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Gibt es Nachteile wenn man sich einweisen lässt?

AHribxoa hat die Diskussion gestartet


Ich überlege zur Zeit sehr stark in eine Psychiatrische Klinik zu gehen.

Leider muss ich gestehen, dass ich Angst davor habe Nachteile dadurch zu erlangen.

Ganz besoners im Bezug auf meine Kinder.

Zum einen, dass das Jugendamt eingeschaltet wird.

Dass die Kinder gehänselt werden, sollte sowas "rauskommen".

Zum einen, dass Nachteile auf der Arbeit entstehen (wenn Krankenscheine von der Klinik eingereicht werden)

Zum anderen, dass man generell einfach schlechter dasteht. Nicht vollgenommen wird. Abgestempelt.

Kann mir jemand dazu etwas sagen, wie es ist in eine Klinik zu gehen?

Ich habe zwar einen Therapieplatz, aber die Wartezeit ist noch sehr lange. Aktuell merke ich, dass ich jetzt Hilfe brauche und einen Lösungsweg, deswegen kommt mir der Gedanke in eine Klinik zu gehen.

Antworten
soween}y4x3


Ariboa

Ich finde deine Entscheidung gut und du solltest es tun. Offensichtlich brauchst du jetzt Hilfe, die wirst du da bekommen.

Wer würde sich um die Kinder kümmern wenn du nicht da wärst? Hast du Mann, Familie?

Ich kann mir nicht vorstellen das du durch Selbsteinweisung Nachteile hast, persönliche Erfahrung habe ich damit aber nicht.

Ich war vor einigen Jahren in ambulanter Langzeittherapie. Ich hatte damit keine Probleme und bin auch ganz offen damit umgegangen. Den Grund dafür habe ich allerdings in der Öffentlichkeit für mich behalten.

Abriiboa


Hattest du da selbst auch Kinder?

Ich hab Familie und bin verheiratet. Ich lebe sogar in einer sehr glücklichen Ehe. Meine Bewegsgründe liegen in anderer Natur warum ich diesen Weg abwäge.

Leider habe ich einfach Angst, dass es Probleme gibt, wenn eine Mutter erkrankt ist.

P"Ssc+hbiesxt


Geh doch einmal zu einer psychologischen Beratungsstelle vor Ort.

Dort besprichst du alles in Ruhe.

Steht dein Mann denn hinter dir? Würde er dich aktiv unterstützen?

Eine erkrankte Mutter die ihr Leiden versteckt ist doch für die Kinder noch schlimmer.

Ich weiß jetzt nicht, wegen was genau du in die Klinik willst, aber ich könnte mir vorstellen

dass sich dein "Problem" irgendwann so auswirkt dass deine Kinder da drunter zu leiden hätten.

Und dass wäre doch sicher nichts was du möchtest?

Ephemaligfer BNutzeXr (#57x5156)


Hallo Ariboa @:)

um gleich zu einer wesentlichen Aussage von Dir zu kommen:

Zum einen, dass Nachteile auf der Arbeit entstehen (wenn Krankenscheine von der Klinik eingereicht werden)

Zum anderen, dass man generell einfach schlechter dasteht. Nicht vollgenommen wird. Abgestempelt.

Das kommt darauf an, wie lange Du Dich in psychiatrische Hände begeben möchtest. Ich für meinen Teil war leider schon mehrmals in der Psychiatrie und mich hat mein Hausarzt für diesen Zeitraum krankgeschrieben. Das war für mich ein gutes Mittel, um Gerede zu vermeiden. Du bist auch nicht verpflichtet, in eine Psychiatrie in der Nähe zu gehen (was es allerdings Deinem Mann und Deinen Kindern schwer machen würde, Dich zu besuchen), solltest Du Angst haben, "Bekannte" zu treffen.

Ich kann nur von meinen eigenen Erfahrungen berichten, evtl. ermutigt oder hilft es Dir, falls nicht, forget it :-)

Was ich kennenlernte war: Wenn Du Dich freiwillig einweist, hat auch keiner das Recht, Dich dort zu behalten. Zwar unterschreibst Du anfangs, dass Du Dich für den Zeitraum x in der Einrichtung yz freiwillig zur Behandlung befindest, Dich kann aber keiner davon abhalten, einen Therapieabbruch zu wünschen, der in der Regel erfolgt. Anders sieht es aus, sobald ein Richter eingeschaltet wird, wenn es um die Vormundschaft geht, z.B. Da das bei Dir nicht der Fall zu sein scheint, wäre ich an Deiner Stelle ruhig. Im Aufnahmegespräch kannst Du dem Fachmann/-frau Deine Bedenken äußern, solltest Du noch welche haben.

Ich finde das ein sehr mutiger Schritt und habe selbst gute Erfahrungen mit der Psychiatrie gemacht (zum Glück...). Das letzte Mal ist schon ein Weilchen her, aber ich habe eine Einrichtung kennen gelernt, die mir jedes Mal weitergeholfen hat. Natürlich ist es nicht "rühmlich", aber wer entscheidet darüber.

