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Wertevorstellungs-und An-die-Kinderzimmertür-Anklopfthread

SPchok\oladYenshüchtigxe


Bei uns stehen tagsüber fast alle Türen immer offen. Schlüssel stecken nirgends an Zimmetüren. Die Kinder gehen nur selten in ihre Zimmer und machen zu. Im Gegenteil, meist wollen sie sogar zusammen in einem Zimmer sein, auch wenn sie nicht miteinander spielen. Geklopft wird bei uns (noch) nicht, bisher gab es da auch noch keine Probleme.

Die Bäder/Toiletten haben solche eingebauten Dreher, die aber von uns vieren auch nur selten genutzt werden.

Bisher hat sich noch keiner von uns darüber beschwert. Denke aber auch, dass das Thema geschlossene Tür früher oder später relevant sein wird, und dann sollte man das auch respektieren und klopfen.

c&osmNolligxht


Nala85

Für mich war meine Kindheit die einzig richtige, da stimme ich dir zu, und werde mich deshalb auch nicht beklagen.

Wie die Kindheit anderer war vermag ich nicht zu sagen, aber dass deren Kindheit irgendwie " verhaltensgestört " gewesen sollte, nur weil sie anders aufgewachsen sind als ich, habe ich auch nirgendwo geschrieben.

Da fabulierst du irgendetwas in meine Beiträge hinein, das von mir so in meinen Beiträgen nicht genannt wurde - und mit solchen frei aus der Fantasie entsprungenen Interpretationen kommen dann auch Missverständnisse bei Lesern auf, die sich nicht die Mühe machen, alle eingestellten Kommentare des besseren Verständnisses wegen genauer zu lesen.

h<ikleKinxes


Wenn man das, was du schreibst, korrekt wiedergibt, dann sagst du genau "wenn du so und so aufgewachsen bist, dann muss es so und so als Erwachsener sein."

Ich hab übrigens keine Lust auf der Toilette gestört zu werden. Zumindest nicht ungefragt. Und das mach ich bei den anderen Familienmitgliedern hier genau so. Dazu gehören die Kinder ja irgendwie auch. Und das nicht nur in abgeschwächter (weil körperlich kleinerer) Form. Die haben doch nicht weniger Rechte, nur weil sie blöder weise später geboren sind.

LYieselzottex40


Also ich würde den Teufel tun und bei meinen Teenagern ohne anklopfen reingehen...wer weiss was ich da zu sehen kriegen würde! ;-D Nein danke! ]:D

Wir habe nur die eine Regel dass nachts die Türen nicht zugesperrt sein dürfen zu den Zimmern - es könnte ja mal brennen oder sonstwas sein und dann kommt man nicht rein um zu helfen... tagsüber können sie gern auch zusperren - was aber eher nicht wegen uns Eltern gemacht wird sondern wegen des Bruders...

Als sie etwa 8 und 11 waren haben wir das damalige sehr grosse Kinderzimmer geteilt, jeder hat seine eigene Tür und damit auch die Hoheitsgewalt über den Schüssel...

Ich hab selber ungute Erfahrungen mit nicht respektierter Privatssphäre gemacht - eigentlich wollte ich doch nur dass mein Zimmer in Ruhe gelassen wird wenn ich in der Schule war. Was ist passiert? Nachdem ich ein paarmal zugesperrt hatte hat mein Vater das Schloss ausgebaut! ":/ "Wozu Privatsphäre? Hast du was zu verbergen?"... %:|

Wir sperren übrigens auch zu (mein Mann und ich) wenn wir "Ruhe" wollen...aber einem gewissen Alter kommt es aber dann schon mal vor dass Einen ein grinsender Teenager im Vorhaus erwartet wenn man wieder rauskommt.... :-p

ciosmRoligxht


Yes, ich bin so aufgewachsen dass alle Familienmitglieder gleichberechtigt sind, egal ob groß oder klein, und habe das auch so ins Erwachsenenalter mit rüber genommen. Alle können die Türen offen lassen oder auch schließen, ganz wie sie mögen, das ist bei uns so, außer dass ganz kleine Kinder die Toilettentüre nicht hinter sich zusperren dürfen, weil sie ansonsten die Türe alleine vielleicht nicht mehr auf bekommen würden.

Und falls dann einmal die Zeit kommt, an dem Jugendliche erwarten, dass an deren Türen angeklopft wird, bevor man ihr Zimmer betritt, mache ich das auch, erwarte dann aber auch, dass dieselben Jugendlichen an die elterliche Schlafzimmertür klopfen bevor sie in das Zimmer kommen - der allgemeinen Gleichberechtigung wegen ...

