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die passende Psychotherapie finden

h'kit$txy hat die Diskussion gestartet


Hallo,

nachdem ich in der Vergangenheit sehr viel Müll erlebt habe, habe ich mich dazu entschieden einen erneuten Versuch mit einer Psychotherapie zu wagen. Es geht mir um die Verarbeitung einer Erkrankung und Lebensbewältigung, irgendwie auch Kindheitsmuster aufarbeiten evtl. Meine erste psychotherapeutsiche Behandlung war nicht so berauschend.

Daher die Fragen

wie finde ich heraus welche ART der verschiedenen Ausbildungen an Psychotherapeuten geeignet ist und WER guter Therapeut ist.

Antworten
hQkittxy


... ich möchte irgendwie endlich in meinem Leben "aufräumen", die seelischen Schmerzen loswerden um irgendwie wieder meinen Frieden zu finden und normal leben zu können.

Danke schonmal für die Hilfe.

LSucxi32


Da bist du eher beim Verhaltenstherapie richtig. Die Tiefenpsychologie und Psychoanalyse ist nicht wirklich auf Strategieentwicklung ausgelegt. Und bei Krankheitsbewältigung spielen Strategien eine große Rolle.

E{hemali.ger Nutze4r (#438t245)


nachdem ich in der Vergangenheit sehr viel Müll erlebt habe

Interessante Formulierung. Ich glaube, wir alle erleben mehr oder weniger den gleichen "Müll".

Was uns unterscheidet, ist die "Müll"verarbeitung.

Ich finde deshalb Luci32 Empfehlung gut, weil dir erlernbare "Bewältigungsstrategien" wahrscheinlich kurzfristig die besseren Erfolge bringen. Dafür musst du nicht bis tief in deinen Seelenkeller (Tiefenpsychologie, Psychoanalyse) hinab steigen.

cLonHtant"g


hallo es gibt eine meditationstechnik sie heisst vipassana , ich selber bin sehr froh dass ich sie entdeckt habe... diese technil ist von buddha und dient dazu aus seinem leiden herauszukommen. ich finde das ist die bedte psychotherapie...

gehe mal auf [[www.dhamma.org]] dort ist eine weltkarte mit kursen.

es sind immer 10 tageskurse

h9kiGttxy


Hallo,

danke schonmal für die schnellen Antworten.

Mit der Reaktion auf "viel Müll erlebt" hatte ich fast gerechnet ;-D Ich glaube trotzdem es ist einiges mehr als bei vielen anderen.

Die Tipps bislang hören sich gut an, ich werde schauen was sich umsetzten lässt. DAnke!

F=aSoLXa


[[http://www.zeit.de/2012/28/Therapieformen]]

In dem Artikel der Zeit werden die verschiedenen Therapieformen erklärt. Ich habe eine tiefenpsychologisch fundierte Gesprächstherapie gemacht und fand sie sehr hilfreich, um zu verstehen, wie meine Päckchen aus Kindheit und Jugend heute noch nachwirken. Für mich ist es wichtig gewesen, Zusammenhänge zu verstehen und eine Rückmeldung vom Therapeuten zu erhalten bzw in einer Interaktion zu stehen (Psychoanalyse ging deshalb gar nicht für mich). Außerdem reflektiere ich mich gerne und fand es gut, gemeinsam mit der Therapeutin zu überlegen, warum ich welche Handlungs- und Gedankenmuster anwende. Dabei haben wir uns vorrangig mit aktuellen Auswirkungen beschäftigt, es war also nicht vergangenheitsorientiert (bzw nur anlassbezogen).

Woran du erkennst, ob jemand gut ist: ich glaube, da hilft nur ausprobieren.

Meine erste psychotherapeutische Behandlung war nicht so berauschend.

Kannst du erklären, woran es lag?

TWuck%Glqovxer


Auch wenn bei "viel Müll erlebt" Aufarbeitung/Verarbeitung sehr verführerisch klingt möchte ich mich Luci anschließen. Am wichtigsten sind Veränderungen. Die Vergangenheit wird man nicht los und auch das Aufarbeiten/"Verstehen" bringt allenfalls wenig weiter (man kann die Vergangenheit auf unendlich viele Weisen deuten). Den Klischee-Satz "Ursachen, nicht Symptome" sollte man am besten vergessen bzw. nicht falsch verstehen und als "man muss die Vergangenheit bewältigen" deuten.