Ich finde es gut, in sich hineinzuhorchen und Hilfe anzunehmen, wenn sie geboten ist und man (mit sich selbst) nicht weiterkommt.

Du weißt, was für Dich gut ist und ich wünsche Dir viel Kraft auf Deinem Weg! :)*

Liebe Grüße

Sanny

P.S. Hiermit möchte ich in keiner Weise psychiatrische Einrichtungen glorifizieren, ich weiß dass es schlechte Einrichtungen/Erfahrungsberichte gibt, die der "Wahrheit" entsprechen. Mein Erleben war ein anderes und das habe ich oben geschildert ;-)

s.wheeny%43


Ja, ich habe Kinder. Mein Mann ist da hinter mir gestanden, das war für mich wichtig. Der Grund meiner Therapie war Missbrauch in der Kindheit und Jugend. Später bekam ich Panikattacken. Erst als die erneut wiederkamen bin ich in die Therapie, die ging fast 6 Jahre, mit 39 war sie dann beendet.

Lass dir helfen, das kann ich dir nur ans Herz legen. Schämen brauchst du dich nicht. :)_

Meine Kinder wissen auch heute noch nicht den wahren Grund für die Therapie, das werden sie auch nie. Sie sind jetzt erwachsen aber mein Peiniger war mein Adoptivvater. Damit ist er ihr Opa und sie mögen ihn.

Aaribxoa


Danke an euch. Das hilft mir schonmal sehr weiter.

Steht dein Mann denn hinter dir? Würde er dich aktiv unterstützen?

Eine erkrankte Mutter die ihr Leiden versteckt ist doch für die Kinder noch schlimmer.

Ich weiß jetzt nicht, wegen was genau du in die Klinik willst, aber ich könnte mir vorstellen

dass sich dein "Problem" irgendwann so auswirkt dass deine Kinder da drunter zu leiden hätten.

Und dass wäre doch sicher nichts was du möchtest?

Mein Mann steht hinter mir. Nur leider hat er wegen mir einiges zu tragen. Ich bin psychisch erkrankt wegen schwerer körperlicher Krankheit und sehe momentan einfach keinen Ausweg mehr, als mir helfen zu lassen.

Meinen Gesundheitszustand hat sich gebessert, allerdings musste ich dafür vieles aufgeben und das belastet mich sehr. Es fließen viele Probleme zusammen und leider bin ich nun an dem Punkt, dass es mich sehr verändert und ich möchte wieder glücklich und vor allem zufrieden werden.

Ich hab einige schwere Jahre hinter mir, ich hab nicht so gekämpft um es jetzt nicht endlich genießen zu können, doch leider ist genau das passiert. Ich kann nicht loslassen, alles holt mich ein. Die ganzen Operationen, die missglückten Behandlungen. Der Todeskampf vor Jahren. Ich hab das alles nicht verarbeitet und leider hatte ich auch nie Zeit mich damit auseinander zu setzen. Dann kamen Probleme mit meinem Vater hinzu und nun ist der Ofen ganz aus. Ich schau in den Spiegel und sehe nur noch das Ekel. Ich bin sehr gemein zu meiner Mutter, lasse die Probeme die ich mit meinem Vater habe an ihr aus, und will es gar nicht. Ich bin aber nicht dazu mehr in der Lage die richtige Realität zu sehen. Ich hab nur noch Wut, weil mein Vater mir sehr weh tut. Und Wut weil meine Mutter das lange zu lies (Jugend). Dabei steht sie immer hinter mir. Aber ich bin innerlich nur noch wütend. Ich will mit ihr wieder klar kommen, aber wir finden keinen Nenner mehr.

Mit meinen Kindern komme ich gut klar, ich muss dazu sagen, dass wir in unserer Familie ein sehr harmonisches Leben führen, die Kinder wissen auch nicht was los ist. Ich funktioniere und muss auch sagen, dass mir unser Familienleben noch sehr viel Halt gibt. Ich gehe auch noch arbeiten und kümmere mich um alles.

Der Kampf ist eher innerlich.

Ich weiß nicht was ich habe. Ich vermute, dass ich traumatisiert bin aber ich weiß es nicht genau. Traumatische Situationen gab es genug und ich schätze sogar, dass es das sein kann. Ich weiß aber nicht welche Symptome das macht und ich kann auch leider gar nicht sagen, was ich an Symptomen zeige.

Lass dir helfen, das kann ich dir nur ans Herz legen. Schämen brauchst du dich nicht. :)_

Ich danke dir @:) Du hast auch einiges durch. Respekt, dass du es geschafft hast eine Basis zu finden. Das kann sicher auch nicht jeder.

