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Keine Lebenskraft mehr

gVaenzlxich hat die Diskussion gestartet


Ich weiß nicht mehr, wohin mit meinen Gedanken.

Ich gehe seit einem Jahr keiner Tätigkeit mehr nach. Wohne in einem Haushalt - bestehend aus einer labilen Mutter und einem extrem traditionellen Bruder, zu dem ich keinen Kontakt habe (ja, das ist möglich).

Ich habe keinen Lebensmut mehr. Keine Kraft. Ich habe keine Freunde, nur wenige Bekannte - und diese sind ausschließlich männlich und vielmehr an meinem Aussehen interessiert, als an meiner Person. Dabei sehe ich nicht einmal wirklich gut aus.

Ich zähle lediglich eine Person zu meinen Freunden. Niemand ist für mich da. Meine Eltern haben mir nie Sicherheit gegeben, immer bin ich zwischen den Fronten geraten. Alles wurde auf meinen Schultern ausgetragen oder ich sah mich als Streitgrund meiner Eltern, weil ich kein Wunschkind war (zumindest für meinen Erzeuger). Immer suche ich vergebens die Sicherheit bei Männern, weil ich sie mir nicht selbst geben kann. Lange Beziehungen scheitern, weil ich sie beende. Weil ich so von Verlustängsten und Selbstzweifeln zerfressen bin. Ich entwickele Eifersuchtsgefühle. Ich habe Angst, dass der Mensch, den ich liebe, mich für eine andere verlässt. Ich brauche viel Sicherheit und Nähe. Nur werde ich diese nie finden.

Ich hasse mein Leben. Ich habe keine Ziele und niemanden, für den es sich lohnt, weiterzumachen. Ich selbst bin es mir schon lange nicht mehr wert. Ich habe aufgegeben und bin schwach.

Ich bin 24 und habe keine abgeschlossene Berufsausbildung. Ich setze mich massiv unter Druck, da ich keine Ausbildung finde und ich nichts vorzuweisen habe. Studium käme nie in Frage. Ich hasse es, dass mittlerweile vorausgesetzt wird, dass jeder studiert. Ich schäme mich fast schon, zu behaupten, dass ich auf der Suche nach einer Ausbildung bin. Dabei wüsste ich nicht, dass ein akademischer Abschluss auf den Intellekt eines Menschen schließt.

Für viele bin ich sicher ein Nichtsnutz und ein Versager. Für meine Eltern ganz sicher. Weil ich nichts erreicht habe, während meine Geschwister Familie und einen gutbezahlten Job haben.

Ich bin und war immer das Sorgenkind.

Am meisten sehne ich mich nach jemanden, der mich so nimmt, wie ich bin. Mit all meinen Schwächen und mir die Sicherheit gibt, die ich brauche. Der mich hält, der mich nicht aufgibt und der mir zeigt, dass es sich vielleicht doch lohnt, weiterzukämpfen.

Ich fühle mich so einsam und verlassen.

Antworten
W0ild[katxer


Hallo gaenzlich :)_ *:)

Du musst versuchen aus der Einengung heraus zu kommen. Es gibt da draußen das Leben noch mit allen dem das Leben lebenswert macht.

MfG wünsche dir ein frohes Osterfest *:) @:) :)*

g%a3enzlxich


Ich denke sehr häufig daran, die Stadt bzw das Kaff hier zu verlassen. Ich brauche diesen Cut, glaub ich. Mir täte ein Wohnortswechsel gut. Ich werde immer mit so negativen Erlebnissen hier konfrontiert. Ich habe aber keine Ahnung, wie ich das anstellen soll. Mir fehlt die Kraft.

gRaenzlxich


Mag noch jemand etwas dazu loswerden?

ENhemalSigerT Nu`tzer G(#578069x)


Am besten, du suchst dir professionelle Unterstützung um dein Leben in den Griff zu bekommen. Das braucht natürlich einiges an Zeit und Willen. Aber es wird besser werden. :-)

Der erste Schritt wäre, einen Termin bei einer psychosozialen Beratungsstelle zu vereinbaren.

Welche Ausbildung würde dich denn interessieren?

mIusiIcus_6x5


Es klingt für mich nach einer Depression bzw. "depressiven Phase", verbunden mit Ängsten und wohl auch einem geringen Selbstwertgefühl.

Ich habe Zweifel, ob ein Ortswechsel alleine ausreicht, um eine länger anhaltende Stabilisierung der Gemütslage zu erreichen. Vermutlich könnte Dir eine Psychotherapie helfen; ggfs. auch kombiniert mit einem geeigneten Medikament, etwa einem Antidepressivum.

In einem seriösen Therapeuten bzw. einer Therapeutin könntest Du eine verständnisvolle Person finden, wo Du erst mal die aufgestaute Frustration loswerden kannst und der/die Dir helfen kann, einen gangbaren Weg zu finden, eine Perspektive.

Eine Ausbildung kann man mit 24 schon noch anfangen - besser spät als nie...

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