im selben Haushalt aufgewachsen - sie will andauernd Menschen um sich haben, immer wen zum reden, immer wen der ihr zuschaut etc. Ich garnicht. Ich bin gerne allein, wenn ich wen um mich haben will geh ich aus oder lad mir wen ein. Deswegen muss ich anderen aber auch nicht unterstellen dass sie schlechter "geprägt wären". Leute die immer wen um sich rum hatten, nie anklopfen und immer mitmachen wollen werden vielleicht als aufdringlicher empfunden :=o Kann man also beides so und so sehen. Mich wundert eher warum du das Anklopfen als was Negatives empfindest. Wenn man es bei dir nicht muss, ist es ja ok, aber nur weil andere gerne ihre Rückzugsräume haben, sind sie ja nicht gleich verhaltensgestört.

In anderen Ländern/Gegenden ist es üblich die Hautür offen zu haben und jeder Nachbar, Postmann oder sonstwer kann einfach reinkommen. Wär auch nix für mich - ich würde tausend Tode sterben wenn ich grad aus der Dusche komme und wer Fremder steht in meinem Haus.

kLleinerI_dracOhenstexrn


Würde er es wollen, würde ich mich sicher daran halten (und wenn er etwas älter ist, wird das wahrscheinlich sowieso Usus)

Dann ist das ja auch ok. Es gibt aber genügend Eltern, die ihren Kinder NULL Privatspäre zugestehen und für die geschlossene Türen erst Recht eine Aufforderung sind reinzugehen. :|N

PYIA


So haben wir das auch immer gehandhabt, wenn eine Türe zu ist wird geklopft - zumindest bei Schlaf/Kinderzimmern und im Bädern/WC, das gilt bei uns nicht in Küche Ess/Wohnzimmer usw.

Unsere Kinder sind damit großgeworden und finden das auch gut das wir das respektieren (wir haben 3 Pubertiere), wer kontakt halten will hat die Türe eben offen... ;-D

a3v{anxti


Wenn du wie ich vielleicht in einer großen Familie aufgewachsen bist kennst du kaum das Gefühl des Alleineseins - und ich will es auch gar nicht haben.

Ich bin in einer großen Familie aufgewachsen. Und ich kenne das Gefühl alleine sein zu dürfen sehr gut, weil bei uns jeder geklopft hat.

So mache ich es jetzt auch, auch bei meinen Kindern und dir sind 1 und 4.

Zum einen will ich denen beibringen, dass man klopft. Zum anderen will mein Großer sich durchaus mal in der Buxe rumspielen und ich sage ihm immer, das soll er bitte in seinem Zimmer machen. Und zum dritten sollen sie Zeit haben, der Tür aus dem Weg zu gehen, damit ich keine Köpfe oder Finger zerstöre. Und keine Lego-Bauwerke.

hbag-8tysjxa


ich klopfe ebenfalls bei meinem kind an die tür. und das tue ich, seit er alt genug war, um zu verstehen, dass man nicht einfach in das zimmer anderer poltert, wenn die tür zu ist.

neben dem muttersein habe ich auch noch eine privatsphäre, die ich geachtet wissen möchte. umgekehrt hat auch mein sohn seit kindergartentagen eine solche und darf diese nutzen.

für mich ist das ein zeichen der höflichkeit und des respektierens der bedürfnisse meines gegenüber und gleichzeitig eine wortlose geste, um zu fragen, ob man reinkommen darf.

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