KVT oder gar metakognitive Verhaltenstherapie scheinen mir doch am meisten wirksame Instrumente zu bieten. Bei letzterer geht es vor allem ums Entkommen aus Grübelfallen sowie einen besseren Umgang mit eigenen Denkweisen und Denkgewohnheiten, nicht nur Hinsichtlich der Gedankeninhalte ("ABC"). Unter anderen mit Übungen zu Achtsamkeit kann man lernen, dass Gedanken (etwa andauernde unschöne Erinnerungen) gar nicht so wirken müssen.

Szarah8x7


Falls traumatische Erlebnise in der Vergangenheit eine Rolle spielen, solltest du auf jeden Fall darauf achten, dass der Therapeut eine spezifische Weiterbildung in Traumatherapie hat. Das hat nicht automatisch jeder.

@:)

vQampn28


Traumatherapie bzw. Tiefenpsychologische Therapie finde ich sehr hilfreich, sogar hilfreicher als Verhaltenstherapie. Ich muss sagen, das ist aber meine Erfahrung, dass mir die Verhaltenstherapie auf Dauer nicht geholfen hatte. Kurzfristig ja, langfristig Nein. Weil wenn die Ursache(Traumatische Erlebnisse) nicht behandelt wird, so wird sie immer wieder nach oben kommen und einen wieder destabilisieren. Bei mir war es zumindest so. Ich hab jahrelang Zeit vergeudet und immer an meinem Verhalten gearbeitet, das kurzfristig wie gesagt geholfen hatte. Aber sobald wieder Vergangenes hoch kam, zog es mir jedes Mal den Boden unter den Füssen weg. Da hatten auch keine Techniken und Übungen geholfen die man in der Verhaltenstherapie lernt. Es war zu wenig.

Ich wollte nicht stehen bleiben, sondern vorwärts kommen. Und durch die ständige Arbeit mit meinem Verhalten, die ständige Stabilisierung blieb ich immer auf eine Ebene und ich wollte nicht ewig Therapie machen. Daher entschloss ich mich eine Traumatherapie zu machen. An die Wurzel des Üblen zu gelangen und daran zu arbeiten und ich bereue meine Entscheidung nicht, es ist die erste Therapie die hilft. Ich mache Fortschritte, wenn auch nur sehr langsam. Aber es hilft, auch wenn sich in einigen Bereichen mein Zustand verschlimmert hat, aber das zeigt auch wiederum dass sich etwas bewegt.

Verhaltenstherapie ist sicherlich sehr hilfreich entweder vor einer Traumatherapie und auch danach oder wenn es sich um andere Probleme handelt wie z.B. einer Angststörung ohne Traumatische Erlebnisse. Aber sollten Traumatische Ereignisse eine Rolle spielen, so ist eine Traumatherapie notwendig.

Man kann sich das in etwa so vorstellen: Eine tiefe Wunde die sich immer wieder entzündet und der Arzt versorgt jedes Mal nur die Wunde, aber macht keine Untersuchungen warum sich diese immer wieder entzündet. Nur mit Kompresse und Verband kann eine tiefe entzündete Wunde nicht richtig heilen und es kommt immer wieder zu Wundheilungsstörungen.

Sfal?do


Auch ganz wichtig ist, offen und absolut ehrlich zu seinem Therapeuten und damit zu sich selber zu sein.

Hier ist mal ein Link zu einer Liste von Therapeuten, die nicht nur an der Oberfläche bleiben. Such dir einen aus und schau ihn dir an. Nur wenn dein Gefühl dir sagt, dass er/sie der/die richtige ist, dann solltest du ihn nehmen.

[[http://robert-betz.com/therapeuten/ Link]]

S7arahx87


Und durch die ständige Arbeit mit meinem Verhalten, die ständige Stabilisierung blieb ich immer auf eine Ebene und ich wollte nicht ewig Therapie machen.

Wobei man mal sagen muss, dass sowieso jeder Therapeut entweder Verhaltenstherapie macht oder tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und jeweils zusätzlich eine Weiterbildung in Traumatherapie.

Auch muss man sagen, dass eine Stabilisierung bei Traumatherapie die wichtigste Rolle spielt bevor man solche Erlebnisse angeht.

Falls es um Traumatherapie geht - und darauf hat die TE ja noch gar nicht geantwortet, mal so zur Erinnerung ;-D - gibt es beispielsweise die PITT von Dr. Reddemann. Man kann sich hier erkundigen, nach einer Liste mit Therapeuten die diese Weiterbildung gemacht haben: [[http://www.traumhaus-bielefeld.de/links-2/klinikadressen-und-therapeuten]]

Ich halte viel sehr von dieser (und Dr. Reddemann).

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