CzomJrxan


Ich habe mein Zimmer erst ab der Pubertät als Rückzugsort verstanden. Anklopfen in der Kindheit wäre mir vermutlich suspekt vorgekommen, was aber daran liegen kann, dass ich es einfach nicht gewöhnt bin. Ich denke mir nichts dabei, wenn man bei Kindern unangekündigt ins Zimmer kommt. Man muss nur irgendwann den Absprung schaffen, wenn man erkennt, dass Kinder eben nicht mehr einfach zu betreuende Kinder sind.

Mein Vater hatte später immer die Angewohnheit, die Tür einen Spalt zu öffnen und zu fragen, ob er reinkommen dürfe. Fand ich auch OK. Als ich dann eine Freundin hatte, konnte man unser "Fummelsofa" auch nicht von der Türoffnung sehen, wir waren im toten Winkel. Einmal waren wir aber genau im Blickfeld, und das war uns allen peinlich. Wir waren zwar "anständig", hatten aber aufgrund der Knutscherei hochrote Köpfe. Er meinte dann im Scherz, dass ich wenigstens ein Schild "Bitte nicht stören" an die Türe hängen könne, wenn ich Besuch habe. Den Scherz haben wir dann aufgegriffen und das Schild vor die Tür gehängt. In diesen Momenten wurden wir komplett in Ruhe gelassen, so dass wir auch nicht abschließen mussten.

Meine Oma, die mit im Haus lebte, war da anders geschnitzt. Die dachte immer, sie müsse auf uns "aufpassen", damit wir nichts tun. Sie fand dann immer kuriose Anlässe, einfach mal vorbeizuschneien. Z.B. uns Nüsse zu schenken, nur damit sie mal kurz einen Blick werfen kann, wenn meine Eltern außer Haus sind. Wir haben uns einen gegrinst.

Wenn wir in Ruhe vögeln wollten, haben wir dann aber doch die Tür abgeschlossen und Musik laut gemacht. Der Gedanke, dass uns die Familie dabei zuhört, war gruselig und abtörnend. Ich werde es nie vergessen - "Blood Sugar Sex Magic" von den Red Hot Chili Peppers war damals unser Fick-Album. Player auf Album-Repeat, Volume hoch, und genießen. Das war die einzige Musik, die uns dabei nicht gestört hat (sonst hören wir ziemlichen Radau). Keine Ahnung, ob meine Eltern das jemals spitz bekommen haben und dann immer dachten "Oh, es geht wieder los!", wenn diese CD erklingt. :=o

cTosmojlighxt


Na sicher haben das deine Eltern " spitz " bekommen, Comran ;-) - die waren ja auch mal jung und haben sich dann bestimmt auch irgenwie Sachen ausgedacht um ungestört zusammen zu sein. Meine Ma zum Beispiel ist nachts aus dem Fenster geklettert um mit meinem Pa zusammen zu sein und in der Frühe morgens wieder ran - die ältere Generation war auch nicht so ohne :)^ ...

L3ieselowtte40


"Blood Sugar Sex Magic" von den Red Hot Chili Peppers

Wir sind so ungefähr gleich alt, stimmt's Comran? ;-D ]:D

R[igh;tNxow


@ Lieselotte:

Oh ja das kenne ich. Vor allem der Spruch ob ich was zu verbergen habe.

Ich weiß noch wie ich Mal von einer Klassenfahrt nach Hause kam und meine Eltern hingegangen sind und einfach Mal so meinen Schreibtisch gegen zwei Kleiderschränkegetauscht haben. :-o Und dazu haben sie dann noch alles was sich da drin befunden hatte sortiert und teilweise weg geworfen. Da war ich 11.

Danach habe ich mir einen Schlüssel für mein Zimmer besorgt, verlangt das geklopft wird und jedem verboten einfach so meine Post zu öffnen. Ich finde es allein deswegen so wichtig die Grenzen seines Kindes zu wahren. Denn umgekehrt mussten wir auch zu einer bestimmten Zeit das Wohnzimmer verlassen damit meine Eltern ihre Privatsphäre hatten.

L:ieseleottex40


@ RightNow...

Den Spruch hab ich übrigens Jahre später noch mal gekriegt...

Mein Mann und ich haben hier bei mir zuhause den Dachboden ausgebaut, waren Beiden noch voll berufstätig, Anfang und Mitte 20...und dann hab ich meinen Vater dabei erwischt wie er mit seinen Freunden und Bekannten, Nachbarn usw. "Führungen" durch die Baustelle bzw die fast fertige Wohnung gemacht hat.... :=o

Da hat's dann sowas von gekracht!!!!!!! ]:D :-/

Plfeffqermitnzb&onbon


Als Kind war meine Zimmertür immer einen Spalt auf gewesen.