Also ich schäme mich schon irgendwo. Ich habe das Gefühl versagt zu haben, da ich jetzt doch an dem Punkt bin. Aber auf der anderen Seite auch nicht. Ich weiß, das ich viel durch habe und irgendwo wundert es mich nicht. Ich mache mir aber Vorwürfe es nicht früher erkannt zu haben, dass ich da nicht alleine durch komme.

AQriboxa


unterschreibst Du anfangs, dass Du Dich für den Zeitraum x in der Einrichtung yz freiwillig zur Behandlung befindest, Dich kann aber keiner davon abhalten, einen Therapieabbruch zu wünschen, der in der Regel erfolgt. Anders sieht es aus, sobald ein Richter eingeschaltet wird, wenn es um die Vormundschaft geht, z.B. Da das bei Dir nicht der Fall zu sein scheint, wäre ich an Deiner Stelle ruhig. Im Aufnahmegespräch kannst Du dem Fachmann/-frau Deine Bedenken äußern, solltest Du noch welche haben.

Ich glaube so weit ist es noch nicht, dass das ganze gerichtlich beschlossen werden müsste ;-D aber vielen Dank, ich weiß was du meinst.

Ich kann auf jeden Fall noch normal" leben. Ich sehe zwar bei dem Streit mit meinem Vater, der auch meine Mutter betrifft keine "Realität" mehr, da jeder seine eigene Meinung hat und es auch schon immer normal war, mir meine auszutreiben. Ich nehme mir das immer nur sehr zu herzen, da ich viele Vorwürfe höre und auch oft als undankbares Balg bezeichnet wurde. Ich bin nicht undankbar, aber ich finde nicht alles gut, was sie machen, vor allem nicht, wenn sie etwas gut meinen, es aber für mich eigentlich gar nicht gut ist.

Es ist schwer, da keiner bereit ist, die Seite des anderen zu akzeptieren.

Ich will auf allen Seiten Wasser tragen und kann keine eigene Meinung betreiten ohne dem anderen auf den Fuß zu treten, so entstehen Missverständnisse, die ich vor Selbstverwirrung nicht mehr auflösen kann.

Ansonsten denke ich einfach, dass es so ist als gänge man in ein Krankenhaus. Ich muss leider gestehen, dass mir das sehr schwer fällt. Es liegt momentan auch andere gesundheitliche Probleme vor, die abgeklärt werden müssen, aber ich kann wegen einer Sache, die ich im Krankenhaus erlebt habe nicht mehr zum Arzt. Ich kann es einfach nicht mehr. Ich bekomme Herzrasen, ich bin nicht dazu in der Lage in die Praxis reinzugehen. Klinik geht überhaupt nicht. Das selbe gilt für Medikamente, ich habe regelrecht Angst welche zu nehmen. Ich frag mich wie das in der Klinik werden soll, da muss man sicherlich welche nehmen? Und ich frag mich wie das gehen soll, ich hab eh generell Angst vor Psychopharmaka.

sSunsh'ine8x3


Niemand kann dich zwingen Medis zu nehmen. Ich habe bei meinem Aufenthalt keine Medis genommen wegen anderer Erkrankung. Da wollte ich meinen Körper nicht noch mit Psychopharmaka belasten. Ich habe dann besprochen, dass ich keine nehme.

A1rikboa


Und die können mich deswegen auch nicht unfreiwillig entlassen?

shweeVnyx43


Ich wollte auch keine nehmen und habe ich auch nicht.

Wenn du da hingehst machst du das freiwillig, du bist und wirst da nicht entmündigt :)_

Adribxoa


Das nimmt schon mal sehr viel Druck raus.

s|wee`ny43


Wann könntest du denn die Therapie wo du dich angemeldet hast anfangen?

d6anaxe87


Ne ne, zu Medikamenten zwingen können sie einen nur wenn man sich oder andere akut gefährdet, also in Folge einer Zwangseinweisung.

Das Jugendamt erfährt gar nichts wenn du freiwillig in eine Klinik gehst und wenn da ein Vater ist der sich kümmern kann wäre das doch sehr gut. Er hätte auch Anrecht auf eine von der Kasse bezahlte Hilfe die putzt, kocht, die Kinder abholen und ein bisschen betreuuen kann, während er arbeiten geht.

Wenn du eh eine körperliche Erkrankung hast dann kannst du ja sagen das es damit in Zusammenhang steht und Punkt. Das ist, denke ich, noch einer der akzeptiertesten Gründe für einen solchen Aufenthalt. Man ist in der Wahrnehmung anderer Leute dann nicht verrückt oder ein Simulant sondern hat eine doofe und greifbare Situation bei der man Hilfe braucht. Das ist für viele sehr viel Verständlicher als psychische Probleme ohne sichtbare Gründe.

Du könntest ja bei deinem Arbeitgeber sonst auch Reha oder Kur oder so deshalb angeben. Je nachdem wie dein Verhältnis zu deinem chef ist.

s9weenyC4x3


Vielleicht könntest du in der Klinik anrufen und da nachfragen wie das ablaufen würde. Ich glaube das würde ich in deiner Situation tun.

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