Als Jugendliche war es "ungeschriebenes Gesetz" dass wenn die Tür einen Spalt offen ist, jedes Familienmitglied reinkommen kann; hingegen, wenn die Tür zu ist (eigentlich nur, wenn ich Besuch hatte) sie bitte anklopfen möchten.

Meistens war die Tür aber einen Spalt auf.

Genau so würde ich es bei meinen Kindern (sofern ich welche hätte) auch halten. Tür einen Spalt offen - man darf reinkommen. Tür zu - bitte anklopfen.

Auch Kinder haben meiner Meinung nach ein Recht auf Privatsphäre.

sMchneckWe1198x5


Wenn du wie ich vielleicht in einer großen Familie aufgewachsen bist kennst du kaum das Gefühl des Alleineseins - und ich will es auch gar nicht haben.

Ich habe eine wirklich, wirklich große Familie und ich fand die ständige Gesellschaft grauenhaft und habe regelrecht gelitten, dass ich keinen Ort für mich hatte. Als ich mit 19 ins Studententwohnheim gezogen bin, war ich sooooo froh, dass ich jetzt eine Tür habe, die ich hinter mir zumachen kann und die ich kontrolliere :)^

Lxiebxe8


@ cosmolight

Wenn du wie ich vielleicht in einer großen Familie aufgewachsen bist kennst du kaum das Gefühl des Alleineseins - und ich will es auch gar nicht haben.

Nö, gerade weil ich in einer großen Familie aufgewachsen bin, in der man im Haus selten für sich sein konnte, hätte ich mir gewünscht, dass meine Mutter mein Zimmer als meinen Rückzugsort respektiert. Wir Geschwister waren uns da übrigens einig: Wir fanden es total ätzend, dass unsere Mutter reinplatzte wie es ihr beliebte und unsere Privatsphäre nicht respektierte. Gegenseitig haben wir deshalb schon Rücksicht genommen und sind nicht einfach beim anderen ins Zimmer gepoltert, wenn die Tür geschlossen war.

Ich denke, Umgang prägt den Menschen. Wer als Kind immer viele Menschen um sich hatte, ein offenes Miteinander in der Familie gelebt wurde, der sucht als Erwachsener auch vermehrt den Kontakt zu anderen Menschen, verschließt sich nicht hinter seiner Türe und hat als Erwachsener zuhause auch offene Türen.

Kann man so nicht sagen. Aus meinem Partner ist trotz (oder gerade durch die) Großfamilie ein totaler Einzelgänger geworden. Der wollte irgendwann nur noch raus von Zuhause, weil es ihm einfach zuviel wurde und er genießt seine Autonomie heute noch. Aus mir ist grundsätzlich schon ein offener Mensch geworden. Ich brauche viel Nähe und suche sie auch, aber genau so brauche ich hin und wieder eine Rückzugsmöglichkeit. Ich verschließe selten die Türe hinter mir, aber wenn, dann ist es mir wichtig, dass es auch respektiert wird.

Yes, ich bin so aufgewachsen dass alle Familienmitglieder gleichberechtigt sind, egal ob groß oder klein, und habe das auch so ins Erwachsenenalter mit rüber genommen. Alle können die Türen offen lassen oder auch schließen, ganz wie sie mögen, das ist bei uns so

Nur interessiert es euch eben nicht, wenn jemand die Tür hinter sich zuzieht, ihr poltert halt rein, wie es euch beliebt. Mit dem Unterschied, dass die Erwachsenen die Türe abschließen können, wenn sie das möchten und die Kinder nicht. Gleichberechtigung sieht für mich anders aus, aber wenn bei euch alle damit zufrieden sind, dann ist's ja gut.

Ich verstehe nur nach wie vor nicht, wieso du es als "Unsinn" bezeichnest, wenn es andere anders handhaben. Denn durch Anklopfen verhindert man ja letztlich nur, dass man jemanden stört, der gerade für sich ist. Wer sich in dem Moment über "Besuch" freut und Gesellschaft haben möchte, kann ja "herein" sagen.

Was spricht also gegen's Anklopfen? ":/

cnosm=olixght


Ich verstehe es nur nicht, wieso du es als "Unsinn" bezeichnest, wenn es andere anders handhaben.

Liebe 8

Ich halte es für angebracht bei einem Kind ab der Pubertät an dessen Zimmertür anzuklopfen, nicht bei Kindern die sich noch im Babyalter oder Kindergartenalter beifinden - was sollte denn dieser Unsinn ? - ...

cosmolight

Wer lesen kann ist klar im Vorteil.

NMannix77


Äh ja, du schreibst das du es als Unsinn empfindest bei Kindern, nichts anderes hat Liebe gemeint.

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